WR178 Kummerschäufelchen

wrint_wrintheit_200Diesmal mit dem Norden, Trampen, der D-Mark, Reichsdeppen, Meinungen, Farben, Werbung, Schlagfertigkeit, Vorurteilen, Identitätsdiebstahl, Tischsitten, dem Meer, Hosen, Wohngemeinschaften, Motti, Design, Eltern, guten Taten und mehr.

Ohne Alexandra ginge es nicht. Hier steht ihr Hut.

 

Shownotes von @evitabley, @dr4k3_LE, @Abkueko, @BestOfHolgi, @cjhamich und @fabi

42 Gedanken zu „WR178 Kummerschäufelchen

  1. Johannes

    Sehr schöne Sendung.

    Eine kleine Anmerkung: Es heißt eigentlich “in Abrahams Wurstkessel schwimmen”. Angeblich geht dieser Ausdruck auf den Hebräerbrief Kapitel 7 zurück. Dort heißt es, dass Abrahams Urenkel noch in seinen (Abrahms) Lenden war, als einer bestimmten Frau begegnete. Aus den Lenden wurde dann wohl (in etwas vulgärer Abwandlung) der Wurstkessel.

    Antworten
    1. Martin

      Den Ausdruck “Abrahams Worschtkessel” [sic!] kenne ich auch von meinem Vater, der ihn wiederum von meinem Großvater übernommen hat. Leider versäumten wir es, meinen Großvater zu Lebzeiten nach einer Erklärung zu fragen, aber mein Vater reimte es sich dann so zusammen:
      Im Christentum sei zwar immer gut geregelt, was mit der Seele nach dem Tod passiert (Fegefeuer, Hölle, Paradies etc), aber wo die Seelen vor der Geburt seien, kommt im Christentum nicht vor. Abrahams Worschtkessel füllt diese theologische Lücke und ist dabei auch nicht absurder als der Rest der Seelengeschichte.

    2. chrysophylax.de

      Ich kenne auch “Abrahams Wurstkessel” – als Umschreibung für den Inhalt des Bauchs der Mutter, die gerade schwanger ist.

      Man mag selbst überlegen, ob wieviele Ähnlichkeiten das Kopfkino da sieht mit Farben, umeinandergeschlungenen Innereien und Gekröse und irgendwelche Flüssigkeiten.

      Ist halt so eine klassische Umschreibung für “das ist so alt – da warst du noch gar nicht geboren”.

      Und Abraham ist halt der Ur-Vater, also muss das verdammt lange her sein.

      chrysophylax.

    1. Imrael

      In meinem sozialen Umfeld wird Lila immer als Farbe der sexuellen Frustration bezeichnet *g* da durft ich mir gut was anhören als ich das ignoriert hab und mir nen lila Pulli gekauft hab

  2. horst

    ich mach mir ernsthafte sorgen um holgis Gedächtnis. die ganzen Geschichten rund um das Flüchten gen Westen wurden schonmal ausführlichst in der Wrintheit besprochen…

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Keine Bange. Mein Gedächtnis ist schon immer so löchrig 😉

  3. Timo

    ich nehm beim Essen übrigens das Messer in die linke Hand und die Gabel in die rechte Hand. Mir ist klar, dass es korrekt anders herum geht, aber meiner Meinung nach ist die Hand, die zum Mund geht, die wichtigere, und das ist nun mal die Gabel in meiner rechten Hand (ich bin Rechtshänder)…

    Antworten
    1. darem

      @Timo, ich bin Linkshänder und halte die Gabel in der linken Hand. Fällt keinem auf 😉

  4. Tobias

    @Holgi

    2 Tipps zu Asiaten in Berlin:
    Tian Fu, Uhlandstr. 142, U3 Hohenzollernplatz
    DAO Restauramt, Kantstr. 133, Buse 101,M49 Kantstr./Leibnitzstr

    @Alexandra
    Waren die Qualen bei den Schlachten echt tot? Ich kenne eher solche Stories, wo die noch am Leben waren.

    Beste Grüße,
    Tobias

    Antworten
  5. tp1024

    … und dann war da noch der mir als Mitbewohner zugewürfelte Bangladeschi, dessen Freund mir die Küche angefackelt hat …

    Seit dem weiß ich, dass Elektroherde mehr Fettbrände verursachen als Gasherde … weil die Leute vor den letzteren mehr Respekt haben und keine mit Fett gefüllten Töpfe darauf herum stehen lassen. (Besagter Bangladeshi stammte natürlich aus einer wohlhabenden Familie und war gerade dabei das kochen zu lernen, weil zu Hause musste er das nicht und in Deutschland ist bengalische Küche nicht sehr verbreitet und selbst dann extrem teuer, selbst für wohlhabende Bengalen.)

    Es ist übrigens ein Scheiß Gefühl, wenn es hinter einem laut WUSCH macht und der plötzlich ansteigende Druck auf den Ohren und auf der Brust einem unmissverständlich klar macht, dass das was man gerade noch als paranoides Hirngespinst abgetan hat tatsächlich in diesem Moment in der eigenen Wohnung abläuft. Der dumme Gesichtsausdruck in Anbetracht all dessen in den 2-3 Sekunden davor ist natürlich unbezahlbar und man sollte froh sein, wenn nirgendwo eine Kamera läuft, weil der Slapstick-Charakter der Situation innewohnt und leider unvermeidlich ist.

    Antworten
  6. Joachim

    Kurze Frage , ist es nicht Verboten und grade im Hinblick auf das neue Leistungsschutzrecht was Alexandra in ihrem neuen Podcast vorhat. Wenn ich Alexandra richtig verstanden habe möchte sie das wichtigste daraus nehmen also den Kern des Buches und das zu einem Podcast machen .

    Antworten
    1. Tobias

      Sie darf wohl nicht mehr als 160 Zeichen daraus wörtlich (angebracht wäre hier eher buchstabengetreu) auf einmal zitieren, HaHaHa.

      Nein, natürlich darfst Du über Bücher reden. Sonst müsste man sofort den ganzen Uni-Betrieb einstellen. Wenn ich dieses Gedöhns um das Leistungsschutzrecht richtig verstanden habe, geht es eher um das (automatische) Übernehmen von Textteilen zwecks Verlinkung.

      Passt gerade: Wer hat uns verraten? Die Spezialdemokraten (kleine Wortabwandlung bestimt nicht von mir):
      https://www.youtube.com/watch?v=mkY-Ac3WFpA
      Ich rege mich gerade bei der Gelegenheit, warum die Ministerpräsidentin von NRW Hannelore Kraft so populär ist. Deren Umfallen aufgrund der der in Düsseldorf ansässigen Verlagshäuser hat dazu gewirkt, dass diese dämliche Gesetz den Bundesrat hat passieren können. Seit dem habe ich wenigstens nichts vor von dem Medienhype der so integeren Frau Kraft gehört.

  7. Fonsi

    Beim Thema Mitfahrzentrale musste ich gleich an eine Podcast-Idee denken.
    Neben den Formaten “Fern- und Ortsgespräche” wären doch die “Mitfahrgespräche” was feines.
    Eine Fahrt per Mitfahrzentrale inkl. Interview mit einem völlig Fremden.
    Während der Fahrt erzählen einem die Mitreisenden doch eh alle möglichen Dinge. Warum nicht gleich mitschneiden und die richtigen Fragen stellen. Das kannste doch, Holgi. Und Reisende haben doch fast immer was zu erzählen. Also ich fänd’s super.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Schöne Idee! Allein: Mir fehlt die Zeit. Ich wäre ja schon froh, wenn ich wieder regelmäßig Ferngespräche machen könnte.

  8. brabax

    @Alexandra: ich hab’ extra für den Smart einen Führerschein gemacht. Der Mini ist viel zu groß! 🙂

    Antworten
    1. jab

      Als Praemie fuer Alexandra’s Crowdfunded Fuehrerschein schlage ich vor “Video von der Pruefungsfahrt” 😉

  9. Michael

    Weißwurstäquator: Wenn man die Nürnberger fragt, dann werden tatsächlich viele sagen, dass sie keine Bayern sind 😉

    Antworten
  10. Romconstruct

    Bezüglich (chinesisch) Essen gehen in anderen Ländern:
    Ich war mal in Rumänien und die rumänischen Arbeitskollegen sagten das es eher wenig typisch rumänische Gerichte gäbe. Man geht wohl eher hin, nimmt sich etwas aus dem Ausland und verkauft es dann als eigene, nationale Spezialität. Aber man könne sehr gut italienisch oder chinesisch essen gehen und es sei anders als in Deutschland oder anderen europäischen Ländern sagte man uns. Gut also gingen wir mal italienisch essen und es war nicht so extrem anders, erinnerte aber schon irgendwie eher an Italien als an eine Standard-Pizzeria in Deutschland.

    Ja und dann waren wir mehrfach beim Chinesen. Einfach weil es so viel besser und auch anders als bei uns war. Ganz wie Holgi es auch beschrieben hat hab es dort kein “gebratene Nudeln mit Ente” etc., sondern es gab auf den Tischen große drehbare Platten auf die dann allerlei Köstlichkeiten nebst Soßen gestellt wurden. Und man konnte sich halt nach Lust und Laune bedienen. An sich schon mehr wie ein Buffet, nur ohne aufstehen u. anstehen zu müssen. Zudem war das Essen an sich auch noch leckerer und irgendwie interessanter als bei uns. Wie man uns sagte würde das daran liegen, dass man in vielen Ländern eher an die lokalen Geschmäcker und Erwartungen angepasstes Essen bekommt. In Rumänien gibt es aber größtenteils halt nichts so Eigenes, da es per se nicht unbedingt eine “rumänische Küche” gibt und so bekommt man deutlich eher etwas das so ist wie in China. Das bestätigte mir dann auch jemand der schon mal in China war und auch sonst viel in der Weltgeschichte rumgekommen ist. Es sei natürlich nicht exakt wie in China, aber deutlich eher an chinesischem Essen dran als das was man in Deutschland bekommt.

    Ob das nun alles so stimmt weiß ich nicht, da ich noch nie in China war geschweige denn dort gegessen habe. Aber es war definitiv anders als hier in Deutschland, Österreich, England oder Kanada (das wären die Länder wo ich mal beim Chinesen war).

    Antworten
  11. Christian Berger

    Also Nürnberg ist natürlich nicht in Bayern sondern in Franken. Deshalb hat der Bayrische Rundfunk dort auch sein Auslandsstudio Franken.

    Zu der Sprache sieht man die Grenzen auch schön hier:
    http://sprachatlas.bayerische-landesbibliothek-online.de/
    Das hat auch sehr schöne Sprachbeispiele wie “Vertrocknete Kotklumpen an Kuhschenkeln”.

    Und ich hab früher mal als Programmierer gearbeitet und sollte da die Euroumstellung in einem Warenwirtschaftssystem vorbereiten. Dafür habe ich die ganzen Formularfelder umgerechnet… in der ersten Version auch Kundennummern und Datumsangaben. 🙂

    Antworten
  12. Moss

    Zum Thema Mitfahren und Trampen. Ich kann Holgi zustimmen, es wird in meiner Wahrnehmung weniger getrampt.
    Alexandra es auf den Punkt gebracht, Leute wollen planbar und günstig von A nach B. Trampen als Folklore stand und steht heute nicht im Vordergrund.

    Internet, Billigflugscheine und Mitfahrbörsen lösen die Transportprobleme.

    Aus eigenen Erlebnissen Tipps zum Trampen: Spanien ist eine blöde Ecke dafür, sehr. Total blöd ist es im Winter!
    Langstrecke immer mit Schild mit Stadtkürzel oder international mit Wunschort. 😉

    Antworten
  13. Simon

    @ Alexandra

    Man merkt sich nicht nur miese Werbung, sondern auch herrausragend gute. Allerdings ist Letzteres zu produzieren wesentlich schwerer und damit setzt man wohl leider eher auf billige/miese Werbung.

    Ein Grund warum ich TV und Radio meide. Ein Hoch auf Podcasting!

    Antworten
  14. Ronald

    Cord-Stoffe kamen halt zuerst/ursprünglich bzw. überwiegend aus Manchester… das war ja auch das Zentrum der europäischen Baumwollverarbeitung. Im Industrie-Museum dort gibt es auch einen eigenen Bereich für Friedrich Engels, der in Manchester in der väterlichen Baumwollspinnerei in die Lehre ging… der Rest ist Geschichte.

    Antworten
  15. jh

    der bogdal? och ne. zu “zigeunern” dann vllt. doch eher den bauerdick, zur darstellung der “zigeuner” evtl. andere kulturwissenschaftler.

    Antworten
  16. jh

    tach chat. “mach, was deine mutter stolz macht” gilt wahrscheinlich eher für söhne, ob “mach, was deinen vater stolz macht” für töchter gilt, müssen andere entscheiden.

    Antworten
  17. Michaela

    Zu den Verschwörungstheorien: Ich kenne jemand, der an die angesprochenen Theorien ernsthaft glaubt und er nimmt alles für bare Münze. Allerdings ist diese Person auch psychotisch. Ich habe ja den Verdacht, daß alle, die solche Theorien als Wahr ansehen, eine Psychose haben könnten.

    Antworten
  18. Michael

    Die korrekte Haltung der Gabel ist natürlich vom Knigge definiert worden (wobei der Knigge ja nur Empfehlungen abgibt). Tatsächlich darf die Haltung der Gabel situationsbedingt angepasst werden – alles andere wäre auch irgendwie unpraktikabel.
    [vgl. Gabel halten bei knigge.de]

    Antworten
  19. panzi

    Ich finde Lila auch hässlich, habe aber keinerlei Assoziation dazu. Bei mir ist das ganz einfach die Farbe. Hab hier zum ersten mal gehört, dass es da eine Assoziation zu Feminismus oder Begräbnissen gibt. Vielleicht gibt es da eine instinktive (evolutionär gelernte) Assoziation zu Blutergüssen oder so?

    Aber Pastellfarben finde ich mit unter sehr schön. Kommt halt auf den gestalterischen Kontext an ob’s passt.

    Kräftiges Gelb finde ich dann auch hässlich. Nicht immer aber meistens. Tiefes “Xing” Türkis finde ich auch hässlich. Gelb und dieses Türkis sind genau die Farben durch die unser Webseiten Design gegangen ist. Ist mir vollkommen unverständlich warum das unseren Graphikern gefällt.

    Ich denke bei den allen nicht an Kleidung sondern berufsbedingt eher an Webseiten. Eventuell auch an Häuser.

    Antworten
  20. Julian

    Mein Verhältnis zur Farbe lila hat sich geändert, als ich realisierte, dass ich lila Früchte mit weitem Abstand gegenüber anderen Früchten bevorzuge. Brombeeren, Heidelbeeren, Holunder, schwarze Johannisbeere, Aubergine… gekochtes Blaukraut ist jetzt zwar keine Frucht im eigentlichen Sinne, gehört aber dazu. Bezeichnend scheint hierbei zu sein, dass die Ausprägungen der Farbe sehr dunkel ist.

    Antworten
  21. Nono

    Seitenbacher macht jetzt auch ‘ganz toooolles’ Öl … dass ich das weiß, obwohl ich jedesmal, wenn ich diesen Mann im Auto höre mit meiner Wut kämpfe, sagt ja wohl alles.
    Ich hab die Produkte aber erst einmal in einem übertreuerten alte Leute Edeka bewusst gesehen.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.