WR099 Die Wrintheit: Mach dich ran, Johannes!

Während der feine Herr Semak aus dem goldenen Westen zugeschaltet ist, beantworten wir wrintheitsgemäß Fragen nach Musik, Präsidenten, Altersversorgung, Duzen, Prostitution, Pünktlichkeit, dem Verein Deutsche Sprache, Dan Brown, Tanzen, Amerikanern, dem Wetter, Dresche, Zucker, dem Überblick, Bänkstern, Fahrrädern und reden über noch mehr (Danke, Quimoniz, @nodomain, @Anthrazit101, @DrowDeluxe und stormi!)

24 Gedanken zu „WR099 Die Wrintheit: Mach dich ran, Johannes!

  1. fightling

    Also das mit dem Sonnenwind ist so, dass es eben doch Wind im “leeren Raum” im Sonnensystem gibt, da die Sonne neben masselosen Photonen (die lediglich Energie übertragen) auch noch reichlich massereiche Teilchen (z.B. Atomkerne) ausstreut. Diese Teilchen bilden den Sonnenwind. Und da der Sonnenwind immer von der Sonne ausgeht, zeigt ein Kometenschweif auch immer von der Sonne weg – egal in welche Richtung sich der Komet bewegt. Die Bewegung des Kometen ist also weder ursächlich für den Schweif, noch bestimmt er dessen Richtung. Er wird lediglich durch die Masseträgheit des bewegten Kometenstaubes im Zusammenhang mit dem Sonnenwind gebogen, so dass ein Kometenschweif oft nicht ganz gerade von der Sonne wegzeigt.

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  2. tp1024

    Was Sternschnuppen angeht wurde ich ein für alle mal am 17. November 1999 versaut. Damals kamen die Leoniden gleich nach dem verursachenden Kometen (33P/Temple-Tuttle – kommt alle 33 Jahre wieder …). Entsprechend viele Sternschnuppen kamen, weil die Staubwolke noch sehr dicht war. Was sind entsprechend viele?

    Naja, alle paar Sekunden kamen Gruppen von 3-5 Sternschnuppen, nach etwas mehr als einer halben Stunde und deutlich über tausend Sternschnuppen war alles vorbei. Nur … seit dem sind Sternschnuppen nicht mehr soooo spannend.

    … nur noch 20 Jahre …

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  3. Lars Quentin

    Ein großes Problem mit dem Nachtleben in Frankfurt ist, dass man kaum irgendwo hin kommt. Irgendwann zwischen 1 Uhr und 2 Uhr fährt die letzte Bahn und erst um 4 Uhr fährt die erste wieder.
    Zu dem liegen manche Clubs eher abgelegen in Industriegebieten und sind nur sehr schlecht angebunden, wenn man kein Auto oder viel Geld für ‘n Taxi hat ist man schon ziemlich aufgeschmissen.
    Es gibt gute Clubs, neben dem Kinka gibt es noch das Cocoon, leider ziemlich teuer (0,3L Bier 4-5€), das neue Gibson direkt auf der Zeil, auch obere Preisklasse, das A66 DanceCenter im Industriegebiet Nied an der Mainzer Landstraße, das Cookies am Goethe Platz und das U unter dem Goethe Platz, den Sky Club neben dem Hauptbahnhof und das Velvet in der Nähe vom Schweizer Platz/Schauspiel Frankfurt. Die beiden letzteren sind aber ziemlich klein und immer zu voll.
    Bars und Kneipen die lange offen haben gibt es leider fast nur in Alt Sachsenhausen, alles andere macht gegen 1 zu, weil die Mitarbeiter selber mit der letzten Bahn fahren wollen, die Fressgass ist dann komplett dicht.
    Ansonsten ist die Stadt bloß voller Spielotheken.
    Es geht halt keiner Feiern in Frankfurt, die Leute verdienen zwar viel Geld, aber das lassen sie in den teuren Läden für Klamotten, Uhren, Autos, etc. oder in teuren Restaurants, aber nicht in Clubs.

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  4. oskarmüller

    “Irgendwann zwischen 1 Uhr und 2 Uhr fährt die letzte Bahn und erst um 4 Uhr fährt die erste wieder”

    Mittlerweile gibt es Nachtbusse, die so ziemlich überall hinfahren, oder?

    “Es geht halt keiner Feiern in Frankfurt, die Leute verdienen zwar viel Geld, aber das lassen sie in den teuren Läden für Klamotten, Uhren, Autos, etc. oder in teuren Restaurants, aber nicht in Clubs.”

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich in einer Atmosphäre feiern möchte, in der der Exzess schnell und hart sein muss, ganz effizient, wie die Arbeit eben.

    Um ehrlich zu sein, denke ich, das ist auch nicht besonders Frankfurt-spezifisch, das Problem mit dem Feiern. Es ist einfach sau teuer irgendwo in einer (westdeutschen) Großstadt, was aufzumachen und das die ersten lauen Jahre finanzieren zu können. Da mache ich dann auch lieber was mit Massenappeal, das keinem so richtig gefallen kann, weil’s halt für alle ist.

    Außerdem sind halt im letzten Jahrzehnt (?) alle nach meistens Berlin, manchmal Hamburg und so abgehauen. Wie soll da auch etwas entstehen. Mich stört dieser Blick manchmal: da sitzen dann die Hauptstädter und machen sich über die Provinz lustig, die aber genau deshalb so scheiße ist, weil seit ein paar Jahren sich alles auf die Scheißhauptstadt konzentriert. Und dann wird sich beschwert, dass Berlin zu sonner Art Disney Land wird. Ist jetzt nicht auf den Podcast bezogen, wollt ich trotzdem mal sagen.

    In Frankfurt kommt dazu, dass die Miete hier viel frisst. Es bleibt wenig Geld zum Ausgeben und wichtiger noch, wenig Zeit Sachen in Gang zu bringen.

    Nicht zuletzt zieht man hier heute wohl fast nur noch hierhin, weil man Arbeit sucht. Bis in die Neunziger soll Frankfurt ja auch mal wegen seiner Kultur (Theater, Verlage,…) anziehend gewesen sein und, war, wie man so hört, bis in die 80iger so eine Art intellektuelles Zentrum der BRD (Suhrkamp, Habermas, Adorno). Was mich diese (gefühlte?) Zentralisierung ankotzt…

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    1. Lars Quentin

      Klar gibt es Nachtbusse, aber die decken bei weitem nicht alle Gebiete ausreichend ab.
      Ich komme in die Nähe von zu Hause, muss aber trotzdem noch fast ‘ne Stunde laufen.

      Ich meine nicht, dass sich die Leute möglichst schell kaputt saufen sollen. In den Clubs sind die Preise nur so hoch, dass die meisten vorglühen und dann den Eintritt von 6-10€ zahlen und sonst kein Geld da lassen. Ich weiß nicht was so ein Club kostet, aber mit Miete, Personal, Versicherungen, etc. kommt da schon einiges zusammen. Ich glaube kaum, dass der Betreiber am Ende so viel übrig hat, dass sich der Arbeitsaufwand sehr gut bezahlt macht.

      Also ich mag Frankfurt. Man braucht halt Geld, aber wenn man einen guten Job hat, und es gibt immerhin die Chancen einen zu finden, sich eine Wohnung leisten kann irgendwo wo es schön ist, und man idealerweise nicht auf den RMV angewiesen ist, ist sie ziemlich lebenswert.
      Aber als normaler Student ist das Konto am Ende des Monats natürlich immer leer.

  5. blume

    Ich würde dem feinen Herrn Semak empfehlen die Ernährung noch stärker umzustellen und evtl. Vegetarier zu werden.

    Ich habe dass vor ca. 2 Jahren gemacht und bin sehr froh darüber. Meiner Meinung nach sollte die Umstellung gleich richtig Groß sein, da dass dazu führt dass man zwangsweise viele neue Gerichte kennenlernt. Über jedes gute Gericht freut man sich, und so hat man viele Erfolgserlebnisse, was die Umstellung von einem selbsterzwungenen Verhalten in ein positives Gefühl wandelt.

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  6. Peter

    Servus

    da ihr alle Bänker als Verbrecher bezeichnet habt, möcht ich mal n Kommentar dazu hierlassen.

    Der gemeine kleine Bänker in der Sparkasse etc. der dich beratet hat halt seine Vorgaben was er zu verkaufen hat. Dass kann der größte Scheiß sein, aber du bekommst halt großen Druck von oben, und wenn du deine Vorgaben nicht verkaufst.Und ist das der Fall, bist du halt nicht mehr Bänker.
    Erfüllst du aber deine Vorgaben oder Verkaufst von einem Produkt sogar mehr wie vorgegeben, weil die Konditionen wirklich gut sind, werden deine Ziele für den nächsten Monat für alle Produkte höchergesteckt.
    Das bedeuted halt auch, dass viele eigentlich dich gut beraten möchten, dass aber nicht können.

    Auch bekommt man auch schon mal ein schlechtes gewissen, wennn man jemanden z.B. jmdn einen Kredit vergibt, den diese Person obwohl man weiss, dass dieser diesen nie ohne Probleme zurückzahlen kann.
    Ausser dezent darauf hinweisen, ob sie wirklich sicher sind, dass man das will, kann man ja nicht. Sonst geht Kunde halt zu Bank gegenüber.

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    1. Flo

      Naja, aber keiner zwingt einen ja, dort zu arbeiten wo man arbeitet.
      Ich bin Biologe, und hab für mich klargemacht, dass ich nie mit Mäusen oder ähnlichen Lebewesen arbeiten werde, einfach wegen der Moral und so…

      Genauso kann man sich ja auch entscheiden, diese ganze Kredit-scheisse bei der Spasskasse nicht mitzumachen und wo anders zu arbeiten.

  7. Keen

    Mittlerweile bin ich ziemlich froh, dass sogar Leute die in Frankfurt wohnen denken, dass man hier nicht feiern kann. Hält mir die schlimmsten Leute im Club vom Hals. In den 90ern war es wohl wirklich mal sehr trist. Da gab es dann immer nur Omen, Omen, Omen… Jetzt gibt es schon seit langem wieder mehr und auch schöne selbstgemachte Off-Location und Open-Air-Partys. Für ein Dorf wie Frankfurt ist die House- und Technokultur unschlagbar.

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  8. Steak

    Hey, das Silbergold ist echt ganz nett, gehöre selber zum “jungem Publikum” :). Das Kingka ist wirklich schlecht, aber auch nicht besser als das Living, wo auch nur die Banker hingehen. Zu empfehlen sind: Cocoon Club, Velvet, Odeon und das Silbergold.

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  9. Humpkin

    Bezüglich der Radhelme, andere Verkehrsteilnehmer fahren dümmer als man es sich vorstellen kann.

    Ich hatte mal einen Radunfall (wurde vom Auto angefahren), laut Arzt wäre ich ohne Helm nicht lebend aus der Sache gekommen.

    Sieht scheiße aus, ist unbequem, nervt (ich lass meinen immer am Rad), aber rettet im Zweifel Leben. Oder fahrt ihr aus Prinzip ohne Gurt im Auto?

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  10. ronschbernt

    Zur Fahrradmitnahme. Ich kann jetzt nur über die DVB (Dresdner Verkehrsbetriebe) zutreffende Aussagen treffen. Ein Klapprad gilt erst als Gepäck und nicht mehr als Fahrrad und kann somit als “Handgepäck” mitgenommen werden wenn es zusammen gefaltet ist und! in einer Transporttasche verstaut wurde. Hab eimal erlebt, dass eine Frau auf eine DVB Fähre mit dem Klappi als Handgepäck besteigen wollte. Sie wurde vom Kapitän darauf hingewiesen, dass sie das Rad wie eben beschrieben verpacken muss, die Fähre verlassen und den Steg mit der riesigen Tasche nochmals ablaufen darf und dann ist das Gepäck…-_-. Jedenfalls kann man in dresdner Straßenbahnen super Schränke u.ä. Transportieren. Ist wohl so, dass alles Handgepäck ist, was man mit einmal gehen transportieren kann…also nicht zwei drei mal rein und raus aus der Bahn und alles einladen. Einen großen Schrank haben wir problemlos zu Zweit in der Straßenbahn mitgenommen.

    Viele Grüße aus Dresden!

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    1. Tilman Baumann

      Ja ist echt lustig. Ich habe schon einen Kühlschrank in der Straßenbahn nach hause gebracht.
      Aber als ich mein kaputtes Rad nach hause bringen wollte war das auf einmal böse.

      Zum Glück war das in Freiburg. Einfach das Rad vor einem Fahrradladen abgeschlossen und Schlüssel in den Briefkasten geworfen. Am nächsten Tag war das Rad schon fast fertig repariert. Hat einfach schon mal angefangen bevor ich einen Auftrag gegeben habe der Vogel. Sehr nett.

  11. Richard

    Ein paar Kommentare:

    Über Musik reden: (Disclaimer: bin Musikerkind)
    Mein Vater ist Cellist und da muss man auch mal über ernsthaft über Musik geredet werden. Zum Beispiel dass es durch Eigenheiten in der Musiktheorie dazu kommt, dann je nach Context der “gleiche” Ton unterschiedlich hoch und tief gespielt werden muss, um für das menschliche Gehör “sauber/gerade” zu klingen.

    Helme:
    Nach einer Radtour zur Ostsee sind ein Kumpel und ich dann an der Promenade mal ohne Helm gefahren, durch viele doofe Umstände hat er sich dann da hingepackt (und wir waren nicht sonderlich schnell). Der Bügel seiner Brille hat sich knapp über seinem Auge verfangen , er hat für zwei Tage eine Erinnerungsspanne von gerade mal 4Minuten und kann sich bis heute an den Tag nicht erinnern.. Mit Helm wäre das nicht passiert..
    (Gegen Helm spricht, dass Radfahrer mit Helm wohl enger überholt werden als die ohne.. könnte aber auch am allgemeinen Fahrstil liegen. Gefühlt haben Helmträger bessere Fahrräder und eiern nicht so viel in der Gegend rum.)

    Fahrrad & Bahn:
    Um mein Fahrrad in einer Ersatzbahn mitnehmen zu können musste ich es einmal halb auseinandernehmen und in mein Zelt einwickeln, da es nicht mehr als Rad erkennbar war, durfte es dann mitgenommen werden. Das “Paket” war nur geringfügig kleiner als das Rad als solches..
    (Deutsche Bahn)

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  12. jEN

    Ich selber finde den Begriff “Skeptiker” angenehm, aber ein Bekannter meinte, er würde mit dem Begriff sofort besserwisserisches Rumnörgeln und Spaßbremsen assoziieren – obwohl er ähnliche Ansichten hat.

    Im englischsprachigen Raum gibt es eine Gruppierung, die ein atheistisch-rationales Weltbild pflegt, sich aber vom (in Amerika) negativ konnotierten Begriff “Atheist” lösen möchte. Ihren gewählten Alternativnamen finde ich leider äußerst ungelungen, da sehr einfach als arrogant-herablassend interpretierbar: “The Brights”. https://de.wikipedia.org/wiki/Brights

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