WR080 Realitätsabgleich: Sterben oder Unfug

Diesmal reden wir  über Ertrinken, Pidder, Aggression, Nazis, Verkehr, Strom und einiges mehr. (Danke, Abkueko, Gurkitier, hanz, Joschasa und Quimoniz!)

Ohne Toby get es nicht. Sein Klingelbeutel hängt hier.

Torrent bei Bitlove.

31 Gedanken zu „WR080 Realitätsabgleich: Sterben oder Unfug

  1. Alexander Meyer

    Auf http://www.forumslader.de gibt es verschiedene Bausätze, mit denen man sich so kleine Ladestationen mit USB-Anschluss basteln kann.
    Vor einigen Wochen kam einer zu uns, der wollte sowas haben um damit nach China zu fahren und sein GPS damit zu betreiben …

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  2. Stefan

    Hallo,

    fand eure Unterhaltung zum Radfahren und Tempo 30 sehr interessant. Ich fahre selber gerne und viel Rad. Deswegen habe ich mich auch mit verschiedenen Themen dazu beschäftigt.

    Zum Fahrradhelm: Ich habe einen und benutze ihn auch immer (wenn nicht mal vergessen oder mit Leihrad unterwegs). Das Folgende sind also keine Rechtfertigungen für mich selbst 🙂

    Was ich allerdings dazu gelesen habe, ist, dass die üblichen Radhelme für Geschwindigkeiten bis 20km/h ausgelegt sind. Bei Unfällen mit Autos helfen sie also nur bedingt. Weiterhin ist die Frage, ob Kopfverletzungen überhaupt die größte Gefahr bei Radunfällen sind. Es gibt wohl keine Studie die den Nutzen von Fahrradhelmen belegt.

    Aber natürlich scheint es plausibel, dass so ein Helm schützt. Aber wie Holgi schon oft sinngemäß sagte: nur weil es plausibel ist, muss es nicht stimmen.

    Warum ich immer einen Helm trage? Wegen Murphys Gesetz natürlich. Ich habe einmal damit angefangen und natürlich würde sofort etwas passieren wo er mir genutzt hätte, wenn ich damit aufhöre. Naja, und für Leute die relativ zügig unterwegs sind (oder z.B. Mountainbiker), scheint er mir auch sinnvoll (eben für Stürze ohne Fremdeinwirkung).

    Letztendlich ist es doch eine Frage der Praktikabilität, beim Autofahren scheint ein Helm auch sinnvoll, trotzdem trägt keiner einen.

    Interessant ist ja, dass Radwege von vielen (z.B. Toby) für sicher gehalten werden. Dazu möchte ich auch mal ein paar Sachen schreiben.

    Viele dieser straßenbegleitenden Radwege werden doch nicht für Radfahrer gebaut, sondern damit die Autofahrer nicht von Radfahrern “gestört” werden. Entsprechend sind die dann ja auch oft Neuschrott dem man keinen Autofahrer zumuten würde. Beispielsweise zu eng oder Masten mitten auf dem Radweg.

    Weiterhin ist die Sicherheit auf Radwegen oft nur eine Gefühlte. Die größte Schwachstelle ist der Kreuzungsbereich. Da die Radfahrer so schön getrennt vom Autoverkehr geführt werden, denkt keiner mehr beim Abbiegen an sie …
    In Berlin gab es letztes Jahr 11 tote Radfahrer, 6 davon durch Abbiegeunfälle
    http://www.rad-spannerei.de/blog/2012/03/10/11-geisterraeder-fuer-die-getoeteten-radfahrer-2011/
    Also durchaus eine signifikante Anteil durch diese spezielle Unfallort. Hinzukommen Verletzte.

    Ein weiteres Problem ist, dass die Radwege oft zu schmal sind. Insbesondere dann, wenn sie neben parkenden Autos geführt werden. Denn dann sollte man ausreichenden Abstand zu den parkenden Autos halten, Minimum 1m. Und so breit sind die meisten Radwege dann schon nicht. Wenn man mal rechnet 1m Abstand zu parkenden Autos + 60cm Lenker + Sicherheitsabstand überholender Autos mind. 1m = 2,6, dann sind wir bei einer Fahrspur. (Interessant ist ja, dass bei Radwegen die auf Straßen geführt werden, an die Überholabstände anscheinend überhaupt nicht gedacht wird, als wäre so eine weiße Linie irgendein Schutz.)

    Daraus ergibt sich meiner Ansicht nach folgende Lösung: Radfahrer standardmäßig auf die Straße, innerorts 30km/h als Standardgeschwindigkeit, 50km/h auf geeigneten Straßen, konsequentes Vorgehen gegen Verkehrsteilnehmer die andere gefährden.

    Ansonsten muß ich sagen, dass mir die von Holgi beschriebene Fahrweise sehr symphatisch ist. Habe da beim Autofahren einen ähnlichen Wandel vollzogen. Für mich ist das Schwierigste für viele Kraftfahrer die Selbstdisziplin sich nicht zu überschätzen.

    Viele Grüße,

    Stefan

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    1. Einzigartiger

      Sehr schön alles zusammengefasst. Danke!

      Noch ein Zusatz zum unnötigen Hupen. Wenn ich als Radfahrer innerorts angehupt werde kann es laut StVO nur einen Grund geben: man möchte mich auf eine Gefahr aufmerksam machen. Daraus folgere ich dann ganz logisch, dass ich mal schauen muss, was den die Gefahr ist und reduziere meine Geschwindigkeit. Aufregen kann ich mich über so etwas schon lange nicht mehr.

    2. Rayman

      Danke für die Darstellungen.

      Ich würde noch Folgendes ergänzen, weil ich dies immer wieder ärgerlich und gefährlich finde.

      Erstens: Fahrradwege direkt neben Fußwegen. Sie sind oft zu schmal oder schlecht ersichtlich. Total nervig finde ich torkelnde Fußgänger oder Fußgänger, die die Fahrradspur blockieren. Das führt durchaus zu gefährlichen Situationen und man ist ständig am Bremsen.

      Zweitens: Fahrradfaher (Geisterfahrer), welche die oft schon zu schmalen Radwege in die falsche Richtung benutzen, wo gerade mal Platz für einen Fahrer ist. Besonders gefährlich ist es in der Dunkelheit, wenn sie mal wieder ohne Licht entgegen kommen oder bei tief stehender Sonne. Für Geisterfahrer sollten mal drastisch die Strafen erhöht werden. Aber wir haben ja zu wenig Polizisten.

      Drittens: Autofahrer, welche rechts abbiegen, am besten noch mit Mobiltelefon am Ohr aber partout keinen Schulterblick vollziehen. Die sollten alle nochmal zur Fahrschule. Ich wurde da schon ziemlich oft fast über den Haufen gefahren. Liebe Autofahrer: Der Blick in den Spiegel reicht beim Abbiegen eben nicht!

      Ansonsten kann ich auch bestätigen, dass Sprinterfahrer und Taxifahrer die rücksichtslosestens sind. Ausnahmen bestätigen die Regel.

      Aus oben genannten Gründen fahre ich grundsätzlich mit Helm. Ich vergesse ihn auch nie, weil ich es mittlerweile schnell merke wenn ich ihn nicht aufhabe. Da fühle ich mich gleich unwohl.

  3. Stefan

    Gerade noch das Ende gehört. Bezüglich Nabendynamo: Die Eckdaten sind 6V Wechselspannung, 0.5A und 3W. (Allerdings kommt praktisch mehr Leistung raus.)

    Für das Gesuchte gibt es sowohl kommerzielle, als auch Bastellösungen in verschiedenen Preisklassen.

    So aus dem Stehgreif würde ich denken, dass die Zzing Smartphone Edition das Richtige für dich wäre. Allerdings habe ich mich nicht so sehr mit den kommerziellen Lösungen beschäftigt, da für mich aus speziellen Gründen immer nur eine Selbstbaulösung in Frage kam.

    Detaillierte Tests und eine Marktübersicht gibt der folgende Artikel und seine beiden Vorgänger:
    http://fahrradzukunft.de/13/steckdose-unterwegs-3/

    Viele Grüße,

    Stefan

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  4. Bernd

    Zur Patriotismus/Nationalismus-Debatte.

    Also, für mich ist ein Patriot jemand, der sein Land aufgrund der gesellschaftlichen oder kulturellen Entwicklung usw. mag, gut findet, oder liebt, je nach Ausprägung.

    Ein Nationalist dagegeb stellt sein Land wegen dieser Entwicklung über alle anderen Länder und wertet die diese ab. Und auch die Menschen aus diesen Ländern. Daraus kann eine perverse Logik enstehen: wir sind besser, die anderen sind schlechter. Die Anderen sind unsere Feinde, sie verdienen es deshalb nicht, zu existieren, …

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  5. Matthias

    Stadträder sind konstruktiv leicht verändert, daher kann ein potentieller Dieb, mit den Teilen nichts anfangen.

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    1. Niklas

      Ich glaube, dass die Entwicklung der Hardware nicht gegen die erhältlichen (“Outdoor”-)Smartphones mit geeigneter Schnittstelle ankommt und auch nicht sinnvoll ist. (Schnittstelle: Adapter, der die Drehstromfreuquenz (~v) an das Telefon übergeben kann (gibt es glaube ich noch nicht?)) Und dann fehlen natürlich gute Apps, die mit OpenCycleMap reden.

  6. Daniel

    Ich hab mir so ein Ladegerät schon vor 2 Jahren gebaut,aber irgendwie nervt das seperat, irgendwie will man das doch nicht seperat und das ganze kabelgebimsel nervt auch. Ich dachte besser Währe es doch wenn das gleich in dem Frontscheinwerfer eingebaut währe. Ich bin auch gerade am bau.
    Zur Leistung: 3W ist verschrift (ich glaub bei 20kmh) aber in realität schaffen die ein bisschen mehr. Es bringt aber allerdings nur wirklich was bei konstanter fahrt auf Radtouren. In der Stadt ist man ja auch mit dem Rad ständig am Start und Stop. Das ist nicht so ideal.

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  7. Bahnchef

    Die “Sieg”-Rufe sollte man losgelöst von der Nationalmannschaft als das betrachten, was sie sind, Feier- bzw. Anfeuerungsrufe für die eigene Mannschaft.
    Diese gehören auch im üblichen Liga-Alltag zum Liedrepertoire der verschiedenen Fangruppen, unabhängig deren politischen Ausrichtungen.
    Dass sich dadurch einige dazu berufen fühlen, anstatt beide nur einen Arm zuheben, naja die berühmten 10-15%.

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    1. Niklas

      Ich finde nicht, dass man Sie losgelöst betrachten sollte oder kann. Ich habe dieses “SIEG!” zuvor noch nicht gehört, und jedes klingt es für mich nach Berlin 1936.
      Ich behaupte, dass es eine von Guido-Knopp-Dokus geprägte Generation es unterschwellig und unbewusst geil findet, diese Dritte-Reich-Referenz mit dazugehörigen Schauer als Massenerlebnis zu zelebrieren. Das finde ich z.B. bei der Band Rammstein mit der gewissen ironischen Distanz und Überzogenheit noch okay, bei einem internationalen, friedlichen Sportereignis (OHNE ironische Distanz) ist es extrem widerlich und beunruhigend.

  8. Peter

    Gerade (Natürlich viel zu spät wegen zeitautonomem Hören und so) aus dem Podcast erfahren, dass “Flausch” noch etwas anderes als “Erwachsene finden die Kindersendung mit Ponys toll” ist. Nur was? Selbst Google findet zwar Seiten, die “Flausch” kritisieren, aber eine Definition ist nicht zu finden.

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  9. Reinhard

    Zum Thema “Sieg” im Fußball Stadion. Ich finde ganz schön “Musik” dazwischen zu rufen. Hört man in der Ostkurve des Weserstadions bereits häufiger.

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  10. Per Abich

    Zum Thema Rücksicht: es liegt meiner Meinung nach schon in der Sprache. “vorfahrt” an Stelle von “ausweichpflicht”

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