WR058 Holger ruft an: Simone Schlindwein (in Kampala, Uganda)

Simone sitzt in Kampala, Uganda und berichtet, hauptsächlich für die tageszeitung, aus Ostafrika. Wir plaudern unter anderem über ihren Alltag, den Kongo (Konflikt in Ost-Kongo), Thomas Scheen, die Unbezahlte Kongolesische Armee, Mobutu, Hutu, Tutsi, Ruanda (Völkermord), Bunia, Blauhelme, LRA, Mobiltelfone in Afrika, die UNO, und den Victoriasee. Und wir lernen: “Never solve the problem that feeds you!”

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15 Gedanken zu „WR058 Holger ruft an: Simone Schlindwein (in Kampala, Uganda)

  1. tp1024

    Der Viktoriasee ist (wie so vieles) kein Opfer des Klimawandels. Es ist schlicht so, dass für die Wasserkraft mehr Wasser heraus gelassen wird als von oben wieder nach kommt. Das steht so auch in dem verlinkten Wikipedia Artikel.

    Dazu sollte man wissen, dass die Wasserkraft in Afrika die dominierende Form der Stromerzeugung ist und immer mehr Strom gebraucht wird. (http://www.economist.com/node/9660077)

    Das geht bisher im wesentlichen nur deswegen, weil in Afrika äußerst wenig Strom verbraucht wird. Der Anreiz einfach etwas mehr Wasser aus dem See zu lassen wenn Strom gebraucht wird, ist also relativ groß.

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  2. kraeuterzucker

    Oh, immer wenn ich solche Gespräche aus anderen Ländern höre bekomme ich so ein Fernwehschub…

    Mich hätte es noch interessiert, was sie von der ganzen Kony 2012 Geschcihte hält, sie hat es ja selbst mehrfach angesprochen, da hättest du noch nachhaken können, Holgi.

    Ich frage mich warum man für die absurden Summen, die UN Mitarbeitern gezahlt wird nicht die dreifache Anzahl an Einheimischen einstellt? Die brauchen dann auch keinen Entspannungsurlaub… Auf jeden Fall scheint mir dieses Geflecht aus interantionaler Hilfe und Peacekeeping doch sehr suspekt zu sein.

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  3. Ron

    Echt spannendes Gespräch. Das wär ja fast was für einen regelmäßigen “Neues ausdem Ost-Kongo”-Podcast. Und das Flattr-Geld fließt dann in neue Reportagen.

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  4. fabian

    das war ein toller podcast holgi! gerne mehr auslandsgeschichten, ihre zeit in russland fände ich z.b. auch spannend.

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  5. @derschutzpatron

    Habe den Podcast auf dem Flug nach New Jersey gehört. Schönes Gespräch, danke euch beiden.

    Zum Viktorisee wäre neben dem Energiegewinnungsproblem noch zu sagen, das man dort eine menschengemachte “ökologische” Katatrophe beobachten konnte.

    In den See wurden vor 30 Jahren geographiefremde Fische gesetzt “Nilbarsche”, die dem Namen nach schon mal nicht im Viktoriasee vorkommen können. Eigentlich eine gute Idee um den Fischern am See eine neue Einkommenquelle zu verschaffen.

    Inzwischen haben aber die Nilbarsche alle vorher im See vorkommenden Barscharten (Cichlidae) verdrängt, so das nur noch Reste davon in Aquarien in der ganzen Welt gehalten werden. Hier gab es mal ein projekt der Deutschen Cichliden Gesellschaft (DCG) um Aquarianer in Deutschland zu begeitern die Viktoriasee Buntbarsche in Aquarien zu halten und zu vermehren, da dies im Viktoria-See nicht mehr möglich war.
    http://www.dcg-online.de/viktoriasee-cichliden-stiefkinder-der-aquaristik/

    Die Nilbarsche werden Euch übrigens als “Viktoriabarsch” im Lebensmittelhandel oder im Restaurant (sogar an der Nordsee) verkauft.

    P.s.: Warum Seelachs und nicht Viktoriabarsch?
    http://www.greenpeace.de/themen/meere/nachrichten/artikel/warum_seelachs_warum_nicht_viktoriabarsch/

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  6. annie

    vielen dank euch beiden, das war wirklich ein tolles gespräch! ich glaub das war bisher mein aller-liebster podcast von dir, holgi. du hast immer genau die richtigen fragen gestellt. und ich finde es gerade gut, daß du *nicht* mehr auf diesen koni-kram eingegangen bist… was simone dazu sagen wollte, hat sie gesagt, und wenn es nicht mehr war, dann ist das auch eine aussage.
    und ja, auch ich hab jetzt schreckliches fernweh 🙂 !

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  7. johannes

    bitte macht noch ein zweiten teil dieses podcast. inzwischen ist ja auch einiges passiert und es gibt bestimmt viel zu berichten. ein freund von mir erinnerte sich zurück an sein afrikanistik studium, als er den podcast hörte.

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