KL004: Geld und Quasigeld

Ich hatte ja gedacht, dass wir kaum mehr als eine Stunde brauchen dürften, um die Dinge anzusprechen, auf die Niels sich vorbereitet hatte. Es sind dann doch ein paar Minuten mehr – zu Lasten meiner Abendverabredung – geworden und wir haben trotzdem nicht über alles gesprochen, worüber wir hätten sprechen können. Aber immerhin über einiges.

Niels war so freundlich, die Shownotes schonmal auf seiner Seite zu veröffentlichen, während ich meine versetzte Abendverabredung beruhigt habe.

Im übrigen habe ich eine Stelle in meinem Wohnzimmer gefunden, an der etwas zuviel Hall zum Aufzeichnen ist. Dummerweise ist es genau die Stelle, an der wir sitzen, wenn ich einen Gast in der Sendung habe. Ich verspreche Nachbesserung und bitte für den mutmaßlich leicht minderen Klang um Verzeihung.

Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, an einigen Stellen “hmhm… ja” gesagt zu haben, obwohl ich nicht wirklich begriffen hatte, worum es ging.


35 Gedanken zu „KL004: Geld und Quasigeld

  1. Pingback: Sonntag im Gespräch: “Geld und Quasigeld” | Wirtschaft erklärt

  2. wrintswurst

    Hmmm, also, erstmal Gratulation zur weiteren Folge! Der Ton war völlig ausreichend und das Thema ambitioniert.

    Zwei Anmerkungen:

    a) Formal: Sinnvoll wäre, die Links zum Stream und Chat gleich in der Ankündigung mit anzugeben.

    b) Zum Inhalt: Als Volkswirt bin ich etwas gespalten. Einerseits ist es eine echte Marktlücke, mal was fachlich Fundierteres als in den ‘Lamestreetmedia’ zu bekommen. Allerdings sollte man es dann auch richtig machen. Und leider war hier Niels, bei allem Respekt und aller Hochachtung, nicht kompetent genug. Das war alles in etwa so, wie ich es im dritten Semester glaubte, verstanden zu haben. Aber das Thema ist viel, viel größer und tiefer. Mich hat fast bei jedem Satz eine Ungenauigkeit gestört. Manches sogar richtig geärgert. Warum glauben bloß so viele, bei Ökonomie reiche es, mal eben eine Seite im Lehrbuch überflogen zu haben, während allen klar ist, dass man Mathematik nicht mal eben so nebenbei wirklich verstehen kann?

    Und Holgi, ich bin wirklich seit langem ein treuer Fan. Aber wenn Du Tim bei seiner gründlichen und vor allem um Vorurteilsfreiheit (!) bemühten Interviewtechnik nacheifern wolltest, dann wären weniger tendenziöse Einwürfe und mehr echte Nachfragen zielführend.

    OK, das war sehr hart und möglicherweise sogar ungerecht. Aber wenn ich Dir weiter den Wunsch haben soll, Dir und Deinen Gästen lauschen zu dürfen, dann braucht es bei solchen Themen mehr echte Demut und echte Offenheit.

    In diesem Sinne: Vielen Dank und bitte viele weitere Folgen!

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    1. holgi Beitragsautor

      wrintswurst, ich will ganz bestimmt niemandem nacheifern. Dazu eifere ich schon viel zu lange selbst, habe viel zu gerne eine Meinung und bin viel zu faul, Vorurteilsfreiheit zu simulieren 😀

      Und wenn Du Anmerkungen hast, bist Du herzlich eingeladen, Anmerkungen zu Niels Anmerkungen zu machen. Oder die ganze Nummer nochmal komplett aufzurollen. Dann machen wir halt eine Reihe “Zwei Ökonomen, drei Meinungen – Heute: Geld” oder sowas. Das stelle ich mir sogar ganz interessant vor. Nicht zuletzt, weil ja wirklich jeder einen anderen Ansatzpunkt bei einem solchen Thema zu haben scheint.

      Na, wie wär’s? 🙂

    2. frosch03

      Ist jetzt zwar schon ne Weile her, diese Sendung, aber ich währe sehr an so einem Gespräch interresiert 😉

    1. holgi Beitragsautor

      by, weissgarnix habe ich kürzlich mal gefragt. Der hat aber leider nichtmal geantwortet.

  3. mfmfmf

    @chris:
    Das war auch mein erster Gedanke: “Doch, die Formel hat nen Namen! Das ist die Gaußsche Summenformel für n-1 “.
    Und warum passt die Formel dort? Weil das erste Produkt einen Wechselkurs zu neun Produkten hat, das zweite nur noch acht (weil nicht mehr zum ersten) und so weiter. Man erhält 9+8+7+6+5+4+3+2+1=9*10/2=45 Wechselkurse.

    Und wenn man mehr als k=2 Elemente aus n auswählen will nimmt man die allgemeine Formel n!/( (n-k)!*k! )
    (mit x!=x*(x-1)*(x-2)*…*2*1 )

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  4. angrybird

    Ich finde es schade, dass auch der Interviewpartner hier den Marx so entstellt… “Einige Leute werfen mir vor, meinen Marx nicht gelesen zu haben, weil ich den Zins nicht genug kritisiere”.

    Es gibt keinen Beleg für eine Zinskritik bei Marx. Das ist Gsell, Proudhon und sowas. Nicht Marx. Verdammt noch mal. Alternativer Vorschlag, lieber Nils: bitte die Aussage belegen.

    Marx legt eine komplexe, auch im Bezug auf die Krise überraschend erklärungsstarke (einen Anriss einer solchen als Video bietet zum Beispiel: http://kanalb.org/clips.php?play_id=2188&clipId=2188&category=202&modul=Clip. Das ist aber natürlich auch eine bestimmte Interpretation…) und im Bezug auf Wirtschaft allgemein interessante Perspektive dar.

    Man sollte zumindest mal die Zusammenfassung im Lexikon lesen, bevor man so ein Halbwissen verbreitet.

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  5. Gabriel

    Holgi: Schöner Podcast. Was mich aber stört sind die ständigen Kommentare à la “Religion und Geld sind gemeinsam Erfunden worden”.
    Das hilft keinem beim hören! Ich hatte auch eher das Gefühl das Niels davon ein wenig irritiert war. Und manchmal hilft es auch, seinen Gast ausreden zu lassen 😉

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    1. holgi Beitragsautor

      Poschi, das ist nicht komisch. Das ist die Hupe eines ’21er Hispano Suiza!

  6. Dominik

    Muss “wrintswurst” leider zustimmen.
    Selbst als Nicht-Volkswirt hat man deutlich gemerkt, dass Herr Kobschätzki an vielen Stellen einfach zu wenig Kompetenz und Erfahrung hat. Diese Kritik muss erlaubt sein, soll aber keinesfalls demotivieren!

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  7. Ronpasco

    Die Audioqualität ist für meine Ansprüche (Autoradio) völlig ausreichend. Nur etwas zu leise (-8 dB), was aber kein Problem ist, da ich alle Podcast bearbeite bevor ich sie höre.

    Ich hatte während des Hörens das Gefühl das Holgi zwar merkt, dass es Niels für dieses Thema an Kompetenz mangelt, er ihn jedoch aus Höflichket jedoch mit Samthandschuhen anpackt.

    Das nicht ausreden lassen ist wirklich sehr störend beim Hören. Ich glaube aber dass das von vielen Podcastern unterschätzt wird.
    Es ärgert mich nicht generell. Aber bei dem Versuch einem Erzählstrang zu folgen bei dem der Sprechende “irgendwo hin will” ist es doch sehr störend.

    Aber toll dass es endlich losgeht mit Holgis eigenem Podcast. Warte seit Jahren darauf.

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  8. Andy

    Also mir hat es gefallen: aktuelles Thema und eine angenehme Gesprächsatmosphäre. Aber auch mir als Nicht-Wirtschafter ist manchmal aufgefallen, dass Niels von Zeit zu Zeit in Schwierigkeiten geriet.

    Die Tonqualität fand ich absolut in Ordnung, sowohl im Autoradio als auch über Ohrhörer.

    Ich freue mich in jedem Fall auf mehr!

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  9. captain

    1. K-Leitung ist doch kein blöder Name… find ich großartig

    2. Audioqualität ist imho hinreichend bis gut

    3. Ich wünsche mir mehr als ein neues Fahhrad, dass Holger “seinen Stil” beibehält und, wenn er meint, weiterhin Leute unterbricht, denkabkürzungen benutzt und etwas ungemütlicher ist als andere Moderatoren / Podcaster. Und somit unterhaltsamer- es verlangt dem jeweiligen Gesprächspartner einfach mehr ab. Schon fast ein bisschen ‘Gonzo’.

    Kritik an Holgi seinem Verhalten sei jedem unbenommen, ist für mich aber Jammern auf hohem Niveau.

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  10. FunkFish

    PS: und so manchen Stolperer von Niels mag man schon verzeihen, denn im Grunde bringt das Interview trotz allem einen recht guten Überblick über sehr komplexe Themen. Und das zählt!

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  11. Nils

    Hi,

    noch als kleine Anmerkung zum Schweizer Dinar: Die Währung wurde nach Ausbruch des 2. Golfkrieges (und dem Umschwenken Husseins vom Schweizer Dinar zum irakischen/Print-Dinar) ausnahmslos von der kurdischen Bevölkerung in den kurdischen autonomen Gebieten benutzt.
    Ansonsten vielen Dank für den Podcast, sehr aufschlussreich!

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  12. Jens

    Leider ist hier noch kein extra flattr-button für diese Episode, konnte jetzt nur die normalen Button drücken. Schade, vielleicht ändert der liebe Holgi das noch!? Oder einer seiner Technik-HiWis. 😉

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    1. holgi Beitragsautor

      Es gab mal einen. Aber den hats irgendwie zerschossen. Jetzt geht er wieder 🙂

  13. Ido

    Ich weiß nicht ob das hier jetzt noch wichtig ist, aber hab mir die folge erst diese Woche angehört deshalb kommentiere ich mal von meinen Wissen aus gesehen (das als nicht Wirtschaftler zugegeben beschränkt ist) darauf los:
    – Die Ableitung des Zinses ist definitiv falsch oder zu eindimensional. Es gibt de facto mehrere Theorien dazu und wo genau der her kommt weiß nimand so genau.
    – Opportunitätskosten würde ich auch nicht rein über den Zins erklären… aber kann man vermutlich machen.
    – Ich bin mir nicht sicher ob das “einzige” Problem von Witschaftlichen Modellen ist, dass man damit keine experimente machen kann. Im Prinzip kann man das bei Klimaforschung auch nicht mehr als in der wirtschaft (von geoengineering mal abgesehen). Ich glaub der Vorwurf, dass Ökonomen Modelle von Systemen bauen die sie selbst nicht kennen, greift immer noch mehr als Erklärung für die vielen Fehler und Ungenauigkeiten.

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  14. Fabian

    Hi!

    ich weiss, schon superlange her aber trotzdem mal ein paar Gedanken:

    1. zur Kompetenz von Niels bzgl dem Wirtschaftskram kann ich nicht sagen, er wusste mehr als ich ums es war damit informativ fuer mich. Was ich allerdings etwas schwach fand war die tatsache, dass er einerseits ueber alle anderen Podcasts geschimpft hat, dann aber selber anscheinend Bitcoin in Teilen falsch verstanden hat. Ausserdem ist es doch nur eine Frage der Akzeptanz ob man damit jetzt Brot kaufen kann oder nicht(Burger kriegt man ja schon) Jede neue Waehrung haette dieses Problem, dass ist also kein Bitcoin spezifischer Mangel.
    Die Transaktionskosten werden vom (Gui)Client forciert. Es sind auch nicht 0.1 sondern 0.01!
    Bitcoin ist primaer keine Konkurrenz zu Paypal oder Creditkarten, sondern eher zu Eur/Dollar.
    2. Audioqualitaet war doch ok, weiss garnicht was du hast;)

    Mal weiterhoeren muss ja noch einiges aufholen…;)

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  15. Fabian

    Nachtrag: warum ist es ein Problem, dass es keinen Rollback gibt? Bei Barfeld gibt es des ja auch nicht. Ich finde die Vorteile wiegen hier viel mehr als die Nachteile. Und wg stehlen, dass kann ja mit einem Geld beutel auch sein, deswegen ist ja Bargeld nicht ploetzlich schlecht und unerwuenscht. Man kann sich dagegen absichern, und bei Bitcoin genauso. Immerhin werden dann vielleicht mal endlich updates regelmaessig gemacht;)

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