WR1162 Quanten-ITER

 

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12 Gedanken zu „WR1162 Quanten-ITER

  1. Dennis

    Moin,
    zur Himmelsscheibe von Nebra kann euch vermutlich Mirko Gutjahr vom Angegraben-Podcast (twitter: @derbuddler) eine Menge erzählen, soweit ich mich erinnere war er an der Forschung dazu beteiligt.
    Vielleicht kommt er ja mal zu Gast wenn ihr ihn bittet. Als Hörer fände ich das gut 🙂
    LG Dennis

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  2. Frank

    Himmelsscheibe: Klarer Fall von Überinterpretation. Niemals hat es im Raum Nebra eine Hochkultur gegeben. Die Scheibe hat ein Reiter aus Mesopotamien im tiefsten, düstersten Wald ever verloren als sein Pferd scheute. Die Erstforscher haben es verkackt, sie haben anhaftende Erde entfernt und vernichtet. Andere Forscher werden vom Objekt ferngehalten. Eindeutig Eisenzeit.

    Feinstaub: Die Gattung Homo hat 2Mio Jahre am Lagerfeuer gesessen (und sich dabei Beispiele für schlechte Forschung erzählt). Nur deswegen können starke Raucher mehrere Jahrzehnte überleben. Viele jedenfalls. Keine andere Tierart hält das aus. 2Mio Jahre neben den Ausdünstungen eines Dieselmotors hätte Homo mit Sicherheit nicht überstanden.

    Nachtrag Sonne: Ihr seid ein, zwei Tage zu früh, denn – Meldung des Tages – Forscher:nnen haben sensationell CNO-Neutrinos aus der Sonne nachgewiesen. An der bisher nur vermuteten solaren Reaktionskette sind Kohlenstoff (C), Stickstoff (N) und Sauerstoff (O) beteiligt, daher CNO- oder Bethe-Weizsäcker-Zyklus. Das heißt, die Sonne entwickelt sich zum Schnellen Brüter und altert schneller als gedacht. Sie wird sich schon bald zum Roten Riesen aufgeblähen und die Erde samt Gattung Homo verschlucken. Aber vorher wird es auch am Äquator Polarlichter geben. Okay, vl etwas überinterpretiert ☀️😁

    Quantencomputer: Rechnet sehr sehr schnell. Niemand weiß, was genau.
    Sehr kurzweilig! Vielen Dank.

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  3. Norbert

    Dafür, dass Florian sich so intensiv mit dem Thema beschäftigt hat, fand ich seine Lokalisierung von Aunjetitz etwas beschämend: Das ist eines der sprichwörtlichen “Böhmischen Dörfer”, in der Nähe von Prag.
    Es ist zwar richtig, dass vor 1000 Jahren in den Gebieten der Aunjetitzer Kultur vorwiegend Slawen wohnten. Nur ist vor dem Zuzug der Slawen die Völkerwanderung über diese Gebiete gefegt, mit der die bis dahin dort ansässigen germanischen Stämme abgewandert sind (mit Ausnahme der Thüringer).
    Und bevor jetzt jemand aufjubelt: Im archäologischen Befund lassen sich germanische Völker erst mit der Jastorfer Kultur ansprechen, die sich vor ca 2600 Jahren in Niedersachsen und angrenzenden Gebieten zu entwickeln begann – außerhalb des Aunjetitzer Gebietes. Wer nochmal 1000 Jahre früher hier lebte ist unbekannt. Es gibt Gründe anzunehmen, dass die Träger der Aunjetitzer Kultur Indoeuropäer waren, aber sicher ist das nicht.
    Zur geografischen Einordnung: Die Aunjetitzer Kultur erstreckte sich über ein grob dreieckiges Gebiet zwischen dem Harz, Poznan (Polen) und Budapest.

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  4. tschervanky

    Zu den “innen holen Laserstrahlen”: Man kann die Intensität des Laserstrahls über seinen Querschnitt durch bestimmte Maßnahmen formen – Stichpunkt Lasermoden.

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  5. quak

    Der UNSW Face Memory Test hinterläßt einen gemischt seriösen Eindruck.
    Ich habe dieselben Zahlen als Ergebnis präsentiert bekommen wie Florian, 23 out of 40 und 48 out of 80 == 59%.
    Gefühlt wiedererkannt habe ich keine 10%.
    Das ist bestimmt die australisch schonende Art zu sagen “leider fail”.

    Es waren lauter Fahndungsbilder wieder zu erkennen, viele asiatische, die meisten markant (doof) blickend. Zu Beginn des zweiten Teils waren Bart und Homer Simpson zu erkennen. Das gelang als einziges zuverlässig.
    Hoffentlich sage ich nachher nicht den falschen Namen zu meiner Frau.

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  6. Stefan Aull

    Hier gibt es einen hervorragenden technischen Vortrag über den Entwicklungsstand einer führenden australischen Forschungsgruppe zum Thema Quantencomputer von Michelle Simmons:
    https://youtu.be/FnPp73F5cnE

    Vor ein paar Wochen ging eine Meldung über einen chinesischen Quantencomputer durch die Medien, der Quantenüberlegenheit für sich reklamiert:
    https://www.nature.com/articles/d41586-020-03434-7
    Das ist auf jeden Fall ein beeindruckendes Ergebnis. Leider ist der Computer aber nicht programmierbar, sodass nur eine Rechnung darauf ausgeführt werden kann. Damit ist das noch nicht der ganz große Durchbruch.

    Insgesamt wird der Begriff der Quantenüberlegenheit im wissenschaftlichen Kontext eher zurückhaltend verwendet. Das liegt daran, dass er nicht wirklich scharf definierbar ist und sich die Überlegenheit immer nur auf sehr spezielle Probleme wie Sortierung oder Faktorisierung bezieht. Stattdessen werden eher relevante Parameter der Realisierung wie die Anzahl der Qubits und die Zuverlässigkeit der Operationen darauf (Schreiben, Lesen, Rechenoperationen, Speicherdauer) angegeben.

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  7. Wulf

    Hallo Holgi, hallo Florian,

    Zum Thema Polarlichter wollte ich noch was ergänzen:
    Ja, es ist richtig, 2019 war ein Minimum in der Sonnenfleckenaktivität, trotzdem konnte und kann man im Polarlicht-Ring, der durch Tromso in Norwegen und Island geht, eigentlich immer Polarlichter sehen. Das letzte Mal war ich im Herbst 2018 dort und wir haben im Prinzip jede Nacht Polarlichter gesehen, sofern wir klaren Himmel hatten. (Und den Herbst um die Tag/Nachtgleiche würde ich als Reisezeit immer wieder bevorzugen, weil die Temperaturen dann erträglich sind; bei -20°C alleine irgendwo in Finnland um Mitternacht ist nach ein paar Stunden nicht mehr lustig, auch wenn der Himmel tanzt. Hier bietet die norwegische Küste ein paar Vorteile, aber “mild” darf man nicht mit unseren Maßstäben messen. Achja und zur Planung: Für den Anfang aufpassen, dass der Mond nicht stört! Mittlerweile würde ich Zeiträume so planen daß ich den Mond zumindest teilweise da hätte – zur photographischen Gestaltung.

    Und zur Vorhersage: Wenn Aktivitäten unmittelbar vorhergesagt werden, wirds für unsereins etwas eng nach Norden zu reisen, aber es gibt zwei Vorhersagevarianten: Einmal die Kurzzeitvorhersage, die so etwas drei Tage nach vorne blickt und eine Langzeitvorhersage, die 27 Tage nach vorne blickt. Die Oberfläche der Sonne rotiert so daß Sonnenflecken, sofern sie länger als 24 Tage “leben”, wieder von der anderen Seite hineinrotieren. Bisschen ungenau ist das schon, aber mir ist es schon mal gelungen, auf Basis der Vorhersage eine Reise mit ca 3,5 Wochen Vorlauf zu buchen und dann vorort einen ordentlich mittleren magnetischen Sturm mit sehr schönen und kräftigen Auroras zu erleben.
    Zu den Planungstool: Man kann verschiedene Werkzeuge unterscheiden: Einmal die Daten, die die Sonnenaktivität auswerten, diese beschreiben die generelle Lage des Sonnenwindes und ergeben die lang- und mittelfristige Vorhersage. Und dann gibt es in den jeweiligen Regionen noch Magnetometer, die ganz direkt und aktuell die Stärke des lokalen Feldes messen. Wenn die Werte steigen bzw zappeln, geht meistens am Himmel die Post ab.

    Die Vorhersagetools und -Apps basieren alle auf den Meßwerten der NASA:
    Übersichtsseite: https://www.swpc.noaa.gov/
    27-Tage-Vorhersage: https://www.swpc.noaa.gov/products/27-day-outlook-107-cm-radio-flux-and-geomagnetic-indices
    3-Tagesvorhersage: https://www.swpc.noaa.gov/products/3-day-forecast

    Daraus abgeleitet wird z.B: diese Seite der Universität in Fairbanks, hier kann man den Kp Faktor und die Ausdehnung des Aurora-Ringes (und damit die mögliche Sichtbarkeit) abschätzen (Kp-Index ist ein Indikator für die Stärke der geomagnetischen Aktivität, das geht von 0=(nix) – 9 (extrem stark). ab 2-3 passiert was am Himmel, alles über 5 ist ein geomagnetischer Sturm. Je größer der Kp-Index, umso weiter südlich sind Polarlichter sichtbar.
    https://www.gi.alaska.edu/monitors/aurora-forecast

    Eine sehr hilfreiche Seite ist die der Universität Tromso, insbesondere für die Region dort oben:
    https://site.uit.no/spaceweather/data-and-products/aurora/

    und speziell diese Seite des Geophysikalischen Observatorium der Universität
    http://geo.phys.uit.no/
    Dor kann man sich auch eine eigene Seite konfigurieren unter “Compose your own Page”, die auch gut auf dem iPhone läuft, und die für mich neben einer Wettervorhersage das wichtigste Tool vor Ort ist.
    (Beispielsweise für Tromsö konfiguriert)
    https://flux.phys.uit.no/cgi-bin/config.cgi?site=tro2a&Kindice=tro2a&ActIx=tro2a&getabove=+Get+above+config+
    Das oberste Diagramm doe Werte eines regionalen Magnetometers und wenn da die Werte loszappeln, dann sollte man zum Himmel gucken.
    Das zweite zeigt den lokalen K-Index für die vergangene Woche und das dritte plottet die geomagnetische Aktivität der letzten 30 Tage auf, hier kann man zum Beispiel sehen, dass das, was links aus dem Diagramm herausgeht, üblicherweise von rechts wieder reinkommt, hat also mit der Stärke des Partikelstroms und damit der Sonnenaktivität zu tun.
    Hervorheben will nun noch zum Abschluß die All-Sky-Camera in Skibotn, hier kann man Polarlichter live sehen, wenn es abgeht:
    http://fox.phys.uit.no/ASC/ASC01.html

    (Hab ich erwähnt, dass man davon süchtig werden kann?)

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  8. Alderamin

    Hallo Holger,

    der mit der Polarlichtreise war ich 🙂

    Soo teuer sind die Hurtigruten-Fahrten im Herbst, Winter und Frühjahr übrigens gar nicht, wenn man denn wie wir nur eine Richtung fährt (6 Tage). Der Gabelflug ist drin und Vollpension mit drei Mahlzeiten von einem üppigen Buffet (abends à la Carte), und dafür sind die 1100 Euro pro Person in der Außen-Doppelkabine schon angemessen (ich glaube, damals war es noch unter 1000 Euro).

    Ich würde aber das nächste Mal aber eher direkt nach Tromsö fliegen und von festem Boden aus beobachten. Die Wackelei des Schiffs war für’s Fotografieren suboptimal (meine Frau wurde sogar einmal seekrank) und für Ausflüge war so gut wie keine Zeit (die waren oft zu unmöglichen Tageszeiten und immer hektisch, weil man das Schiff ja wieder erwischen musste). Aber ja doch, einmal sollte man sich die Fahrt gönnen.

    P.S.: Wünsche Dir gute Besserung.

    Alderamin

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