WR841 Nazitaucher

 

Darin: Zivilcourage – Kindererziehung – Alufolie und Inseln – Heißgetränke – Tagebücher – Saunieren – Duft – Die EU – Unterwassertänze – Sportschützen – Todesfälle – Putzen – Verlieben – Generationen – Küchenhandbrausen – Zahnschmelz – Autorschaft – Pflanzen – Horrorfilme – Kontaktabbrüche – Kollegen – Ticks – Alleinesein – Redewendungen – Ampelstopps – Nachtragend – Lynchjustiz – Geisteswissenschaften und die obligatorische Höflichkeitsfrage von esureL.

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57 Gedanken zu „WR841 Nazitaucher

  1. Emalaith

    Wegen der herausziehbaren Brause, da hätte ich eine Vermutung, denn ich habe so ein Ding (trotz Spülmaschine). Die Installation ist neben dem höheren Preis nämlich nicht ganz einfach, da logischerweise die Zuführungsschläuche für das Wasser unter der Spüle länger sein müssen und trotzdem durch die relativ geringe Grundfläche des Hahn durch geführt werden müssen und außerdem beweglich gelagert sein müssen, damit das mit dem Herausziehen auch richtig funktioniert. Das ist für einen Klempner sicher pillepalle, aber wenn man es selbst installiert gar nicht so einfach.

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  2. heiko

    Die unterschiedlichen Seiten der Alufolie sind Fertigungsbedingt. Damit die Folie dünner gewalzt werden kann, wird Sie doppelt gelegt. Die Außenseiten werden durch den Kontakt mit den Walzen blank, die Innenseiten bleiben matt. Habe ich mal bei der Maus gesehen :).

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  3. Venyo

    Man kann Cold-Brew auch problemlos ohne Gerät machen. Einfach Kaffeepulver und Wasser mischen und stehen lassen.

    Man muss nur das Pulver später irgendwie wieder rausfiltern.

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  4. Ben

    Alexandra, schau mal nach der „3rd Wave coffee map“ auf Maps. Diese Liste ist ein recht guter Anhaltspunkt die Kaffeeladen zu finden, die zumindest über etwas Produktverständnis und Barista-Skills verfügen. Ein Cold-Brew schmeckt in erster Linie auch nach dem Herkunftsland UND der Röstung. Ich empfehle einen Kenianer, der auch gerade Saison hat. (Die von Völkel sind Mist, die von Philoscoffee ok).

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  5. eigor

    Bücher und Scheiß NIE wegwerfen, gerne bei Sozialläden abgeben. Zur Not als Flohmarktware abholen lassen, besser noch in Zu-Verschenken-Kiste vor die Tür. Es gibt immer Menschen die sich für Literatur interessieren, es sich aber nicht wirklich leisten können…

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    1. Venyo

      Ist das wirklich so ein Problem? Ich komme aus einer großen Familie mit (früher) geringem Einkommen und habe auch als Student auf Sparflamme gelebt. Aber Literatur war eigentlich nie ein Problem. Ich kenne auch niemand bei dem das so war oder ist… Alle Leute mit Geldproblemen haben ganz andere Probleme als Literatur… Es gibt ja auch Büchereien und gebrauchte Bücher sind Dank Medimops, eBay und Co noch leichter verfügbar als früher…

      Vor die Tür stellen finde ich auch total suboptimal, weil dann nur die Nachbarschaft davon erfährt und sich auch Leute mit Geld bedienen können – da sind Kleinanzeigen oder Facebook schon besser…

      (sorry, bin gerade irgendwie schlecht gelaunt… Das klingt einfach wieder nach Gutmenschentum „Wer Bücher wegwirft ist ein schlechter Mensch und ich rette jetzt ein kaputtes System, weil ich eine doofe Kiste vor die Tür stelle!!!“)

    2. Jonathan Schmidt

      Wow, was du sagst, ist zwar selbstverständlich, ABER es hat mich nochmal zum Innehalten bewegt.
      Ich habe derzeit ein Haus auszuräumen und da sind tausende Dinge, die nicht ich, vielleicht jedoch andere noch gebrauchen können.
      Lebenspraktische Frage: Es ist ohnehin schon viel Aufwand; wo frage ich nach, ob noch was gebraucht werden kann, am besten Institute als Selbstabholer.

  6. Alex

    Legale Waffen töten in Deutschland genauso oft wie illegale. Ich persönlich sehe gar nicht ein warum Sportschützen diese Dinger mit sich herumtragen oder zu Hause lagern dürfen.

    Antworten
    1. Andreas

      Ich fand die Ausführungen vom Hongi zu diesem Thema richtig gut. Ich bin auch sportschütze und bis ich eine eigene Waffe daheim haben darf geht Zeit und Geld ins Land. Mein Sohn und ich haben Letten Monat die waffensachkundeprüfung gemacht. Bevor er sich eine grosskaliberwaffe kaufen darf. USS er erst 25 Jahre alt werden. Ich darf ihm keinen Zugang zu dieser Waffe gewähren wenn ich eine haben sollte.
      Wenn ein Waffenbesitzes Mist baut (Alkohol oder Drogen am Steuer) zu oft im Straßenverkehr aufgefallen oder sonstwie vorbestraft wird kann und wird ihm die Erlaubnis entzogen und die Waffen eingezogen.
      Was ist auch mit Jagdwaffen?

    2. Andreas

      Ah ja. Einfach so darf keiner Waffen mit sich herumtragen. Dafür brauch man ein Waffenschein den wirklich nicht jeder bekommt.

    3. flow

      Durch kurze Recherche bin ich z.B. auf folgenden Artikel gestoßen:

      https://www.zeit.de/2014/04/waffen-deutschland

      Etwa die Hälfte aller Schusswaffentote sterben tatsächlich durch legale Waffen (ohne Selbstmorde). In Regionen, in denen viele Waffen registriert sind kommt es zu mehr Toten. Das ist zumindest ein Problem. Ich denke das berechtigt schon zu der Frage, ob man mit Waffenschein eine Waffen tragen oder zu Hause lagern sollen darf.
      Man kann die japanischen Waffengesetzt für legale Waffen schon als Vorbild sehen (Die sehen illegale Waffen auch nicht als Kavaliersdelikt an, hier kommt man oft mit Einstellung oder Geldstrafe davon.)

    4. holgi Beitragsautor

      Oha, bin ich wohl der Lobby auf den Leim gegangen.

      Wobei ich immer sowas meinte, wie Überfälle – an Ehrenmorde in Almanfamilien habe ich bisher nie gedacht.

    5. Hermann

      Mit sich „herumtragen“ darf man „Waffen“ (ich nenne es bei Sportschützen auch Sportgerät), sowieso nicht.

      Sobald das Gerät den Schrank verlässt ist es deutlich erkennbar gesichert, in einer dafür zugelassenen Transportbox oder Futteral zu transportieren. Ausgepackt werden darf diese sowieso erst auf dem Stand.

      Einfach so kommt man da übrigens auch nicht dran.
      Bis man zu einer Waffenbesitzkarte kommt (Achtung, kein Waffenschein das ist ein deutlicher Unterschied. Einen Waffenschein hat so gut wie keiner) dauert es sehr, sehr lange. Man muss diverse Lehrgänge (u.A den Waffensachkundelehrgang) besuchen in denen Funktionsweise, Gefahren und Beachtungen und ähnliches deutlich gemacht werden. Dazu muss am Ende auch eine Prüfung abgelegt werden.
      Hinzukommt für Personen unter 25 Jahren ein Psychologisches Gutachten.

      Dann kommt der Behördliche Kram. Auch hier kann man nicht einfach in das nächste Amt gehen. Es muss ein Zweck nachgewiesen werden. Dieser ist z.B das sportliche Schießen damit. Das wird allerdings kontrolliert. Der Vorsitzende des jeweiligen Vereines muss gegenzeichnen das diese Person Sportliche Betätigungen damit durchführt. Zudem muss ein Schiessbuch geführt werden, welches auf Regelmäßigkeit durchgeschaut wird. Auch während des Besitzes.

      Als weitere Anmerkung können Personen die Strafrechtlich aufgefallen sind, sich während des Besitzes Strafbar machen oder als unzuverlässig eingestuft werden (Alkohol am Steuer, Drogen etc). All diese Personen erhalten keine Waffenbesitzkarte oder sie wird ihnen entzogen.

      So einfach ist das ganze also nicht.

      Ich persönlich bin Zeit meines Lebens in einem Schützenverein (Ich bin 25). Mit 6 Jahren ist es möglich per Lichtpunkt (ohne Munition o.ä) zu zielen.
      Ab 12 Jahren mit dem Luftgewehr.

      Eigene Waffen dürfen unter 21 nicht erworben werden (abgesehen vom Luftgewehr).

      Auch geht es nicht nur um das „Bock auf ballern“ wie holgi es beschreibt.
      Klar, hat man das auch mal, und schießt ab und an Grosskaliber. Die meisten Schützen schießen allerdings Luftgewehr und KK.

      An der „Faszination der Technik“ liegt auch nicht vielen etwas.
      Aber es schult das Auge, erhöht die Fähigkeit sich zu konzentrieren und den Kopf frei zu bekommen. Es geht am Ende genauso um Ergebnisse wie beim laufen, schwimmen,… Anstrengend kann das übrigens auch werden in einem Wettkampf 30/40x die 5-7 KG zu heben.

      Ebenso fördern Schützenvereine da zusammenleben, den Austausch der Kulturen und die Gemeinschaft im Ort/demStadtteil und sind damit ein wichtiger Pfeiler des sozialen Zusammenlebens. Auch wir haben viele Mitglieder die überhaupt nicht schießen, sondern einfach wegen der Geselligkeit und der Offenheit regelmäßig kommen.

      Für Rück- oder weiteren Fragen stehe ich gerne zur verfügung.

      Liebe Grüße Hermann

    6. Robert

      „Legale Waffen töten in Deutschland genauso oft wie illegale“ Bitte die Quelle für diese Behauptung….am Besten die offizielle Statistik des BKA, nur steht da genau das Gegenteil drin: Schusswaffen stellen in Deutschland keinerlei Deliktrelevanz dar, nicht mal die illegalen.

      Ich weiß die Fakten tun den Waffengegnern jedesmal weh, und werden auch konsequent ignoriert, leider, weil so nie ein Dialog zustande kommt.

      Sportschützen und Jäger dürfen ihre Waffen in der Öffentlichkeit übrigens nicht „mit sich herumtragen“ was nebenbei bemerkt „führen“ heißt.

  7. eigor

    Leider bin ich aus gesundheitlichen Gründen Geringverdiener. Ich kann mich gar nicht mehr dran erinnern wie es war Klamotten neu zu kaufen und nicht im Kilo- oder Sozialladen. Jedenfalls nachdem ich mich mit dem Stigma arrangiert habe dort überhaupt reinzulatschen. Bücher gibt’s dann gratis dazu, CDs für 50 Cent, Gesellschaftsspiele 1 €.

    Nur weil jemand gegen die Wegwerfgesellschaft ist, muss er/sie ja nicht gleich auch als Gutmensch durchgehen. Menschen die Containern sind auch gerne gegen das System aber in erster Linie geht’s doch um den günstigen Nahrungserwerb. Und lass Dir von mir nicht die Laune verhageln, das wäre wirklich nicht beabsichtigt…

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  8. Clemens

    Staubsaugen, großes Problem, ewige Verzweiflung:

    Ich habe zwei Dyson, einen »normalen« DC mit Netzbetrieb und einen akkubetriebenen »Krümelsauger« (den Krümelsauger mit Lafette gab es damals noch nicht).

    Beim Krümelsauger – den ich ungefähr wie Holgi benutze, auch bei mir stehen viele Dinge rum, ich fange damit den »Lurch« (wienerisch für Tumbledust) ein – ist mittlerweile der Akku schlapp, das heißt ca. 10 Saugstöße und wieder laden. Ein neuer Akku kostet über 100,– Euro. Inakzeptabel.

    Bei Netzgerät hab ich – und das ist ein allgemeines Problem am System Staubsauer – ein massives Problem mit der unsäglichen Verkettung von Netzstecker – Kabel – Staubsauger – Schlauch – Düse.

    1. Ständig ist das Stromkabel zu kurz
    2. Der Staubsauger bleibt irgendwo an Möbeln hängen
    3. Dabei knickt der Schlauch gerne mal
    4. Der Schlauch ist zu kurz, um mal eine Spinnwebe vom Plafond zu entfernen, ohne den Sauger anzuheben
    5. Hebt man der Sauger nicht an, kippt er meistens um und heult noch lauter
    6. Treppen zu saugen verlangt zwingend, den Staubsauger in der Hand zu halten
    .
    .
    .

    Bodenstaubsauger sind einfach eine Fehlkonstruktion, große Handstaubsauger sind indiskutabel und Robotersauger würden bei mir scheitern. Außerdem krappeln die nicht an der Decke hoch.

    Als einzige Lösung hätte ich ein Gerät von Nilfisk entdeckt, welches leider sehr teuer ist:
    Den Nilfisk GD5, auch als GD10 mit größerem Staubbehälter erhältlich.

    Es handelt sich hierbei um einen Staubsauger, den man am Rücken trägt, quasi das Jetback, welches uns in der Kindheit versprochen wurde. Diese Konstruktionsweise würde bis auf Punkt 1 alle meiner Probleme lösen, für Punkt 1 wäre eine Akkuvariante erhältlich, die jedoch exorbitant teuer ist.

    Meine Frage wäre nun: Hat jemand Erfahrungen mit dem Gerät oder kennt wer Alternativprodukte? Mir ist jedenfalls schleierhaft, warum das ein derartiges Nischenprodukt für den kommerziellen Bereich ist. Das Gerät ist mit guten 4 Kilos jedenfalls ein Leichtgewicht, daran kann es also nicht liegen. Die Konstruktion gestaltet sich – soweit ich das beurteilen kann – sogar simpler als bei Bodensaugern.

    Oder hat vielleicht jemand einen gebrauchten Nilfisk GD5 zu verschenken? Zustand wäre egal, es ginge mir nur um den Versuch vor einem Neukauf. Die Geräte werden gerne bei Airlines und bei der Bahn eingesetzt und dort sicherlich regelmäßig ausgemustert.

    Oder kauft euch einfach alle einen GD5, um die Margen zu erhöhen …

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    1. Jonathan Schmidt

      „Kennst Du viele Menschen im autistischen Spektrum, die gerne Staubsaugen …?!?“

      Winner of commentary section, Chapeau!

  9. Andrea

    Und was ist das jetzt für eine „fresh linen“ Duftkerze? Holgi, ich kaufe auch über Deinen Amazon Link und werfe was in Alexandras Hut, wenn ich weiß, welche es ist 😉

    Ich besitze übrigens auch einen Staubsaugerroboter, der aber kaum zum Einsatz kommt, denn vorher müsste man ja aufräumen. Ich warte also auf den Aufräumroboter…

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  10. Anne

    Würde mich auch interessieren. Ich hätte ja auf die Marke „Yankee Candle“ getippt, aber da gibt’s nur „Clean Cotton“, „Sunwashed Linen“ und „Fluffy Towels“.

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  11. Anne

    Zu dem Thema „nachtragend“ fällt mir nur ein, dass ich selber leider sehr nachtragend bin, allerdings gepaart mit einer sehr hohen Toleranzschwelle und Geduld. Ich verzeihe also ziemlich viel, wenn einmal der Bogen überspannt ist, dann ist es aber auch zu spät. Es stimmt aber schon, dass das auch für den Nachtragenden eine Last ist, aber da macht man eben nix.

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  12. Christian

    Zwei Filmtips für Horrorfilm-Muffel von einem ebensolchen:

    „The Cabin in the Woods“, geschrieben von Joss Whedon. Sehr humorvoll mit einem etwas anderen Hintergrund als üblich. Zitiert wohl auch gängige Klischees, aber dazu kann ich nicht viel sagen. Hat mich jedenfalls schon mehrmals extrem gut unterhalten.

    „The Loved Ones“ aus Australien. Hab den vor einer Weile zum zweiten Mal gesehen und war beeindruckt von der Fotografie und der teilweise recht subtilen Charakterzeichnung.

    Ansonsten geht mir das wie Holgi: Immer, wenn ich „normale“ Horrorfilme probiert habe, waren sie langweilig. Deswegen gibt’s das einfach nicht mehr, außer mal im Kino in Ausnahmefällen.

    Antworten
    1. Jonathan Schmidt

      Ganz, ganz klare Filmempfehlung: Hereditary
      Ein absolut nicht genreüblicher Horrorfilm à la unschuldiger Mensch wird von (Regieanweisung: düster sprechen) „das Böse“ heimgesucht; solche Filme sind meist langweilig, immer abgedroschen.
      Der Film arbeitet auf der psychologischen Ebene: Der Sohn der Familie hat etwas Schlimmes angestellt, alle, auch er, müssen damit klarkommen, reden jedoch nicht richtig miteinander; jeder ist auf sich gestellt. Ganz subtiler Horror, der sich im Laufe des Films immer mehr verdichtet. Dazu setzt der Film u.a. unterschwelliges Wummern ein, man fühlt sich permanent getrieben.
      Meine Begleitung musste das Kino verlassen, weil der Film so stark aufs Gemüt ging. Ach ja: keine Jumpscares, nur pures Mitgefühl mit den Schauspielern und eine tiefe, drückende Angst.
      Erstlingswerk des Regisseurs, m.E. (sonst würde ich nicht so viel schreiben) zu völlig Recht von der Kritik hochgelobt.

  13. Till

    Nur kurz zum Hörsaal von dradio. Die dort gesendeten Vorträge sind von der Redaktion ausgewählt, weil die irgendwie den eindruck hatten sie seien besonders wichtig. D.h. die vortragenden richten sich nicht an ein Hörfunk Publikum, sondern waren suf Symposien o.ä.
    Ich bin so z.b. mit Hartmut rosa in Kontakt gekommen, der hervorragend vortragen kann. Adorno – na ja. Ist halt ne andere Zeit würd ich sagen. Ansonsten alles richtig was ihr sagt, das geschwafel ist in der Regel nur eine einstiegshurde um den eigenen Elitenstatus zu sichern

    Sehr nette sendung mal wieder, Dankeschön

    Antworten
  14. Pat

    Kunde: Und zwar …
    Mitarbeiter: Leiden Sie an Alzheimer?
    Kunde: warum?
    Mitarbeiter: Sie haben den ersten Teil der Frage vergessen zu sprechen 😉
    (Schönen guten Tag, ich suche ein Buch, …)

    Antworten
  15. Martin

    @Holgi:

    Deine Erfahrung mit dem Gegenwind auf dem Tempelhofer Feld ergibt Sinn. Wenn der Wind aus Norden bläst, hast du von Norden her direkten Gegenwind. Aber Du hast auch von Osten und Westen her immer noch einen Anteil an Gegenwind (50 Prozent Gegenwind, 50 Prozent Seitenwind).

    Man kann das in der Fliegerei gut beobachten: Wenn der Kurs direkt direkt in den Gegenwind führt, wird ein Flugzeug nur langsamer (oder muss mehr leisten um gleich schnell zu bleiben). Wenn es im Gegen- und Seitenwind fliegt, muss das Flugzeug zusätzlich aufkreuzen gegen den Seitenwind, damit es den Kurs halten kann.

    Antworten
    1. Alexandra

      Der Hersteller der Duftkerze ist DEINE MUTTER. Fürderhin ist das Produkt vergriffen, sprich: es wurde aus dem kapitalistischen Kreislauf entfernt.

  16. Stefan

    … und zwar, stellt sich mir die Frage:
    Alexandra sagt, dass Menschen sich bei ihr im Buchladen irgendwelche Sätze zusammen stammeln und sich nicht richtig ausdrücken können.
    Kann es nicht vielleicht sogar daran liegen, dass das Selbstwertgefühl bzw. das Selbstvertrauen fehlt?
    Ich, Person, muss eine mir komplett fremde Person ansprechen und diese um etwas bitten…
    „Wie komme ich an? Spreche ich die Person korrekt (z. B. gesellschaftskonform) an? Habe ich etwas unangenehmes an mir, das die Person abstossend finden könnte?)
    … am Ende kommen wir wieder auf die Frage, welche zu Beginn des Podcasts gestellt wurde: Kindererziehung.

    Im Übrigen gehöre ich zu der Gruppe von Menschen, die seit Jahren keinerlei Kontakt mehr zur Familie besitzt. Der einzige regelmäßige Kontakt bestand zu meiner Großmutter, welche leider 2016 verstorben ist und bei der ich als Kind aufgewachsen bin. Kontakt zu meinen eigenen Eltern besteht überhaupt nicht. Von meinem Vater kenne ich nur den Namen, ihn habe ich das letzte Mal gesehen, als ich 3 oder 4 war. Und meine Mutter habe ich praktisch seit dem 9. Lebensjahr nicht mehr gesehen, was nun gut 30 Jahre her ist.

    Aber… ich habe (trotz Spülmaschine) eine herausziehbare Brause im Küchenwaschbecken 🙂

    Antworten
  17. Dieter Michel

    Hallo,
    zum Thema Cold-Brew kann ich noch den Tip abgeben, dass man damit auch gut Leitungswasser aromatisieren kann. In den heißen Tagen habe ich das viel getrunken, etwa in einem Mischungsverhältnis von 1:5 oder so. Das Ganze bekommt dann die Anmutung von kaltem Tee, schmeckt aber natürlich nach Kaffee. Da ich ganz gern Kaffee trinke, aber nicht zu viel davon trinken möchte, mache ich den Kaffee eher nicht zu stark, eher zu dünn. Das funktioniert mit manchen Kaffeesorten sehr gut – ich hatte zuletzt Solino Caffé Crema aus Äthiopien, der zudem IMHO den Vorteil hat, dass auch Rösten und Verpacken in Äthiopien passiert und so ein größerer Teil der Wertschöpfung bei den Erzeugern bleibt.

    Viele Grüße

    Dieter

    Antworten
  18. Robert

    Staubsauger Roboter

    Wir haben einen VR200 von Vorwerk. Das Ding ist echt klasse, einschalten oder programmieren und aus dem Haus gehen. Vor allem saugt das Teil wirklich supersauber! Durch die D-Form des Roboters und der kleinen Bürste vorne seitlich erwischt er auch die Ecken, der setzt sogar kurz zurück um nochmal besser ranzukommen 😂 Am Anfang habe ich dem Treiben auch begeistert zugesehen, aber das verliert sich irgendwann. Und kauft euch bloß keinen runden Sauger, da helfen auch die beiden Bürsten vorne nichts, ein rundes Schwein kommt in keine Ecke!

    Antworten
  19. Robert

    Wollte die Zahlen nicht schuldig bleiben:

    Im Jahr 2014 wurden gemäß der polizeilichen Kriminalstatistik insgesamt 6.082.064 Straftaten registriert. Lediglich in 0,2% der Fälle waren Schusswaffen involviert. Im Zusammenhang mit Straftaten wurden insgesamt 443 Waffen an Tatorten sichergestellt, wovon 75,7% (335) erlaubnisfrei und 24,3% erlaubnis- pflichtig waren. Nur 5 erlaubnispflichtige Schusswaffen (4,9%) waren legal besessen, dagegen über 95% in illegalem Besitz. (Quelle Bundeskriminalamt, Wiesbaden)

    Anteil legal besessener Schusswaffen: 0,00008% in Bezug auf alle Straftaten

    Antworten
    1. flow

      Man kann natürlich statt solcher Zahlenspielereien auch einfach sagen, dass durch legal Waffen ca. 70 Menschen im Jahr getötet werden (ohne Selbstmorde, Quelle siehe oben). Das kann man dann für akzeptabel oder eben nicht akzeptabel halten. Der Anteil der legalen Waffen in Bezug auf alle Straftaten ist eher kein so gutes Argument. Wenn ich so argumentiere sind Cannabis-Delikte eines der größten Geißel der Menschheit.

    2. njorg

      Moment. Es ging doch oben um Todesfälle. Das heißt, das da auch Unfälle und eben nicht nur Straftaten da mit reinfallen müssten?

    3. Tarifkenner

      @Robert
      Ich habe Zweifel an der Aussagekraft der von Robert genannten Zahlen.
      1) Im Jahr 2014 wurden nach der BKA-Statistik 9.585 Straftaten unter Verwendung von Schusswaffen registriert. Nur 443 Waffen wurden an Tatorten sichergestellt. Selbst wenn man davon ausgeht, dass pro Straftat immer nur eine Waffe sichergestellt worden wäre, sind in über 95 Prozent der „Straftaten unter Verwendung von Schusswaffen“ überhaupt KEINE Waffen sichergestellt worden. Das verwundert ja auch nicht: In der Regel verlassen Straftäter den Tatort zusammen mit ihrer Waffe. Es ist daher mehr als fragwürdig, als Fazit den „Anteil legal besessener Schusswaffen“ in Bezug auf alle Straftaten mit einem winzigen Prozentsatz anzugeben. Das ist nur der Anteil der legal besessenen UND DANN AM TATORT SICHERGESTELLTEN Schusswaffen.
      2) Das Abstellen auf „legal besessene“ Waffen und die aus meiner Sicht sehr formalistische Definition dieses Begriffs führt dazu, dass gerade die erschreckendsten Taten der letzten Jahre als mit „illegal besessenen Waffen begangen“ angesehen werden: Der Amokläufer von Winnenden – Holger wies darauf hin – besaß die Waffe illegal, er entwendete sie ja aus dem Nachttisch seines Vaters. Der Amokläufer von Erfurt erwarb die Tatwaffen illegal, wenn auch „aus Sicht des Verkäufers legal“ (die nachlesenswerte Argumentation findet sich unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Erfurt#Verwendete_Waffen). Die bei diesen Amokläufen Ermordeten oder Verletzten stützen also die „statistische These“, dass die wahre Gefahr von illegal besessenen Waffen ausgehe, ein Verbot oder eine scharfe Beschränkung von Waffenbesitz in Privathand also nichts bringe.
      Diesen Schluss halte ich für falsch. Es kommt nicht darauf an, ob Waffenrechtsexperten im Nachhinein feststellen, dass die Waffe (wie in Winnenden) ein paar Stunden vor der Tat von einer legal besessenen zu einer illegal besessenen mutiert ist, oder (wie in Erfurt) irgendwelche Einträge in der Waffenbesitzkarte unrichtig waren. Beide Täter erhielten ihre Tatwaffen wegen eines relativ laxen Waffenrechts sehr einfach: Sie mussten sich nicht in eine kriminelle Szene begeben, um sich die Tatwaffen zu besorgen, sondern nur ins elterliche Schlafzimmer oder in einen legalen Waffenladen. DAS ist das entscheidende Argument für die Verfechter eines schärferen Waffengesetzes. Und deshalb kann eine so geführte Statistik kein Gegenargument sein.
      3) Für ein weiteres Argument habe ich wirklich nur Anhaltspunkte, keine Überzeugungen: Ich kann mir vorstellen, dass erweiterte Suizide (typisch: Vater erschießt seine Familie und sich selbst) in der Polizeistatistik NICHT als Straftaten geführt werden. Die Tötungen der Familienmitglieder ist zweifelsfrei eine Straftat. Wenn der Fall klar liegt, wird aber mangels eines lebenden Tatverdächtigen kein Strafverfahren eröffnet. Wenn es anders wäre, würde es mich wundern, dass im ganzen Jahr 2014 nur fünf erlaubnispflichtige, legal besessene Waffen an Tatorten beschlagnahmt wurden. Denn gerade bei erweiterten Suiziden dürfte die Waffe immer beschlagnahmt werden. Die Anzahl der erweiterten Suizide wird mit 1 bis 4 Prozent aller Suizide angegeben und legal besessene Schusswaffen dürften dabei nicht selten zum Einsatz kommen (siehe die Aussagen im ZEIT-Artikel).

  20. Robert

    @ Holgi

    Das mit den Statistiken ist ja immer so eine Sache, die hauen sich die Waffenbesitzer und die Gegner, je nach Bedarf, gerne um die Ohren. Wobei die Statistik des BKA schon aussagekräftig ist denke ich. Hab auch nochmal in der aktuellen von 2017 nachgeschaut, die Straftaten in denen Schusswaffen eingesetzt wurden gingen nochmal um 14 % zum Vorjahr zurück.
    Trotzdem verstehe ich, dass Ottonormalverbraucher Probleme mit der Waffenthematik hat. Bevor ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe war mir das auch äußerst suspekt. Schade ist nur, dass die Fronten dermaßen verhärtet sind, dass so gut wie nie ein Dialog zustande kommt 😕 und das hat noch niemanden weitergebracht!

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  21. njorg

    Die herausziehbare Brause gehört für mich zu den Dingen, die ich einfach nicht mehr missen will, nachdem ich 2 Jahre in einer Wohnung wohnte, in der die Küche so ein Teil hatte. Es ist einfach in so unglaublich vielen Situationen praktisch. Allein schon, um Wasser in einen Topf zu füllen, ohne ihn extra unter den Wasserhahn zu bugsieren (vor allem doof, wenn grad noch was anderes in der Spüle ist). Toll, um Flaschen zu füllen. Und halt beim Abwaschen von größerem Gerät, das nicht so gut in die Spülmaschine geht.

    Antworten
    1. Eule

      Ich habe auch seit einiger Zeit so eine Brause. Insgesamt ist sie ja ganz nett, aber eine Sache an die ich mich bislang nicht gewöhnen kann ist dass sie durch den längeren Weg bedingt immer nur verzögert auf den Hebel reagiert. Wenn ich das Wasser anstelle dauert es ein Momentchen bis es da ist, und wenn ich es abstelle läuft es erst noch etwas nach und wird dabei weniger. Bei „klassischen“ Wasserhähnen hingegen ist das eine sehr prompte Angelegenheit: Hebel hoch = Wasser da, Hebel runter = Wasser weg.

      Ich glaube, ich bin zu ungeduldig für die Brause.

  22. Sasch

    Und was ist jetzt mit der Duftkerze? Wollte mal höflich nachfragen! 😁

    Btw… Danke für die einfache Rechnung. Bei manchen Webseiten hilft nicht mal Höhere Mathematik 3!

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  23. Stefanie Großer

    Zum Thema Duftkerze: für die von Holgi erwähnte Lampe Berger gibt es auch Duftzusätze. Wenn man diese extrem sparsam dosiert (d.h. mit sehr viel Neutrallösung mischt) sind diese auch sehr angenehm. Da gibt es auch einen Duft, der nach frischer Wäsche riechen soll.

    Antworten
  24. Charlie

    Ihr Lieben mich hat die Frage „Wann kündigt man Freundschaften? Und wann Familien?“ noch eine ganze Weile beschäftigt. Auch schon davor. Weil mir das Thema einfach nicht mehr aus dem Kopf geht, wollte ich mal ein paar Worte dazu loswerden: Ich halte es nämlich so, dass ich zwischen Freunden und Familie nicht die übliche Unterscheidung mache. Ich versuche, sofern es mir möglich ist, Menschen um mich zu versammeln, die mir gut tun. Dadurch gewinnt man zwar keine Preise für die meisten Freunde, aber dafür kann man sich auf die wenigen wirklich verlassen. In guten wie in schlechten Tagen. Das gilt eben auch für Familie. Denn offen gestanden muss sich auch die Familie dem Beugen. Nur an der Familie festzuhalten, weil sie die Familie ist, verstehe ich nicht. Wenn sie einem nicht gut tun, einen nicht so akzeptieren wie man ist, man sich ihnen gegenüber verstellen muss oder den Draht zueinander verloren hat, würde man nur seine Kraft daran verlieren einer Vorstellungen hinterherzulaufen, die einfach nicht existiert. Ich halte dann lieber an den Menschen fest, von denen ich hundertprozentig weiß, dass sie mich so nehmen wie ich bin.

    Insofern habe ich vollstes Verständnis für Menschen, die den Mut aufbringen und sich von ihren Familien lösen, wenn es ihnen damit nicht gut geht. Allerdings eckt man damit in der Gesellschaft sehr oft an und bekommt es mit großem Unverständnis zu tun. Das Umfeld weiß damit überhaupt nicht umzugehen. Erst wenn man sich erklärt hat, entsteht ein Anflug von Verständnis.

    Antworten
  25. Lars

    Zum Thema Notwehr:

    Holgis Erklärung ist leider falsch. In Deutschland gibt es keinen Verhältmäßigkeitsgrundsatz bei der Notwehr.

    Um einen gerade stattfindenden Angriff zu beenden darf ich jedes Mittel verwenden das dazu geeignet ist. Ich kann also mit der mit der Faust zuschlagen, ich kann aber auch die Vase, das Messer oder den Baseballschläger verwenden oder versuchen den Angreifer durch Ansprache zu stoppen. Aber ich muss nicht die verschiedenen Stufen von der mildesten bis zu extremsten nacheinander versuchen, ich darf sofort das Mittel verwenden, von dem ich ausgehen kann, dass der Angriff nach dessen Einsatz sofort beendet ist.

    Gehe ich versehentlich zu weit, bspw. weil ich in Panik gerate oder den Angriff als gravierender einschätze als er tatsächlich ist und den Angreifer deswegen schwerer verletze als es notwendig gewesen wäre, so spricht man von einem Notwehrexzess. Der kann mir jedoch vor Gericht eigentlich nicht negativ ausgelegt werden, in der Praxis kommt das jedoch vor. Der Angreifer trägt immer das Risiko durch eine Notwehrhandlung des Angegriffenen zu Schaden zu kommen. Gerechtfertigt wird das dadurch, dass er sich zuerst außerhalb der Rechtsordnung bewegt hat und das Recht dem Unrecht nicht weichen muss. Deswegen gibt es auch keine Pflicht zuerst zurückzuweichen oder den Angreifer zu warnen, dass und wie man sich wehren wird.

    Das Gleiche gilt für den Notstand, also wenn ich einen Dritten verteidige.

    Provoziere ich den Angriff um mich dann in Notwehr unverhältnismäßig wehren zu können nennt man das eine Notwehrprovokation. Die schließt die Rechtmäßigkeit der Notwehr wiederum aus und ich werde wie ein Angreifer bestraft. Möglicherweise handelt in diesem Fall der Provozierte selbst in Notwehr weil er mein Anrempeln oder meine Beleidigungen durch seinen „Angriff“, der in diesem Fall dann eine Verteidigung ist, beenden möchte.

    Es gibt Ausnahmen bei Bagatellangriffen, Angriffe von und gegen Polizisten, usw. und was vor Gericht wie von wem bewiesen werden kann ist natürlich immer ein Thema für sich.
    In dem Fall von Andre muss das Gericht aber davon ausgegangen sein, dass keine Notwehr bzw. kein Notstand vorliegt, ansonsten hätte keine Bewährungsstrafe verhängt werden können.

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