WR729 Nazis in den USA

 

Die Im Nachgang zum Gewaltausbruch in Charlottesville im August 2017 erzählt Matthias von Hellfeld über Faschismus in den USA.

Die passende Ausgabe “Eine Stunde History” läuft am 10. September 2017 auf DLF nova.

16 Gedanken zu „WR729 Nazis in den USA

  1. Linus Andrae

    Sehr schöne Sendung,
    eine Anmerkung zu Matthias Aussage, dass die Amerikaner nur einen Krieg, den Segregationskrieg verloren haben. Den Vietnamkrieg haben die Amerikaner auch verloren, auch wenn es meißt von amerikanischen Medien anders dargestellt wird, sollte man aber finde ich nicht unter den Tisch fallen lassen.

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    1. blub

      Kanadisch_Amerikanischer Krieg von 1812.
      Die Kanadier (also quasi die Briten) haben alles bis Washington platt gemacht, das Weiße Haus angezündet und sind dann weder nach Hause gegangen.
      Einige Amerikaner pochen daher auf Unentschieden. Die Briten hatten aber eigentlich wichtigeres zu tun, in Europa lief kurz vorher so ein selbstherrlicher Franzose rum und man musste da wie nach jeder guten Party wieder aufräumen.

    1. holgi Beitragsautor

      Vermutlich, weil mein Faschismusbegriff eher vulgär ist: Führerprinzip, Illeberalismus, Militarismus. So gesehen passt das schon recht gut auf Russland – die Zuschreibung ist aber sicherlich übertrieben. Wie würdest Du es nennen?

    2. Andreas

      Ich kann das schlecht einordnen, ich glaube es geht in die Richtung einer Aristokratie hin. Aus Kleptomanen bildete sich eine kleinere Gruppe der Oberschicht. Diese erkannte, das ihr es bestens geht, wenn sie sich gegenseitig vettert und deckt.
      Im Inneren werden immer mehr Sachen verstaatlicht. Jedoch nicht pumpt enteignet, sondern irgendwie in die Staatsstrukturen durch Staatsbeteiligungen eingefügt. Das ist mehr oder minder ein rationaler Schritt, der es ermöglicht an den Trog zu kommen. Das mag vielleicht für den Außenstehenden ganz schrecklich mit liberalen Werten unvereinbar erscheinen. Doch wenn man bedenkt, wie in 90er die Privatisierung lief, wo über Nacht Staatseigentum unter ganz wenigen aufgeklaut wurde, ist es nicht verwunderlich, dass die Bevölkerung den Regierungskurs befürwortet. Das paradoxe dabei ist, dass die „Diebe und Betrüger“ so eigentlich mehr Macht bekommen und legitimiert werden. Ein weiterer Grund, warum der Staatskurs vom vielen getragen wird, ist weil Jelzin so unheimlich verkackt hat und diese 90er für viele so übelst dunkle anarchische Zeiten waren, sodass man jede Stabilität und Aufschwung dankend annimmt, um nicht wieder in den alten Zustand abzufallen.

    1. Daniel Losch

      Ah, das wäre auch super. Wie kann ich dir meine Mailadresse nicht-öffentlich zukommen lassen?

  2. Marko Lorentz

    Danke Matthias & Holger, eine sehr schöne Sendung wie ich finde. Mit Leichtigkeit die verschiedenen Themen verknüpft und Hintergründe aufgezeigt aber trotzdem nicht verflacht – im Gegenteil: gute Denk- und Leseanstöße.

    Bitte macht so weiter!

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