WR719 Alarm: Weltuntergang im Oktober

 

Darin: Florian hält einen Vortrag in Hamburg am 15.8.2017 – Weltuntergang am 5.10.2017 – Klimawandel-MythenExomondUnsportliche GefühleGletscherhitzeKrater bei Helgoland – Tsunami in GrönlandAntiwasserstoffSinnlose Arbeit – Materie-Antimaterie-AsymmetrieWildes BierDer Astrodicticum Simplex Schreibwettbewerb 2017Stress-AltruismusGeruchssinn und GewichtAktenveröffentlichung zum Kennedy-AttentatGeld macht Freizeit macht GlücklichAlternative Ursache für Diabetes Typ 22-Grad-Ziel ist unrealistischZucker macht Männern AngstErbkranke Hunde

 

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40 Gedanken zu „WR719 Alarm: Weltuntergang im Oktober

    1. Chris

      Beeindruckende Aufnahmen, aber – auweia – das Video weist ab Minute 25:30 auf eine sehr krude Verschwörung hin. Es gab nie ein Erdbeben der Stärke 9. Die Juden haben die Katastrophe mit einer geheimen Atombombe absichtlich ausgelöst und vor dem 11.3.2011 wurden sehr viele Aktien von Bauunternehmen gekauft oder so ähnlich.
      Gibt wohl zu jedem Ereignis irgendeinen Mist im Internet.

    2. Florian Freistetter

      Oh verdammt! Ich hatte das Video irgendwann mal vor Jahren gesehen und jetzt nur schnell rausgesucht ohne es nochmal anzusehen. Irgendwelche Verschwörungen waren damals nicht dabei – wahrscheinlich ist es ne andere Version. Tut mir leid – das zu verbreiten war nicht meine Absicht!

  1. David

    Wenn Anti-Wasserstoff auch bei 21cm „funkt“, woher kann man dann sagen, daß unser Nachbarstern aus Wasserstoff und nicht aus Anti-Wasserstoff besteht? Oder wahlweise Andromeda als Nachbargalaxie. Ja, es gibt über lange Zeiten auch mal Zusammenstöße, die dann im Fall von Antimaterie wohl dann wirklich spektakulär sein müßten – aber kann man so eine Explosion von einer Supernova unterscheiden?

    Wirkt Gravitation eigentlich zwischen Teilchen + Antiteilchen? 😉

    Es war übrigens der Venusmond Tetra, der auf die Erde zurast, wenn du keine Wurzelbürsten kaufst. Sagt zumind. Prof. Pirkheimer 😉

    Antworten
  2. Maren

    Hallo,

    mag meine vermeintliche Sicherheit überprüfen: heisst das nicht AUF Helgoland. Ist doch ne Insel?

    weniger Korinthe und mir wichtig anzumerken: das war richtig interessant!
    hab mich bisher an den wissenschaftspodcast nicht ran getraut. Mein Gehirn ist so oft schon müde.

    Der (Florian) erklärt so schön!
    Klingt vielleicht etwas putzig. Das trifft es aber! Es bleibt ein sehr schönes Gefühl, etwas gelernt zu haben, vermutlich sogar Neues begriffen zu haben und ohne mich in meiner Beschränkheit, und gelegentlichem standhaftem Auf-dem-Schlauch-bleiben, beschämt zu fühlen.

    Gruß
    Maren

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    1. Mithrandir

      Ich habe mir am WE auch die Sciencebusterfolgen auf 3Sat reingezogen. Da ist es genau so. Wissenschaft in Häppchen unterhaltsam verpackt. Trotzdem interessant und seriös.
      Wäre schön, wenn Ihr auch wieder mal nach Heidelberg kommt.

  3. Thorsten Vahl

    Das auf Autofahren rumgehackt wird, nervt immer bisschen. In Gegenden ohne ÖPNV geht nichts anderes. Was kann aber jeder tun gegen Klimawandel? Der gesamte Autoverkehr ist nicht Mal 1/3 daran beteiligt. Das meiste verursacht die industrielle Massentierhaltung. Kann man heutzutage auch nicht mehr mit „Ich bin ein bisschen schlicht“ entschuldigen…

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Wer das ÖPNV-auf-dem-Dorf-Argument bringt, sollte politisch sehr engagiert sein, gegen diesen Misstand vorzugehen – ansonsten ist das nämlich bloß eine billige Ausrede.

    2. mithrandir

      Naja Holgi, es ist einfacher Auto zu fahren, als sich politisch zu engagieren. Und in Sachen ÖPNV muss man schon enorm dicke Bretter bohren.
      Und sind wir ehrlich, in einer Stadt wie Berlin ist es wirklich einfach ohne Auto klar zu kommen. Ich wohne in einem Kaff, das trotz allem relativ zentral liegt. Um zum Arbeitsplatz zu kommen (Großstadt etwa 30 km entfernt) brauche ich mit dem Auto etwa 30 Min. Mit dem Zug wären es mindestens 60 Min. Und dabei muss ich erst mal noch 8 km zum nächsten Bahnhof zurücklegen (Diese Strecke mit dem Bus wären noch mal 15 Minuten obendrauf). Und wenn die Straßenbahn oder der zug sich nur um 5 Minuten verspätet, kommen 30 Minuten on Top.
      Mal ehrlich, würdest du in dieser Situation aus Umweltschutzgründen aufs Auto verzichten?
      Ich fahre aktuell einen Smart und noch dazu einen Diesel. aber ich habe kein schlechtes Gewissen. ich habe mich bewusst für dieses Auto entschieden, weil ich der Meinung bin, dass es vom ökologischen Gedanken und vom Fahrspaß her das Optimum ist.
      Als ich vor 5 Jahren einen neuen smart gekauft habe, wollte ich zunächst einen E-Smart. Die fast 10 kEUR Aufpreis hätte ich aus Coolnessgründen fast noch akzeptiert, aber die Batteriemiete war so absurd hoch, dass ich dann doch erst mal wieder zum Verbrenner gewechselt bin. Mal sehen, wie es beim nächsten Wechsel (vorauss. in 5 Jahren) aussieht.

    3. Mithrandir

      Niemand zwingt mich da zu wohnen. Ich will es so. Die Frage ist, warum sollte ich wegziehen?
      Nur damit ich kein Auto mehr benutzen muss?
      Es ist schön hier. Ich habe mein soziales Umfeld. Ein Haus mit Grundstück. Auch die restliche Infrastruktur ist gut. Supermarkt, Freizeitmöglichkeiten usw. in der Nähe.
      Der einzige Nachteil wäre das auto. wobei ich das nicht ganz so alarmistisch sehe.
      Ich bin kein Klimaskeptiker oder Anti Öko Mensch, aber diese Weltuntergangsalarme bringen meiner Meinung nach genau so wenig wie das andere Ende der Spanne „Weiter so, wir haben noch immer eine Lösung gefunden.“
      Wie so oft gibt es eine Lösung in der Mitte. Aktuell machen wir den Anfang und das ganze braucht Zeit. Ich galube nicht, dass wir die Zwei Grad Grenze einhalten werden. Deshalb sollte man auf der einen seite versuchen Maßnahmen gegen die Erwärmung zu ergreifen, andererseits aber auch schon mal Vorbereitungen treffen, die die Auswirkungen der Erwärmung behandeln.
      Elektromobilität ist eine Sache, die ich unterstütze, aber den Verbrennungsmotor komplett zu verteufeln halte ich auch für den falschen Weg. Leider ist es nach wie vor so, dass man chemische Energie besser speichern kann als elektrische. Deshalb halte ich es nach wie vor für sinnvoll Treibstoff bzw. deren Grundstoffe mit Hilfe regenerativer Energien zu erzeugen. Nicht nur Wasserstoff, auch andere Kohlenwasserstoffe, die letztendlich auch für die Chemie benötigt werden, wenn die Rohstoffe ausgehen.

    4. holgi Beitragsautor

      Du wohnst also, wo Du wohnst, weil Du das so willst – und das ist auch völlig in Ordnung so. Nicht in Ordnung wäre, wenn Du argumentieren würdest, dass Du das Auto benutzen musst, weil kein Bus fährt, und dann gleichzeitig nichts dafür tätest, dass sich an einem der beiden Umstände was ändert.

      Was mir bei dieser Diskussion auf den Keks geht, ist diese ständige Unredlichkeit – die vermutlich auch sehr viel Selbstbetrug ist – die bloß vorgibt, die Umwelt läge einem am Herzen, obwohl einem der Komfort eines Hauses im Grünen und eines Autos viel näher ist.

      Warum sollte man den Verbrennungsmotor denn nicht verteufeln? Stinkt, lärmt, macht Dreck (vor allem in der Lunge) – und kann mittlerweile gut ersetzt werden. Allerdings muss sich dann auch unser Verhalten ändern und nicht bloß der Antrieb des Fahrzeugs, mit dem wir versuchen, unser Verhalten zu behalten, obwohl wir alle längst wissen, dass es problematisch ist.

      Würde ich den zusätzlichen Zeitaufwand in Kauf nehmen? Weiß ich nicht. Ich würde bei meiner Wohnortwahl aber ganz sicher versuchen, darauf achten, dass sich diese Frage gar nicht erst stellt, denn wenn ich eines gelernt habe, dann dass der größte Gewinn an Lebensqualität für mich ist, nicht von einem Auto besessen zu werden.

      Ich habe übrigens auch einen guten Grund und zusätzlich eine gute Ausrede dafür, dass ich ne Vespa mit Verbrennungsmotor fahre, obwohl ich sie nicht bräuchte 😉

    5. Christian1313

      Mein Problem beim dem Verkerhsthema ist immer, das Hallig davon ausgeht das jeder allein wohnt und jederzeit flexibel ist.

      Wenn ich in Richtung Arbeit ziehe und nicht mehr 50 km fahren muss, fährt meine Freundin dafür 50km.

      Mit Kindern will ich erst gar nicht anfangen. Leider ist die Sichtweise von menschen die nicht in der „Pamper“ wohnen sehr eingeschränkt.

  4. Thorsten Vahl

    Das auf Autofahren rumgehackt wird, nervt immer bisschen. In Gegenden ohne ÖPNV geht nichts anders. Was kann aber jeder tun gegen Klimawandel? Der gesamte Autoverkehr ist nicht Mal 1/3 daran beteiligt. Das meiste verursacht die industrielle Massentierhaltung. Kann man heutzutage auch nicht mehr mit „Ich bin ein bisschen schlicht“ entschuldigen…

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  5. Torsten

    Guten Morgen Holgi, als „seit kurzem Dorfbewohner“ muss ich mich jetzt auch einmal melden. Du hast natürlich Recht, wenn ich meinen Job als Kernelement meines Lebens begreife kann ich dahin ziehen wo mein Job ist. Das Ganze wird natürlich schwieriger wenn der Partner woanders arbeitet.
    Allerdings hast du es mit dieser Aussage leicht, da du „Stadtmensch“ bist. D.h. du lebst so wie du dich am wohlsten fühlst, und leben willst … Oder würdest du des Jobs wegen in ein 100 Einwohner Dorf in der brandenburgischen Pampa ziehen? Für mich ist Stadt ein Graus (Lärm, Gestank, Hektik, etc). Daher habe ich mich fürs Dorfleben entschieden. Leider ohne gut ausgebauten ÖPNV. Wer sollte auch den Anschluss eines 90 Einwohner Ortes finanzieren? Bei meinen unregelmäßigen Arbeitszeiten würde zweimal am Tag ein Bus auch nicht reichen. Abgesehen davon sinkt die ökologische Überlegenheit des Busses auch wenn er pro Tour nur 2-3 Leute befördert.
    Eine wirkliche Lösung kann ich nicht anbieten, aber es wäre wohl schon viel erreicht, wenn zumindest in den großen Städten und deren gut erschlossenen Speckgürteln aufs Auto verzichtet würde. Gerne dann auch mit autofreien Innenstädten und ausreichend P+R Flächen am Stadtrand um die Autozeit des Umlandes zu reduzieren.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Ich würde den Job nicht annehmen, wenn ich nicht dazu gezwungen wäre. Würde ich ihn annehmen, suchte ich mir einen verkehrsgünstigen Wohnort.

      Ich komme ja vom Dorf. Das ist zwar vergleichsweise groß und es fahren auch Busse, aber zum nächsten Bahnhof ist man von dort, wo ich aufgewachsen bin, schneller zu Fuß als mit dem Bus. Ich habe da draußen gewohnt, bin dort zweimal umgezogen und haben währenddessen in Köln, in Düsseldorf, in Duisburg und einem Vorort von Köln gearbeitet. Das war vor 20 Jahren und schon damals wäre es möglich gewesen, emissionsfrei zum Bahnhof zu pendeln und alle übrigen Fahrten mit dem ÖPNV zu machen. Sogar diejenigen, die ich tagsüber beruflich gemacht habe (und das waren nicht wenige).

      Heute ist emissionsfreies Fahren billiger, die Rechweiten sind höher (so hoch, dass ich meinen damaligen Job heute mit einem Elektroauto machen könnte, was mich ehrlich fasziniert – aber das tut bei meinem Argument nix zur Sache) und der Strom lässt sich günstig selbst erzeugen. Meine Lösung sähe heute so aus: Solaranlage auf dem Dach, winterfestes Elektrofahrzeug, Faltrad, pendeln zum Bahnhof entweder per Rad oder Auto (mit Rad hintendrin), weiter mit dem ÖPNV und dem Rad unterm Arm.
      Das ist mein Idealzustand. Der kostet Zeit und Geld, was der Preis ist, den wir dafür zu zahlen bereit sein müssen, wenn wir den ökologischen Karren nicht noch weiter in den Dreck fahren wollen. Das ist nicht jedem möglich, aber bestimmt jedem, der sich alle paar Jahre einen Verbrenner für 20.000,- Euro oder mehr kauft und damit dann stundenlang im Stau steht. Interessanterweise sind es aber oft genau diese Leute, die so tun, als gäbe es keine Alternative zu ihrem Lebensstil.

      Das Problem ist, dass alle gerne Veränderung hätten, aber niemand bereit ist, sich zu ändern. Alles, was ich verlange, ist ein Mindestmaß an Aufrichtigkeit sich selbst und den Anderen gegenüber. Das ist natürlich unkomfortabel, denn wir alle verhalten uns falsch und müssen jeweils gewichten, welches Fehlverhalten wir uns aktuell auf welche Weise verzeihen wollen (obwohl alles im Grunde unverzeihlich ist – ein fieser double-bind). Wenn wir und aber nicht wenigstens diesem intellektuellen Ungemach aussetzen, werden wir uns auch nicht bewegen – es sei denn, wir werden bewegt von einer weitsichtigeren Politik. Die allerdings bekommt dann auch dermaßen viel Dresche, dass sie sich nichtmal mehr traut, eine bessere Welt auch nur zu beschreiben, geschweige denn, sie zur Diskussion zu stellen (siehe den absurden Vorwurf an die Grünen, eine „Verbotspartei“, mithin sogar die einzige solche zu sein).

  6. Thorsten vahl

    Es kommt doch immer auf die Verhältnismäßigkeit an. Auto fahren macht einen Bruchteil am Klimawandel aus. Industrielle Massentierhaltung ist der Hauptgrund. Und denen, die nur Biotiere essen, die sich nach einem erfüllten Leben suizidiert haben, sei gesagt, dass das „Kraftfutter“ überwiegend Soja aus Südamerika ist, was mit den Supertankern, die mit Schweröl angetrieben werden, her gebracht wird.

    Ich habe ebenfalls im Raum Köln, Mülheim a.d.Ruhr und Duisburg gewohnt und gearbeitet. Es ging dort auch nicht ohne Auto, da ich als PersonalTrainer zu den Kunden gefahren bin. Den Beruf danach auszurichten, dass man kein Auto benutzen muss, ist kindisch.

    Jetzt wohne ich aus beruflichen Gründen auf dem Dorf, denn auch hier gibt es Kinder, die beschult werden müssen. Leider gibt es hier keine Radwege, Winter und Berge. Obwohl ich älter bin als Holgi, machen mir Radtouren nichts aus (https://de.wikipedia.org/wiki/Joey_Kelly), aber es geht hier nicht.

    Ich fahre mit einem Diesel herum, der 6c-klassiifziert ist. Elektrische Autos verursachen bei ihrer Herstellung weit mehr Müll und Schadstoffe als dieses Fahrzeug.

    Es geht mir ja eigentlich nur darum, dass man mal aus seiner Bubble hinaus geht und den Standpunkt anderer nachvollziehen kann. Wenn ich zB in Berlin bin, fahre ich dort auch kein Auto, selbstverständlich fahre ich aber damit hin!

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      „Elektrische Autos verursachen bei ihrer Herstellung weit mehr Müll und Schadstoffe als dieses Fahrzeug“ – stimmt halt nicht, und falls doch, gleicht der Betrieb das mehr als aus. Und mit dem Finger auf andere (hier Massentierhaltung) zeigen, ist halt auch immer das einfachste, denn die anderen sollen gefälligst mal anfangen, dann mache ich auch mit.

      Ich verlange ja – wie gesagt – nicht, dass jetzt alle mit dem Autofahren aufhören, sondern nur, dass alle aufhören, sich was in die Tasche zu lügen.

    2. Thorsten Vahl

      Wenn der Betrieb elektrischer Autos deren Produktionsmüll wirklich wieder ausgleichen würde, muss man halt zu Ende denken und die Entsorgung der Batterien berücksichtigen.

      Als ich vor 2 Jahren mein Auto gekauft habe, war es leicht zu recherchieren, welche Autos Dreckschleudern sind und welche sauber fahren. Jetzt weiß es jeder. Wenn man auf seinen ökologischen Fußabdruck achten möchte, muss man Prioritäten setzen. Auto fahren ist halt ein kleines Moment darin.

      Manche Menschen übernehmen halt Verantwortung für sich und die Umwelt und andere reden nur darüber.

    3. Andreas

      Wenn schon denn schon muss Holgi auch andere Konsequenzen ziehen, der Umwelt zuliebe:

      -> Massentierhaltung abschaffen (Methan ist ein stärkeres Treibhausgas): Holgis Burger kostet dann halt nicht mehr 10 sondern 20 – 30€
      -> Mindestlohn für Arbeitnehmer: >30 € damit sie sich auch eine teure Wohnung in den Ballungsgebieten (denn hier würden die Mieten auch steigen) oder in der Großstadt leisten können. Demzufolge steigen natürlich auch die Restaurantpreise und andere Dienstleisttungen
      -> Verzicht auf neue elektronische Spielsachen: iPhone, iMac & Co 5 Jahre oder länger nutzen (Stichwort Elektroschrott, Ausbeutung der 3. Welt Länder durch den Abbau seltener Erden, Entsorgung L-I-Akkus, chin. Arbeitssklaven)
      -> keine Flugreisen: Der Flugverkehr ist umweltschädlicher als der Individualverkehr
      -> Verbot Verbrennung von Schweröl bei Handels- und Passagierschiffen: Ein Kreuzfahrtschiff produziert im Jahr mehr Stickoxide als 3 Monate Autoverkehr in ganz Deutschland
      -> natürlich müsste auch der Strom deutlich teurer werden aufgrund wachsender Nachfrage
      -> aufgrund der besseren Anbindung des ÖPNV müsste die Monats/Jahreskarten mind. auf die Hälfte des Fahrpreises bzw. das Doppelte steigen.

      etc.pp

    4. Andreas

      „Elektrische Autos verursachen bei ihrer Herstellung weit mehr Müll und Schadstoffe als dieses Fahrzeug“ – stimmt halt nicht, und falls doch, gleicht der Betrieb das mehr als aus. “

      Stimmt halt nicht, da der Anteil fossiler Energieträger für die Stromerzeugung in Deutschland bei 52,7% liegt. Und da spreche ich nicht mal davon, wie man den Strom erneuerbarer Energien sinnvoll speichern kann (hoher Verlust).

      https://www.strom-magazin.de/info/stromerzeugung-in-deutschland/

  7. Till

    Hi Holgi,
    Vielen Dank für deine Gedanken zu „wir müssen aufhören Auto zu fahren“.
    Falls du dazu jemand findest der sich dazu ausführliche Gedanken gemacht hat, würde ich mir äußerst gerne ein Interview mit dieser Person anhören.

    Ein paar Stichworte/Gedanken von mir.
    Hochhäuser, Infrastrukturkosten, Unabhängigkeit von Rohstoffimporten, neue Gewerbeflächen an neuen Wohnraum koppeln, Alterspyramide

    Antworten
  8. Christian von Praun

    ich denke, man muss das langfristiger sehen und darf auch Ursache und Wirkung nicht verwechseln.
    Nur die Tatsache dass sich heute manche Familien zwei oder drei Autos erlauben können, hat uns überhaupt erst in die Lage versetzt, 30 oder 40 km von der Arbeitsstelle entfernt zu wohnen. „Früher“ ist der „einfache Arbeiter“ zu Fuß zur Arbeit gegangen, hat allerdings auch in einer Werkswohnung in Sichtweite der Firma gewohnt.
    Ich könnte mir vorstellen, dass in einigen Jahrzehnten ein Großteil der Arbeitnehmer Ihren Job von zu Hause aus erledigen kann (Stichwort Internet, Homeoffice etc.) Eventuell brauchen in Zukunft weniger Menschen ein Auto oder können sich schlicht keines mehr leisten – warten wir ab 😉

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Jaha, so in der Art meine ich das. Das lässt sich letztlich nur systemisch denken, und dazu gehören dann auch so Sachen wie Kilometergeld, das uns dazu bringt, weit von der Arbeit weg zu siedeln, weil Transportkosten so nebensächlich werden, dass wir sie gar nicht mehr in die Wohnortentscheidung einfließen lassen, denn das Auto ist ja sowieso derart normal, dass wir es unabhängig von seiner Notwendigkeit besitzen uswusf…

    2. Clemens

      Nur gut, dass ich seit eineinhalb Jahren nun endlich vom Internet entkoppelt bin – hatte vorher eine passable Anbindung mittels Router, Modem und Richtantenne über 3G –, seit der Aktivierung von LTE geht nichts mehr und das, obwohl ich in einem Zentralraum wohne. Aber ist gut so, denke ich mir. Die Autofahrer müssen doch Fußballl und Skifahren schauen können, so in HD am Handy. Hat sowieso schon zu wenige Tote im Verkehr. Nur manchmal vermisse ich es, am Wochenende keine eMails checken zu können, denke mir dann aber: Internet ist überbewertet. Solutions for Problems that did not exist …

  9. Christine

    Im Moment ist es wohl immer noch so, dass die Herstellung einer Batterie ein ziemliches Desaster für die Umwelt ist. Aber nur dadurch, dass Akkus eingesetzt werden, besteht Handlungsbedarf, die Umstände Herstellung zu verbessern. Schade ist, dass in *.de eine Vielfalt an Ladesystemen besteht, die auch noch unterschiedliche Bezahlsysteme haben. Schön wäre es, wenn überall genormte Akkus verbaut werden würden, die dann an der Tankstelle einfach getauscht würden.

    Weshalb ich die 25km zum Büro mit dem Auto fahre?
    Bis letzten Herbst habe ich 1,5km vom Büro entfernt gewohnt und alles mit dem Rad erledigt. Dann wurde meine Abteilung ausgelagert. Am alten Wohnort habe ich mein soziales Netz (Kind im Kindergarten, Freunde… und nicht zuletzt den Vater des Kindes). Am neuen Arbeitsort ist die Miete um die Hälfte teuerer und macht pendeln da wirklich preiswerter. Auto dauert eine halbe Stunde Fahrtzeit. ÖPNV würde anderthalb Stunden dauern. Da ich das Kind um 16.30Uhr aus der KiTa geholt haben muss, müsste ich um 15Uhr Feierabend machen. Und damit um 6Uhr anfangen zu arbeitn. Und dazu um 4.30Uhr aus dem Haus gehen…… danke. Aber nein danke.
    Teilzeitarbeit? Kein Argument: Schließlich muss ich irgendwovon leben und es zählt ja alles für die Rente.

    Mir ist klar, dass das alles ziemlich egoistische Gründe sind. Aber das Hemd ist mir da näher als die Haut.

    Dafür versuche ich an anderer Stelle mein Ökogewissen zu besänftigen: Keine Flugreisen, innerstädtisch viel Radfahren, kluges Heizen, Secondhandklamotten, regionale Lebensmittel….

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Du wohnst ja auch nicht dergestalt freiwillig dort, wie ich es tun würde („och, nee, jetzt umziehen, wo ich mich grad so hübsch eingerichtet habe? Da kaufe ich mir lieber ein Auto und jammere über fehlende Busse“), sondern weil man gar nicht so viel Geld verdienen kann, dass die soziale Infrastruktur rund ums Kind dadurch zu ersetzen wäre.

      Wobei ich vermutlich zuerst geguckt hätte, ob ich einen neuen Job am alten Ort finde – aber ich bin mein Leben lang nie weniger als 90 – 120 Minuten am Tag gependelt und hasse das so sehr, dass ich am liebsten nach Babelsberg umziehen würde, damit ich bloß noch zehn Minuten zu laufen hätte (wie geil das ist, habe ich in Frankfurt gelernt. Da hatte ich von meiner Wohnung zum Sender sogar noch weniger *hach*).

  10. Baldur

    @holgi
    Meiner Ansicht nach verteufelst du den Individualverkehr zu Unrecht. Ein Umdenken ist notwendig, das sehe ich auch so. Aber das Umdenken sollte nicht sein, den Individualverkehr abzuschaffen, sondern diesen auf eine „grüne“ Basis zu stellen: striktere Materialwiederverwertung, regenerativ erzeugten Strom verwenden etc. Denn bedenke eins: Urbanisierung führt zwar zu kurzen Wegen und ÖPNV, aber zum Preis, dass die Umwelt durch Bebauung und die Folgen großer Menschenmengen an einem Ort ebenfalls nachhaltig geschädigt wird!

    Ziel sollte sein Fahrzeuge mit Energieträger zu betreiben die keine zusätzlichen Emissionen erzeugen.
    Ein Weg wäre hier statt Schwachsinnsprojekte wie Nordlink und Südlink zu pushen die elektrische Energie dazu zu nutzen um Erdgas zu synthetisieren => http://www.powertogas.info

    Damit könnte man an großen Kraftwerken Erdgas aus atmosphärisch gebundenem CO2 synthetisieren und in das in Deutschland hervorragend ausgebaute Gasnetz einspeisen. Dabei kann das Gas verlustfrei zu den herkömmlichen Verbrauchern geleitet werden und dort ohne Emission von zuvor fossil gebundenem CO2 verbraucht werden. Für z. B. Verbrennungsmotoren mit Erdgasbetrieb…
    Diese Initiative kann aber nicht vom Verbraucher kommen, sondern es muss politisch motiviert sein.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Recht hast Du. Allerdings geht es mir auch darum, unsere Städte für die Menschen lebenswerter zu machen, und das geht tatsächlich nur, wenn wir den motorisierten Individualverkehr stark einschränken. Aber das ist ja auch tatsächlich nur ein Problem der Städte und wenn die ein wenig Mumm hätten, würden wir dieses Problem auch sehr schnell lösen können. Berlin zeigt gerade, wie das gehen kann (für meinen Geschmack natürlich viel zu zaghaft, aber so geht halt Politik).

      Wenn wir es allerdings trotzdem schaffen würden, insgesamt weniger Fahrzeuge auf der Straße zu haben, wäre es auch ein Gewinn für alle Menschen, denn das einzige umweltfreundliches Auto ist dasjenige, dass nicht gebaut wird. Vermutlich würde es schon reichen, die Umweltschäden, die der Individualverkehr tatsächlich bringt (inklusive Flächenversiegelung, Polizeieinsätze und so weiter), streckenabhängig einzupreisen. Da wären wir dann schnell bei dem berühmten Liter Sprit für fünf Mark, der dann wahrscheinlich sogar immer noch zu billig wäre. Darauf dann einen sinnnvollen sozialen Ausgleich und nicht einfach einen mit der Gießkanne, wie es heute der Fall ist und von dem auch ich profitiere, obwohl ich es gar nicht nötig habe, und die Welt wir eine leisere, sicherere 🙂

  11. Baldur

    @Florian Freistetter

    Wo doch Bier und Bildung zwei Themen sind die du gerne aufgreifst, kennst du vielleicht auch schon:
    Eine dänische Studie weist soll Hinweise auf eine Korrelation zwischen Biergenuss und verminderter Anzahl von Studienabbrechern gefunden haben. Ich abstrahiere: Wer trinkt bringt die Dinge zu Ende…

    Zu finden hier: https://www.eva.dk/projekter/2016/frafald-pa-de-videregaende-uddannelser/hent-rapporterne/studiestartens-betydning-for-frafald-pa-videregaende-uddannelser (Leider dänisch)

    Auch wenn du neulich in einem Beitrag wenig Gutes am Spiegel Online gelassen hast:
    http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/verblueffender-effekt-wer-bier-trinkt-bricht-seltener-das-studium-ab-a-1161904.html

    Antworten
  12. Paul

    Ich Frage mich, was an der Überschrift „Selbstmordanschlag mit vielen Toten“ denn nun „mehr als irreführend“ sein soll, wenn sich dahinter eine Meldung über einen Selbstmordanschlag mit vielen Toten in Afghanistan verbirgt.

    Antworten
  13. mithrandir

    Haha, geiler Post, und passt irgendwie zu Holgi.
    Bei dem weiß man auch nie, ob er das was er erzählt ernst meint oder nur trollen will und sich selbst nicht ernst nimmt.
    Irgendwie ist Holg i einfach eine multiple Persönlichkeit. Das macht das alles ja so interessant.

    Antworten
  14. Baldur

    @Tristan A. Kellermann: Hast wohl keinen guten Tag gehabt, wie? 😉
    Zwei Sprichwörter, die mir im Leben viel gebracht haben:

    Das sagte Max Frisch: „Man sollte die Wahrheit dem anderen wie einen Mantel hinhalten, dass er hineinschlüpfen kann – nicht wie ein nasses Tuch um den Kopf schlagen.“

    Das sagt Mark Brandis: „Man kann die Menschen nicht daran hindern einen so falsch zu verstehen, wie es ihnen beliebt.“

    Und seien wir mal ehrlich: Philantropen und Altruisten sind aber eher Streetworker und Entwicklungshelfer.
    Ich bin Vertriebsmitarbeiter und weiß: Profit hat seine Berechtigung und da darf nicht der Pseudodeckmantel von „Was kann ich dafür, dass wir die Medikamente produzieren und Ihr nicht“ darüber gedeckt werden.

    Eines muss man sagen: Für deine Ausführungen spricht die Leidenschaft und die Zeit die du hierfür genommen hast.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Ich finde, „halt’s Maul, Du unzurechnungsfähiger Alki“ kann man auch mit weniger Worten ausdrücken – und hätte das dann aber ebenso gelöscht, denn wer mich beschimpfen will, kann das gerne anderswo machen.

      (Nur, falls sich wer fragt, worum es hier gerade geht)

  15. fusulbashi

    Boah Leute.
    Hört auf zu Jammern. Autofahren, so wie es derzeit betrieben wird, ist in vielerlei Hinsicht Quatsch und die Idee der grenzenlosen Freiheit und Unabhängigkeit, ist eine Idee aus dem letzen Jahrhundert. Passt halt nicht mehr in die heutige Zeit und den sich abzeichnenden Veränderungen.
    Mit Altervnativelosigkeit zu argumentieren ist reine Faulheit und eine Ausrede um den Status Quo weiter zu erhalten, mit gutem Gewissen. (Bestenfalls ein Ausdruck fehlender Fantasie)
    Ich gehe jede Wette ein, würde man euch das Autofahren wegnehmen stündet ihr ganz schnell auf der Strasse und würdet euch ordentlich engagieren.

    Antworten
  16. Andreas

    Seit Holgi sein Auto verkauft hat, wird sein Bashing gegen das Autofahren immer schlimmer. Auch seine Vorstellung, einfach den Wohnort für eine neue Arbeitsstelle zu wechseln, ist reichlich naiv und weltfremd. Es wäre schön, wenn der ÖPNV auch an kleineren Ortschaften eine bessere Anbindung findet. Aber auch hier in der Kreisstadt fährt am Wochenende nur ab und zu mal ein Bus. Und Dank der Teilprivatisierung der Deutschen Bahn, fallen immer mehr kleinere Bahnhöfe in der Provinz weg, weil es sich der Unterhalt nicht lohnt. Als Schichtarbeiter bist du aufgeschmissen. Genauso als Werktätiger, der nur befristete Arbeitsverträge bekommt (das ist in manchen Branchen Gang und gebe vor allem im Niedriglohnsektor). Dann bist du also gezwungen, in deinem Arbeitsleben 35x umzuziehen, was ebenfalls der für die Umwelt nicht gerade förderlich ist und einen Haufen Geld für den Arbeitnehmer kostet. Vielleicht klappt das vielleicht als Single. Da die Frau auch arbeitet, ist sie ebenfalls gezwungen sich eine neue Wohnung nahe der Arbeitsstelle zu suchen, geschweige denn von den Kindern, die aus alle 2 Jahre aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen werden.

    Wenn dann so ein Sturm wie Xavier kommt, ist es dann mit dem tollen ÖPNV auch in Berlin vorbei. Die Strecke Cottbus-Berlin wird erst deiesen Mittwoch wieder eröffnet und der Bus (Schienenersatzverkehr) fährt unregelmäßiger als die Bahn. Am Donnerstag fuhren nur alle 3 Stunden 2 Busse in Richtung Cottbus, die max. 100 Fahrgäste befördern konnten, obwohl am Bahnhof 150 – 200 Leute warteten.

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