WR704 Der irische Landwirt neigt dazu, seinen Esel zu vernachlässigen

 

Am 17.7.2017: Hörertreffen in Odonien!

Außerdem: Holgis Produktionsrechner ist gestorben – Das Adobe-Internetcafe – Holgi war in Irland – Scheiße (ein Würfelspiel) – Ligretto (ein Kartenspiel) – Strengthsfinder – Geschmacksurteile – Kings’X – Ab- und Aufspecken – Skyr – Mittelformat – Das Wetter

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59 Gedanken zu „WR704 Der irische Landwirt neigt dazu, seinen Esel zu vernachlässigen

  1. Benedikt

    Hi Holgi,

    so schlimm ist das Wetter im Co. Cork gerade gar nicht mehr. Wir haben seit der letzten Woche um die 23°C und Sonne.
    Morgen sollen wir 28°C bekommen.

    Aber ja die Bauweise der irischen Häuser ist sehr Gewöhnungsbedürftig.

    Beste Grüße aus Ballincollig, Co. Cork.
    Benedikt

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    1. holgi Beitragsautor

      Vor allem fand ich bemerkenswert, dass alle Häuser irgendwie am weggammeln sind. Ich habe die Theorie entwickelt, dass das an der dauernden Feuchtigkeit liegt. Ist das wirklich so? Ich bitte um Realitätsabgleich 😉

  2. Mina

    Ich find auch, das ist ein enormer Unterschied, ob man die „letzten“ 2 kg abnehmen möchte oder wenn man 2 kg abnimmt, wenn man noch bisschen Übergewicht hat. Aber ich bin kleiner als ihr und eine Frau.

    Ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass von einem normalen auf sportlichen Fettanteil zu kommen, viel schwieriger ist, als von zu viel auf normal. Was auch total schwierig ist, find ich: Wenn man schon ein normales Gewicht hat, aber skinnyfat ist, dann auf einen gesunden Fettanteil zu kommen, auch wenn man Sport macht und seinen Verbrauch sehr hochtreibt. Es ist halt anstrengender im Normalgewicht meiner Erfahrung nach, aber da fühlt man wirklich Unterschiede, ob man nun 3 kg mehr oder weniger wiegt, man muss nur aufpassen die Muskulatur zu behalten. Es kommt halt nicht nur auf den BMI an, sondern viel mehr auf das Fett.

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    1. Mithrandir

      Du musst schon richtig viel Muskelmasse haben um den BMi wirklich negativ zu beeinflussen.

  3. Fnord

    Also wenn ich dich richtig verstanden habe, kann man an Apple Rechnern mittlerweile keine USB Audiointerfaces mehr bröselfrei betreiben? Echt jetzt?
    Und Firewire geht gar nicht mehr, seit sie Thunderbolt haben?
    Oder würden andere FW Interfaces (trotz geringerer Eignung für dich) problemlos mit Thunderbolt auf FW Adapter funktionieren? Gibt es schon Erfahrungen, ob USB Audio an den neuen USB-C Macs immernoch bröselt? Sonst hättest du die (zugegeben teurere) Alternative eines aktuellen Rechners und wärst nicht gefangen auf dem technischen Stand von 2011. Wünsch dir jedenfalls, daß sich dein Problem einfach lösen lässt. Vielleicht ist es ja wirklich nur die Platte, die gehen ja eher mal kaputt als der Rechner selbst.

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    1. holgi Beitragsautor

      Ich glaube eher, dass das am Interface liegt. Aber RME sperrt sich ja leider gegen entsprechende Supportanfragen („Das ist nicht unser Problem, sondern das von Apple“).

      Ich habe den Realitätsabgleich mit einem Thunderbolt-Interface auf meinem Macbook Air aufgenommen. Das ist auf einem 11zoll-Display nicht wirklich komfortabel, weil man ständig die Fenster wechseln muss, aber es erscheint mir als eine Praktikable Lösung, das Fireface zu ersetzen. Mein Mikro ist glücklicherweise auch recht unempfindlich, so dass ich vielleicht sogar auf Kompressor/Expander und Gate verzichten kann. Oder ich muss mir einen separaten Mikrofonvorverstärker hinstellen…

  4. Duncan

    Wenn du sagst „Provinz ist Scheiße.“ halte ich dich für einen dummen und ignoranten Menschen. Sagst du: „Provinz ist nichts wo ich leben möchte.“ ist das eine gut begründbare und nachvollziehbare Meinung und vollkommen ok, ich könnte nicht länger in der Großstadt leben. Deshalb ist Großstadt aber halt nicht per seh „Scheiße“, sondern halt nur nicht meins. Und da ich einige Zeitlang nur 2-3 Straßen von deiner, Holgers, Wohnung entfernt gearbeitet habe, denke ich ich kann dein Wohnumfeld relativ gut einschätzen.

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    1. Kai

      Können Leute, die im Kopf aus „XYZ ist doof“ nicht direkt „Ich finde XYZ doof“ machen, bitte aufhören, Dinge zu kommentieren? Ich möchte nicht, dass sich andere dazu gezwungen fühlen, „ist nur meine Meinung“ an alle Sätze zu hängen, weil das jedem klar denkenden Menschen ohnehin bewusst ist.

    2. David

      >weil das jedem klar denkenden Menschen ohnehin bewusst ist.

      +1

      Niemand ist objektiv, also nehmt jede Aussage immer als Meinung hin. Ist doch eigentlich nicht so schwer.

    3. Andreas

      Warum können Leute nicht einfach aus: „XYZ ist doof“ „Ich finde XYZ doof“ machen? Und dann wundern sie sich noch, wenn sie falsch verstanden werden? Weil, die beiden Aussagen sind nicht gleich. Es gibt nämlich durchaus Leute, die XYZ ist doof“ meinen wenn sie XYZ ist doof“ sagen.

    4. Herwig

      Das Problem ist, dass das Wort „Provinz“ negativ konnotiert ist. Es enthält die Abwertung schon in sich und ist damit schon eine Beleidigung für alle dort lebenden Personen.

      Das Gegenteil von „städtisch“ ist nicht „Provinz“, sondern „ländlich“.

    5. Manuel

      Es tut doch nicht weh, eine Geschmacksäußerung schon beim Sprechen auch direkt als solche erkennbar zu machen. Ich kann damit nichts anfangen wenn immer erwartet wird, dass der Hörer doch bitte in seinem Kopf Aussagen so zurechtdrehen soll wie der Sprecher es gemeint hat. Wenn ich mit Freunden beim Essen sitze und einer sagt „das schmeckt aber scheiße“ fühle ich mich als derjenige dem es sehr gut schmeckt einfach weniger gut als wenn der Satz lauten würde „mir schmeckt’s nicht, zuviel Salz für meinen Geschmack“ oder so. Das mag nicht jedem so gehen, ist sehr situations- und personenabhängig usw usf. Vielleicht fühle ich mich bei solchen Pauschaläußerungen weniger geachtet oder respektiert? Mag sein.

    6. Dnns

      „Warum können Leute nicht einfach aus: „XYZ ist doof“ „Ich finde XYZ doof“ machen? Und dann wundern sie sich noch, wenn sie falsch verstanden werden? Weil, die beiden Aussagen sind nicht gleich. Es gibt nämlich durchaus Leute, die XYZ ist doof“ meinen wenn sie XYZ ist doof“ sagen.“

      Du sagst es aber doch selbst. Sie SAGEN xyz ist doof und MEINEN das auch. Damit sollte doch eigentlich klar sein, dass es sich dabei auch um eine Meinung handelt. Denn auch Holgi MEINT das. Was ist überhaupt objektiv gesehen doof? Handelt es sich bei doof und scheiße sein und so nicht absolut IMMER um ne subjektive Meinung?

    7. Ninchen

      Damals in einem Forum hatten wir immer ein *find* angehängt. Also:
      Helene Fischer ist doof *find* – das war noch relativ kurz.
      Aber normalerweise sollte man sich das schon selber denken lönnen.

  5. Helena

    Nachdem ich inzwischen gut 20 Kilo Fett runter und ein paar Kilo Muskeln draufgepackt habe, höre ich (weiblich) nur von Frauen diese doofen Sprüche. Das beste ist der panische Blick, wenn das eigene Gewicht an das der anderen Damen rankommt, oder gar drunter liegt. Geht ja gar nicht…

    Ich pack das inzwischen in die Schublade „neidige blöde Kuh“ und frage sie nur mehr: „Glaubst Du wirklich, was Du gerade sagst?“. Einem gut gesonnene Menschen machen einem Komplimente, oder sind ehrlich interessiert, wie man das geschafft hat. Statt mich zu ärgern nehme ich das als Indikator, wer es gut mit mir meint, oder eben sein eigenes Ego pinselt. So mache(n) in meinem Umfeld hat dann auch das abspecken angefangen und die Motivation steigt ja, wenn man weiß, dass man nicht alleine ist.

    Ich merke aber auch, dass viele (wie Holgi) gerne abnehmen würden, behaupten von Fettlogiken frei zu sein (wie Holgi), sich aber dann ganz rational begründet genau in die Fettlogik begeben, dass jahrelange Fehlverhalten ja ganz ganz schwer zu ändern ist.
    Ja stimmt wäre es, wenn es denn jahrelanges Fehlverhalten wäre, was es aber m.E. nicht ist.

    Wer über Jahre hinweg ständig zunimmt, der macht wirklich jahrelang was falsch. Da sollte man mal die Ursache finden.
    Aber wer fett ist und sein Gewicht hält, der macht nichts falsch. Der ist genau im Gleichgewicht.
    Abzunehmen, also Kaloriendefizit zu fahren, ist ebenfalls nicht der Normalzustand und ich finde, das muss einem klar werden, wenn man abnehmen will. Wenn man 20 Kilo abnehmen will, muss man sich 1-2 Jahre ernährungstechnisch in einen abnormalen Zustand versetzen, den der Körper zu verhindern sucht.

    Ich finde es müßig darüber zu spekulieren was man alles getan hat um fett zu werden. Der Fokus sollte sich darauf richten, wie man seine Ernährung so umstellt, dass man mit Bergen von Gemüse, viel Protein, gutem Fett und wenig Carbs einfach konstant abnimmt. wer das 2 Jahre konstant macht, der hat seine Insulinschwankungen soweit normalisiert, dass der Körper ganz automatisch wieder das Gewicht hält.
    Durch die gesteigerte Aufmerksamkeit auf sich selbst und das bessere Essverhalten, das man 2 Jahre lang fährt, kommts nicht mehr zu massivem Fehlverhalten. Auch weil man den Dreck nicht mehr verträgt. Der Körper hat wieder gelernt sich gegen Müllernährung zu wehren. M.E. bekommt man wirklich nachhaltige Abnahme eben nur mit einem zeitweisen „Leben im Ausnahmezustand“ hin. Quasi ein Reset der falschen Ernährungsgewohnheiten.

    Dann läufts sofort wieder normal. Ich habe 3 Monate keine Kalorie gezählt und habe das Gewicht exakt gehalten. Das Sättigungsgefühl ist wieder da, auch die Selbstregulation des Körpers. Gerade das Verdauungssystem braucht Zeit sich umzustellen und quittiert dann aber zu viel Zucker, oder Dreck mit Rebellion 🙂
    Alles andere denke ich ist in der Fettlogik sehr gut beschrieben. Für mich war die Erkenntnis wie Abnehmen geht, sehr ähnlich der Erkenntnis wie Rauchen aufhören geht. Ich musste nur ein paar Sachen verstehen und dann gings los. Ein paar Tage ist es schlimm und anstrengend, aber es wird besser und irgendwann ist es Normalität.

    Antworten
    1. Mithrandir

      Ich kann sowohl Holgis als auch Tobis Erfahrungen mit der Gewichtsabnahme voll nachvollziehen.
      Letztendlich ist die Motivation zur Abnahme bzw. Ernährungsumstellung reine Kopfsache (meiner Meinung und Erfahrung nach). Und ob die antrainiert, genetisch bedingt, oder wie neueste Forschungen andeuten von der Darmflora (kein Witz) gesteuert ist, ist ja erst mal egal.
      Ich selbst war lange Zeit bei 85-90 kg bei 170cm. Im Sommer schaffte ich es mit viel Anstrengung auf 78 geschafft.
      Ich habe nie an Fettlogik oder -mythen geglaubt. Trotzdem war es für mich unerklärlich, warum ich nie weiter runter kam. Ich aß nix zum Frühstück, tagsüber auch nix, erst abends, aber nur normale Portionen.
      Letztendlich hat mir Nadja Herrmanns in dem Buch die Augen geöffnet mit dem Satz: „Die Dicken unterschätzen komplett ihre Kalorienaufnahme und die Dünnen überschätzen sie.“
      Und als ich dann tatsächlich gewissenhaft und kompromisslos aufgeschrieben habe, wie viele Kalorien ich zu mir nehme, war ich geschockt.
      Das „Stückchen“ Käse am Morgen, die Hand voll Gummibärchen im Büro, das kleine Würstchen gleich nach dem Heimkommen. Die Reste, die die Kinder nicht essen wollten.
      Ratzfatz war ich weit über meinem Grundumsatz. Es ist auch erschreckend wie wenig man essen „darf“, wenn man den Grundumsatz nicht überziehen will.
      Ich habe dann konsequent darauf geachtet und ein 1000 kcal Defizit pro Tag eingehalten. Und es ging bergab. Zunächst bis 78, aber dann einfach weiter. Und das war erst mal eine Motivation weiterzumachen.
      Dann passten plötzlich die Hosen nicht mehr, ich kaufte mir neue Klamotten. Keine Plauze mehr, das fühlte sich gut an.
      Treppen steigen in den 4. Stock ohne Gejapse. Wie geil war das denn?
      Ich kam runter bis auf knapp 70 (10 Monate). 74 war das Mindestziel. Ich wollte aber weiter bis auf 68 um Puffer zu haben, denn bei mir ist das nicht so einfach mit „normal“ essen und Gewicht halten.
      Da geht es mir wie Holgi. Mein Kopf ist immer noch geil auf leckere Sachen und viel davon. Da ist ein Geburtstag und es kostet unheimlich viel Mühe nicht von allen Kuchen zwei Stücke zu fressen. Dann war November und Weihnachtszeit und dunkel und kalt und trübe Stimmung. Überall standen Plätzchen herum, es gab lecker Essen über die Feiertage, die Langeweile (bei mir ein großer Faktor) tat ihr übriges und im Januar war ich plötzlich wieder auf 75. Und es kostet mich unheimlich viel Mühe wieder runterzukommen. Im Sommer wird das dann einfacher. Weil es lecker Gemüse gibt. Die Rüben und Krautsalate im Winter werden irgendwann langweilig.
      Aber ich denke, aktuell ist es schon so, dass ich nicht absehen kann, dass es irgendwann eine „Normalität“ gibt in der ich nicht bewusst aufs Essen achten muss um das Gewicht zu halten. Am Wochenende wird bei uns ausgiebig gemeinsam gefrühstückt. Ich nehme mir immer vor nur ein Brötchen zu essen, und zwar langsam um es zu genießen, aber dann schaue ich plötzlich auf den Teller und das Brötchen ist weg. Wieder gedankenlos reingeschlungen. Also esse ich noch eins. Immer noch besser als drei oder vier wie früher. Aber es ist für mich tatsächlich ein kleiner Teufel im Kopf, der mich dazu verleitet so viel zu essen wie geht und über den ich immer noch sehr oft die Kontrolle verliere.
      Und das ist eben die Gewohnheit, das antrainierte, eine genetische Schwäche, die Darmflora? Keine Ahnung, aber in drei Jahren ist der Teufel nur ein bisschen kleiner geworden.
      Es ist immer noch anstrengend das Gewicht zu reduzieren oder auf einem niedrigen (eigentlich normalen) Niveau zu halten.
      Holgi, ich kann dich nur ermutigen dir eine Motivation zu suchen anzufangen. Wenn es mal gewichtstechnisch bergab geht, läuft das wieder wie von alleine. Aber deinen Weg musst du halt selbst finden. Ich glaube nur mehr Sport zu treiben, ist zu wenig. Essen reduzieren, viel Disziplin beim Essen ist meiner Meinung nach der Schlüssel.

      Zum Thema wie Leute reagieren, habe ich die gleichen Erfahrungen wie Tobi gemacht. Obwohl ich viel Lob bekam, kam auch fast immer gleich die Nachfrage: „Ist aber gewollt, die Abnahme?“ oder „Gesundheitlich ist aber alles OK?“
      Als ich bei 69 kg pendelte schlug meine Mutter Alarm. „Sei vorsichtig, das ist nicht gesund, was du tust! Du siehst ja komplett abgemagert aus. Pass auf, dass du keine Probleme bekommst!“ Ich war halt nicht mehr der pausbäckige Junge, den Sie immer satt gefüttert hat. Ihr sei es verziehen, sie hat Zeiten erlebt, in denen man wirklich essen musste wenn und was es gab. Denn manchmal gab es eben nicht so viel, da war man froh um den Speck auf den Rippen.
      Dass ich mich mit 68 so gut, wie seit langem nicht gefühlt habe und dass mein Arzt mir gratuliert hat zur Gewichtsabnahme, brauche ich nicht anzubringen. Papa ist auch über 80 Jahre und hat eine Wampe. Dass er aber Rücken- und sie Hüftbeschwerden hat, ist natürlich auch genetisch und keinesfalls auf das Übergewicht zurückzuführen 😉

      Ich muss ja auch gestehen, dass ich den Leuten fast immer nur Komplimente mache, wenn ich sehe, dass sie abgenommen haben.
      Wenn ich jemanden sehe und denke „Alter ist der fett geworden“, gehe ich auch nicht hin und sage „Alter, was ist denn mit dir passiert, du siehst ja aus wie ne Dampfnudel? Bist du krank?“
      Man weiß ja, dass das niemand hören will. Ich versuche halt wirklich immer ein Kompliment bei Abnahme zu machen, ohne die Gesundheitsnachfrage, aber auch bei mir liegt sie oft auf der Zunge.

    2. Erwin

      Hallo Helena,

      erstmal Glückwunsch zu Deinem Abnehmerfolg. Dieses Programm hört sich sehr nach „schlankr“ an. Ich kann Dir nur zustimmen. Ich selber habe auch 20kg abgenommen. Auch kann ich Deine Erfahrungen sehr gut nachvollziehen und bestätigen.

      Was mir bei der Ernährungsumstellung geholfen hat ist folgendes:
      1. zu Wissen, was man essen darf und was man nur in geringen Mengen zu sich nehmen sollte.
      Dieses Punkte – System alias Weight Watchers ist mir zu wider.
      Besser finde ich: Ess lieber nen Dürüm statt nen Döner. Reis statt Pommes. Schau das de erst mal Gemüse isst, dann ist der erste Hunger schon mal weg.

      2. Das reduzieren der Kohlenhydrate und des Fruchtzuckers (beim Abnehmen sollte man generell kein Obst essen) hat direkten Einfluss auf den Insulin-Spiegel. Das wirkt sich direkt auf den Hunger aus.

      3. Wichtig sind diese Cheat-Days. Nach 6 braven Tagen, darf und soll man sich alles, auf was man Bock hat, rein stopfen.

      Und wenn man das ganze einmal verinnerlicht hat, wird man auf die ganzen fettigen Sachen und Süßen Sachen generell weniger Lust verspüren. Obendrein kann ich bestätigen, das man diese auch nicht mehr so gut verträgt. Vom Wohlbefinden bis hin zur Verdauung.

      Schöne Grüße aus dem Allgäu!

      Erwin

    3. holgi Beitragsautor

      „beim Abnehmen sollte man generell kein Obst essen“ halte ich beispielsweise für ausgemachten Unsinn. Ja, da ist Fructose drin, die glykämische Last ist hoch, so dass man schneller wieder Hunger bekommt, aber gleichzeitig nehme ich Vitamine und Faserstoffe zu mir, auf die ich nicht verzichten will (und vermutlich auch nicht verzichten sollte).

      Welchen guten Rat ich im Umgang mit Obst viel sinnvoller finde, ist der, nicht zu glauben, dass man damit seinen Hunger ordentlich stillen kann. Als Knabberzeug eignet sich das aber sehr gut.

      Den geplanten „Cheat Day“ halte ich auch für keine gute Idee, weil er suggeriert, dass man sich in einem Ausnahmezustand befindet – was aber wichtig ist, um sein Gewicht zu halten, ist zu einer neuen Normalität zu finden. Genau an diesem Punkt ist eine meienr Sollbruchstellen und ich vermute, dass ich nicht der Einzige bin, dem es so geht.

    4. Helena

      Was die Obstfrage betrifft, so kann ich die ganzen Vitamine und Faserstoffe auch mit Gemüse haben. Ich glaube aber, es geht bei der Obstdisskussion um was anderes.
      Viele glauben, dass gesundes Essen und Abnehmen zusammenhängen. Da empfand ich das Fettlogik Buch sehr augenöffnend., denn eine der Erkenntnisse, die mich zum Projekt „Ich bau mich mal um“ bewegten, war eben die Erkenntnis, dass gesundes Essen != schlank bedeutet.

      Ich kann auch wunderbar mit ungesundem Essen abnehmen. Klar wird das schwerer, weil eben ungesunder Kram eher zu weiterem Hunger führt und das dann die Spirale nach oben befördert., aber für die Kalorienbilanz ist es egal, ob gesund oder ungesund.
      Ich habe ganz wunderbar mit gesundem Essen zugenommen. Kein Dreck, kein Fastfood, nur gutes Obst (zu viel), Vollkornbrot (zu viel), gutes Olivenöl (zu viel), guter Käse (zu viel), Protein (zu wenig), Gemüse (zu wenig).
      Obst ist gesund, aber es ist eben Zucker. Ich würde es nicht so strikt verbieten, aber wenn man LowCarb fahren will, passt es halt nicht gut rein. Also weniger von dem Kram der eher Hunger macht. Fasern hin oder her. Vitamine sind eh überschätzt 😉

      Generell hätte ich es am Anfang nicht durchgehalten so strikt LowCarb zu machen, wie ich es derzeit immer wieder mache. Man sollte sich Zeit lassen und ich halte wenig von radikalen Geschichten. Was ich aber in den ersten paar Wochen beim Austesten, was mit guttut und was mich satt macht, gelernt habe: Wehe ich esse Brot! Wenn ich mit Brot oder anderem Getreide den Tag beginne, dann quäle ich mich selbst, denn dann habe ich den ganzen Tag Bock auf Carbs.
      Daher habe ich für Notfälle Knäckebrot gebunkert, Müsli, Nudel, Reis, etc. komplett abgeschafft und futtere wie die großen Jungs Unmengen Rührei, Würstchen, Speck, Tomaten, Gurken etc. als erste Mahlzeit. Da ich aber auch wie Holgi nicht gleich was essen kann, wirds bei mir halt so was wie Brunch.

      Nur, dass wir uns verstehen. Ich hab kein Problem mit Brot oder Gluten oder was weiß ich. Da steckt keine Ideologie dahinter. Ich rede von dem Ausnahmezustand, dass man einfach und ohne Quälerei satt werden will, dabei auch noch abnimmt und einigermaßen gesund unterwegs sein möchte.
      Das ist für mich am einfachsten mit eben viel Protein und wenn Carbs, dann halt Kartoffeln / Linsen etc. statt Brot, Nudeln, Reis. (Ich habe nie verstanden warum Reis besser sein soll…)

      Ich war Anfangs auch ein Freund von „Mülltagen“, aber inzwischen rächen sie sich bei mir schlimm. Einmal weil ich schlagartig in den Zuckerjeeper reinkomme und der mind. bis zum nächsten Tag anhält. (eindeutig Zuckerjunikie), andererseits, weil ich es beim Sport merke. Mülltage geben weniger Power, macht auch keinen Spaß dann.

      Da ich öfters auch mal auswärts essen muss, nehme ich solche Events, suche mir die kulinarisch besten aus und da sündige ich dann. Wenn ich es dort eh schon nicht wirklich gut im Griff habe, dann gibts auch mal Alkohol, Häppchen, etwas Brot und gut. Das kommt aber nur 1-2 x im Monat vor. Auch muss man sich klar machen, dass solche Tage nur ein „Nicht-Abnehmtag“ sind und kein „Zunehmtag“ sind, sofern man danach wieder brav is(s)t. Also Tage der Normalität im Ausnahmezustand.

      Als Fazit glaube ich aber auch, dass jeder sein System finden muss. Ich habe viel gelesen und 99% waren m.E. für die Tonne, denn entweder gabs die Zutaten hier nicht, oder mir was das zu kompliziert.
      Ich habe einfach wochenlang jeden Bissen bei fddb.info eingetragen mir die Kalorien- und Nährstoffbilanz angesehen, geguckt ob ich noch Hunger haben, weiter gefummelt, optimiert, Lebensmittel weggelassen, neue hinzugenommen, bis ich so in etwa meine Mischung hatte, die meinen Hunger gestillt hat bei ~ 500kcal Defizit. Das ergab dann aber so was von genau 2 Kilo im Monat weniger und so gings über Monate. Sport habe ich nicht berechnet aber sehr wohl am Hunger gemerkt, nach 30 km Radeln wars dann nichts mit -500kcal, aber die Waage tickerte trotzdem runter.
      Ich gebe zu, man wird so eher zum Redundanzesser, aber nochmal, das ist nicht Normalzustand für den Rest meines Lebens. Das ist Ausnahmezustand um mein Ziel zu erreichen.

      Der Normalzustand funktioniert auch wieder, sobald der Körper sich wieder eingerüttelt hat und man die ganzen Geschmacksverirrungen von Industriepampf wieder los ist.

      Aber ich fürchte, man muss ganz ehrlich Bilanz ziehen und erforschen, was einen zu viel futtern lässt und was einem gut tut. Generell dürfte es kaum funktionieren, wenn man dazu neigt verarbeitete Sachen zu kaufen. Denn die Kalorienangaben kommen vom Hersteller und sind selten richtig. Wer kochen kann, ist da klar im Vorteil. Wer nicht, sollte es lernen.

      Ich würde mir VOR dem Abnehmen keine Sorgen über den Normalzustand machen. Habe ich zwar auch anfangs, aber jetzt nach >20 Kilo und 4 Monaten mit Null Kalorienzählen, bin ich beruhigt. Wer sich so lange und intensiv mit Ernährung und was einem guttut beschäftigt, der findet ganz von alleine einen Normalzustand. Denn man lernt wieder auf den Körper zu hören und der lernt wieder stopp zu brüllen, wenn man satt ist.

      @Holgi: Erst ehrlich den Ist-Zustand analysieren, dann den besten Weg zum Abnehmen finden, dann den besten Weg zum Halten finden. Nicht jetzt schon über das Halten philosophieren (mit nem Iskender in der Backe) 😉

    5. Anne

      Ich glaube, das mit den Cheat Days ist auch eine Charakterfrage, insofern lässt sich da vielleicht kein allgemeingültiges Urteil bilden.

      Ich habe dieses Jahr in der Fastenzeit vegetarisch gegessen, mir aber einen Tag in der Woche mit Fleisch erlaubt. Das war für mich insofern einfacher, dass ich es unter der Woche besser durchgehalten habe und gleichzeitig das Essen mit Fleisch deutlich mehr genossen habe.

      Allerdings kann man das nicht zwingend mit Abnehmen gleichsetzen, wo ja auch noch andere Dinge reinspielen. Schon allein, weil man beim Abnehmen ein messbares Ziel hat, das war bei mir so nicht der Fall. Trotzdem: Es gibt Menschen, die Fallen mit einem Cheat Day schneller wieder in alte Verhaltensmuster zurück oder übertreiben es und es gibt solche, die schaffen es mit der Aussicht auf einen festen Tag mit Sondergenehmigung besser, den Rest der Woche durchzuhalten und müssen dann auch gar nicht reinhauen, sondern können das Essen besser genießen.

    6. Erwin

      aber mit dem Abnehmen ist das doch so ne Sache. Was bei mir funktioniert hat, heißt noch lange nicht, das es bei jemanden anderen funktioniert. Das was ich beschrieben habe ist das abnehmen nach „schlankr“. Da ich generell wenig Obst esse und dafür Gemüse liebe, kommt mir dieses Abnehm-Programm sehr entgegen. Wichtig ist doch das man das macht, womit man klar kommt. Dann funktioniert es auch definitiv leichter. Ich habe halt für mich gelernt, was gute Lebensmittel sind und was man eher meiden sollte. Obst darf ja gegessen werden. Um bei diesem System dauerhaft abzunehmen läuft das so ab.
      Grüne Lebensmittel in beliebigen Mengen:
      Gemüse ausser rote Bohnen Erpsen, Mais… Stärke haltige halt
      mageres Fleisch, 2 Eigelb, Quark, Joghurt um die 5-10%, Käse unter 10%
      diese Produkte dürfen in beliebigen Mengen gegessen werden.
      Haferkleie, Weizenkleie usw.

      es dürfen maximal 4 Rote Punkte aufgenommen werden:
      1 roter Punkt ist z.b eine Portion Reis, Kartoffeln oder eine Portion Obst.
      Vollkorn-Produkte hauen hier auch ganz schön bei den roten Punkten rein. 🙁
      Dürüm hat 3 Minuspunkte Döner bzw paniertes Schnitzel 7, kleine handvoll Gummibärchen oder 4 Stück Schokolade sind auch 4 Minuspunkte. 0,2l softdrink 2 Minus Punkte usw…

      man bekommt so nen guten Fahrplan was man so essen kann und darf.
      Später dann sind Obst, Nudeln, Kartoffeln, Mais usw neutral eingestuft.

      So, jetzt habe ich das einfach mal wild zusammengeschrieben. 🙂
      Vielleicht erklärt das jetzt besser, wie das mit dem Obst gemeint ist. Nehmen wir mal an, Du willst abnehmen. Ernährst dich nach diesem Punkte System und hast Mittags 2 Portionen Reis gegessen, Dann darfst Du auch noch deine 2 Äpfel essen. Es ist wie ein Spiel. Auch wenn de 5 Punkte zamm kriegst, wirst de abnehmen. Aber 2 Schnitzel und Du bist raus für den TAg 😉

      Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkle bringen.

      Grüße aus dem Allgäu!
      Erwin

    7. Ninchen

      Eine erfolgreiche Abnehmphase hatte ich auch schon mal absolviert, am Höhepunkt war ich da 2012 mit einem Gewicht von etwa 78kg. Komischerweise hab ich mich nicht wirkllich übermäßig fit oder besonders gesund gefühlt. Auch der Blutdruck ist nicht besser geworden (war irgendwo bei 150 / 90) wie ich das erwartet hätte.
      UND DANN KAM OSTERN.
      …und Zucker-Eier und Marzipan und Schokolade und Mousse au Chocolat und Kuchen, Kekse, Lakritz, Eis …
      Heute liege ich irgendwo kurz von 100kg (geschätzt, ich habe eine scheiß Angst vor der Waage)
      Komischerweise ist aber der Blutdruck wesentlich besser. Hatte in meinem Fall wohl nicht direkt etwas mit dem Gewicht zu tun. Ich fahre fast jeden Tag eine Stunde Fahrrad.

      Mein größtes Problem beim Abnehmen ist aber folgendes:
      Bis etwa 20:00 Uhr kann ich gut auf alles mögliche verzichten und könnte mich ernähren wie ich will, ohne das Gefühl zu haben, dass mir etwas fehlt. Bis dahin habe ich nur in Ausnahmen großen Appetit oder sogar Hunger.
      Nach 20:00 Uhr wird dann ein großer Schalter umgelegt und ich könnte tonnenweise Süßkram fressen, bis ich platze. Genau dann beginnt der Heißhunger und sämtliche Bilanzen der Zeit davor brechen in sich zusammen. Und irgendein Ersatz, Paprikastreifen, Gurke, oder sonst irgendwas hilft nicht. Es geht ja nicht um Hunger. Selbst wenn ich pappensatt wäre, könnte ich den ganzen Süßkram implodieren, der auch nur in meine Nähe kommt.
      Da frage ich mich auch, ob es für solche Kandidaten wie mich einen Trick gibt. Ob das nur psychisch ist (Feierabend? Obwohl für mich als Freelancer…) oder die Hormone etwas um die Zeit anders machen.

  6. Peh_Em_Jot

    Errata: Ihr meintet Marc-Uwe Kling.

    @Holgi: Dein Körper kann alle 3-4 Stunden nur 30g Eiweiß aufnehmen. Darüber hinaus bekommt man (eigentlich) Flatulenzen und das überschüssige Eiweiß wird ausgeschieden…

    Zur Provinz: Wer Holgi länger hört, weiß, dass er meinungsstark ist. Wer darüber hinweghört, hört, dass er nicht in der Provinz leben kann/möchte. Von daher ist die Diskussion darüber auch irgendwie schräg.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Oha! Also lieber weniger morgens. Dabei finde ich gerade das Pappsatte danach (und auch so lange danach noch) so lustig.

    2. Mithrandir

      Ja, die Känguruh Chroniken sind geil. Meine Kids leiben die auch, auch wenn sie den Witz noch nicht immer richtig verstehen. „Halt mal kurz“ ist ein geniales Spiel.
      Mittlerweile gibt es auch „Game of Quotes“, alleine die ANleitung auf YouTube ist genial:
      https://www.youtube.com/watch?v=ntBNKz-0FnQ

    1. Toby

      Die hatten sogar noch zwei andere SL66er da, von denen haben wir die Magazine ausprobiert, auch beide nicht in Ordnung. Schien der Wurm drin. Bei dem einen ging dann auf einmal der Auslöser nur noch bei geschüttelter Kamera, und dann dachte ich mir so neeee, ich glaub ich kaufe diese Kamera doch nicht 😉 Die haben aber meine Nummer, und wenn sie ein Magazin finden, mit der das Teil läuft (und das probieren sie dann auch), dann melden sie sich nochmal. Es war wirklich wunderschön, in diesen Lichtschacht zu schauen, wahnsinnig helles und tolles Bild! Weiß gar nicht, ob ich jetzt noch eine einfachere, zweiäugige will… naja, das GAS wird wieder stark in mir werden 😉

    2. holgi Beitragsautor

      Lichtschachtsucher findest Du auch an der Mamiya 645. Die ist auch günstiger als die Rollei 🙂

    3. Toby

      Diese Rollei war halt mit 329€ sehr günstig, für die üblichen 700€ hätte ich sie auch nicht gekauft… aber wenn sie nicht läuft…

  7. s.m.langer

    Was ihr beim Thema Aufregen über Geschmacksurteile vergessen habt, ist wie stark sich der Aufregende mit $Ding identifiziert. Wenn ich mich als Kleinstädter oder Dörfler identifiziere und Holgi diese vermeintlich als Provinz abwertet, dann wird auch ein Teil meiner Identität abgewertet. Das wird dann eventuell als Angriff auf die Person selbst empfunden.

    Antworten
  8. Christoph

    Hallo,
    wie heißt das Fahrrad, dass Holgi verkaufen möchte?
    Suche tatsächlich ein neues Tourenrad und die Größe würde auch passen.

    Ansonsten wie immer ein schöner Podcast.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Specialized Source Comp. Und so sieht es aus – allerdings ohne die Hörnchen am Lenker.

    2. Christoph

      Danke,
      der Fahrrad XXl hier in der Nähe scheint die zu führen, da würde ich mal schauen, ob mir der Rahmen richtig passt und wenn ja mich per Mail nochmal an Dich wenden.

  9. Volker

    Holger, deine häufigen positiven Erfahrungsbericht übers Abnehmen waren vor ein paar Jahren wohl der Hauptauslöser dafür, dass ich seit Sommer 2015 30kg abgenommen habe und dieses Gewicht mittlerweile seit einem Jahr halte. U.a. habe ich von dir auch das erste mal von „Fettlogik überwinden“ gehört, was mir enorm geholfen hat. Ehrlich, vielen Dank dafür! Ich wünsche dir, dass du deine unerwünschten Pfunde auch wieder loswirst.

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  10. Christine

    Zum Thema Gebäude in Irland:
    Mein Vater hat 10 Jahre in der Nähe von Birr (Co Offaly) gearbeitet. Man baut in Irland sehr leicht. Zum Teil nach Bauplänen, die man wie hierzulande Schnittmusterhefte, in Magazinen kaufen kann. Da ist nicht viel mit Baugenehmigung und so weiter.
    Weil es in Irland selten richtig kalt wird, legt man auf Wärmedämmung und isolierende Fenster etc keinen Wert, denn es ist nicht notwendig. Deshalb sind die Häuser in sich auch nicht so stabil.

    Positiv wirkt sich das auch auf die Straßen aus, die viel weniger Schlaglöcher aufweisen. Kurios dennoch die vielen Straßen mit „Loose Chippings“.
    Und den Rest des Tages habe ich dann einen Orhwurm von „O from Bantry bay up to Derry Quay and from Gallway to Dublin town, no maid I have seen, like my brown colleen, that I met in the County Down“

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  11. Michael

    Ich kann Toby’s Erfahrungen sehr gut nachvollziehen. Ich habe vor 2 Jahren auch recht viel abgenommen (135 -> 85 kg bei 1,90m), fühlte mich gut, bin inzwischen 2x den Bonn(halb)marathon mitgelaufen und fühle mich toll. Voller Energie, kein Herzrasen mehr, kein Keuchen, kein übermässiges Schwitzen, kein Bluthochdruck usw.

    Auf der anderen Seite habe ich von aussen zu 95% negatives Feedback bekommen, manche Menschen behandelten mich, als ob ich totkrank bin. Andere haben mich regelrecht beschimpft, ich sollte aufhören, das sei doch nicht gesund (und da hatte ich immer noch Übergewicht). Ich hatte schon ernsthaft überlegt, mir wieder Übergewicht anzufuttern, damit die Leute „mich wieder mögen“. Das war echt traurig.

    Inzwischen haben sich die Leute dran gewöhnt und ich habe mich bei +/- 90 kg eingependelt. Lustigerweise esse ich oft immer noch so viel wie früher, ich bin halt ein absoluter Genussmensch und Hobbykoch/-griller. Dafür faste ich halt 2 Tage die Woche, das gleicht meine sonstigen Eskapaden aus.

    Aber eins habe ich gelernt, es zählt nur, wie ich mich fühle. Die Meinung der Anderen geht mir jetzt am A*** vorbei. 😉

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  12. Bernhard K.

    Eine Anmerkung zu freier Software und die Probleme damit: Der Erfolg einer freien Software steht und fällt mit der Qualität der Dokumentation. Und Dokumentation bedeutet ein *gutes* Handbuch. Nur Videos zu haben ist scheiße! Da kann man nicht mal eben nachschlagen.

    Sag das bitte mal dem Ralf Stockmann, Holgi.

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    1. Meo

      Bist eingeladen Dich als Dokumentator zubeteiligen, da fehlt grad Man/Woman-power um das brauchbar umzusetzen. Meld Dich einfach im Ultraschall-Bereich im Sendegate…

      Denn ja, ne geschriebene Doku fehlt grad dringend….

  13. Morgan Schönberger

    Zum Thema abnehmen: Ich selbst habe vor einiger Zeit noch ~100kg gewogen, inzwischen bin ich bei 86kg. Das ganze bei 195cm Körpergröße. Mein Problem war und ist zum einen, dass ich echt gerne esse, zum anderen null Gespür dafür habe, welche Nahrungsmittel dick machen, und welche nicht. Mich hat bis heute nie interessiert, was genau Kalorien eigentlich sind, geschweigedenn, welche Nahrungsmittel viel und welche wenig haben. Dementsprechend kann ich auch bis heute nicht so richtig einschätzen, ob das was ich gerade esse zu morgen mehr oder weniger Gewicht auf der Waage führen wird.

    Was mir persönlich geholfen hat war es tatsächlich eine Waage zu besitzen, und damit jeden Morgen mein Gewicht zu messen und zu protokollieren. Als Nerd habe ich dann meine Tabellen und Kurven, und kann mir selbst beim Abnehmen zuschauen. Mittlerweile bin ich von T-Shirt-Größe XXL auf M. Das Feedback das ich bekommen habe war aber durchweg positiv. Sowohl im privaten, als auch in der Arbeit, habe ich nur Komplimente dafür bekommen (was mich sehr freut), kein einziger hat mich gefragt, ob ich krank bin.

    Auch ansonsten: Ich werde nur von Menschen angesprochen, die mich auch schon zu meiner dickeren Zeit kannten. Niemand fragt jemanden den er nur dünn kennt, ob alles in Ordnung ist. Zum anderen: Ist der Gewichtsverlust in kurzer Zeit sehr rapide zu sehen bekam ich mehr Kommentare, als wenn es über einen längeren Zeitraum langsam ging, sich die Leute also gewöhnen konnten. Ich denke, dass auch das viel ausmacht. Und grundsätzlich ist es ja auch nicht schlecht, wenn sich die Umwelt Gedanken um einen macht. Und Dicke werden eher nicht angesprochen, weil jeder Dicke weiß, dass das Mist ist. Wer aber schnell abnimmt vielleicht nicht unbedingt.

    P.S.: Das Fahrrad sieht geil aus, schade, dass es somweit weg steht.

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  14. Helena

    Irgendwer der IT-Fraktion unter der Hörerschaft könnte doch mal einen online Fragebogen aufsetzen, wie viele Kilos die Hörerschaft dank Holgis Empfehlungen abgenommen hat. Ich schätze da kommt einiges zusammen 😀

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  15. Truhe

    Das Abnehmthema ist bei mir auch wieder aktuell. 12 Kilo zugenommen in den letzten 9 Monaten, hauptsächlich vom zu umfangreichen Abendessen. Sehenden Auges ins Unglück. Davor allerdings von 126 auf 97 runter (durch simples Einhalten von 2100 Kcal), sodass das jetzt ein bisschen oll ist, aber kein Weltuntergang. Grundsätzlich fit bin ich dank Rad fahren auch. Nur fett ;).

    Holgi: Ich fahre jedes Wochenende in Berlin und Brandenburg herum. Teils kurze und teils lange Touren. Vielleicht findest du was in meiner Tourensammlung, was du nachfahren möchtest: https://www.komoot.de/user/truhe/tours?sport=all&type=planned&order=date&descending=true

    Für den unwahrscheinlichen (übergriffigen 😉 ) Fall, dass du mich als Tourenbegleitung haben möchtest: @truhe

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    1. Dnns

      Wie nutzt ihr eine App wie komoot während des Fahrens eigentlich? Sicherlich mit irgendeiner Handyhalterung am Fahrrad, oder? Und wenn ja welche eigentlich, wie seid ihr damit zufrieden?

    2. holgi Beitragsautor

      Ich habe das Telefon in der Tasche und Knöpfe im Ohr. Wenn ich ihn nicht versehentlich kaputtgemacht hätte, würde ich aber vermutlich meinen Finn benutzen. Der macht zwar nicht den Eindruck, hält aber wirklich gut (außer, mann schafft es, einen Schnitt reinzumachen…).

    3. Truhe

      Für kleinere Sachen innerhalb der Stadt habe ich das Telefon allerdings in der Hose und Kopfhörer im Ohr, in denen ab und an die Stimme spricht. Autos sind ja sonst zu laut und man versteht den Lautsprecher vom Handy nicht.

    4. Dnns

      Ok, ich wusste garnicht, dass das in der Hosentasche so gut funktioniert.

      Den Finn hatte ich selbst mal, allerdings hatte ich da immer Angst, dass mir das Handy doch mal irgendwie rausfällt oder so. War immer alles ziemlich wackelig.

      Das RideCase kann ich leider nicht nutzen, zumindest habe ich keines für ein Galaxy S7 in der Liste gefunden. Das sind überhaupt irgendwie alles etwas ältere Modelle.

      Das von Mumbi sieht eigentlich garnicht so schlecht aus. Habe dabei dann auch gerade folgendes auf Amazon gesehen, dass mir persönlich noch besser gefällt, weil es nicht für ein spezielles Modell geeignet ist, und man scheinbar auch das Smartphone im Bumber nutzen kann. https://www.amazon.de/BIKOO-0033-Universal-Drehbare-Handyhalterung/dp/B01KXRQL48/ref=pd_cp_107_4?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=R9RKWKHRQTTAKQNNVFXB

  16. hilti

    Ihr habt euch ja über die Reaktionen auf Tobys Gewichtsabnahme gewundert und gefragt warum man nicht aufs Übergewicht angesprochen wird. Vielleicht denken da viele wie ich.

    Ich geh davon aus, das (stark) Übergewichtige das schon selbst wissen und unzufrieden/unglücklich genug damit sind. Nicht jeder geht damit so offensiv um wie Holgi. Da ist ein neunmalkluger hilti das letzte was sie brauchen. Mit anderen Worten: Ich empfinde es als sehr unhöflich jemanden auf sein Übergewicht anzusprechen. Das müsste schon ein richtig guter Freund sein, der plötzlich aufgeht wie ein Hefeteig damit ich ihn darauf anspreche.

    Beim Abnehmen nimmt man halt auch an Stellen ab denen man das eigentlich nicht braucht. Im Gesicht werden Pausbacken mit Gesundheit verbunden und eingefallene Gesichtszüge mit Krankheit. Da macht es dann der Kontrast von propper zu normal, dass normal als nicht gutaussehend bzw. ausgezehrt wahrgenommen wird. Und dann zu fragen „Bist Du krank, Du siehst nciht gut aus?“ empfinde ich nicht als unhöflich, so dass ich da keine Hemmschwelle hab.

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  17. Meo

    Zum N#mmer-Magazin von Denise Linke, das hats nur bis Ausgabe 3 geschafft und ist mitten in der Produktion von Ausgabe 4 vom Erdboden verschwunden…was ich schade finde… :/

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  18. Andreas

    @Dnns: Weil diese Leute es nicht als persönliche Meinung kennzeichnen und auch nicht meinen. Es kommt als Totschlagargument daher.
    Und woher soll ich wissen, dass es eine persönliche Meinung ist, wenn sie es nicht sagen?

    Antworten
    1. Dnns

      Weil man nicht alles als persönliche Meinung kennzeichnen muss. Allein die Tatsache, dass wir darüber diskutieren zeigt doch, dass es zu diesem Thema unterschiedliche Ansichten gibt. Und unterschiedliche Ansichten sind unterschiedliche Meinungen. Also bezieht sich auch diese Diskussion darauf, dass meine meinung ist, eine Meinung nicht immer nennen zu müssen. Du hast darüber auch deine Meinung kundgetan in dem du beispielsweise geschrieben hast „Es kommt als Totschlagargument daher“. Das empfindest du so. ich nicht. Hast du aber hingeschrieben, dass es deine persönliche Meinung ist? Nein, du hast es nach deiner Argumentation so dargestellt, als wäre es objektiv ein Totschlagargument.

  19. Anna

    Zum Thema abnehmen. Ich glaube dass das „krank“ aussehen vor allem mit den zu großen Klamotten zu tun haben könnte, die man dann zweifellos hat. Könnte das bei dir auch sein, Toby? Nachdem ich so um die 25 kg abgespeckt habe (15 cm Taillen-Umfang) , hab ich kaum passende Kleidung. Selbst was mir früher zu klein war ist jetzt zu groß. Derzeit sind die Kommentare aber noch sehr positiv, ich seh es nur an mir selbst: Gerade schlackernde Hosen sehen schlimm aus, wie krank halt.
    Nur so ne Idee.
    @holgi was bei dir passiert ist, ist völlig normal. Etwa 90% der Menschen die abgenommen haben nehmen danach einen großen Teil oder mehr wieder zu. Statistisch gesehen sollte man das Gewicht etwa 2 bis 5 Jahre halten, dann ist die Chance groß dass es so bleibt. Wünsche dir viel Erfolg!

    Antworten
    1. Anna

      (achso, und herunterhängende leere Haut nach starkem Übergewicht wie bei mir sieht natürlich auch befremdlich aus. Zumal es oft bei Leuten die abgenommen haben nicht gezeigt wird. Trägt zum krankheitslook bei. Ich persönlich habe mein Flubber lieb gewonnen.)

  20. Markus

    Schön mal wieder etwas über Kings’X zu hören. Habe die Tour leider verpasst, bin aber erleichtert, dass die drei wieder unterwegs sind. Der Drummer hatte, glaube ich, einen Herzinfarkt.

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