WR688 Sami Salami

 

Darin: Fotos – Geldfunde – Klodeckel – Aufräumen – Merchandise – Vollmond – Anhalter – Diktatoren – Begeisterung – Namen – Blau – Brotaufstrich – Zombieapokalypse – Kartoffelsalat – Animositäten – Erinnerungsstücke – Gesellschaftsneustart – Tiere – Youtube-Stars – Selbsterkenntnis – Feedback – Golf – Lilly Lindner – Flattr – Ringbücher – Viktorias Geheimnis – Freifunk – Publikumskontakt – Essen – Ohrläppchen –  Peinlichkeiten – Moronien – Krim – Bettzeug – Sprachlosigkeit – Homöopathie – Öffentlichkeit – Ewigkeit – Schwarzenegger – Wahlpflicht – Höflichkeitsfrage.

Serientipps: The Get Down, Hip Hop Evolution, Neun Stockwerke Deutschland (2009, 2017)

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58 Gedanken zu „WR688 Sami Salami

  1. Kevin

    Bei TvTotal steht nicht „Dauerwerbesendung“ sondern „Dauerfernsehsendung“ https://www.youtube.com/watch?v=AtSv4XF9uYI

    Ich schau LeFloid nicht weil der Typ oft auf Satire rein fällt und es dann nicht mal in der nächsten Sendung grade biegt. Aber was das Interview mit Merkel angeht: Er hat vorher schon gesagt, er ist kein Journalist und wird deswegen auch nix in die Richtung versuchen und er wird das Angebot, dass er die Kanzlerin interviewen darf, nur dazu nutzen, ihr fragen der Zuschauer zu stellen, mehr nicht!

    Holger, Du fährst erst Auto und sagst die Autofahrer seien die schlimmen, kaum sitzt du auf dem Fahrrad sind es die Autofahrer.
    Mit dem fotografieren das gleiche Spiel. Erst Datenschutz, kaum machst du selbst Bilder, über genau die Leute aufregen.
    Ich freu mich schon, wenn Du einen Youtube-Kanal aufmachst und Youtuber in Schutz nimmst 😀

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    1. Freibeuter

      Ja, die Kritik an den Youtubern halte ich auch für unangebracht.
      Klar ist das allermeiste Müll, aber auch gerade die mittlerweile niedrige technische Hürde, um „auf Sendung“ zu gehen hat auch unheimlich viel Tolles hervorgebracht. Dass die Reichweite (also in erster Linie die Anzahl der Abonnenten) den Content-Produzenten zu irgendetwas verpflichtet sehe ich überhaupt nicht.
      Unge (ist der noch aktiv?) hat glaube ich mal ein Null-Bock Video mit dem Titel „Ich esse einen Apfel“ hochgeladen. Wenn das einen anschauen will – bitte schön. So viel toller ist Werbefernsehen – auch bei den Öffentlich-Rechtlichen – sicher nicht. Müll von Wertvollem zu unterscheiden ist Medienkompetenz, die der Zuseher selber erwerben muss.
      Ach ja was Beauty-Bibi und ähnliche betrifft: Ich glaube nicht ernsthaft, dass ein voll im Leben stehendes männliches Ü18-Wesen sich auch nur im entferntesten freiwillig so ein Zeug reinzieht. Wenn es doch dazu kommt sitzt hundert pro die (einfach strukturierte…) Freundin daneben und flüstert ihrem Kerl zu: „Ist die nicht toll?“. Nee, isse nich.
      Schaut z.B. mal bei Clavinover (Musik Unterhaltung) oder themenorientierten Vloggern. Da gibt es Leute, die sich aus Spaß an der Freude wirklich Mühe geben und eben keine Müllvideos am Fließband produzieren – Youtube ist da echt eine Fundgrube.
      Ich habe im übrigen im ganz kleinen Rahmen auch ein paar Videos hochgeladen und bin von der Resonanz überrascht – zwei meiner Videos haben sogar 5-stellige Zugriffszahlen.

    2. Romconstruct

      Bei den Youtubern gibt es meiner Ansicht nach für Deutschland noch sehr viel im internationalen Vergleich aufzuholen (wie bei Podcasts auch). Was stellenweise in UK und insbesondere in den USA produziert wird ist dem, was die großen deutschen Youtuber machen teils extrem überlegen.

      Wenn man sich nur die Beauty- oder Gaming-Kanäle und deren Zielgruppe ansieht, ja dann kann man gut die Meinung von Alexandra und Holgi verstehen. Insbesondere wenn man selber nichts mit Gaming am Hut hat und auch nicht zur Zielgruppe der 10-16 jährigen gehört.

      Wenn man dann mal über den Tellrand blickt und sich z.B. mal Philip DeFranco, Superwoman oder Casey Neistat (um nur mal einige wenige zu nennen) ansieht, zeigen sich aber schon sehr schön die Diskrepanzen. Letzterer produziert z.B. sehr viele daily Vlogs mit einem sehr eigenen Stil, aber in bestimmten Fällen auch mit wichtigen Aussagen weil er sich seiner Reichweite bewusst ist. Gerade für Holgi passend hier das Video mit dem er berühmt geworden ist: Bike Lanes (https://www.youtube.com/watch?v=bzE-IMaegzQ).

      In Deutschland sind diverse Kanäle leider viel zu oft nur schlechte Kopien. So macht LeFloid z.B. den Eindruck DeFranco kopieren zu wollen, nur mit einem etwas jugendlicheren Stil. Das er aber, wie Holgi korrekt anmerkt, weder wirklich etwas aus seiner Reichweite macht, noch auch mal Fehler eingesteht und darauf eingeht ist einfach traurig. Ich habe seinen Kanal eine Zeit lang verfolgt, dann aber auch schnell festgestellt das es alles nur Show ist mit „ich interessiere mich für eure Meinuing“.

      Natürlich kann man nicht erwarten dass jetzt jeder gleich alle Youtube Kanäle kennt und sich folglich eine allumfassende Meinung dazu bilden kann. Es bedarf ja alleine schon einem gewissen Zeiteinsatz um sich da überhaupt nmal durchzuwühlen und mal Spreu vom Weizen zu trennen. Zeit die man oft gar nicht hat.

      Irgendwie hätte ich an der Stelle dennoch von Holgi eine etwas differenzierte Meinung erhofft.

    3. blub

      Deutsches Youtube hat ein Problem, die dürfen nicht ordentlich kuratieren dürfen ohne das sie sich als Fernsehsender registrieren lassen müssen(oder sowas in der Art), was die verständlicher weie nicht wollen. Deswegen wird hier hauptsächlich die ganze klickbait scheiße nach oben gespült.

  2. Leonard

    Jugendliche Alternativlinge fern-trampen auch heute noch regelmäßig. Außerhalb dieser Szene ist es mir noch nicht unter gekommen.

    Ich (26) bin nur einmal ferngetrampt. Was ich daran gut fand: Dadurch das das Reisen nicht von selbst geht, sondern ich etwas dafür tun musste, nimmt man die Überwindung der Distanz als Erfolg war und bekommt das Gefühl eine Reise gemacht zu haben zurück. Ich finde das schön. Das Gleiche stellt sich übrigens beim Fuß-, Rad-, oder Bootswandern ein.

    Aber stimmt schon: Nur wegen der Geldersparnis lohnt es sich für niemanden mehr. Mir fällt aber noch etwas dazu ein: z.B. Precht erzählt doch momentan überall von der durchgreifenden Kommerzialisierung des Privatlebens: Statt das Studenten andere Studenten bei Bedarf halt bei sich pennen ließen mache man jetzt ein Geschäft daraus etc. Ist das Trampen auch so einem Prozess zum Opfer gefallen?

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  3. blub

    Anhalter: Ich kenne nen Typen der Fährt per Anhalter, als Urlaub. Der macht so sachen wie ein Flugticket von Lissabon nach Berlin klicken und mit ner Woche vorlauf nach Lissabon trampen.

    Für sowas muss halt bekoppt sein. In der Pampa in Sachsen-Anhalt stehen mit nem Schild „Lissabon“, da nehmen dich auch nur verrückte mit.

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  4. calm

    Toilettenpapierverbrauch:
    Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Knuddlern und Faltern.
    Frauen neigen eher zum Knuddeln und Männer zum Falten des Toilettenpapiers.
    Beim Knuddeln wird mehr Papier verbraucht. So muss im Hotelzimmer häufiger das Toilettenpapier nachgelegt werden.

    Ich tippe mal darauf, dass Alexandra Knuddlerin und Holgi Falter ist. Stimmt’s?

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    1. calm

      Ach so, eine Gruppe habe ich vergessen:
      den höchsten Papierverbrauch haben die Wickler…

    2. Leif

      Du hast noch eine Gruppe vergessen, nämlich die, der ich angehöre:
      Ich nehme ein Blatt und wische mir den Arsch damit ab…
      Keine Zeit für Origami aufm Schacht.

  5. Tobi

    Das mit den Tests für das Stimmrecht ist schon mal gemacht worden – um schwarzen Wählern das Stimmrecht zu verweigern: https://en.wikipedia.org/wiki/Literacy_test#Voting Da ehemalige Sklaven in der Regel keine oder nur sehr schlechte Schulbildung hatten, war es relativ einfach, Tests zu designen, die Weiße in der Regel bestehen und Schwarze nicht. Andere Tests waren extrem schwierig und wurden nur in bestimmten Wahlbezirken Pflicht.

    Das Problem bei so etwas ist, das nur wenige Fragen wirklich neutral sind. Wenn man in Deutschland etwa fragen würde „Wieviele Hektar sind in einem Ar?“ hätte die CDU/CSU wahrscheinlich 90% der Stimmen, und bei Fragen über nachhaltigke Politik könnten die Grünen durchregieren…

    Trotzdem eigentlich keine schlechte Idee. Was ich vielleicht noch besser fände, wäre, 5-6 einfache „Richtig oder Falsch“ Fragen zum Wahlprogramm der gewählten Partei zu stellen, und wenn man davon nicht mindestens die Hälfte richtig beantwortet ist die Stimme ungültig.. Dann hätte sich zumindest beim Thema Sozialpolitik der AfD Spuk erledigt…

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  6. Pascal

    Was ist das für eine Faszination der Fragenden rund ums Thema Klo?
    Es kommt in jeder Wrintheit mindestens eine Klo-Frage.
    Das ist so kurios, dass das für einige so interessant scheint. 😀

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  7. micha

    Bei dem o-o-äää-o-intro dachte ich erst, daß das im Stil der Techno-Band Fraktus sein sollte (geiler Film übrigens, ich sah den zufällig auf Arte und hielt den für real)

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    1. Marco

      Die erste Intonierung des „millennial whoops“ klingt tatsächlich etwa so ähnlich wie in „Affe sucht Liebe“ von Fraktus

  8. Christian

    Kartoffelsalat wird bei uns in BW in der Regel mit Brühe, z. B. Gemüsebrühe gemacht. Eindeutig die leckerste Variante 🙂

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  9. Phil

    falls es noch wichtig ist: Die Frage auf Holgis Arztbesuch bezieht sich auf WR476 Sven Menckes Kopfsache ca. [59:24 – 1:00:32]

    LG Phil
    PS: Wie immer super Sendung!

    Antworten
  10. Robert

    Amoklauf USA und Waffenrecht:

    Die oft und gerne zitierte US-Statistik über die Opfer von Schusswaffen sollte man sich mal näher ansehen! 75% von den „Opfern“ sind Suizide, diese Menschen hätten auch andere Methoden gefunden ihrem Leben ein Ende zu setzen,außerdem, über den eigenen Körper zu bestimmen ist meiner Meinung nach Privatsache! Der Rest setzt sich aus Opfern von Bandenkriminalität, allgemeine Kriminalität und Unfällen zusammen.

    Diese Statistik bezieht sich übrigens auf ALLE Waffen, also legal besessene und illegale.
    Die Suizide in den USA (liberales Waffenrecht) liegen pro 100.000 Einwohner bei 13,7%, in Rumänien (Schusswaffen in privater Hand verboten) bei 12,7%.
    Die Suizide korrelieren also nicht mit den zur Verfügung stehenden Waffen, sondern sind eher ein gesellschaftliches Problem. Genauso stellt es sich mit den Opfern durch Schusswaffen in den USA dar, die höchsten Opferzahlen sind in den sozialen Brennpunkten zu beklagen, eben durch Bandenkriminalität und Kriminalität an sich!
    Dass hier illegale Waffen verwendet werden steht außer Frage, das Problem ist aber die fehlende Teilhabe, eine desolate Bildungspolitik, vor allem für die schwarze Bevölkerung! Hier hätte Obama wohl mehr Grund um Tränen zu vergießen!
    Aber jedesmal wenn ein einzelner austickt, schreien alle nach einem schärferen Waffengesetz! Das einzige Gesetz das wirklich Sicherheit bringt ist das zur sicheren Aufbewahrung, also nachzuweisen dass die Legalwaffen in einem entsprechenden Safe vor dem Zugriff dritter sicher sind!
    Die oft von ahnungslosen geforderte Aufbewahrung in den Schützenvereinen ist Unfug, ein Schützenverein hat im Schnitt 150 Mitglieder, von denen jeder 3 bis 15 Waffen hat, wir sprechen also von ca. 1500 Waffen die dann in einem Tresor gelagert werden sollen, ein nettes Ziel für Kriminelle ?

    Ich bin politisch in der Mitte angesiedelt, mit einem Hang nach links. Was aber aus der linken Ecke zum Thema Waffenrecht kommt ist in sachkundigen Augen nicht zu verstehen. Es wird von Sportwaffen als Mordwaffen gesprochen usw. es wird eine ganze Interessengruppe als potenzielle Mörder und Amokläufer diffamiert! Das ist derselbe Scheiss wie alle Flüchtlinge als potenzielle Terroristen zu bezeichnen! Was soll diese Scheisse immer? Verallgemeinerung ist IMMER dumm, gefährlich und führt in eine Sackgasse!
    Manchmal habe ich bei den militanten Waffengegnern das Gefühl sie meinen wenn sie die legalen Waffen in privater Hand verbieten verschwinden auf wundersame Weise alle Waffen. Aber Waffen gibt es nunmal, ob es ein Stein oder ein Speer vor 10.000 Jahren war oder heute eben Schusswaffen.
    „Schusswaffen wurden aber zum töten gebaut!“ hört man dann immer, ja, auch! Aber auch zum beschützen (Polizei), Militär ( Verteidigung), Jagen, und Sportschiessen.
    Hieb und Stichwaffen, allen voran die Messer in unseren Küchen, stehen übrigens auf der Statistik der Tatwerkzeuge uneinholbar on the Top!
    Schusswaffen stehen in der Kriminalstatistik in Deutschland ganz unten, im Grunde sind nichtmal die illegalen Waffen deliktrelevant, von den legalen ganz zu schweigen (0,2%)

    Waffen töten keine Menschen, Menschen töten Menschen!

    Und selbst WENN man den legalen Schusswaffenbesitz (1,5 Millionen Waffen) in Deutschland verbieten würde, dann gäbe es immer noch ca. 20.000.000 illegale Waffen…aber aus unerfindlichen Gründen sind diese 20 Millionen Waffen den Leuten irgendwie egal…

    Antworten
    1. hilti

      Grade der Punkt mit den Suiziden ist allerdings ein gutes Beispiel, wo Waffen im Privathaushalten Leben kosten, weil viele Suizide impulsiv sind und die Leute nehmen was da ist. Wenn die Mittel für eine Kurzschlusshandlung nicht da sind sondern die sich Leute erst was überlegen müssen, dann lassen sie es häufig bleiben. Vor ein paar Jahren gingen Berichte durch die Medien, wo in England nach einer Reduzierung der Packungsgröße (ich weiß nicht mehr obs Schlaf- oder Schmerzmittel waren), so dass die Einnahme einer kompletten Packung nicht mehr tödlich war, die Zahl der Suizide damit deutlich zurückging.

    2. Roland

      „Waffen töten keine Menschen, Menschen töten Menschen!“…Gäääähn…jedes mal wenn ich diesen Satz höre, werde ich schläfrig…Aber im Ernst, keiner außer beruflich dazu befugte Menschen braucht legal Waffen, die explizit zur Gewaltausübung gegen Menschen produziert wurden.

    3. Robert

      @Roland

      „Waffen töten keine Menschen, Menschen töten Menschen“ es tut mir leid wenn dich diese Feststellung langweilt, aber sie ist halt Fakt. habe noch nie ein Messer, Schusswaffe oder dergleichen gesehen dass selbstständig zur Tat schritt…

      „Aber im Ernst, keiner außer beruflich dazu befugte Menschen braucht legal Waffen, die explizit zur Gewaltausübung gegen Menschen produziert wurden.“

      Aha, beruflich befugte Menschen, das dachten sich die Nazis damals auch, Auszug aus dem Reichswaffengesetz:
      „Denn Voraussetzung für jede Lockerung des geltenden Waffenrechts muß es sein, dass die Polizeibehörden in der Lage bleiben, den Erwerb und den Besitz von Schusswaffen durch unzuverlässige, besonders auch durch staatsfeindliche Elemente rücksichtslos zu verhindern.“
      WER unzuverlässig/staatsfeindlich ist entschied wer? Genau….

      Waffen wurden zum TÖTEN hergestellt!!! DAS schläfert MICH ein… Waffen (Kriegswaffen ausgenommen, die sind ohnehin in privater Hand verboten) werden, wie oben schon beschrieben, zur Jagd, zum sportlichen Schießen, für Sicherheitsdienste, die Polizei usw. hergestellt. Eine Waffe kann schützen und beschützen. Das Problem mit Waffengegnern ist, dass sie null Ahnung von der Materie haben, und auch haben wollen! Man sieht es auch leider oft bei den Grünen wenn es ums Thema Wald und Jagd geht. Die leben und propagieren teilweise eine Märchenwelt die mit der Realität aber auch gar nichts zu tun hat!

      Ich versuche es zu beschreiben:
      Als ich vor ca. 1,5 Jahren mit dem Sportschießen begann und zum ersten Mal eine echte Waffe mit echter Munition sah (ich war nicht beim Bund) stieg mein Puls und mir zitterten die Hände! Es kommen einem irgendwie die vielen hunderttausend Szenen aller Actionfilme in den Sinn die man im Lauf seines Lebens gesehen hat! So eine Waffe ist doch irgendwie böse und es passieren immer schlimme Dinge damit…wie eben auf der Leinwand oder im TV.
      Jetzt nach 1,5 Jahren beim Sportschießen sehe ich die Waffen als das was sie eben sind: Technische Geräte die durch das betätigen des Abzugs eine Patrone bzw. ein Geschoss abfeuern. Wir Sportschützen stanzen damit möglichst präzise Löcher in Papierscheiben, die Jäger verrichten ihre Arbeit damit. Das wars….wenn ich jetzt, nach so vielen Monaten im Umgang mit diversen Waffen auf dem Schießstand meine Pistole in die Hand nehme verspüre ich weder Nervosität, oder gar kommen mir noch die Gewaltszenen aus den Filmen in den Sinn, für mich ist das einfach ein Sportgerät.
      ich nehme meine beiden Söhne, 18 und 26, sowie meine Tochter (28) und meine Frau mit auf den Schießstand, da ist nichts dabei. Meine Tochter konnte vor dem ersten Schießen drei Tage nicht richtig schlafen 🙂 Da kamen all die Fragen in ihr hoch, ist das richtig, Waffen sind böse usw. – Sie ist politisch links, wählt grün und stellte „trotzdem“ nach den ersten Schüssen mit meiner 9mm Pistole fest:
      So ein Schuss ist trotz Gehörschutz noch verdammt laut, der Rückschlag ist heftig, und es ist verdammt schwer überhaupt die Scheibe zu treffen, mit der Filmwelt hat das Ganze nichts zu tun, und hey….das macht echt sauviel Spaß und die Leute hier wollen halt nur ihrem Hobby/Sport nachgehen.
      Und was soll der abwertende Begriff: Waffennarr?
      Jeder der ein Hobby betreibt neigt zum Extremfachsimpeln mit Gleichgesinnten, die Sportschützen reden halt über ihr Waffen, ob man sich dies oder jenes Zielfernrohr kaufen soll, oder der Abzug zu streng geht und man diesen eventuell doch tunen soll…

      Ich versuche bei jeder Gelegenheit Leute, auch Gegner, mit zum Schießen zu nehmen, und selbst die superkritischen sehen plötzlich nichts mehr schlimmes daran, wie eben bei allen Dingen im Leben: Unwissenheit schafft Ängste und schürt Vorurteile! Warum das in Deutschland gegenüber Legalwaffenbesitzern legitim zu sein scheint, auch von Seiten der Medien, erschließt sich mir nicht…

    4. holgi Beitragsautor

      Robert, jetzt machst Du es dir jetzt allerdings selbst zu einfach.

      Waffen sind nicht „zum sportlichen Schießen“ gemacht worden, sondern werden dazu verwendet, nachdem sie gemacht/erfunden/gebaut wurden, um damit anzugreifen oder zu verteidigen. Wenn man wohlwollend ist, kann man das sportliche Schießen als Training zur Verteidigung ansehen, das sich über die Jahrhunderte verselbständigt hat und nicht verschwunden ist, nachdem das Gewaltmonopol dem Staat zugeschlagen wurde. Daraus abzuleiten, dass es ein legitimer Grund sei, Waffen – insbesondere Schusswaffen – in privater Hand zu belassen, halte ich für sehr gewagt.

      Ich würde hier vielleicht ein wenig argumentieren, wie beim Alkohol und Kiffen (wenngleich auch das intellektuell ebenso unredlich ist): Wieso sollten Privatleute nicht legal Schusswaffen besitzen dürfen, wenn der Staat es doch sowieso nicht schafft, deren illegale Verbreitung zu verhindern, ja deren Normalisierung sogar noch befördert, indem er gestattet, dass Schusswaffen hergestellt und vertrieben werden?

    5. Robert

      @hilti
      hallo,
      es tut mir leid, aber deine Ausführungen entsprechen nicht der Realität! Bitte schau dir diese Statistik an!
      Seltsamerweise ist die Suizidrate in den Ländern in denen der private Besitz von Schußwaffen komplett verboten ist am höchsten!
      Ich weiß nicht warum diese unabhängigen Statistiken von den Waffengegnern schlicht ignoriert werden…

      https://de.wikipedia.org/wiki/Suizidrate_nach_L%C3%A4ndern

    6. hilti

      Du hast offenbar nicht verstanden was ich sagen wollte Robert. Viele Suizide sind spontan. Und dann nehmen die Leute eben was da ist. Beispielsweise wird der komplette Inhalt der Hausapotheke geschluckt. Viele Länder haben daraufhin die Packugsgrößen reduziert damit keine tödliche Dosis enthalten ist. Für Großbrittannien ging vor ein paar Jahren eine Statistik für Paracetamol durch die Medien, die zeigte, dass es funktioniert hat. Weil eben nicht zur Apotheke gegangen wird um sich eine tödlich Dosis zu beschaffen.

      Übertragen auf Waffen bedeutet das bei dieser Art Suizid, dass eine im Haushalt vorhandene Waffe benutzt werden würde wenn vorhanden, weil ein einfacher und schneller Weg ist.

      Auf die Suizidrate nach Ländern bin ich gar nicht eingegangen. Ich finde auch, dass die reine Suizidrate keine gute Diskussionsgrundlage ist, weil die Länder und die Gründe für den Suizid dort dafür zu unterschiedlich sind. Laut der von Dir verlinkten Tabelle haben Serbien und Montenegro, Finnland und Simbabwe mit ca 16,7 Suiziden je 100.000 Einwohner ungefähr gleich viele. Aber die Länder sind doch nicht im geringsten vergleichbar. Allein Finnland fällt schon raus, weil die Leute dort in den langen dunklen Wintern ohne Sonnenlicht depressiv werden.

    7. Robert

      @holgi

      Hallo Holgi, vielen Dank für deine Antwort.

      Zum ersten Absatz deiner Ausführungen:
      Ich lese aus deiner Argumentation, dass du Schusswaffen in privater Hand schon eher mit gemischten Gefühlen siehst. Und auch wenn ich jede deiner Sendungen kenne und meine daraus eine gewisse Haltung deinerseits ableiten zu können, so kann ich natürlich nicht sagen ob ein kleines Schnupperschiessen deine Einstellung zum wanken bringen würde.
      Studien zeigen jedenfalls , dass in Haushalten in denen der Umgang mit Schusswaffen zum Alltag gehört, wie zum Beispiel in Jägerfamilien, die Kinder in diesen Familien keinerlei Gewaltfantasien im Zusammenhang mit Waffen entwickeln.

      Zum zweiten Absatz:
      1. Warum eigentlich unredlich? Ich weiß natürlich was du meinst, bin mir nicht sicher ob es das aber wirklich ist.
      2. Alkohol tötet jährlich 15.000 Menschen alleine in Deutschland, gut, die sind selber schuld werden jetzt einige sagen. Mag sein, aber Passivrauchen zum Beispiel tötet weltweit 600.000 Menschen im Jahr!
      Aber die Besitzer von legalen Waffen sind potenzielle Mörder…eigentlich fast zum Lachen…

      Dem Teil deiner Argumentation in dem du beschreibst warum Verschärfungen und Verbote letztendlich unsinnig sind stimme ich natürlich uneingeschränkt zu ? Auch wenn ich natürlich weiß dass du damit keinesfalls glücklich bist.

      PS: es erschreckt mich jedesmal regelrecht wie du selbst komplexe Sachverhalte auf ein paar Zeilen runterbrichst ? Verdammt, ich muss da ganze Romane schreiben!

  11. der_bernd

    Nach was muss ich suchen wenn ich mir Zombieüberlebenstrainings anschauen mag auf Youtube? Habe es nicht richtig verstanden irgendwas mit Raper? 🙂

    Antworten
    1. Norti

      tja, ich dachte das kennt jeder… boehmermann hat damals dendemann gegenuber rapper gerne mal raper genannt

  12. Romconstruct

    Da jetzt schon zum 2. oder 3. Mal „The Walking Dead“ ziemlich abgekanzelt wurde, es hier aber sehr schön mit der anderen Frage zur Rolle nach der Apokalpyse bzw. einem Gesellschaftsneustart passt, mal etwas Feedback dazu.

    Leider habt ihr beide eine extrem negativ vorgefärbte Meinung a la „Ist doch eh nur ne blöde Zombieserie“. Und ja wenn man etwas Zombie Metzellei sehen will, wird man sicher hier und da auch Spaß an der Serie haben. Es geht aber eben vor allem darum zu zeigen wie unterschiedliche Charaktere sich zusammen durchschlagen müssen und zusammen funktionieren (müssen). Eben was mit der Gesellschaft so passieren könnte bei einem Neustart und wer da wo seine Position findet. Oder auch mal wie Menschen sich auf Grund der neuen Situation vom „Mensch sein“ entfernen. Genau dabei werden nämlich oft genau solche Fragen aufworfen wie hier im Podcast gestellt: wie würdest du dich verhalten bzw. was würdest du in der Situation tun? Und das nicht bezogen auf „ich bin Prepper und habe ne Armbrust und 100 Dosen Bohnen im Keller“, sondern eben der Neustart bzw. das Überleben nach einer apokalyptischen Katastrophe.

    Für euch bräuchte es da scheinbar einen dritten Weltkrieg/Atomkrieg und schon funktioniert das Ganze als Gedankenspiel bzw. auch als Serie funktioniert. Da ja eben die Zombie Varainte vollkommen abwägig ist. Denn sonst hättet ihr die Frage nach dem gesellschaftlichen Neuanfang ja auch gleich mit „wird nicht passieren bla bla“ abkanzeln können. Aber ähnlich wie Holgi Game of Thrones nicht gucken kann, weil es zu viel mit Mittelalter/Fantasy zu tun hat, scheitert es wohl wohl hier schlichtweg daran das eben Zombies stellvertretend gewählt wurden.

    Auch hier gilt natürlich: man muss nicht alles kennen/mögen. Nur gibt es diverse Fragen zu denen ihr keine Antworten geben möchtet weil ihr den Hintewrgrund nicht kennt. Warum dann aber bei anderen Themen, ebenfalls ohne wirkliche Kenntnis des Hintergrunds, solche negativen vorgefertigten Meinungen?

    PS:
    Ich halte den ganzen Prepper Kram auch für unsinnig, ebenso auch eine reine Frage nach „Wie würdest du dich gegen Zombies zur Wehr setzen?“. Dennoch finde ich „The Walking Dead“ gerade deshalb spannend weil die Serie dann doch stark vom üblichen Zombie-Horror-Metzel Kram abweicht und man durchaus mal nachdenklich wird wie man wohl selbst gehandelt hätte. In vielen Folgen bekommt man ein interessantes Gedankenspiel vorgesetzt. und womöglich ist die Serie auch gerade deshalb so beliebt, weil man immer wieder versuchen kann sich als Zuschauer in die Situation hineinversetzen und sich fragen kann: „was hätte ich getan?“

    Antworten
    1. Norti

      Mir war das nach der ganzen Dystopien-Schwemme bei den Serien+Filmen einfach zu anstrengend. Vor allem fand ich es zu abwegig, dass die einzelnen Gruppen sich nur gegeneseitig bekämpfen, statt Kontakt aufzunehmen (vor allem mit dem Rest der Welt) und was neues aufzubauen… ich glaub einfach nicht an so ein Szenario.

    2. Romconstruct

      Genau da wird es ja schon interessant. Würden sich Gruppen bekämpfen wegen falsch verstandenen territorialen Machtansprüchen? Haben wir damit im sehr Kleinen auch nur ein Spiegelbild der heutigen Lage in der Welt? Oder ist das eher abwägig?

      Natürlich übertreibt die Serie auch oft in der Darstellung mit überzogenen Charakteren etc. Aber dennoch lässt sich bei Zeiten doch Mal gut drüber nachdenken.

      Wir gucken z.B. immer zu dritt und diskutieren teils angeregt.

  13. stoechi

    ach Holgi, der Spruch geht so:

    Wenn die Wurscht so dick wies Brot is, is Wurscht wie dicks Brot is.

    Guten Appetit!

    Antworten
  14. njorg

    Auch wenn es natürlich stimmt, dass viele große Youtuber ihre Reichweite sinnvoller nutzen könnten und einige es mit product placement (teils sogar gesetzeswidrig ohne Kennzeichnung) gaaaaanz schön weit treiben, fällt es mir auf, dass man sich bei Youtubern da besonders aufregt. Das mit der Reichweite gilt ja eigentlich für jeden mehr oder weniger Prominenten. Wieso wird aber gerade bei Youtubern oft derart gerantet (ist zumindest mein Eindruck)?

    Speziell LeFloid würde ich doch in Schutz nehmen. Ich finde es zwar auch ziemlich unbedarft, wie er seine Dinge so tut, aber ich rechne ihm hoch an, dass er eine allgemein eher desinteressierte Zielgruppe auf politische Themen anspricht – eine Zielgruppe, bei der ich mich freue, wenn sie überhaupt mal ein bisschen ins politische Denken kommt. Das ändert nichts daran, dass man ein Merkel-Interview deutlich besser machen könnte oder insgesamt Sachverhalte besser recherchieren und differenzierter darstellen könnte, aber man sollte eben nicht aus den Augen verlieren, wer lefloid hauptsächlich schaut: jugendliche Gamer, die auf schnelle Unterhaltung aus sind. Wer extra wegen des Merkel-Interviews reinschaut, informiert sich wahrscheinlich ohnehin schon woanders besser. Aber klar – schade um den verschenkten Mehrwert bleibt es.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Weil die Diskrepanz zwischen den Möglichkeiten Reichweite und (nicht) präsentierter Haltung bei Youtubern maximal ist. Das sind ja nicht einfach nur Prominente, wie beispielsweise Schauspieler, die darstellen, was man ihnen sagt, sondern sie bestimmen komplett selbst über ihr öffentliches Bild. Da schmerzt es dann ganz besonders, wenn sie ihre Reichweite nicht wenigstens beiläufig dazu nutzen, demokratische Werte zu verbreiten. Vermutlich steht dahinter auch die Annahme „wer, wenn nicht die?“.

    2. njorg

      Ja, ich kann deinen Ärger verstehen. Es ist ja auch nicht so als gäbe es nicht Youtuber (leider meist mit nicht ganz so viel Reichweite), die das auch selbst kritisieren (Fabian Siegismund sei genannt, der gerade auch „ich will nur Spaß haben“-Gamern den Spiegel vorhält und klar sagt, dass wir es uns nicht leisten können unpolitisch zu sein).

      Das Problem, das die sehr erfolgreichen Youtuber haben dürften, ist, dass sich ihr öffentliches über die Zeit festgelegt hat und sie mit Abo-Einbußen rechnen müssen, wenn sie davon abweichen. Sie sind an dieser Stelle also auch nicht vollkommen frei in ihrer Selbstdarstellung. Aber es stimmt schon: es ist ein Unterschied, ob ich befürchten muss, irgendwo gefeuert oder nicht mehr unter Vertrag genommen zu werden oder ob ich nur ein paar Follower verliere. Insofern kann ich dir nur beipflichten, dass es einfach verdammt feige von diesen Leuten ist, auf ihrer „bloß nicht anecken“-Position zu verharren.

    3. holgi Beitragsautor

      Gefeuert zu werden, ist ja gar nicht das Problem oder die Gefahr. Ich bin ja durchaus in der Lage, meine liberale Haltung auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zum Ausdruck zu bringen, indem ich in Interviews entsprechende Positionen einnehme. Dabei muss ich aber immer auch darauf achten, nicht parteiisch zu sein.

      Das Problem ist vielmehr, dass ich der Auswahl der Themen nicht frei bin, sondern in der Diskussion mit der Redaktion entwickle – was auch notwendig ist, denn die Sendezeit ist begrenzt und als Massenmedium müssen wir versuchen, zu beurteilen, was von allgemeinem Interesse sein könnte, und diese Themen dann anbieten. Was ich allerdings machen kann und auch mache, ist einzelne Themen oder Ansätze zu verhindern. Youtuber haben diese Einschränkung im Prinzip nicht.
      Dass sie sich zurückhalten, weil sie mit finanziellen Konsequenzen rechnen müssen, ist übrigens ein gutes Argument für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (falls der überhaupt eins braucht) 😉

    4. Romconstrict

      Hier muss ich Holgi schon zustimmen und gerade LeFloid ist ldier das beste, mir bekannte, Beispiel. Bei diversen TV Auftritten und sonstigen Interviews hat er immer wieder betont wie wichtig es ist zu informieren, dass er Diskussionen anregen will und sich auch freut wie toll diskutiert wird usw. usw.

      Letztendlich alles leider nur viel heiße Luft. Man muss sich nur mal angucken was und wie seine ganzen „Viewer“ kommentieren und diskutieren und eben auch wie oft er selbst auf Falschmeldungen hereinfällt bzw. nicht genug recherchiert. Wenn er sich seiner Reichweite wirklich bewusst wäre, würde er auch mal Korrekturen veröffentlichen oder auf die Diskussion eingehen. damit meine ich natürlich nicht jeden x-beliebigen Post unter einem Video zu beantworten, was utopisch ist. Aber es scheint mir doch eher so zu sein dass seine Beiträge mit einer etwas reißereischen „fire and forget“ Menatlität rausgepustet werden. Ja es sind auch mal wirklich wichtige Themen dabei, aber oftmals nimmt er eben auch Artikel die raus die eher Bild Niveau haben und möglichst nur die Massen anziehen sollen. Was dann daraus bei seiner Zielgruppe wirklich ankommt und wie diskutiert wird ist aber vergessen sobald das Video hochgeladen ist. Auf Hinweise was er alles falsch gemeldet hat reagiert er, nach meinem Kenntnisstand, überhaupt nicht.

      Das eben im Gegensatz zu z.B. Phil DeFranco den LeFloid, wie weiter oben schon mal kommentiert, sich vermutlich mal zum Vorbild genommen hat und eine News Sendung für die ~12-18 jährigen draus stricken wollte.

    5. holgi Beitragsautor

      Das er auf nix eingeht, ist ein Skalenproblem. Wenn er das ordentlich machen wollte, bräuchte er eine Redaktion. Die würde dann allerdings auch – sofern sie anständig arbeitet – automatisch die inhaltliche Qualität erhöhen. Ich vermute, die haben alle noch nicht wirklich begriffen, dass sie im Grunde Massenmedien sind. Außerdem wollen die vermutlich die Kohle lieber für sich behalten (will ich ja auch ?)

  15. Max

    Auf die Frage warum der Himmel blau ist: Weil (genug) Luft blau ist! Klar gibts da ne Erklärung mit Rayleigh-Streuung aber das führt halt nur dazu dass Luft blau ist. Bei anderen Medien (Wasser, Grünglas, wasauchimmer) muss man ja auch nicht den physikalischen Wirkmechanismus kennen um zu beschreiben welche Farbe sie haben.

    (Dieses Argument ist schamlos aus einem XKCD geklaut und zwar dem hier: https://xkcd.com/1818/ )

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  16. Been Told

    Lustiger Einstieg heute! 😀 Ich wollte nur mal kurz was zu der „Beschränktheit“ sagen, die mit solcher Gewissheit verurteilt wurde… Der Professor, der sich sein Leben lang nur mit den Maya beschäftigt: für uns ist das ein total enges Sachgebiet. Für ihn nicht. Er hat da so viele Aspekte, so viel Geschichte, so viel Vielfalt, dass er uns auslachen würde, wenn wir ihm sagen würden, dass er sich einschränkt.
    Genauso der Briefmarkensammler. Oder von mir aus der Bierdeckelsammler. Und ich muss auch Holgi speziell ein wenig widersprechen: die wenigsten dieser Spezialisten haben „nichts anderes im Leben“. Es mag von Außen manchmal so aussehen, ist es aber IMO in der Regel nicht.
    Spezialisten sind der Grund, warum wir als Zivilisation so weit gekommen sind. Als wir alle unsere Lebenszeit damit verbrachten, auf Feldern zu arbeiten, wussten alle von allem ein wenig. Inzwischen ist das Wissen sehr spezialisiert. Ich weiß nicht, wie man Medikamente herstellt oder Raketen baut. Muss ich auch nicht, denn das haben sich Leute ausgedacht, die „eingeschränkt“ in ihren Interessen sind und andere Leute, die ähnlich „eingeschränkt“ sind, haben das Wissen erlernt und beschäftigen sich damit und erweitern es.
    Das, was Alex und Holgi als „eingeschränkt“ bezeichnen, sehe ich viel mehr als „spezialisiert“. Und das ist etwas, das ich sehr gut und sehr wichtig finde. Ich bin auch ein Mensch, der sich für vieles begeistern lässt aber von sehr wenigem gefesselt wird. Und ich empfinde das für mich persönlich als Nachteil. Denn Leute, die sich eher von etwas fesseln lassen, sind auch eher Experten auf dem Gebiet. Man kann nicht Experte sein, ohne eingeschränkt/spezialisiert darauf zu sein.
    Ich spiele zum Beispiel ganz ok Klavier, ganz ok Gitarre, programmiere ganz ok, designe mal ne Website ganz ok, fotografiere nicht schlecht, schreibe ganz passabel. Ich wäre viel lieber auf nur einem dieser Felder richtig, richtig gut. Eingeschränkt halt. Aber mein Wesen ist anders.

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    1. Alexandra

      Ich wollte eigentlich nur eine Möglichkeit aufzeigen, sich nicht runterziehen zu lassen vom eigenen Persönlichkeitstyp. Wenn man nicht dazu neigt, sich auf eine Sache festzulegen, sich aber unbedingt mit anderen Leuten vergleichen muss und dabei schlecht abschneidet (und in Folge daran leidet), ist es hilfreich, sich die negativen Aspekte der einen und die positiven Aspekte der anderen Seite klarzumachen. Ja, natürlich hat das Thema des Spezialisten unendlich viele Facetten und auch ich glaube nicht, dass der Professor sich als beschränkt empfindet, aber Fakt ist, dass er von Themen jenseits seines Forschungsuniversums nicht viel mitbekommt bzw. zeitlich gar nicht mehr dazu kommt.
      Es braucht Spazialisten, unbedingt. Aber es braucht auch Leute, die das große Ganze im Blick haben und Zusammenhänge sehen, die interdisziplinär arbeiten. Das geht immer auf Kosten der Spezialisierung, ist aber nicht minder wichtig. Also, kein Grund, darunter zu leiden, dass man seine kurze Lebenszeit lieber dazu nutzt, die Welt in ihrer Weite/Breite statt einen einzigen Punkt in der Tiefe zu ergründen.

    2. Leif

      Mir ist persönlich ein „Spezialist“ (ich bevorzuge hier den Begriff „Fachidiot“) bekannt, der kennt sich in exakt 2 Dingen extrem gut aus: Seinem Job und Kampfsport.
      Leider kann man mit ihm über alles andere tatsächlich nicht sprechen, sogar, wenn man selbst nur auf dem ein oder anderen Gebiet rudimentäres Wissen aufweist. Ich weiß auch nach Jahren der Freundschaft nicht, welche Musik er hört (oder ob), was für Serien und/oder Filme er gern sieht oder welche politische richtung er einschlägt. (Wir sehen uns 2x die Woche)

      Das führt dazu, dass er sich zu 100% aus Gesprächen herausnimmt, die sich nicht um beide genannten Themenfelder drehen und sofort wenn er die Chance wittert, auch an den längsten Haaren einen Vergleich zwischen dem gerade aktuellen Thema und Kampfsprot heranzieht, um wieder mitreden zu können. Das ist mitunter sehr anstrengend und leider macht das diesen Menschen in vielen Dingen unnahbar.

  17. Been Told

    Zum Thema Testpflicht vor der Wahl… Das wurde eine Zeit lang in den USA benutzt, um die Schwarzen vom Wählen abzuhalten.

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  18. Hermann

    Zombie-Apokalypse:
    Als Dauermedikationsempfänger (Blutdruck&Asthma) möchte ich die allgemeine Infrastruktur so lange wie möglich aufrecht erhalten, da eine waffenstrotzende Flucht mit einem Laster Medikament in die Abgeschiedenheit auf Dauer nichts bringt.

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  19. Lena Weigelin

    Hallo ihr 2,

    ich musste beim Hören der letzten Folge als ihr von Lebensmittelkunstwerken (Stichwort Torte aus Wiener Würstchen) hieran denken und könnte mir vorstellen, dass Euch das auch gefällt 🙂
    https://www.museum-of-modern-mett.de/

    Viel Spaß damit und viele Grüße
    Lena

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  20. Tim

    @Alexandra: Was sagt es über Dein Selbstbild aus, dass Du bei der Frage „Warum seid ihr so wie ihr seid?“ einen Negativansatz wählst (es wäre kontraproduktiv die eigene Situation durch irgendetwas entschuldigen zu wollen)?
    Bzw die Frage als „Warum ist es so schwer für mich?“ interpretierst…
    Wäre es nicht schöner, wenn man die Frage automatisch als „Warum bin ich so (toll) wie ich bin?“ wahrnimmt?

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