WR558 Meskalinwirbel

 

wrint_realitaetsabgleich_2014_200Diesmal: Singen, Computer in der Schule, Reiche & arme Leute, Unsolidarische Gesellschaft, Nachricht von der Sternenbrücke, Zeppeline, Dauerkarten für St. Pauli und das Wetter.

Links: Studie „Enthemmte Mitte„, Feature: „Programmierter Abstieg – Wie Deutschland Prekariat erzeugt

35 Gedanken zu „WR558 Meskalinwirbel

  1. Leonard Fresenborg

    Wikipedia sagt, dass Du mit einem Hybridluftschiff geflogen bist. Konventionelle Luftschiffe haben tatsächlich eine geringere Dichte als Luft und werden gefahren.

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  2. Clemens

    Roboterprogrammierung im Schulunterricht in einer unsolidarischen Gesellschaft. Merkt ihr aber schon, wo da die Reise hingeht, oder …?!?

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  3. Carl

    ICH komme mit hartz IV klar. Ich sitz im rollstuhl und wohne in einer eigenen wohnung . ich gebe ca 100€ im Monat für essen aus 50€ für Handy und DSL 50 bis 100€ für sonstiges z.B. Klamotten , Fahrt nach Rostock zum Fußballspiel von Hansa. Selten mal Besuch versorgen. Da nehm ich mir die Textzeile von Gerhard Schöne zu Herzen. “ Spar deinen Wein nicht auf für morgen, sind Freunde da so schenke ein“….

    Ab Nächsten Monat bin ich nach 2 Jahren Arbeitlosigkeit in Probearbeit. Callcenter technischer Support für das große rosane T

    Holgi , ich währe zu ein kosteloses Skypegespräch bereit. Die E-Mailadresse wird dir ja übermittelt oder?

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    1. Julian

      Respekt. Also 100 Euro für Essen finde ich schon wirklich schwierig. Unterwegs mal ein Brötchen oder abends ein 2-3 Bierchen sind da ja schon wirklich nicht mehr drin. Ich studieren und lebe von Bafög, abzüglich Miete etc. bleiben mir auch etwa 450 Euro. Als Student hat man jedoch viele Vergünstigungen (Mensa, Rabatte etc.) und trotzdem finde ich es schwierig.
      Würde gerne von deinen Erfahrungen hören.

    2. smeon

      „Ich studieren und lebe von Bafög, abzüglich Miete etc. bleiben mir auch etwa 450 Euro.“

      Wobei du da auch noch relativ gut dabei bist und scheinbar eine sehr günstige Miete hast. Der Bafög-Höchstsatz betrug letztes Jahr 597€ (jetzt wohl 649€, wenn ich das richtig sehe). Für gesetzlich pflichtversicherte Personen über 25 gab es um die 70€ dazu — bei einem Krankenkassenbeitrag von etwa 80€. Hinzu kommt, dass Bafög-Empfänger (auf Antrag) keine GEZ bezahlen müssen. Leider ist die Bafög-Höhe nicht an den Mietpreisspiegel gekoppelt, d.h. für Bafög-Empfänger macht es einen Unterschied, ob man in Frankfurt a. M. oder Leipzig studiert .

    3. smeon

      Noch ergänzend: Anders als bei Hartz IV (soweit ich weiß) ist Bafög quasi das Nettoeinkommen, von dem (abgesehen halt von GEZ) alles zu bezahlen ist.

    4. Der Freibeuter

      Ich glaube viele der Zuhörer haben in ihrem Leben eine Zeit gehabt in der sie mit wenig auskommen mussten – über 400Euro zur freien Verfügung (d.h. Bude ist gemietet& geheizt, Krankenversicherung iss auch schon bezahlt) hatte ich zu meiner Studentenzeit bei weitem nicht.
      Klar ich war höchst selten in Studentenkneipen unterwegs, wenn ich da rumgelaufen wäre hätte ich das Studium vermutlich auch nicht gepackt…
      Im August werde ich mit einem Fahrradkollegen, der auf Hartz 4 Niveau lebt eine lange Radtour machen. Auch ich werde dann wieder ganz bescheiden unterwegs sein – ab und an mal einen Campingplatz ansteuern oder auch Wild zelten. Das Essen wird auf dem Campingkocher zubereitet. Das wird mit An- und Abfahrt per Fernbus ’ne preiswerte Sache und trotzdem werden wir unseren Spaß haben.

      Ich denke wenn man gewohnt ist in seiner Freizeit viel Kohle rauszuhauen, dann kommt man logischerweise auch nur mit Leuten in Kontakt die sich das auch leisten können und wollen.
      Geht aber eben auch anders – und das ist nicht zwangsweise eine freudlose Zeit.

    5. alsternerd

      Ich bin gerade in einer Ausbildung mit 760 € Brutto, davon bleiben dann ca. 600 € netto.
      Davon gehen 300 € für Miete, Internet/Telefon und Strom drauf und das auch nur, weil ich mit meiner Freundin zusammen wohne.
      Dazu kommen 125 € für Essen, ein Zehner für 1 GB und eine Telefonminute (9 Ct.) auf’m Handy.
      Und noch die Bahnkarte, weil ich immer zur Arbeit Pendle, zum Glück mit Schülerrabatt und im Abo für 97,30 €.

      Bäm, 533 € weg. Bleiben noch 70 € für den Rest und das ist nicht viel.

      Von den 70 packe ich nochmal 15 € auf 3 verschiedene andere Konten und 2 € gehen für Webspace und E-Mail-Konto drauf. (Uberspace und Posteo)

      Von den Eltern bekomme ich noch 100 € in der Mitte des Monats.

      Mein Hauptproblem ist aber, dass ich gerne mit Arduinos spiele und Elektronikzeug frickle. Da geht dann das meiste für drauf. Häufig liegt’s dann aber auch erstmal Monatelang rum, bis ich damit was anfange.

    6. Stefan

      Ich komme damit nicht klar.
      Ich bin selbständig, um wenigstens ein paar Euro zusätzlich zu erwirtschaften und streite mich permanent mit dem Jobcenter, welche Ausgabe denn nun „angemessen“ oder „notwendig“ ist. aktuell laufen die Bewilligungen knapp 4 Jahre hinterher. Seitdem ist kein endgültiger Bescheid mehr bearbeitet worden, obwohl dem Jobcenter die Auswertungen vorliegen und stets pünktlich von mir eingereicht wurden. Alles ist vorläufig, das heisst, ich lebe seit 4 Jahren in Rechtsunsicherheit, ob ich vor 4 Jahren „korrekt“ (im Sinne des Jobcenters) gewirtschaftet habe oder nicht.
      Die Anerkennung von Betriebsausgaben wird dann bis zum Exzess in die Absurdität getrieben, wo jeder normale Mensch nur noch mit dem Kopf schüttelt. 100 Euro ist der „Freibetrag“ pro Monat, viel mehr erwirtschafte ich auch leider nicht, benötige aber dringend dieses Geld. Mein Konto läuft dagegen immer mehr ins Minus und irgendwann wird halt Schluss sein. Wenn sich nicht etwas gravierend ändert, bin ich bald weg vom Fenster.

      Ich selbst bin körperlich sichtbar behindert, benötige Medikamente, die ich selbst zahlen muss.
      Ich rauche nicht, ich trinke keinen Alkohol und nehme auch keine sonstigen Drogen zu mir.
      Meine Rechnung ist Folgende:

      Lebensmittel mit Getränken, Hygieneartikel usw.: 200 Euro (ziemlich konstant)
      Strom: 40 Euro
      Medikamente: 40 Euro (werden weder von der Krankenkasse, noch vom Amt übernommen)
      Telefon: 30 Euro
      Kabelanschluss: 30 Euro (gekündigt ab August)
      Internetzugang Mobil mit 3 GB Datenpaket ohne Telefon: 20 Euro

      Letzteres benötige ich, um unterwegs Kunden bedienen zu können und wenn ich fern der Heimat bin, auch auf Information zurückgreifen kann. Als Betriebsausgabe wird das jedoch nicht anerkannt, da ich das Gerät ja auch privat nutzen könne.
      Ich habe das Glück, dass ich in einer WG lebe, demnach fallen diverse Grundbeträge niedriger aus. Telefon und Strom wäre wohl in eigener Wohnung teurer wegen Grundpreis und Verbrauch, da ja einige Geräte geteilt werden (Es läuft eben nur ein Kühlschrank, der aber zwei Personen bedient, um einen der größeren Verbraucher zu benennen).

      Sind wir bei 360 Euro von 404 Euro im Monat.
      Da sind keine ÖPNV-Fahrkarten inklusive (Sozialticket kostet knapp unter 40 Euro im Monat, also nicht finanzierbar), keine Schuhe und Kleidung, keinerlei Reparaturen, keinerlei Neuanschaffungen als Ersatz defekter Geräte, keinerlei Freizeitaktivitäten, keine Versicherung, keine Kleinausgaben.

      Gestern habe ich in brütender Hitze erst wieder ehrenamtlich 8 Stunden für einen Verein mitgearbeitet. Bekommen habe ich dafür aber nichts, der Verein hat keine Mittel, um Leute zu bezahlen. Das war auch bei weitem nicht das erste Mal. Ich habe auch schon knapp 5.000 Euro für einen guten Zweck durch meine Arbeit generiert. Ich mache das auch gerne immer wieder, manchmal muss man dann wegen so etwas auch vor Gericht, weil man als Sozialleistungsbezieher das Geld schließlich selbst hätte einstecken können und das Jobcenter dabei groß missachtet, dass das aber nicht Teil der Vereinbarung mit dem Auftraggeber war. Das biegen Sozialgerichte dann Jahre später wieder zurecht, wenn man denn nach 2-3 Jahren endlich Prozeßkostenhilfe bewilligt bekommt, um überhaupt mal einen Sozialrechtsanwalt sprechen zu können! Wenn man Glück hat… das kann aber auch anders ausgehen und dann droht die Insolvenz.

      Soziale Kontakte? Habe ich nicht mehr, kann ich mir nicht leisten. Was solls.

      Im Grunde wollte ich damit nur aufzeigen, dass das Geld extrem knapp bemessen ist und auf längere Sicht eher der Ruin droht. Mich wundert ein wenig, dass Carl sich Fahrten zum Spiel nach Rostock mitsamt Eintritt leisten kann. Oder ist der Eintritt für Rollifahrer frei? Ermässigt jedenfalls. Für ALG-II-Empfänger gibt es hingegen keine Ermäßigung (Quelle: Webseite von Hansa Rostock). Rollifahrer und Schwerbehinderte haben es da ein wenig leichter, Nachlässe für ALG-II-Empfänger werden kontinuierlich zurückgefahren, vor Kurzem auch im Berliner Tierpark/Zoo.
      Als ALG-II-Empfänger wird man zunehmend der Parier der Gesellschaft und dank der gerade frisch beschlossenen Rechtsvereinfachungen wird man künftig wohl auch um den 100 Euro „Freibetrag“ kämpfen müssen, so dass Arbeit und Mensch keinerlei Wert mehr besitzt, sobald Leistungen bezogen werden. Danke Frau Nahles, aber es war nichts anderes zu erwarten, als ein erweitertes Strafsystem. Denn anderes als Verschärfungen kann diese Regierung nicht.

      PS:
      Nichts gegen Rollifahrer oder Schwerbehinderte, die haben es in unserer Gesellschaft nach wie vor schwer genug. Aber was ich vielmehr damit sagen möchte, dass wir immer von Einzelfällen sprechen. Arbeitslosengeld II ist aber eine Pauschalisierung, die Individualität nicht oder nur sehr begrenzt zulässt.

      Ich war das letzte Mal vor 2 Jahren im Stadion bei den Eisbären, weil ich vom Vermieter zwei Freikarten bekam. Oftmals würde nicht einmal das Geld für den ÖPNV hin und zurück reichen.

    7. Mina

      Ich lebe ungefähr wie alsternerd.
      Ich wurde im Studium krank und war in dem Moment nicht fähig Urlaubssemester zu nehmen, weil niemand abschätzen hätte können, dass ich jahrelang krank sein werde, statt nur paar Monate. Dadurch ist natürlich mein Bafög ausgelaufen (zu hohes Semester) und ich bin noch nicht fertig, weil ich halt keine 8 h am Tag schaffe mich zu konzentrieren, bin viel schneller erschöpft. Dadurch, dass ich meine ganze Kraft für die Uni einsetze, um endlich fertig zu werden, kann ich nicht noch arbeiten. Mir geben meine Eltern so viel sie können und das ist halt auch wenig, weil sie selbst ja kaum was haben. Durch meine Krankheit habe ich Jahrelang zu dem Semesterbeitrag, noch Studiengebühren und dann auch noch Langzeitstudiengebühren gezahlt, das sind pro Jahr ca. 2500 €. Zur Zeit habe ich aber rausgefunden und auch geschafft beim Amtsarzt eine Beurteilung zu bekommen, dass ich halt noch so krank bin gerade, dass ich die Langzeitstudiengebühren dieses Jahr nicht zahlen muss (Studiengebühren sind zum Glück ja auch weggefallen), bleiben dann nur die 770 € pro Jahr für den Semesterbeitrag. Tut zwar auch sehr weh, aber nicht so sehr wie 2500 €.

      Wenn ich in meiner Situation Arbeitslosengeld 2 bekommen könnte, wär ich super glücklich, weil das mir das Studium ermöglichen würde, ohne dass ich mir von meiner Verwandtschaft (die leider fast nichts hat) Geld geben lassen muss, weil es gerade keine andere Möglichkeit gibt. Studium aufgeben macht noch weniger Sinn. Da hätte ich zwar das Arbeitslosengeld 2, aber dafür keine Lebens- und Berufsperspektive mehr.

      ————–
      Zu dem Zeppelin: Wenn das die Erklärung für „fliegen“ ist, dann müsste das auch für Schiffe und Fähren gelten, wodurch man dort dann schwimmen sagen müsste anstatt fahren. Entweder stimmt mit der Erklärung irgendwas nicht oder die Schiffleute sind so anders eingestellt, dass nach deren Definition es dann doch Zeppelinfahren heißen müsste, da es ja mit Schifffahren ähnlich ist.

  4. Name (benötigt)

    Mein Gehirn hat gelernt Tobi seine Stimme mit Schlaf zu assoziieren. Jetzt werde ich beim Realitätsabgleich immer müde.

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  5. Mokkel

    Die Kapitelmarken mit VLC Funktionieren, aber nicht in mp3 Dateien. Weiß nicht ob es am Format oder an VLC liegt.

    Ich war auch auf einer Integrierten Gesamtschule in Niedersachsen, da war auch alles dabei von reich bis richtig arm (die richtig reichen Kinder, gingen aufs lokale Elite-Gymnasium). Die konnten dann nicht mit auf die Klassenfahrt oder bei Festen etwas beitragen, aber die Schule hat dafür gesorgt, dass es kein Problem war, wenn es ums lernen geht.

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    1. Dennis

      Moin,
      mp3 kann nativ keine Kapitelmarken,
      Wie ich kürzlich gelernt habe gibts aber Software, die ein benutzerdefiniertes Feld für die Kapitelmarken verwendet. Aber das kann auch nur diese Software auslesen, Name hab ich grade nicht präsent.
      Gruss, Dennis

    2. Mokkel

      Schön, dann hätten wir das Problem gelöst.
      Kapitelmarken kann nur das gute ogg/Vorbis (hier könnt ihr euch ein leises Kichern denken), Opus und AAC.

  6. Tarifkenner

    Weil das irgendwie offenblieb: Rügen ist fast zweieinhalb mal größer als die zweitgrößte Insel Usedom. Oder auch: Rügen ist größer als die 10 nächstgrößten deutschen Inseln zusammengenommen.

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  7. Dennis

    Moin,
    Tobi, du bzw. deine Tochter würde auch mit einem Windows Home Edition auf die Domain-gehosteten Sachen zugreifen können, aber das ist gefummel. Mit Windows. Und einem Schul-Admin.
    So gesehen sollte man sein Tablet nicht in deren Domain einbinden :/
    Wenns „nur“ n fuffi mehr ist nimm die professional Variante.
    Gruss, Dennis

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    1. Mithrandir

      Dem kann ich nur zustimmen. Ich glaube aber trotzdem nicht, dass die an eurer Schule eine Domain für die Schülerrechner haben. Das ist zu viel administrativer Aufwand.

      Ist die schule eigentlich eine Privatschule? Zahlt ihr extra dafür?

  8. lnw

    Zum Thema Ameisen aus dem Flugzeug sehen moechte ich Grissemann und Stermann zitieren:

    Vom Flugzeug aus kann man mit dem Auge rausschaun, dann sehen die Menschen aus wie Ameisen. Wer sehr gute Augen hat, der kann aber auch die Ameisen vom Flugzeug aus sehen. Die sehen dann auch aus wie Ameisen!

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  9. @Nick_Lange_

    Ich bin Azubi und habe nach Abzug der Miete noch genau 435 Euro (ohne Kindergeld eben 190 weniger, also 245).
    Ich komme ziemlich bequem klar, was vor allem daran liegt, das ich keine weiteren Fixkosten habe außer meinen Internetanschluss für 10 Euro.
    Handy ist prepaid, ich bin ziemlich nah an die Firma heran gezogen und muss nie Öffis benutzen (in die Innenstadt sind es 10 Minuten zu Fuß), Auto hab ich keins.
    Das meiste geht für Essen und „Luxusartikel“ drauf, aber insgesamt könnte ich nicht sagen, woran es mir wirklich fehlt. Mehr Klamotten, ein besserer Computer etc geht natürlich immer.

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  10. Christine

    Lieber Holger, lieber Tobi,
    danke für die tolle Sendung, hat mir mal wieder großen Spaß gemacht.
    Aber eine Frage bleibt mir, Thema Amazon (Tobi erzählt bedauernd, dass die Schule wünscht, dass er den Laptop für seine Tochter beim Computerhändler in der Nachbarstadt kaufen soll, obwohl er bei Amazon 50 Euro billiger ist, Holger stimmt in das Bedauern ein). Gerade durch das andere Thema, grob Solidarität, wundere ich mich über die von mir so empfundene Unbedarftheit im Umgang mit Amazon. Ich erlebe das auch bei vielen, sonst sehr reflektierten, Freunden und Kollegen.
    Ich habe acht Jahre lang im Buchhandel gearbeitet und bin dadurch schon früh sensibilisiert worden für die Marktmacht von Amazon. Jetzt bin ich selbst Autorin für einen Verlag und bekomme mit, wie sehr Amazon seine Handelspartner unter Druck setzt. Von der Ausbeutung der Mitarbeiter ganz zu schweigen, darüber weiß ich allerdings nur aus den Medien und aus dem Roman Saisonarbeit.
    Jedenfalls schaffe ich es tatsächlich, mein Leben ohne Amazonbestellungen zu führen und versuche, so oft wie möglich beim Händler um die Ecke zu kaufen, wenn es auch ein paar Euro teurer ist.
    Es würde mich ernsthaft sehr interessieren, ob ich vielleicht eine Entwicklung verschlafen habe und Amazon doch gar nicht so schlimm ist oder ob es hier doch um ein kollektives Ignorieren aus Bequemlichkeit geht.
    Freue mich auf Kommentare und sowieso auf viele weitere WRINT-Folgen
    Christine

    P.S.: Jippie, seit ein paar Wochen schalte ich wieder begeistert Radio Eins ein, großartig, dass Du endlich dort gelandet bist, Holger!

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  11. Manuel

    Hallo Allerseits,
    kleine Frage an Holgi: Ich habe jetzt deinen schönen Bericht über deinen Zeppelinflug gehört, bist du schon einmal mit Kleinflugzeugen und insbesondere Segelflugzeugen geflogen? Auch wenn ich das in den letzten Jahren aus verschiedenen privaten Gründen nicht mehr gemacht habe, habe ich mal einen Segelflugschein gemacht und kann das nur sehr empfehlen (beim Kreisen nicht auf die Kreismitte schauen dann wird einem normalerweise auch nicht schlecht). Einfach mal bei einem in der Nähe befindlichen Segelflugplatz (keine Ahnung wo das dann bei Berlin ist, vermutlich irgendwo ausserhalb, Google hat mir mal das hier angeworfen: http://www.lsc-interflug-berlin.de/html/mitfliegen.html) anrufen und nach Gastflügen fragen, kostet im Normalfall auch nicht so viel.
    Grüße aus dem schönen Karlsruhe
    http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Karlsruhe~/Karlsruher-Kombi-Baustelle-boomt-als-Postkarte;art6066,1222468

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  12. Thomas

    Das mit den Rechnern in der Schule sehe ich eher kritisch. Was Schule ausmacht ist die Interaktion. Rechner werden also entweder glorifizierte Hefte, oder aber die Interaktion ist halt tot. Wir brauche Computer als Zugang zur Welt, aber weder als glorifizierte Taschenrechner, Hefte oder Tafeln zu benutzen.

    Weder die Aufgaben noch die Grundidee von Schule hat irgendwas mit moderner Mediennutzung zu tun.

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    1. Eule

      Jein. Ein Smartboard (im Sinne von Beamer mit angeschlossenem Rechner auf weisse beschreibbare Fläche gerichtet) ist eine äusserst sinnvolle Weiterentwicklung des alten Overheadprojektors, denn so ein Ding ist nie unscharf oder nur partiell scharf, kann Farben ordentlich darstellen und Fotos in vernünftiger Qualität, ebenso Filme. Die Unterrichtsvorbereitung und den Einsatz von Anschauungsmaterial erleichtert das extrem.

      Was Rechner für Schülerinnen und Schüler angeht: Yep, das braucht man nur begrenzt, sonst ist es eher schädlich. Der begrenzte Einsatz ist aber durchaus nützlich. Ich bin als Lehrer von einer Schule die überhaupt keine OHPs mehr besass weil in jeder Klasse Smartboards hingen an eine gewechselt die im ganzen Gebäude insgesamt nur fünf Beamer vorhält, und allein schon der Umgang der SuS mit Technik als Werkzeug ist sehr auffallend unterschiedlich: In der einen scheitert die Oberstufe an PowerPoint, in der anderen nutzen Siebtklässler das Programm so routiniert als würden sie ein Plakat auf Papier malen.

    2. Stefan

      Nachdem Jugendliche heutzutage selbst einfache Rechenaufgaben nicht mehr lösen können, sind sie künftig auch nicht mehr der Handschrift möglich. Hauptsache wutschen und wedeln. Wir hatten damals erst in der 10. Klasse Taschenrechner verwenden dürfen. Damals waren wir darüber verärgert, heute bin ich dafür dankbar. Ich kann noch Prozentrechnen und Überschlagsrechnen, auch ohne Rechner.

      In der Schule sollen erst einmal die Basics vermittelt werden, alles andere kann später folgen. Heute können die Kids allesamt wutschen und wedeln, aber Medienkompetenz ist ihnen fremd. Stattdessen folgen sie der Panik und Hysterie, die verbreitet wird. Oder eben Facebook-Hasskommentaren (sofern sie noch fehlerfrei lesen und Texte verstehen können).

      Wir haben 4-8 seitige Erörterungen noch auf Papier geschrieben. Und wir haben es überlebt!

      Möge man mich altmodisch nennen, aber ich finde es nicht gut, dass Kinder unter 14 Handies oder Tablets besitzen. Das wird sich alles noch rächen, da bin ich mir sicher. Hoffentlich habe ich unrecht.

  13. Ole

    Moin!
    Also ich kann auch so einiges dazu erzählen wass es heißt arm zu sein. Ich finde es aber imme schwer einzuschätzen, wie viel ich anderen davon auf die Nase binden soll. Es kommt so leicht wie gejammer rüber. Ich jedenfalls hab schon etliche Jobs gemacht. Hab studiert, ar selbstständig, hab Autos getestet und Flugzeuge beladen aber nie für eine vierköpfige Familie mehr als 1800 Netto gehabt. Und genau bei der Familie beginnt das Problem: An mir selber spare ist lästig, aber OK. Aber wenns an die Kinder geht wirds echt unangenehm.
    Aber bevor ich ins schwafelbn komme: Was interessiert Euch daran? Fragen kosten nichts.
    *Schlechte Metaphern für 300 bitte!*

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  14. Mario

    Hallo,

    @Toby: Frag doch bitte erst einmal nach, wer schon ein Konzept zur Nutzung der Tablets hat und wie das Konzept aussieht. Ich habe – aus Erfahrungen – folgenden Eindruck:
    Da haben ein, zwei Personen eine Idee zur Nutzung der Tablets im Unterricht gehabt. Diese zwei Personen haben soweit Ahnung, dass sie die Materie verstehen. Es wurde abgestimmt. Die restlichen Personen haben von der Materie wenig bis keine Ahnung, aber die Idee klang gut. Also wurde zugestimmt.
    Letztendlich wird das nur halbherzig umgesetzt oder verläuft ganz im Sand.
    Denn wenn die Schule so modern wäre, dann gäbe es die Unterrichtskopien auch digital. Schließlich sind die ja nicht von der Lehrkraft handschriftlich verfasst, oder? 😉

    Die 300 Euro sind viel Geld, wenn nur in ein, zwei Fächern das Tablet genutzt wird. Denn dann kann man auch ein Schulgerät nehmen, zumal für die Nachbereitung/Hausaufgaben zu Hause wahrscheinlich ein PC vorhanden ist. Und da ist es dann egal, ob das ein 300-Euro-Tablet oder ein älterer Desktop-PC ist.
    Solange die in der Schule verwendete Software darauf läuft.

    Zu den technischen Daten:
    Ich habe letzens ein HP Omni 10 für jemanden privat repariert. Das hat 2GB RAM und einen Atom Z3770.
    Für Büroarbeiten ist die Hardware vollkommen ausreichend.
    Auch HD-Vidoes lassen sich problemlos abspielen.
    Die Atom-Prozessoren haben sich weiterentwickelt – wenn ich das mit meinem Samsung NC 10 vergleiche (Atom N270).
    Die x86-fähigen Tablets (die, wo „ganz normales Windows“ drauf läuft) scheinen in einer Preisklasse auch alle eine sehr ähnliche Hardware zu haben. Das HP Omni 10 ist von den Treibern her auch das Asus T100. Das fiel mir auf, als ich aus Neugierde Linux auf dem Omni 10 ausprobiert habe.

    Wie ein solches System bei Musikbearbeitung (Musikunterricht) oder Grafikbearbeitung (Kunstunterricht) abschneidet, kann ich allerdings nicht sagen.
    Wie lange man so ein Tablet im Rucksack/Schulranzen herumtragen kann, kann ich dir auch nicht sagen.
    Allerdings habe ich schon zwei Bildschirme von Laptops gewechselt, die durch den ungleichmäßigen Druck beim Transport beschädigt worden sind. Da zeigt sich dann auch, dass die teuren Thinkpads mehr abkönnen (weil mechanisch stabiler) als die Billig-Laptops.

    Übrigens kann man bei den Tablets weder die „SSD“ noch den Arbeitsspeicher erweitern.
    Denn die vermeintliche SSD ist kein Modul mehr, sondern fest aufgelötete IC – ebenso der RAM.

    Wegen den 50 Euro: Wenn sich herausstellt, dass man einige Fähigkeiten des Professional-OS benötigt, dann hat man nur Scherereien wegen „gesparten“ 50 Euro. Außerdem gibt es einen Service vor Ort.
    Bei dem von mir reparierten Tablet war die USB-Buchse verschlissen.
    Das ist eine Schwachstelle – solche Steckverbinder haben nur eine gewisse Steckzyklenzahl.
    Dazu kommt, dass sich mit der Zeit mehr oder weniger Schmutz in den Buchsen ansammelt, der dann beim Einstecken eines Steckers schön reingedrückt wird…
    Gesetzt dem Fall, was ist dir dann lieber: Händler vor Ort oder einschicken?

    Noch ein Gedanke: Wenn man schon nicht gerade günstige Hardware mit sich herumträgt, dann sollte man auch etwas pfleglich damit umgehen. Ist bei Kindern wahrscheinlich nicht ganz so einfach.
    Gegen Herunterfallen – hilft wohl nichts so wirklich.
    Es ist ärgerlich, wenn das Display springt oder sich im Lauf der Zeit Lötstellen durch die mechanische Beanspruchung lösen.
    Wenn das Tablet senkrecht im Ranzen/Rucksack transportiert wird und selbiger etwas hart abgestellt wird, dann wirkt auf die Kante, auf der das Tablet gerade steht, kurz viel Kraft.
    Spendier‘ dem Ding eine Stoß-Schutzhülle und eine Tasche aus möglichst an den Kanten gepolsterten Material. Eine Tasche mit Tastatur drinnen ist auch nicht schlecht.
    Die darf dann auch gern per Bluetooth andocken – vom USB-Anschluss-Problem schrieb ich bereits…

    Ob man Amazon mit seiner Geschäftspolitik noch fördern muss, dass muss sowieso jeder selbst wissen.
    Zumal man immer irgendwo jemanden fördert, den man eigentlich nicht fördern möchte…

    Viele Grüße

    Mario

    Antworten
  15. Stefan

    Zu meinem Kommentar oben:
    Ja, ich habe sehr wohl Existenzangst. Ich weiß nicht, ob ich nicht in ein paar Jahren in einem Lager vor mich hin vegetiere, oder vielleicht sogar getötet werde, weil ich lebensunwertes Leben bin. Richtig, diese Angst habe ich inzwischen. Ich habe auch Angst vor Zwangsarbeit und Ausbeutung, Dinge tun zu müssen, die gegen meinen Willen und gegen meine Motivation sind, weil ich vergleichsweise einfach erpressbar bin (über existenzsicherndes Geld).
    Ich habe Angst vor dem älter werden. Ich wähle auch keine SPD, CDU oder Grüne. Ich würde aber auch niemals eine Partei wie die AfD wählen. Ich bin arm, aber nicht blöd. Der Presse vertraue ich weitestgehend nicht mehr.

    Zu den Medien kurz gesagt:
    Durch das Internet ist es möglich geworden, dass Belanglosigkeiten hochgespült, emotionalisiert und dramatisiert werden. Das wird auch gerne genutzt, denn Emotionen erzeugen hohe Klickzahlen, das kann dann wiederum besser vermarktet werden. Das gab es in Zeiten vor dem Internet nicht. Da gab es keine Facebook-Hasskommentare, die durch 10.000 Likes eine Massenaufmerksamkeit generiert haben. Und das ist ein massives Problem. Das sind dann auch Themen, die von der Regierung aufgegriffen werden, weil die Positionierung einfach ist und Wählerstimmen generiert.

    Schlimm wird es dann, wenn Paranoia und Hysterie in neue Gesetze münden.

    Was fehlt: Der Filter. Früher haben Journalisten gefiltert, welche Informationen an die breite Bevölkerung gelangen. Heute reicht dazu ein Mob. Das heisst nicht, dass ich Zensur möchte. Das möchte ich nicht. Aber die Menschen haben einfach diesen Filter nicht mehr. Es prasseln permanent hochemotionale Informationen auf die Menschen ein, mit denen sie einfach nicht umgehen oder bewerten können.

    Solidarität:
    Es ist ganz einfach: Da heute alles und jeder generell für alles verklagt werden kann, hält man sich als Mensch einfach zurück. Wer kann, spendet eben Geld, kümmern muss sich dann jemand anderes. Aber mal ganz ehrlich: Soll ich mich hinsetzen und Kindern etwas vorlesen, wenn am Ende des Tages eine „sensibilisierte“ Mutter „Bedenken“ anmeldet oder vielleicht gesehen haben mag, dass ich ein Kind angefasst hätte? Sorry, aber bei solchen Lebensrisiken geh ich dem doch aus dem Weg. Da gibts bestimmt noch viele andere Beispiele, und wenn man den angeblichen Erbschleicher nimmt, der sich aus privatem Engagement um alte Damen oder Herren kümmert und dem dann unterstellt wird, es würde nur darum gehen, um ein mögliches Erbe abzugreifen.

    Da ist es einfacher, die Situation eines Menschens bedauerlich oder schade zu finden, letztlich aber nichts tun zu können und einmal im Jahr für krebskranke Kinder zu spenden…

    Antworten
    1. Mario

      Zitat Stefan: „Das gab es in Zeiten vor dem Internet nicht.“
      Da sind das Stammtischgespräche/Pausengespräche geblieben.
      Die haben durch ihre lokale Begrenzung keine Massen erreicht und damit weniger Schaden anrichten können.

      Zitat Stefan: „Was fehlt: Der Filter.“
      Ich würde genau das die fehlende Medienkompetenz nennen.
      Oder die Bequemlichkeit, nicht nachdenken zu wollen bzw. recherchieren zu wollen.
      Liege ich damit richtig?

      Zum Thema Solidarität und Stefans Sichtweise:
      Da passt eine Erfahrung von mir dazu:
      Ich fahre als Passagier im Stadtbus. Ein Rollstuhlfahrer möchte austeigen.
      Ich weiß, dass es eine Weile dauert, wenn der Busfahrer aufstehen, die Rampe ausklappen, den Rollstuhlfahrer passieren lassen, die Rampe einklappen und sich wieder setzen muss.
      Ich weis auch, dass der Busfahrer den zeitlich etwas zu knapp bemessenen Fahrplan einhalten muss.
      Ich weiß zudem, dass man für das Ausklappen der Rampe einen Schlüssel benötigt.
      Ich schaue auf die Rampe und über den Spiegel zum Busfahrer, er reagiert nicht.*
      Also haben wir zu dritt den Rollifaher rausgehoben, während weitere Passagiere eingestiegen sind und eine Fahrkarte beim Busfahrer gekauft haben.

      Ein paar Tage später steige ich in den Bus ein, der selbe Busfahrer fährt.
      Er spricht mich an von wegen Danke und der Haftung, wenn da etwas passiert wäre.
      Da haben meine Gedanken erst einmal gekreist…

      Wie werde ich also reagieren, wenn das nächste mal ein Rollifahrer/Kinderwagen/… Hilfe benötigt?

      *Ich hatte gehofft, dass mir der Busfahrer den Schlüssel gibt.
      Zwei weitere Passagiere haben das wohl mitbekommen – oder hatten auch den Gedanken, dem Rollifahrer behilflich zu sein.
      Allein hätte ich ihm nicht helfen können – zu dritt ging das ganz gut.

  16. Pit

    Zum Thema Harz IV:
    Ich habe es persöhnlich glücklicherweise noch nicht erleben müssen, wie es sich anfült von dem Harz IV Satz leben zu müssen und diesem System ausgeliefert zu sein.
    Ich hatte in meinem Leben aber schon Phasen, in denen ich mit sehr wenig Geld auskommen musste, kurzfristig warscheinlich sogar weniger als Harz IV. Und das ist auch so ein Punkt. Es gib sicher viele Menschen, die sich entweder schämen Leistungen zu beantragen oder an dem System der Bürokratie scheitern und deswegen von noch weniger als dem Minstestsatz leben.
    Sicher gibt es auch Sozialschmarotzer, die das System ausnutzen. Da es dazu m.W. keine Zahlen gibt, kann ich nur vermuten, dass das ein verschwindend geringer Teil der Bezieher ist.

    Ich bin ganz klar für ein bedingugsloses Grundeinkommen. Das würde viele der genannten Probleme lösen. Ich fürchte nur, dass selbst die, die davon profitieren würden, nicht dafür stimmen würden, wenn sie gefragt würden. Ein großer Teil der Wähler wählt ja jetzt auch schon gegen seine Interessen. Wir haben ja aktuell eine Regierung, die nicht im Interesse der breiten Masse sondern von (wie auch immer mächtigen) Minderheiten handelt.

    Antworten
  17. Mina

    Zum Thema Schule + Notebook:
    Ich kann mir vorstellen, dass die Kinder, die oft Geräte benutzen, an der Uni einen Kulturschock bekommen werden. nur wissenschaftliche Taschenrechner darf man benutzen, bei machen Klausuren gar nichts, nur Stifte, Lineale und Papier. Ich hatte ja sogar einen Kulturschock, obwohl ich in auf dem Gymnasium in Mathe auch den Grafiktaschenrechner benutzen durfte. Das geht an der Uni dann halt nicht mehr.

    Sowas: https://www.bueromarkt-ag.de/grafikrechner_casio_fx-9750gii,p-fx9750,l-google-prd,pd-b2c.html

    Texte schreiben ist am Computer bisschen einfacher, weil man erstmal seine Gedanken festhalten kann und danach erst sortieren und überarbeiten kann, was Zeit spart, weil man auf Papier alles mehrfach aufschreiben müsste, zumindest am Ende eine Reinschrift machen, damit man durch das Chaos an Überarbeitung durchsteigt.
    Ich bin bei Texten sogar gegen Word oder andere ähnliche Textverarbeitung. Alles ab 25 Seiten würde ich mit Latex machen, das erspart sehr sehr viele Nerven und Zeit, wenn man eine vernünftige Formatvorlage hat für sein Anliegen.

    Für Notizen und Strukturierung nehme ich immer Stift und Papier, das ist eine andere Art zu denken, denk ich mal einfach.

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  18. Patrick

    Da höre ich nach 1 1/2 Jahren endlich wieder mal wieder eine Wrint Folge und ihr redet ab Minute 3 über Technik…… hach ja manches ändert sich wohl nie

    Echt schön mal wieder bei euch rein zu hören 🙂

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  19. Mario

    Irgendetwas scheint als schlimm empfunden zu werden, wenn man im Podcast über die Technk des Podcasts redet.
    Kann mir das bitte jemand erklären?

    Mich stört es nicht – im Gegenteil.
    Liegt das an meinen Interessen?

    Viele Grüße

    Mario

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  20. Sven

    Mal kurz ein paar Gedanken zum Holzgammel an der Terasse.

    Ich bin ja großer Freund naturverträglicher(er) Holzschutzvarianten und so wie sich das anhörte ist der Tobi – hallo Tobi ! – es auch. Darum u.A mal ein Tip wie es besser klappen kann. Sicher braucht es etwas Hingabe, und auch Zeit. Sind halt alte Methoden und Mittel.

    Das Ölen alleine (Leinöle etc.) von Holz im Aussenbereich ist kein dauerhafter Schutz. Das muß alle halbe bis etwa 2 Jahre wiederholt werden und das Holz muß dann gut trocken sein, denn nasses Holz saugt nichts auf. Ein mehrfacher „fetter Anstrich“ mit – je nach Wetter – einigen Tagen bis Wochen Abstand ist notwendig.
    Bevor Holz erstmals dem Wetter ausgesetzt wird sollte es an den Schnittflächen (Hirnholz bzw. alles was tendeziell quer zur Faser gesägt wurde) versiegelt werden. Dafür eignen sich Firnisse wie z.B. „Boatsoup“ – gibt es auch fertig zu kaufen. Ein paar Tage die Enden der gesägten Kanthölzer etc. damit tränken. Nimmt man einfach Frischhaltefolie o.so (vorher mal Prüfen ob die Folie das Zeugs verträgt) und wickelt paar Lagen drum so das sie etwas übersteht. dann etwas „Suppe“ auf die Fläche kippen und verstreichen (sag mal: 1 PimalDaumenColaSchraubdeckel voll bei ca. 20..30 cm²) und die Folie zu zwirbeln/klappen. Am nächsten Tag(e) wiederholen irgendwann saugt es nichts mehr auf.

    Achja… und vorher mit ner Borsalzlösung (wenn vorhanden) oder zumindest mit Eisen-II-sulfat (10..12g auf 1/4 Liter Wasser) an den entstandenen Stirnflächen vor dem Kontakt mit Öl/Firnis behandeln/tränken/bepinseln ACHTUNG ! Eisen-II-Sulfat macht schicke braune bis schwarze Flecken. Auf der Haut und auch sonst gerne irgendwo !

    Sibirische Lärche…
    Tja – Marketing halt! Gehört eigentlich verboten weil Raubbau. Gibt auch nen Link dazu, der ist zwar schon älter aber geändert hat sich da eigentlich nix.
    http://www.holzfragen.de/seiten/laerche.html

    Abgesehen davon, „alte Scheunen in Bayern“ erinnere ich selten als unbehandelt. Meistens wohl mit Holzteeren bzw Mischungen, denn dadurch entsteht auch die braune bis schwarze Farbe des Holzes. Holz ohne Behandlung wird irgendwann silbergrau. Hält sicher auch ewig wenn klug gebaut und gut belüftet und – vorallem die Stirnflächen/Hirnholz – nicht direkt dem Wetter ausgesetzt sind.

    Grüße sevn

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