WR532 Solidarność Mausoleum

 

wrint_heit_2014_200Darin unter anderem Ikea, Nüsschen, Menschen, Politiker, Lärm, Gastronomie, Floskeln, Hitler, Pläne, Uhren, Insekten und Bettwäsche.

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66 Gedanken zu „WR532 Solidarność Mausoleum

  1. thf

    Zu der Literatur-Frage:
    Orsina ist in meiner Erinnerung eine Figur aus Emilia Galotti

    In NRW kann man in der Oberstufe statt (oder ergänzend zu) Kunst und Musik Literatur als Fach wählen, wo dann auch Literatur aus einer der Nicht-Schulsprachen behandelt werden könnte.

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  2. ICHBINEINSPRECHENDERTOTENSCHAEDEL

    Rollenspielklassiker – Was kann das Wesen eines Menschen ändern?
    1 – Der Klassiker heißt PLANESCAPE: TORMENT
    2 – Die Frage wird am Ende des Spiels beantwortet – sehr konkret
    3 – Ausführlicher und empfehlenswerte Podcastfolge dazu hier: http://www.stayforever.de/2012/05/folge-11-torment/
    4 -Alternativ selber spielen hier – Sehr textlastig, deshalb auch für Nicht Spieler hervorragend geeignet : https://www.gog.com/game/planescape_torment

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    1. nurbsi von sirup

      Hui, Punkt 4 find‘ ich recht mutig – PS:T ist mir nicht als besonders angenehm spielbar in Erinnerung.
      Geil wär‘ natürlich ’ne Wimmelbild-Variante, in der ich einfach Atmosphäre und Erzählung genießen kann xD

  3. Fabian

    Nicht nur Osteuropäer sind da empfindlich.
    Mache mal Witze über Ossis. 😉

    Über Bayern kann man sich ewig und unendlich hart auslassen, aber wehe solche Sprüche kommen zu den neuen Bundesländern.

    Gruß
    Fabian

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    1. David

      Genau! Und gleich noch eine Trotzreaktion:
      Wie lange darf man eigentlich noch von „neuen“ und „alten“ Bundesländern reden? Ich mein von den Jahren her ist es doch irgendwann mal gut. Was sagt eigentlich das Saarland dazu? 😉

      Darf man dann eigentlich auch von den „ganz alten“ Bundesländern reden? (Also Burgendland, Vorarlberg… ) 😛

      Nennt es doch einfach so historisch, wie es im Laufe der Jahrhunderte gewachsen ist. Und das kann auch gern von die Bundeslandgrenzen aus unterteilt werden, ich hier in Berlin weiß auch, daß es ein „Ost-Westphalen“ oder ein Franken gibt.

      Jaja, ich hör ja schon auf.

    2. Leif

      Ich habe die Bundesländer nur noch innerhalb meines Allgemeinwissens in Ost und West separiert. Im Tagesgebrauch und gefühlt ist für mich Thüringen kein Unterschied zu Baden Württemberg oder so… Sind halt 2 Bundesländer. Wenn ich sage, Thüringen ist im Osten, dann sage ich das mit demselben Gedanken, wie „Saarland ist im Westen“, also rein geografisch gemeint.

    3. Julia

      Ich wurde nach der Wiedervereinigung geboren, von daher existieren für mich eigentlich gar keine „alten“ oder „neuen“ Bundesländer; auch wenn ich natürlich weiß, was gemeint ist. In meinem alltäglichen Sprachgebrauch finden die Bezeichnungen jedenfalls keinerlei Anwendung und ‚Ost-West-Bezeichnungen‘ sind – wie Leif schon meinte – rein geographisch und ohne Wertung zu verstehen. Was diese geographischen Ost-Zuschreibungen anbelangt, scheinen mir einfach ziemlich viele überempfindlich zu sein…

    4. David

      Ich hatte übrigens das Saarland mit in die Auflistung gebracht, nicht weil es weit im Westen liegt, sondern auch erst 1957 in die Bundesrepublik kam, in dem Sinne auch mal „neu“. Oder ist es jetzt nur ein halbaltes Bundesland?

      Und im übrigen gibt es hier das Öffentlich-Rechtliche 3. Programm: MDR, MD wie MittelDeutsch. 😉 Ostdeutschland ist halt nur ein kleiner Teil der „neuen“ Bundesländer. Und das wollte ich hier nur mal loswerden – Und eigentlich weit weniger kritisch, als es vielleicht jetzt rüberkam.

  4. Bernd am Grill

    Zur Literaturauswahl im Fach Deutsch: Das scheint wohl Faulheit der Lehrer zu sein (da sie die Bücher schon kennen und es gibt Material von den Kollegen), oder es gibt dafür einfach wesentlich mehr Lehrmaterial als für andere Bücher. Bei einem Zentralabitur muss natürlich auch einheitlich gelesen werden.
    Aber z.B. im Kerncurriculum Deutsch (Niedersachsen) für die Klassen 5-10 stehen als Literaturempfehlung Bücher von Lewis Carroll, Astrid Lindgren, Robert Lewis Stevenson, Mark Twain, Charles Dickens, Italo Calvino, Miguel de Cervantes, Arthur Conan Doyle, Edgar Allan Poe….
    Nachzulesen hier:
    http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/kc_gym_deutsch_nib.pdf

    Also ist es offiziell scheinbar erlaubt, wird nur leider nicht umgesetzt.

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  5. Sven

    Moin,

    zum Thema Schulliteratur: Wir haben im Deutsch-Unterricht in der Oberstufe „Oblomov“ gelesen, jedenfalls zum Teil. Aber ansonsten hab ihr recht, es wird wirklich nur deutsche Literatur gelesen. Im Englisch-LK wurde neben Shakespear dafür aber auch Orwells 1984 und Elizabeth George gelesen.

    Gruß
    Sven

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  6. Lukas

    Zum Arbeitsplatzwechsel:
    Im Realitätsabgleich erwähnte Tobi dass er bei seinem neuen Arbeitgeber am Mittwoch oder Donnerstag anfangen würde. Durch den Anfang mitten in der Woche und das darauf folgende Wochenende würde man die Kollegen / Abteilung / Firma kennenlernen aber habe dann gleich zwei Tage des Wochenendes um die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten.
    Diese Vorgehensweise gehört bei mir unter die „Top 3 der Verhaltensregeln beim Stellenantritt“.

    Zu Ikeamöbel und Schreinervater:
    Als ich mit meiner Freundin meine erste Wohnung genommen hatte, haben wir uns auch bei Ikea eingedeckt. Ich, weil ich nichts anderes kannte, und meine damalige Partnerin weil sie davon fasziniert war. Ihr Vater, Schreiner von Beruf, war davon nicht so überzeugt fuhr uns trotzdem hin. Er weigerte sich jedoch, auch nur den Ausstellungsraum zu betreten und ging direkt ins Restaurant. Schlusskommentar: „Die Möbel sind nichts wert, aber der Kaffee ist ganz in o.k.“

    Zum Wasser:
    Nach meiner Erfahrung machen Wirte mehr Gewinn mit den Getränken als mit Speisen. Daher kann ich verstehen wenn man beim Wunsch eines einfachen Wassers schief angesehen wird. In der Stammkneipe in meinem ehemaligen Wohnort bekamen sogar noch nie gesehene Gestalten ein Wasser, Sirup und ein Stück Brot kostenlos.

    Zum Geschenk für Aliens:
    Mein erster und blitzartiger Gedanke war, wie ich mich vor der ausserirdischen Lebensform niederknie und ihr so ein billiges Plüschherz vom Jahrmarkt entgegenstrecke. Nicht besonders schlau, nachhaltig und überzeugend aber ich soll doch mehr auf mein Bauchgefühl hören.

    Vielen Dank für die Sendung, hat wie immer Spass gemacht und einen schönen April.

    PS: Schon im Kindergarten lernte ich das Sprichwort: „April, April, der macht was er will!“ Bei mir schneit es jetzt auch.

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  7. B.

    Zu dem Rollenspielklassiker und der Frage „Was kann das Wesen eines Menschen ändern?“:

    Es handelt sich bei dem Spiel wohl um das D&D-Fantasy Computer Rollenspiel „Planescape: Torment“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Planescape:_Torment) aus dem Jahr 2000. Das ist auf vielen Listen der „besten RPGs aller Zeiten“ und so stets recht weit oben, für manche gar auf Platz 1.

    Man spielt einen unsterblichen (aber schon sehr vernarbten) Charakter, der mit jedem „Tod“ ein bisschen mehr von seinem Gedächtnis verliert. Natürlich versucht man durch hinterlegte Notizen und andere Indizien herauszufinden, was man denn nun tun sollte und wer man ist usw.
    Das Spiel ist besonders interessant durch die sehr unterschiedlichen Charaktere, mit denen man interagieren kann (ein schwebender Schädel, eine keusche Sukkubus, ein Roboter usw…), aber auch weil es ein wenig mit den sonst üblichen Regeln einer solchen Fantasy-Welt spielt. Z.B. sind die Untoten hier nicht nur irgendwelche Zombies die einen verschlingen wollen, sondern sie reden ganz nett mit einem und die Ratten die sonst zu den typischsten Anfangsgegnern in so einem Spiel gehören sind hier in Form von Werratten (wie Werwölfe) und einem magisch begabten Ratten-Hivemind die mächtigsten Figuren im Spiel. Das war wohl auch ein Ziel der Entwickler, das vorher dagewesene ein wenig auf den Kopf zu stellen.

    Tatsächlich ist zur Zeit der Nachfolger dieses Spiels in Arbeit, das von Fanspenden (via Kickstarter und Co.) ermöglicht wurde:
    https://torment.inxile-entertainment.com/

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  8. Anne

    Eine Sendung, bei der mal so viel hätte beitragen können.

    Nur noch als Ergänzung zum Rolltreppenverhalten, für alle, die die lange Version der Studie nicht lesen möchte. Es geht dabei um Rolltreppen, die viel benutzt werden (busy escalators) und wo sich in dem Fall, dass links gegangen wird, die Menschen schneller anstauen, weil eben die meisten lieber stehen wollen, als die rechte Seite benutzen. Hier geht man davon aus, dass, wenn beide Seiten zum Stehen verwendet würden, die Wartezeit so verkürzt würde, dass im Durchschnitt alle schneller wären. Bei wenig genutzten Rolltreppen ohne Stau ist man natürlich trotzdem schneller, wenn man geht, alles andere wäre ja tatsächlich unsinnig.

    Bei IKEA kommt es sehr darauf an, was man kauft. Wir haben vor Jahren einen Massivholzesstisch gekauft, bei dem mein Schreineronkel bezüglich des Preises nur meinte, dass das halt grob die Materialkosten wären. Es gibt auch weitere Vorzüge bei IKEA: Erstens ist der Wiederverkaufswert recht gut (bei Umzügen haben wir meistens um die Hälfte des Originalpreises bekommen), vermutlich, weil die Leute eben wissen, was sie haben wollen und was es kostet. Zweitens freuen sich die Umzugsunternehmen (sofern man eins bemüht), weil die vermutlich Billyregale und PAX-Kleiderschränke schon dreitausend Mal ab- und aufgebaut haben und das im Schlaf können.

    Wasser: Ich habe es letztens in Wien erlebt, dass zum Wein Wasser gratis serviert wurde. Also, zu einem Glas Wein bekam ich ein Glas Wasser und ich meine, irgendwo auch gelesen zu haben, dass auch zu einer Flasche Wein eine Flasche Wasser serviert würde. Ich habe aber keine Ahnung, ob das Österreichtypisch ist oder nur für dieses Restaurant galt. Ich fand das aber eine ganz schöne Zwischenlösung. Prinzipiell finde ich zwar auch, dass einfach standardmäßig Leitungswasser in Karaffen auf dem Tisch stehen oder auf kurze Nachfrage gebracht werden sollte (wie in den USA und Frankreich üblich, bei anderen Ländern kenne ich mich nicht so gut aus), aber wenn das aus welchen Gründen auch immer nicht erwünscht ist, könnte man zumindest umsonst Wasser dazureichen, wenn der Gast Wein bestellt (also ja auch für Getränke bezahlt). Vermutlich liegt das aber wieder daran, dass die Menschen in Deutschland nicht die ausgeprägte Ausgehkultur haben, bei der auch ordentlich gegessen wird, sondern vielfach eher der Geselligkeit wegen ausgehen und es dann möglichst günstig haben wollen (nicht beweisbares Vorurteil).

    Arbeitsplatzwechsel: Was ich wichtig finde. Beim Abschied aus dem alten Unternehmen nicht noch auf den Putz hauen, sondern sich zivilisiert verabschieden, selbst wenn man gute Gründe für ersteres hätte. Erstens weiß man nie, wann man sich wiedersieht und zweitens sollte man für das eigene Selbstwertgefühl erhobenen Hauptes gehen und nicht in einem Wutanfall (zugespitzt formuliert).

    Beim neuen Job finde ich wichtig, sich nicht zu schnell von den Vorurteilen und Urteilen der Kollegen einlullen zu lassen, was zum Beispiel andere Kollegen oder Kunden angeht. Sie haben zwar möglicherweise recht, schließlich haben sie mehr Erfahrung, aber man sollte sich trotzdem erst mal ein eigenes Bild machen, ob Kunde X wirklich so nervig und Kollege Y wirklich so unfähig ist.

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    1. David

      Zum Arbeitsplatzwechsel sehe ich das genauso.
      In der heutigen Zeit ist man nicht mehr 45 Jahre in derselben Firma, da gibt es mehr Fluktuationen – und man sieht sich hinterher vielleicht wieder. Also nicht gesamt, aber einzelne Kollegen. (es gab auch schon manchmal durch den Bekanntheitsgrad eine Kooperation der neuen mit der alten Firma)
      Verlass die Firma so, daß du hinterher auch wieder anfangen könntest. Also nicht sinnlos nachtreten (da haben wir es wieder), nicht „dem wollte ich schon immer mal die Meinung sagen“….

    2. Leif

      Wasser zum Wein:
      Wird nicht überall gemacht, kenne ich aber aus verschiedenen Gegenden.
      Bei uns im Weserbergland gibt es teure Restaurants, da ist stilles Wasser beim Wein inkludiert, bei eher bürgerlichen Restaurants bestellst du das Wasser mit -und bezahlst das dann auch.

  9. Stephan

    Da war aber jemand nicht sonderlich motiviert?! Darf natürlich auch mal sein, nur schade um die Sendung.

    Sollte ich mich irren, so möge man es mir verzeihen 😉

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  10. crimpo

    Der mir spontan einfallende Gegenstand für die Aliens wäre ein Stift (ökologisch gesehen ein einfacher Bleistift). Mit ihm lässt sich quasi jede Form des Wissens und Kreativität umsetzen. Ein nicht zu unterschätzender Wesenszug des Menschen, Kommunikation, Wissen und Kunst aufzuzeichnen.

    Freue mich auf eure Einschätzung dazu.

    Antworten
  11. Dennis

    Moin!
    Die Uhr falsch zu stellen hab ich auch mal gemacht, der Gewöhnungseffekt setzt aber schnell ein.
    Ich rate aber dringend davon ab die Uhr im Auto vorzustellen 😉
    Gruss, Dennis

    Antworten
    1. Leif

      Uhr stellen… Käse. Kopf umstellen heißt der Trick. Wenn ich heute um viertel vor das Haus verlasse und komme 5 Minuten zu spät im Büro an, ja dann gehe ich morgen eben um 20 vor los…
      Das ist die einfachste Variante. Und wenn ich weiß, dass ich es IMMER schaffe, irgendwo 10 Minuten delay zu haben, dann schätze ich die Fahr- und Laufwege wohl nicht gut genug ein und gehe strikt -auch wenn das Bauchgefühl mir sagt, ich sei zu früh- 10 Minuten eher los.
      Klappt bei mir seit Jahren echt super.
      Meine Frau kapiert das ihr ganzes Leben noch nicht. IHR sage ich manchmal „wir müssen um viertel vor da sein“ obwohl die Verabredung um .00 Uhr steht. 😉

  12. Michael

    @Holgi Bei dem Rollenspiel das angesprochen wurde handelt es sich um Planescape Torment – das ähnlich funktioniert wie etwa Baldur’s Gate oder Icewind Dale, wenn dir das was sagt. Dabei geht’s um einen namenlosen Helden, der zu Beginn seines Abenteuers tot ist – und schon mehrere Leben hinter sich hat. Daher trifft er in einer aus mehreren Ebenen – den Planes – bestehenden Multiversumswelt immer wieder auf Menschen und Wesen, deren Dasein er in der Vergangenheit geprägt hat.

    Die Frage danach, „Was kann das Wesen eines Menschen verändern?“ ist nur eine der philosophischen Einschläge. Das Game beschäftigt sich auch viel mit Glauben, Religion und Konsensrealität. So kann man im Spiel etwa, wenn man genügend Charaktere davon überzeugt, dass der eigene Name Adahn sei, dafür sorgen, dass dieser Adahn dann tatsächlich auftaucht. Oder man kann einen Baum erblühen lassen, wenn man nur genügend Leute dazu bringt, daran zu glauben.

    Insgesamt ist das Game teilweise auch sehr schräg und surreal. Ein fliegender Schädel, eine Dämonendame und ein verrückter Magier können als Gefährten herhalten. Auch existiert ein Bordell der Intellektuellen Gelüste, in dem sich Zauberer etwa in Schränke verwandeln, um eben mal zu erleben, wie’s ist ein Schrank zu sein – und junge Damen dann eben mal die Türen aufmachen oder Schubladen auf und zu schieben. Dazu ist der Spieler an manchen Stellen gezwungen, gegen die eingeschleiften Taktiken und Konventionen eines Rollenspiels zu agieren – müssen etwa an einer Stelle sterben, wo man sonst in jeden anderen Rollenspiel nochmal ein Savegame laden würde.

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    1. frater mosses zu lobdenberg

      „Was kann das Wesen eines Menschen verändern?“

      Wie man seit dem letzten Tschirner/Ulmen-Tatort weiss: Kopfschüsse!

  13. Uli albers

    Zur Frage, welchen Gegenstand man einem Außerirdischen mitgeben würde, um ihn vom Guten im Menschen zu überzeugen: Musikinstrumente! Z.B eine Flöte oder ein Saiteninstrument. Ich glaube, viel von dem was Menschen ausmacht steckt da drin: Gefühl, Empathie, Fertigkeit, Kreativität, Interaktion(wenn man denen MEHRERE INSTRUMENTE mitgibt- Jamsession!), und auch viel vom alldem, was sich nicht in Worte fassen lässt: Magie, Lust, Lachen-
    Ich komme darauf, ich bin öfter morgens früh mit meinen Hunden unterwegs im Park, und an einem Tag spielte jemand Flöte (diese indische Bambusflöte, der Name fällt mir gerade nicht ein. Der Typ war auch Inder, oder halt aus diesem Kulturkreis und konnte deshalb auch gut spielen-), und das war ein Moment absoluter Erhabenheit, Ruhe und Einkehr- und das mitten im Alltag, im Vorbeigehen.
    Ja, also wenn Musik so eine Wirkung hat, dann muß das was Gutes sein. Das kann man getrost Außerirdischen empfehlen.
    Aber vielleicht sollte man sich auch der verheerenden Wirkung von Blockflöte übenden Grundschulklassen bewusst sein:)

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  14. David

    Zu der Alien-Frage:
    Vielleicht würde ich keinen Gegenstand präsentieren, sondern vielleicht eine Meta-Antwort: Eine Einrichtung oder Institution. So etwas wie Schule, oder eine Familie. Jaja, da gibt es auch ein paar ganz schlechte Beispiele/Vorbilder, aber unter dem Strich funktioniert es für einen Großteil der 7 Mrd. doch halbwegs. Ja, es gibt Gruppen, die hassen sich wie die Pest, aber es gibt auch erstaunlichen Zusammenhalt, hier in den Industrieländern „neuerdings“ weniger.
    Hmm, vielleicht auch Wissenssammlung, also eine Bibliothek oder ein Museum.

    Gegenstand ist mir so „konsumorientiert“, bzw es läuft wohl daraus hinaus, daß man die Technik zeigt, wo man besonders stolz drauf ist. Und ich werde einem interstellaren Alien keinen Faustkeil oder Dampfmaschinentechnik zeigen. 😉

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  15. EinMännlicherHörer

    Gute Gegenstände aus Holz… Zählen Holz-Dildos dazu? Ich finde, sie sind noch eine recht neuartige Errungenschaft und zeigen beispielsweise, dass Menschen zu filigraner Verarbeitung von Naturmaterialien fähig sind und sich allein ausgelebte Sexualität zugestehen. In beiderlei Hinsicht sehe ich Feinsinnigkeit in Sachen „Werkzeug“-Herstellung und Selbstliebe als etwas Gutes im Menschen.

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  16. Arne

    Zum Thema Wasser in der Gastronomie:

    Ich lebe seit mehr als zwei Jahren in Australien. Der erste Stopp nach unserer Ankunft hier führte uns zum Lunch in einen Pub und unser damaliger Host führte uns sogleich in die Freie-Leitungswasser-Gesetzgebung hier in New South Wales ein: So ist es kurz gesagt seit 2004 eine Pflicht des Wirts, im Falle des Alkoholverkaufs im gleichen Laden auch unendlich viel Leitungswasser umsonst zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile erwartet das daher eigentlich jeder und jedes Lokal, ob mit oder ohne Alkohollizenz, hat irgendwo eine kleine Theke zur Selbstbedienung mit Wasserkaraffen oder serviert diese sofort, nachdem der zugewiesene Tisch eingenommen wurde. So kann man hier auch ganz ohne schlechtes Gewissen einfach nur etwas essen, ohne dass man schief angesehen wird, wenn man keine weiteren Getränke dazu bestellt. Im Effekt führt das zumindest bei uns zu häufigeren Restaurantbesuchen und somit auch zu mehr Umsatz für die Wirte. Solange in Deutschland der Umsatz in der Gastronomie aber vor allem über die Getränke generiert wird, bleibt diese Idee wohl nur unerreichte Zukunftsmusik. Schade eigentlich.

    Antworten
  17. Mark U.

    Geschenk für Aliens: noch bevor Holgi das Wort Holzspielzeug ausgesprochen hatte war mein erster Gedanke war ein Jo-Jo aus Holz, weil faszinierend, einfach, nachhaltig, physikalisch, …

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  18. Moritz

    Hallo!

    Zur Rolltreppe: Auch im Verkehrswesen gibt es recht interessante Effekte, zum Beispiel das Braess-Paradoxon (https://de.wikipedia.org/wiki/Braess-Paradoxon). Vielleicht ist das ja ein Effekt dieser Art. Beim Überfliegen der Kommentare scheint es aber wohl so zu sein, dass das ganze recht trivial ist und mit „Warten und Drängeln“ erklärt werden kann. Egal, das Braess-Paradoxon darf man auch kennen.

    Mikrofonnutzung: Dieses elendige direkt-ins-Mikro-sprechen im geringsten Abstand der nur möglich ist findet sich nicht nur bei arabisch-deklamatorischen Sprechern, sondern auch sehr oft in… der Bahn. Die Leute, die den IC oder ICE begleiten, bekommen anscheinend keine vernünftige Ausbildung am Mirko. Manche machen das perfekt, bei den meisten brennt einem aber das Trommelfell nach wenigen S-Lauten.

    Antworten
  19. Aniong

    Vor ein paar Jahren habe ich von Holger in einem der Podcasts einmal das Wort „Reaktanz“ gelernt. Bei der ganzen Diskussion über den Radverkehr kann ich diese Art der Reaktion mittlerweile ganz persönlich nachvollziehen.

    Ich besitze ein Auto, fahre aber gerne auch im Alltag Rad und habe mir früher einmal gewünscht, dass der Radverkehr besser gefördert werden sollte. Irgendwann bin ich dann einmal bei der lokalen Critical Mass mitgefahren. Die Menge an Hass gegenüber allen Autofahren, die ich in dieser Radszene erlebt habe, war mir echt unangenehm. Sich absichtlich in den Weg stellen und dann Autofahrer anpöbeln, obwohl man selbst im Unrecht war, gehörte bei der Critical Mass offenbar zum guten Ton. Jeder noch so rücksichtsvolle Autofahrer war per Definition entweder ein Arschloch oder einfach ein dummer Mensch, der die Fahrrad-Erleuchtung noch nicht verstanden hat.

    Sorry, aber wenn ich solche Leute erlebe, möchte ich mich so gut wie es geht von denen distanzieren. Mein Enthusiasmus für eine Fahrrad-freundliche Stadt ist allein durch das Verhalten des harten Kerns der „Radaktivisten“ mittlerweile völlig verklungen. Holgers Forderungen von drakonischen Strafen wie lebenslangen Fahrverboten für alles, was irgendwie mit Autos zutun hat, treiben mich (der so rücksichtsvoll wie möglich fährt und sich immer ans Tempolimit hält) nur noch weiter in die Richtung, dem Radaktivismus vielleicht doch nicht mehr nachzugeben. Reaktanz halt.

    Ich denke ja immer noch, dass man mit realistischen Forderungen, die nicht ganze Bevölkerungsgruppen generell an den Pranger stellt, mehr erreichen könnte.

    Antworten
    1. flyingtoaster

      Was mein Verhalten als Radfahrer im Straßenverkehr angeht, bleibe ich lieber am Leben als im Recht.

    2. Truhe

      Die Berliner Critical Mass ist da sehr unangenehm. Gegenverkehr korken, komplette Straßen bei Pausen blockieren, Kreisverkehre dicht machen, Bier aus Glasfalschen trinken und dann auf den Gehweg pfeffern, sehr laute Musik auch um 23:00 von den Soundbikes usw. Es macht zwar trotzdem immer Spaß, aber mit der Grundidee der Critical Mass – Verkehr zu sein – hat das nicht viel zu tun. Die Berliner Critical Mass ist eine ungezügelte Party, bei der Kampfradler ihren Autofahrerhass ausleben können und es „denen“ mal so richtig zeigen können. Leider.

  20. Zeh

    Extremisten gibt es überall. Die meisten Radfahrer sind keine Extremisten. Ohne all zu großes Verständnis für Extremismus bekunden zu wollen, aber aus der schwächeren Situation heraus, bleiben manchmal nur extreme Mittel, um Aufmerksamkeit für ein Thema zu erzeugen. Und das Thema muss dringend mal grundlegender angegangen werden. Das das Auto in der Stadt immer noch derart dominant ist, obwohl es die Lebensqualität (für alle) erheblich verschlechtert, ist einfach kein guter Zustand. Diese Critical-Mass-Störaktionen drehen das Machtverhältnis temporär um und das allein ist doch schon mal interessant.

    Antworten
  21. Raftycat

    Das einzig richtige Geschenk für Aliens:
    Die Atombombe.

    Warum: Wenn wir davon ausgehen, dass die Aliens uns entdecken, und nicht andersrum, sind sie auf jeden Fall die uns überlegene Spezies. Das heißt sie werden uns entweder ausrotten oder versklaven. (Das sollte uns aus unserer eigenen Geschichte klar sein). Das heißt ein Geschenk muss aus der größtmöglichen Abschreckung bestehen um eine komplette Ausrottung zu vermeiden. Da die Atombombe aktuell die stärkste Waffe der Menschheit ist, wäre dies das Geschenk.

    Antworten
    1. Stephan

      Setzt voraus, dass sie mental ähnlich gestrickt sind wie wir, was ich nicht unbeding voraussetzen würde.
      Aber als typisches Geschenk des Menschen passt eine Atombombe recht gut, spiegelt uns als Spezies recht gut wider 😉
      Wenn wir nun noch ein „Sorry, weiß mir nicht anders zu helfen“ auf die Bombe schreiben, ist das Bild komplett.

    2. Raftycat

      Ja, die Frage dabei ist natürlich ob es höher entwickelte Spezies als die Menschheit schaffen diesen unangenehmen Wesenszug zu überwinden. Wünschenswert wäre es.
      Allerdings sind wir aktuell vermutlich die mit am Abstand am weitesten entwickelste Spezies die dieser Planet jemals gesehen hat und es scheint trotz fortschreitender Entwicklung nicht wirklich besser zu werden …

    3. Prot

      Kernwaffen als Begrüßungsgeschenk sind eine großartige Idee. Wir freuen uns auf den baldigen Besuch.

      Grüße von K-PAX

    4. David Marien

      Warum sollte eine derart entwickelte Spezies ein Interesse haben uns zu versklaven? Wer interstellare Raumflüge zustande bringt, der sollte das Thema Energieversorgung und das Arbeitskräfteproblem gelöst haben.

      Sklaverei und Eroberung machen nur dann Sinn, wenn man lebende Arbeitskräfte und bewohnbare Planeten angewiesen ist. Beides würde diese Spezies nicht brauchen, wenn sie Wer interstellare Raumflüge zustande bringt Was ist schon diese Erde, wenn ich in ein paar Hundert Millionen Kilometern Zugriff auf riesige Rohstoffvorkommen habe? Warum sollte ich dieses kleine Dorf erobern wenn nebenan die Goldnuggets funkeln?

      Wenn wir davon ausgehen, das Leben in diesem Universum eh Mangelware ist, warum sollte man da seine Energie für Kulturimperialismus vergeuden? Würden wir wir als wertvoll erachtet werden, missioniert zu werden? Oder sind wir nicht viel mehr die kleine Südseeinsel (des Weltalls), wo man sich die edlen Wilden beguckt. (Wir Menschen als edle Wilde).

      Wahrscheinlich würde man uns ignorieren. Im Goldrausch den Asteroidengürtel abgrasen, da kriegt man schnell den Tunnelblick 🙂

      Die Atombombe können wir gleich stecken lassen, wenn wir uns nicht lächerlich machen wollen. Wir sollten den Faustkeil zur Seite legen, das Gegenüber hat sicher ein MG zur Hand.

      Um es zuzuspitzen, würde ein interstellarer Hitler seine Recken gegen uns Unterspezies richten? Entweder würde er uns sofort vernichten (Endlösung Superatombombe) oder er würde uns ignorieren (wir sind wertlos und irrelevant) alles andere wäre viel zu teuer.

  22. Stefan

    Wieder eine Sendung, die von der ersten bis zur letzten Minute hörenswert war. Vielen Dank dafür !!! Lieber Holgi. Würdest du einem Dieb verzeihen, der dir das Gestohlene (Fahrrad) zurückbringt und dabei echte Reue zeigt ?

    Antworten
  23. doc

    Hi Holgi, ich will mal was zu deiner Privatempirie beitragen. Ich gehöre tatsächlich zu jenen Leuten, die täglich von A nach B fahren und versuchen dabei möglichst wenige Leute zu töten. Hierzu gehört z.B. das Einhalten der Geschwindigkeiten, das halten an Zebrastreifen, Seitenblick beim Abbiegen usw. Halt so wie mans mal gelernt hat.

    Und ja, ich störe mich sehr an suizidal veranlagten Verkehrsteilnehmern egal welcher Art.
    Keine Frage, ich habe das gefährlichere Gerät und ich muss aufpassen, dass ich keinen damit verletze. Aber deswegen einfach überhaupt keine Rücksicht mehr nehmen und die Ganze Verantwortung auf mich abschieben? Immerhin geht es um die eigene Unversehrtheit. Was wenn ich im falschen Moment Niesen muss, einen Herzinfarkt habe, vom entgegenkommenden Verkehr geblendet werde oder bei technischem Versagen? Diesen leichtsinnigen Umgang mit dem Strassenverkehr und der eigenen Gesundheit kann ich nicht nachvollziehen. Viel einfacher und sicherer ist doch, wenn beide achtsam sind.

    Bei deinem Beispiel mit dem Radfahrer und der Roten Ampel hast du dich über Autofahrer geärgert, der über den Radfahrer flucht. Ich denke man du meintest den an welchem vorbeigefahren wurde.
    Hast du schon mal über den Autofahrer nachgedacht der grade grün hat, und im Begriff ist einen Radfahrer über den Haufen zu fahren?
    Ist der dann der Vollidiot weil er tatsächlich gemeint hat er dürfe bei Grün die Kreuzung überqueren?
    Versuch mal darüber nachzudenken, du klingst bei deinen Rants nämlich genau so wie die Art Autofahrer die so hasst.

    Grüsse aus Zürich
    doc

    Antworten
    1. calm57

      hi holgi.

      auch wenn ich viele dinge ähnlich sehe wie du, muss ich hier vorallem docs resumee zustimmen!

      trotzdem: diesmal wars ne ausgesprochen gute sendung!!!

  24. Gemianshum

    Zur Frage von Paul „Stellt euch vor, Ihr dürft oder müsst einer intelligenten außerirdischen Lebensform einen Gegenstand überreichen, um sie vom Guten im Menschen zu überzeugen. Welcher Gegenstand wäre das?“: Gute Idee, die Frage zurückzustellen, anstatt was Halbgares abzuliefern.

    Mir fiel, ganz im Gegenteil zu vielen anderen Fragen, wo Ihr viel erzählen könnt, aber ich nicht, sofort was ein: Ein Rollstuhl. Er ermöglicht den Menschen, die nicht gehen können, trotzdem eine Teilhabe an der Gesellschaft (ok, ich weiß, es gibt Ausgrenzung von Behinderten, Geschlechtern, Ethnien usw., aber das ist ein anderes Kapitel mit dem Titel „Warum wir nicht immer so können wie wir könnten“ o.ä.).

    Antworten
  25. Stefan

    Die Fahrradhelmdebatte, bzw. eigentlich Autofahrerdebatte: Ich sehe das ähnlich.
    Im Fernsehen wurde vor Kurzem wieder betroffen bis 5-minuten-empört berichtet, dass doch so viele Autofahrer abgelenkt seien und ständig auf ihr Telefon starren. Im Gegenzug verstehe ich nicht, wieso die Strafen diesbezüglich so lächerlich sind oder auf Geldstrafen beruhen.

    Ich persönlich zweifle bei Menschen, die während der Autofahrt auf ihr Telefon starren oder ähnliches machen und dabei dem Straßenverkehr nur sekundär Aufmerksamkeit schenken, die geistige Reife an. Demnach würde ich diesen Leuten den Führerschein einfach wegnehmen für mindestens ein Jahr. Danach müssten sie zum psychologischen Test um feststellen zu lassen, ob die geistige Reife nun ausreichend ausgeprägt ist oder nicht, ich unterstelle jedem Menschen generell erst einmal eine Lernfähigkeit. Und demnach entscheidet es sich, ob sie den Führerschein nach weiterer Prüfung (auf eigene Kosten) erneut zur Probe erteilt bekommen oder nicht. Im Wiederholungsfall ist der Lappen 5 Jahre weg, beim dritten Mal dauerhaft. Und zwar so wasserdicht, dass sich auch Wohlhabende nicht davon freikaufen können.
    Das gleiche gilt für notorische Raser, und damit meine ich nicht Leute, die mit 40 durch die 30er Zone fahren oder auf der gut ausgebauten und leeren Autobahn 30 zu schnell fahren, ohne dabei andere zu gefährden (wenn sie ausschließlich sich alleine gefährden, ist das ihr Problem. Jeder Mensch hat die Wahl der freien Entscheidung und wenn es ein potentieller Darwin-Award werden soll, dann bitte…) . Mir geht es um die Typen, die an der Ampel den Motor aufheulen lassen oder Gas geben, wenn Leute über die Straße gehen, um diese zu „erschrecken“ oder allgemein gesagt, Menschen, die Schädigung anderer zu ihrem kurzfristigen Vorteil (Zeitgewinn, „dicke Eier“ zeigen vor der Trulla) billigend in Kauf nehmen. Weg mit dem Lappen und Ende der Diskussion. Werden die später beim Fahren ohne Fahrerlaubnis erwischt, wird das Auto einkassiert und für einen gemeinnützigen Zweck versteigert.

    Mit Geldstrafen oder vergänglichen Punkten trifft man die Leute nicht. Wie man unschwer erkennen kann.

    Allerdings muss man auch bei Radfahrern härter durchgreifen. Ich sehe es im Grunde täglich Radfahrer, die auf ihrem Fahrrad sitzen und auf ihr Handy starren, häufig ohne dabei Fußgänger wahrzunehmen oder auch auf Autofahrer Rücksicht zu nehmen. Sowas geht eben auch nicht. Und da gibt es auch bei Radfahrern keine Ausrede, da würden dann eben nur saftige Geldstrafen helfen, die konsequent durchgesetzt werden und richtig weh tun.

    Wobei ich dazu sagen muss, dass ich gegen die sogenannten „Smombies“ generell eine massive Abneigung hege. Für mich ist dieses Verhalten ganz klares Suchtverhalten. Einige reagieren dann sogar aggressiv, wenn man sie darauf anspricht. Das sind klare und eindeutige Symptome, wie man sie auch von anderen Süchtigen kennt. Letztens habe ich den Tag mal wieder draussen genossen und habe dann gesehen, wie kleine Kinder auf einer Wiese herumrennen, um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern regelrecht schreien, diese aber auf ihrer Decke sitzen und nur auf ihr Telefon starren, die Kinder überhaupt nicht wahrnehmen. Das macht mich unfassbar traurig. Aber das ist ein anderes Thema.

    PS:
    Das gilt übrigens auch für das Thema Rolltreppen und Menschen, die direkt am Ende der Rolltreppe stehen bleiben und erst einmal in Grüppchen einen netten Plausch halten. Menschen neigen gefühlt immer mehr dazu, egoistisch zu sein, nur noch sich selbst wahrzunehmen und in den Mittelpunkt zu stellen und alle anderen um sie herum haben sich gefälligst ihrer aktuellen Situation anzupassen. Ich muss nicht direkt am Ende einer Rolltreppe stehenbleiben, um mit Leuten zu quatschen, die ich zufällig treffe. Da kann ich mich auch locker 2 Meter daneben stellen, wo ich niemanden mehr behindere. Ich bezweifle inzwischen, dass das einfach nur unbedachtes Verhalten ist, sondern viel mehr geprägte Verhaltensweisen in den letzten 20 Jahren: „Rücksicht war mal, heute bin nur noch ich wichtig.“
    Rein gefühlt wird das von Jahr zu Jahr schlimmer – oder ich werde mit den Jahren einfach intoleranter. Das kann natürlich auch sein.

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    1. Robert

      @Stefan

      Ich stimme Dir uneingeschränkt zu, mir wurde von meinen Eltern gelernt Leuten die hinter mir kommen noch kurz die Tür aufzuhalten, einfach Rücksicht zu üben und nicht blind durchs Leben zu laufen! Nicht weil man selber so toll ist, sondern weil es das Leben für alle ein wenig netter macht, und im Straßenverkehr halt auch sicherer. Es geht immer nur miteinander!

    2. Erwin

      Hallo Stefan,

      Du hast mir aus der Seele geschrieben. Auch ich finde es beängstigend mit welcher Selbstverständlichkeit das Handy während dem Autofahren benutzt wird. Was kann denn verdammt noch mal so wichtig sein, das man Whatsapp, Twitter, SMS oder was es sonst noch so gibt nicht 10 min später beantworten kann? Ich wäre da auch für drakonische Strafen. 80 Euro sind lächerlich! Ich wurde die Tage nachts um 2 Uhr mit 0,58 Promille erwischt. Ok… Alk am Steuer kann man sagen bla bla bubb… 1. Ich habe 25 KG abgenommen und da hat das letzte Radler mich über die 0,5 Promille Grenze gepuscht. Lange Rede kurzer Sinn. Ich mußte 500+25 Euro Stafe+ Gebühren blechen und 1 Monat Fahrverbot. Jetzt fahre ich seit 18 Jahre Auto und ich weiß, wenn ich Ein Weizen und 2 Radler in 4 Std bei einem Dartspiel trinke, dann fahre ich auch gemütlich die 11 Km heim… Wollte nur kurz meinen Frust loslassen 😉

      Auch bei den Rasern und Dränglern müßte man viel härter durchgreifen. Was hier auf der B12 zwischen Buchloe und Kempten los ist ist der absolute Wahnsinn. Ich gehöre zu den umsichtigen Autofahrern, die Abstand halten, nicht rasen und generell rücksichtsvoll unterwegs sind. Dazu gehört auch auf Parkplätzen von Supermärkten mit Schritttempo zu fahren.

      War gerade in China und konnte deswegen nicht sofort auf deinen Kommentar antworten. In China sind nur noch Smombies (Smartphone gaffende wandelnde Menschen) unterwegs.
      Schlimm wenn das unsere Zukunft wird 🙁

      Ansonsten noch herzlichen Dank an Holgi und Alex für die tolle Wrintheit!

      schöne Grüße aus dem Ostallgäu!
      Erwin

  26. Mathias

    Die Frage mit dem geschenk für den Ausserirdischen ist wirklich interessant. Da könnte man lange diskutieren. Alleine schon wegen der Randbedingungen. Um einen Ausserirdischen vom Guten im menschne zu überzeugen zu können müsste man ersteinmal wissen, was genau der Ausserirdische unter gut versteht.

    Je nachdem, was der Ausserirdische schon durch Beobachtung oder Hörensagen oder woher auch immer von der Menschheit weiss, kann es sein, dass das Geschenk für Ihn keinen Sinn ergibt. Wenn der ausserirdische ohne Vorwissen hierher käme, nur sieht, dass hier Sauerstoff ist und kucken kommt, sind alle Geschenke sinnlos. Dann ist egal was man verschenkt nur irgendwas ohne Kontext.

    Wenn der Ausserirdische aber vorher Menschen beobachtet hat udn eine ungefähre Vorstellung hat, wie das Leben hier abläuft, wäre mein Geschenk ganz klar eine Banane. Ich habe ja keine Ahnugn was Gut für den Ausserirdischen ist, aber Banananen sind auf diesem Planeten ziemlich beleibt, also von einem gewissen Wert und man gibt sie eher Frenden Familie etc. es bestünde also zumindest die Hoffnung, dass der Ausserirdische zu dem Schluss kommen könnte, dass ich nicht direkt Agressiv bin. Und da wäre schon viel gewonnen.

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  27. s.m.langer

    Zu der Alienfrage:
    Um mal mit dem Soziopod zu kommen, ich halte diese Frage für prinzipiell unentscheidbar. Niemand weiß, ob Aliens existieren, wie sie aussehen, welche Kultur sie entwickelt haben, in was für einer Gesellschaftsordnung sie leben und ob sie überhaupt humanoid sind. Jede noch so schlaue Idee kann rein theoretisch missverstanden werden und eine grobe Beleidigung sein.

    Deshalb antworte ich mit dem ersten was mir eingefallen ist: eine leckere Torte. Dass die Aliens kohlenstoffbasiert sind und Sauerstoff atmen ist ziemlich wahrscheinlich, also wird ihnen vermutlich auch Zucker schmecken.

    Antworten
    1. David Marien

      „Jede noch so schlaue Idee kann rein theoretisch missverstanden werden und eine grobe Beleidigung sein.“

      Der Andere weiß (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit) um diese Missverständlichkeit. Es geht also nicht um die um die Idee, an sich, sondern um die gute Absicht.

      Wenn wir mal davon ausgehen, daß das Ministerium für intergalaktische Angelegenheiten keinen AfD-Counterpart zu uns, sondern einen kulturwissenschaftlich bewanderten, aufgeschlossenen und Neugierigen Forscher zu uns schickt, dann sehe ich keine Probleme. Unser Gegenüber wird sich im Vorhinein seiner Reise briefen lassen. Man wird auf einen direkten Kontakt des Gegenüber mit uns sehr wahrscheinlich eh verzichten. Weil die Experten „der anderen Seite“ das Irritationspotential schon längst analysiert haben, werden sie entscheiden der Nutzen einer direkten Konfrontation eher gering, ihr potentieller Schaden aber umso höher sein könnte. Kommunikation hat ja sowieso Irritationspotential. Wenn man also nicht weiß ob Kommunikation Erfolgsaussichten hat, sollte man es lieber sein lassen.

  28. Truhe

    Fahrradhelm: Trage ich seit dem Winter auch und werde ich auch weiterhin machen, da er für mich verschiedene positive Dinge beiträgt:

    – Bei Sturm knallen die Äste nicht an meinen Kopf, sondern an meinen Helm
    – Bei Kälte isoliert er ein wenig
    – Bei viel Sinne dient er als Sonnenschutz
    – Bei Regen sorgt er dafür, dass die Regenjacke über dem Helm gut sitzt (die meisten Regenjacken haben zu große Kapuzen)
    – Bei Glatteis und wenn ich mich bei diesem auf die Fresse packe sorgt er dafür, dass mein Kopf vielleicht geschützt ist

    Unfälle mit anderen Verkehrsteilnehmer sind für mich allerdings kein Grund, einen Helm zu tragen. Auch wenn ich gestern mal wieder mit 30cm Abstand überholt wurde, weil ich übersehen hatte, immer in der Mitte der Fahrbahn zu fahren, um die Autofahrer am überholen zu verhindern.

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  29. Rudi

    Ohne weitere Umschweife und lediglich um einen stets ignorierten Aspekt in die Fahrrad Diskussion einzubringen. Wer (und wie) auch immer am Straßenverkehr teilnimmt sollte stets Vorsicht und Rücksicht den anderen gegenüber zeigen. Genau wie das im §1 StVO auch beschrieben steht. Leider lernt man diesen Paragrafen heute nicht mehr in der Fahrschule.
    Lieber Holgi: im Zweifelsfall versaut mir der durch Dich ermächtigte Fahrradfahrer eben auch mein Leben. Eine Teilschuld habe ich sowieso schon automatisch weil er der schwächere Verkehrsteilnehmer ist.
    Zu den anderen Kommentaren: Härtere Strafen haben ja schon immer sehr gut geholfen… ich wünsche mir mehr Verstand, Vorsicht und Rücksichtnahme.

    Antworten
  30. Michael

    @Holgi: das muß ich noch erzählen… Ich hörte gestern Deine Geschichte, daß Du nie Geld findest und dachte mir, daß ich auch noch nie mehr als 2 Cent gefunden habe. Dann gehe ich gerade zu 485 Grad-Pizza in Köln und 100 m vorher weht mir der Wind 20 Euro für die Füße. ?

    Für den Karma-Ausgleich habe ich der Bedienung dann ein besonders gutes Trinkgeld gegeben…

    Antworten
  31. Noboru Wataya

    Zum Thema: Warum reden die im Parlament nicht im „normalen“ Tonfall: Ich habe mal ein Interview mit einem Historiker gelesen oder gehört, der behauptete, dass es in der Weimarer Republik ursprünglich im Parlament überaus gesittet und ruhig zuging, was sich dann mit dem Einzug der NSDAP änderte. Die haben dann in bewusstem populistischen Kalkül gepöbelt, dazwischengerufen und beleidigt. Krone des Ganzen war dann z.B. der Redestil von Hitler und Goebbels, die sich ja bekanntlich bis in Geschrei hineingesteigert haben. Die Botschaft an den einfachen Mann auf der Straße sollte sein: Seht her, wir trauen uns was, wir lassen uns von dem würdevollen Getue in den Institutionen nicht einschüchtern. Das Bürgertum war schockiert, das Proletariat begeistert.

    Daran muss ich immer denken, wenn ich zufällig mal dieses unwürdige Schauspiel im Bundestag mitbekomme. Diese kalkulierten Protokollverletzungen und Provokationen widern mich nur an. Das aber nicht, weil ich jetzt übermäßig mit dem Bürgertum sympathisieren würde. Es ist einfach eine Pervertierung des parlamentarischen Prinzips.

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  32. Randolf

    Bzgl der Bettwäsche: Selbst in 5 Sterne Hotels wird das Bett nicht täglich neu bezogen, sondern nur „gemacht“. Normalerweise wird es 1x pro Woche gewechselt bei längeren Aufenthalten, sonst wenn der Gast das Hotel verlässt.

    Mfg
    Randolf

    Antworten
  33. David Marien

    Hallo alle Miteinander,

    bzgl. dem Geschenk für den außerirdischen Besucher:

    1. Ich halte es für sehr vermessen, den Begriff der Güte in ein Geschenk zu verpacken.

    Philosophen haben ganze Regale zum Thema gefüllt. Es erscheint mir nahezu unmöglich, einen solchen abstrakten Begriff konkret zu symbolisieren.

    2. Hinter diesem Symbol steckt (gewollt) eine Abstraktionsleistung. Wenn wir Deutschen schon Probleme haben, unsere Symbole zu abstrahieren, zu interpretieren, dann soll das bei dem außerirdischen Besucher funktionieren?

    3. Ist diese Frage nicht viel eher an uns gerichtet? Woran lässt sich das Gute (des Menschen) dinglich machen. Wir wollen uns also selbst erkennen. Ob der Andere uns erkennt wird fast schon zur Nebensache.

    4. Jedes vernunftbegabte Wesen erkennt: es braucht eine Ethik, eine Lehre des guten Lebens für unser Zusammenleben. Ein solches Wesen erkennt aber auch: es gibt einen großen individuellen Entscheidungsspielraum für eine solche Ethik. Die Summe aller Individuen mit deren „Etiken“ beschert uns ein riesiges Mosaik, was denn gut oder schlecht sein könnte. Dieses Wesen würde gar nicht fragen bzw. die Antwort erwarten ob „der Mensch“ gut sei. Es wird fragen, was das einzelne Individuum tut um seine Definition des guten Lebens zu verwirklichen. Es würde nicht von einem absoluten Begriff des Guten ausgehen. Es würde neben der individuellen auch die zeitliche und örtliche Perspektive hinzuziehen. Wer hat also wann, wo und wie seine Definition des guten Lebens verwirklicht.

    5. Wenn ich nun doch ein solchen Gegenstand für diesen Besucher finden sollte: ich würde ihm einen Zettel mit dem Satz „Erkenne dich selbst“ (bzw. ein Piktogramm, was dies darstellen könnte) übergeben.

    Wenn ich versuche, mich selbst zu erkennen, muss ich ein Ziel erkennen. Nicht nur: wer bin ich? Sondern auch: was will ich (mit mir anfangen)? Gehe ich über Leichen für meinen persönlichen Reichtum oder setze ich mich für die Gesellschaft ein und verzichte bewusst auf materiellen Reichtum? Selbsterkenntnis führt mich unweigerlich auf ethische Fragen. Ethische Fragen können uns helfen zu entscheiden, was gut bzw. schlecht sein könnte. Nur über Selbsterkenntnis kommen wir zu Themen über das Gute bzw. das Schlechte. Tiere und Pflanzen brauchen keine Selbsterkenntnis, keine Ethik. Ihr Leben als Zahnrädchen in der Natur, als Subjekt ist ausreichend. Sie sind weder gut noch böse oder schlecht, sie Leben einfach und halten das Getriebe der Natur aufrecht.

    Ich hoffe, ich konnte einigermaßen klar machen, wo ich die Knackpunkte sehe. Wie gesagt, es wurde schon viel zu dem Thema geschrieben.

    Gruß, David

    Antworten
  34. Gemianshum

    @jumjumdummdumm
    Schreib doch nicht so einen solchen Scheiß. Außerdem hat sie vor zwei Stunden auf ihrer Seite (die du offensichtlich nicht liest) gepostet. Also stell dich in die Ecke und schäm dich. Aber bitte feste.

    Antworten

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