WR527 Neuigkeiten mit Kaffee

 

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36 Gedanken zu „WR527 Neuigkeiten mit Kaffee

  1. Hans Mentz

    Hm, zum Link auf die Schokolade könnte man noch alpha-Fehler-Kumulation aus der Wikipedia verlinken . Ich find’s immer seltsam, wenn Hinweise auf Fehler 1. und 2. Ordnung und Korrekturmöglichkeiten da fehlen.

    Vielleich ist das aber auch nur meine déformation professionnelle…

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  2. Mokkel

    Wenn es schon mal um das Thema Statistiken geht: Hat vielleicht jemand einen, für Geisteswissenschaftler geeigneten, Literaturtipp zum Thema Statistik? Also, wo einmal auf alle Fallen der Statistik hingewiesen wird, in die man als Wissenschaftler (beim Lesen) tappen kann. Ich hatte zwar zwei Semester Statistik im Studium, fühle mich nicht wirklich sicher.

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    1. dede ron

      empfehlenswert ist das Buch von Gerd Bosbach,
      Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden :–)

    2. Mokkel

      Danke für den Tipp. Allerdings hat das Buch, wie viele andere Bücher zu diesem Thema so einen aufgeregten „du wirst Betrogen/Manipuliert, jeder Lügt dich an“, Beigeschmack. Außerdem wird nicht viel auf die wissenschaftlichen Methoden hinter den Statistiken eingegangen, auf die auch immer achten muss. Vieles richtet sich eher an Zeitungsleser.

    3. Tobias Migge

      Was ich schreiben wollte, bevor AutoFill zuschlug:
      @das_pearl Mein iPad kann den Link öffnen. Such einfach mal nach “So lügt man mit Statistik”.

    1. Noppin

      Aktuell gibt es in Mediathek eine 44 Minütige Doku über das abgeschottete historische Japan:

      ZDF – “Japans Krieger – Angriff der Barbaren” – 1690 gelten in Japan Westler als Barbaren. Japan ist fest entschlosen sich gegenüber dem Westen abzuschotten so lange es geht. Mit einer Ausnahme: Niederländische Händler in einer kleinen Siedlung.

      http://nrodl.zdf.de/de/zdf/14/09/140926_japan3_inf_2256k_p14v11.mp4

      Schnell angucken/runterladen bevor es wieder weg ist. Oder aber auch sonst öfters mal mit dem tollen MediathekView nach Dokus stöbern (http://zdfmediathk.sourceforge.net/).

  3. ThomasThePommes

    Also zum Thema Risse und Loch.

    Der runde Querschnitt des Lochs hat eine wesentlich bessere Verteilung der Spannung. Dort wirkt die Kraft gleichmäßig und verteilt. Bei einem Riss gibt es aber immer einen Punkt der fast alle Kraft aufnehmen muss.

    Aus diesen Grund werden auch Risse die im Rumpf von Flugzeugen gefunden werden aufgebohrt. Sprich dort sind richtige Kreisrunde Löcher die aber stabiler sind als kleine Risse die sich dann immer weiter ausbreiten bis es zum Bruch kommt.

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    1. Claudia

      Haha, das ist mir auch sofort eingefallen als Holgi gesagt, dass er nichts über Burundi weiß – was? Anscheinend vergisst er wirklich sofort wieder was er in seinen Interviews erfahren hat (oder viel davon)

  4. Marco

    Anscheinend macht der Norden glücklich. Außer der Schweiz sind im Ranking ja ausschließlich sehr nördliche Staaten ganz oben im Ranking. Als Deutschlands zufriedenstes Bundesland wird zudem schon seit Jahren Schleswig-Holstein gemessen mit Werten vergleichbar mit Kanada und den Niederlanden, wobei die Zufriedenheit im Schlusslicht Sachsen noch unter der von Panama liegt.

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  5. emreee

    Die Japaner haben im zweiten Weltkrieg mehr menschen umgebracht, als die Nazis und im Gegensatz zu Deutschland, hat es niemals eine Aufklärung gegeben, die wirklich gesellschaftlich relevant wäre, auch in den Kriegen davor, haben die Japaner als Agressor allen voran China bis zum erbrechen unterjocht .

    https://de.wikipedia.org/wiki/Japanische_Kriegsverbrechen_im_Zweiten_Weltkrieg#Nachkriegszeit_Ereignisse_und_Reaktionen
    https://de.wikipedia.org/wiki/Trostfrauen
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_japanischer_Massaker_in_China
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsverbrecherprozess_von_Chabarowsk
    https://de.wikipedia.org/wiki/Japanische_Kriegsverbrecher_des_Zweiten_Weltkriegs
    https://en.wikipedia.org/wiki/International_Military_Tribunal_for_the_Far_East

    Auszüge :

    Der Historiker Chalmers Johnson hat dazu geschrieben:

    Es kann sinnlos sein, festzustellen, welcher Aggressor der Achsenmächte die Bevölkerung der besetzten Gebiete brutaler schikaniert hat: Deutschland oder Japan. Die Deutschen haben sechs Millionen Juden und 20 Millionen Russen (Sowjetbürger) getötet; die Japaner haben 30 Millionen Filipinos, Malaien, Vietnamesen, Kambodschaner, Indonesier und Birma (mindestens 23 Millionen von ihnen waren ethnische Chinesen) getötet. Beide Staaten plünderten die besetzten Länder, die sie auf einem monumentalen Maßstab erobert hatten, aus; obwohl die Japaner über einen längeren Zeitraum plünderten als die Nazis. Beide Eroberer haben Millionen Menschen als Zwangsarbeiter versklavt und ausgebeutet – und im Falle der Japaner auch als Prostituierte für die Fronttruppen gezwungen. Wenn ein Deutscher in England, Amerika, Australien, Neuseeland oder Kanada (nicht Russland) in Kriegsgefangenschaft geriet, so hatte er eine Chance von vier Prozent, den Krieg nicht zu überleben; Im Vergleich dazu lag die Sterbeziffer für Alliierte, die in japanische Kriegsgefangenschaft gerieten, bei fast 30 Prozent.

    Nach der Landung amerikanischer Truppen auf Luzon wurde die philippinische Hauptstadt Manila zum Schlachtfeld. Bei den Kämpfen verübten die Japaner auf Anweisung aus Tokio während der letzten drei Februarwochen 1945 das Massaker von Manila, bei dem etwa 100.000 Zivilisten ermordet wurden.
    Während der Schlacht um Changde setzten japanische Truppen massiv biochemische Waffen ein, um die chinesische Verteidigung zu brechen. Im November 1941 warfen Mitglieder der Einheit 731 erstmals mit Pest verseuchte Flöhe aus Flugzeugen über Changde ab. Bei der darauffolgenden Seuche starben 7.643 Chinesen. Als japanische Truppen 1943 Changde angriffen und auf unerwartet heftigen Widerstand stießen, versuchten sie diesen während der sechs Wochen dauernden Offensive mit allen Mitteln zu brechen. Während der Schlacht kam es zu Pest-Ausbrüchen, von denen sowohl chinesische Soldaten als auch Zivilisten betroffen waren. Nach Angaben mehrerer japanischer Soldaten der Einheit 731 (unter anderem Yoshio Shinozuka) hatten sie Pesterreger in Form von sprühfähigen Kampfstoffen von Flugzeugen aus in und um Changde versprüht.[95] Gleichzeitig begannen andere Armeeeinheiten (unter anderem die Einheit 516) mit dem massiven Einsatz von Giftgas, das hauptsächlich mit Artilleriegranaten sowohl auf chinesische Stellungen im Umland als auch in die Stadt abgeschossen wurde. Bei dem eingesetzten Gas handelte es sich unter anderem höchstwahrscheinlich um Senfgas und Lewisit. Im Laufe der Schlacht starben 50.000 chinesische Soldaten und 300.000 Zivilisten.

    Man infizierte Menschen mit Krankheitserregern, nahm Versuchspersonen aus verschiedenen Krankheitsstadien und sezierte sie bei lebendigem Leib und vollem Bewusstsein, da man fürchtete, dass eine Narkose die Ergebnisse verfälschen würde. Vivisektionen wurden auch bei schwangeren Frauen, Kindern und Säuglingen vorgenommen.[96][97][98] Bei diesen Experimenten wurden allein von der „Einheit 731“ 3500 Menschen ermordet

    Während des Zweiten Weltkrieges unternahmen etwa 20.000 japanische Ärzte Experimente an Menschen. Opfer waren hauptsächlich chinesische, aber auch philippinische, indonesische und vietnamesische Zivilisten und amerikanische, britische und australische Kriegsgefangene. Die ersten Experimente begannen schon vor dem Zweiten Weltkrieg in der Mandschurei.

    Die japanische Besatzung beutete die besetzten Gebiete rücksichtslos aus, terrorisierte die Bevölkerung und nutzte sie, um ihren Bedarf an Rohstoffen zu decken. Dazu zählte die Zwangsarbeit von Millionen Menschen sowie und die logistische Beschlagnahmung von Lebensmitteln ganzer Länder. Der hungernden Zivilbevölkerung wurde jegliche humanitäre Hilfe verweigert. In Verbindung mit den Konzentrationslagern, in denen Einheimische Zwangsarbeit verrichten mussten, und dem stark ausgeprägten, meist willkürlichen Unterdrückungssystem, das sich gegen Widerstandsgruppen richtete, führte dies zu mehreren Hungerkatastrophen, die Millionen Menschenleben forderten. In Vietnam starben allein bei der Hungerkatastrophe 1944–1945 etwa zwei Millionen Menschen, was etwa 10 % der Gesamtbevölkerung entspricht.[110] Ein späterer Bericht der UNO spricht von etwa vier Millionen Toten in Indonesien, die infolge von Hunger und Zwangsarbeit starben

    Auf dem Schlachtfeld haben wir nie wirklich den chinesischen Menschen geachtet. Wenn man gewinnt, dann sehen die Verlierer wirklich elend aus. Wir schlossen daraus, dass die japanische Rasse überlegen war.“
    Von Juni 1942 bis Oktober 1943 ließ die japanische Armee die Thailand-Burma-Eisenbahn, auch als Burma Railway oder Thai-Burma Railway bekannt, von 65.000 Kriegsgefangenen aus Australien, den Niederlanden und England sowie mehr als 300.000 asiatischen Zwangsarbeitern aus Malaysia, Burma, Indochina, Vietnam und Thailand bauen. Bei dem Bau der knapp 415 km langen Eisenbahnverbindung kamen rund 94.000 Zivilisten und 14.000 Kriegsgefangene ums Leben
    Die japanische Regierung hat zwar an mehrere asiatische Länder, wie die Philippinen, Burma, Indochina und Südvietnam Reparationen gezahlt, aber einzelne Zwangsarbeiter sind weder von der japanischen Regierung noch von den Firmen entschädigt worden

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  6. joru

    Die Annahme, dass Japan sich “völlig” unabhängig, auch in der Zeit der Landesabschließung, entwickelt hätte, ist etwas abwegig. Selbst in diesen Jahrhunderten sind – reglementierte – Kontakte und Austausche von Waren und Wissenschaften insbesondere mit China und den Niederlanden an der Tagesordnung. Spätestens seit der “Öffnung” Japans 1853 durch us-amerikanische Kanonenbootpolitik ist Japans Entwicklung dann auf das engste mit der europäisch-amerikanischen Wirtschaftsordnung verknüpft.

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    1. Noch'n'Chris

      Auch heute (rund 150 Jahre nach der Öffnung) ist der Ausländeranteil in Japan mit gerade mal 2% für eine Industrienation extrem gering. “Der Japaner” 🙂 bleibt lieber unter sich, bzw “legt hohen Wert auf seine ethnische Homogenität”. Und das nicht nur gesellschaftlich, sondern auch kulturell. Ist eher eine Einbahnstraße, bei der Wirtschaftlicher Austausch okay ist, Kultureller aber nicht.

      [http://www.zeit.de/gesellschaft/2015-11/fluechtlinge-einwanderung-japan-zuwanderung]
      [http://www.migration-info.de/artikel/2003-05-10/laenderinfo-zuwanderung-nach-japan]

    2. Dolphin

      Die “Schwarzen Schiffe” von Commander Perry, die auch Japans einzige wirkliche ungleiche Verträge nach sich zogen, waren schon bedeutend, aber die eigentliche Öffnung kam erst mit der Meiji-Restauration 1868. Ab hier wurde so langsam das feudalistische Kasten-System abgeschafft und unter anderem Sachen wie ein richtiges Bildungs- und Postsystem oder auch der gregorianische Kalender eingeführt.

      Ein paar Jahre später (1871-’73) fand dann die Iwakura-Mission statt, bei der offizielle Vertreter große Teile der westlichen Welt bereist haben, um sich unter anderem bei der Rüstungsindustrie ein bisschen was abzugucken. Die Mission (beziehungsweise das Logbuch darüber) ist übrigens immer noch elementarer Bestandteil japanischer Geschichtsbücher.

    3. Norbert

      Da Holgi und Florian ein gutes Bier zu schätzen wissen, möchte ich auf das “Kurofune Porter” (‘Schwarze Schiffe Porter’) der japanischen Baird Beer Brauerei verweisen: http://bairdbeer.com/en/beer/tsunen_dtl09.html – Das bekommt man mit etwas Glück auch in Deutschland.

      Und um den geringen Einfluß fremder Kulturen auf Japan zu unterstreichen: Die Japaner haben nicht nur die Worte für Rucksack, Steigeisen und Berghütte aus dem Deutschen entlehnt, sondern auch – passend zu einem an anderer Stelle angesprochenen Thema – die Worte für Gasmaske und Giftbombe:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_W%C3%B6rter_in_anderen_Sprachen#Japanisch

  7. Thomas

    So, einmal random weird facts zum Schulerloch. Ich hab ja in der Nähe studiert, also an der einzigen katholischen Uni Deutschlands und beim Schulerloch gibt es eine kleine abgesperrte Höhle mit einer wahrscheinlich altgermanischen Runeninschrift: “Berg leub Selbrade”. Klingt unspannend, ist es aber nicht…

    Warnung: Generde mit Räuberpistolencharme!

    Also, die Wörter aus der Runeninschrift sind zwei Namen und als ich das besucht habe, wurde gerade das erste mal ein anderer Fund für dieses “leub” gefunden irgendwo in Skandinavien. Das Problem ist aber, dass man die Inschrift nicht datieren kann, weil die 1937 gefunden wurde und man einen Gipsabdruck gemacht hat, der die geologische Datierung unmöglich gemacht hat, weil der Gesteinsschichten mitgenommen hat. (Geologen mögen mich verbessern… so wurde mir das erklärt.) Auf jeden Fall war das Nazizeit und die haben sowas gerne mal aus völkischen Motiven gefälscht. Daneben sind zwei Höhlenbilder, die angeblich aus der Steinzeit stammen sollen, selbes Abdruckproblem. Sprachwissenschaftlich gibt es das Zeug einfach, aber ob es echt ist kann man halt nicht mehr sagen.

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  8. Christian Berger

    Schön sind auch Kinderserien aus Japan. Da gibts zum Beispiel “Kyatto Ninden Teyandee!” (Ninja Katzen, Häh?!, dt/eng. Titel Samurai Pizza Cats)
    Die Serie spielt in einer Welt voller “Animaloids” (Tierroboter) die in einer futuristischen Welt mit vielen geschichtlichen Elementen spielen. Sprich da steht dann ein Shinto Schrein neben einem Wolkenkratzer. Das ganze wird noch sehr feudal regiert, wobei der Kaiser ein Idiot ist. Die Serie spricht auch Punkte wie Crossdressing an, ein Figur kommt zum Beispiel durch einen Zeitreisenroboter in Form von Michael Jackson in seine eigene Vergangenheit, wo er sich aber als Frau verkleidet um nicht aufzufallen, das weckt dann sein Interesse am Crossdressing.
    Ach ja, und obwohl die Hauptfiguren solarbetrieben sind, betreiben sie in ihrer Tarnidentität eine Pizzaria.

    Ich empfehle übrigens die Originalversion, da die US-Version stark geschnitten ist.

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    1. Greg

      Klingt vor allem spannend wenn man dazu noch gewisseillegale Substanzen konsumiert.

      …neee, aus dem Alter bin ich raus.

      ….obwohl,….?….

    2. Greg

      Klingt vor allem spannend wenn man dazu noch gewisse illegale Substanzen konsumiert.

      …neee, aus dem Alter bin ich raus.

      ….obwohl,….?….

  9. Mina

    Ich konnte mir kaum was von den Wissenschaftsthemen merken, weil die Info über Dieter Bohlen alles überschrieben hat.
    Hab den bestimmt schon 5 Jahre nirgends gesehen, da ich seine Sendungen nicht schaue und Fernsehen allgemein auch sehr wenig. Der sieht jetzt seltsam aus.
    Vor kurzem habe ich die Sendung “Wer weiß denn sowas?” geschaut und da Verona (Feldbusch) auch sehr seltsam aussehend. Merken die beiden nicht, dass es gruselig aussieht?

    “Wer weiß denn sowas?” hat auch manchmal Fragen, auf die ich die Antwort von eurem Wissenschafts-WRINT kenne.

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  10. Rebecca

    Hallo Holgi, eine Off-Topic-Frage. Wie heißt nochma die Software zur Finanzplanung, von der Du schon öfter gesprochen hast? Leider finde ich keinen Eintrag in den Shownotes mehr.
    Danke!

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