WR414 Ein Brite kehrt heim

 

wrint_2014_zumthema_1400Tim Pritlove ist für ein halbes Jahr nach Bristol gezogen und ich habe ihn zu seinen ersten Eindrücken befragt.

Das Audio ist leider ein wenig räudig, weil Tims Internet räudig war, so dass er räudig klang, ich seine lokale Spur zu meiner mischen wollte, ich aber meine Spur gelöscht hatte, bevor ich seine dazumischen konnte, so dass ich seinen kompletten Mitschnitt nehmen musste, auf dem nun ich räudig klinge. Naja…

43 Gedanken zu „WR414 Ein Brite kehrt heim

  1. Thomas

    Ich bin kurz davor mit meinen Schülern für ein paar Tage nach London zu fliegen und fühle mich jetzt schon vorbereitet. 🙂

    Am 11.11. ist Memorial Day. Das ist das mit den Poppys. Während in Deutschland Kamelle geworfen werden im Karneval erinnert man sich in Großbritannien an den Waffenstillstand des ersten Weltkriegs.

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    1. Dr. ISO

      Moin Thomas,
      Danke für die Info! Man kann ja viel über die Briten sagen, aber dass sie sich immer noch an den I.WK erinnern kann man ihnen nicht hoch genug anrechnen.
      Laut wiki heißt dieser Tag allerdings „Remembrance Day“.
      Die Poppys sind übrigens nicht die Polizisten, die sind Bobbys, sondern Poppy = Klatschmohn.
      für die Briten ist die 3. Flandernschlacht bei Passchendaele ungefähr das gleiche Trauma wie es Verdun für die Deutschen oder Gallipoli für die Australier ist.

      Just smartassing, y’know.

  2. André

    Zum Referendum über einen EU-Austritt („Brexit“) gibt es diesen Wikipedia-Artikel: https://en.wikipedia.org/wiki/Proposed_referendum_on_United_Kingdom_membership_of_the_European_Union So klar sind die Mehrheiten dafür gar nicht mal, aber vermutlich zeigt sich ähnlich wie bei Schottland die Stimmung auch erst dann, wenn das Referendum tatsächlich kommt und Wahlkampf gemacht wird.

    Holgi hat sich da richtig erinnert. Prionen stehen im Verdacht der Auslöser von BSE zu sein. Das sind Proteine, die wenn sie eine Fehlfaltung aufweisen als Pathogen wirken.

    Worüber ich gerade erst gestolpert bin: Zum hundertjährigen Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs gab es im letzten Jahre und wohl auch schon bei den Vorbereitungen 2013 einen Streit über die Form der Erinnerung zwischen dem linken und rechten politischen Spektrum in England. Offenbar wollen die Konservativen den Ersten Weltkrieg weniger als europäische Tragödie sehen, sondern mehr als heroischen Kampf für Demokratie und Freiheit, und werfen den Linken mangelnden Patriotismus vor. Exemplarisch für die Diskussion mal Richard Evans und Michael Gove von Anfang 2014:

    http://www.dailymail.co.uk/debate/article-2532930/MICHAEL-GOVE-Why-does-Left-insist-belittling-true-British-heroes.html
    http://www.theguardian.com/books/2014/jan/06/richard-evans-michael-gove-history-education

    Das setzte sich dann durch das Jahr fort:

    http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/aug/04/1914-first-world-war-pornography-violence-centenary-military-propaganda

    Würde mich interessieren, ob das 2015 immer noch ein Thema ist. Hundertjähriges Weltkrieggedenken ist ja noch ein paar Jahre.

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    1. WeitWeg

      Warum haben Wales und England einen Kreis nur für sich der nicht beschriftet ist?

    2. Tobi

      England und Wales teilen sich das gleiche Rechtssystem (im Gegensatz zu Schottland, Nordirland und dem ganzen anderen Kram).

    3. Johannes

      Hier ein ganz nettes Video, was das ganze Thema „Was ist Groß-Britannien?“ noch mal schon mit karten illustriert:
      https://www.youtube.com/watch?v=rNu8XDBSn10

      Ansonsten: spannend fand ich die Frage, welche Auswirkungen denn eine Abspaltung von Schottland gehabt hätte. Man kann das Ganze auch so sehen: die Länder, in denen es jetzt Probleme mit nationalen Minderheiten gibt (Spanien, Groß-Britannien, Belgien etc.), sind samt und sonders klassische „Nationalstaaten“, die Ihre Existenzberechtigung eh aus einer Geschichte nationalistischer und dynastischer Machtpolitik ziehen, die für Europa eigentlich abgeschlossen sein sollte. Für Europa sollte das ohne Belang sein, solange die“ Abtrünnigen“ Europäer bleiben wollen (was ja zumindest bei den Schotten und Katalanen der Fall zu sein scheint und bei den Wallonen und Flamen unterstellt werden kann).
      Und bei den Katalanen kommt ja noch hinzu, dass sie nun wirklich eine völlig eigenständige Sprache und Kultur haben, die sich immerhin dreihundert Jahre trotz härtester Drangsalierung durch den spanischen Zentralstaat gehalten hat.

    4. thf

      Interessant ist hier — zum Vergleich — vielleicht auch die Situation in Dänemark. Grönland und die Inseln sind autonome Regionen innerhalb Dänemarks, mit jeweils eigenen Sprachen, hohen eigenen Kompetenzen und beide NICHT in der EU. Mit Island gibt es außerdem auch schon ein Beispiel, wo ein autonomes Gebiet Dänemarks unabhängig wurde (und ebenfalls nicht in der EU ist).

  3. Herr Treibholz

    Zu den Steckern: die Briten haben da sowieso ein ganz anderes „Verhältnis“, ein Gesetz das an Elektrogeräten Stecker vorhanden sein müssen existiert ja erst seit 1992. Vorher wurden 80 % aller Geräte ohne verkauft und die Leute mussten sich separat den Stecker dazukaufen. http://articles.philly.com/1992-01-31/news/26033529_1_plug-royal-society-domestic-electrical-appliances

    zu HMNB Clyde (‚Her Majesty’s Naval Base‘ – sowieso eine typisch britische Bezeichnung die ihresgleichen sucht), Tim lag da schon richtig: geomorphologsich gesehen sind es „Fjorde“, die schottische Bezeichnung dafür ist „Firth“. Strategisch ist es aber weniger der Fjord selbst, sondern, dank des Golfstroms, die ganzjährige eisfreiheit in Kombination mit einem direkten Zugangskorridor zum Atlantik (HMNB Devonport und HMNB Portsmouth liegen ja am Channel). Das russische Äquivalent hierfür wäre Murmansk übrigens, auch dank des Golfstroms.

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  4. iomf42

    Also das Einzige, was ich machen „musste“, war die Prozedur zur Zuteilung einer Sozialversicherungsnummer. Dazu gab’s ein knapp 30 Minuten Interview, bei dem die Glaubwürdigkeit und Konsistenz überprüft wurde. War aber immer alles sehr höflich. Fand ich übrigens insgesamt so bei allen Behördengängen, beim GP oder ähnlichen Institutionen.

    Über den Nachweis der Residenz und der Identität in Ermangelung eines Meldewesens könnte man ein eigenes Buch schreiben.

    Aber letztlich geht dann doch immer alles irgendwie und wir hatten ein schönes Haus zur Miete, das mit Gas und Strom beliefert wurde, ein Auto erworben und versichert und Jobs bekommen und einen Bibliotheksausweis 😉 Alles in Allem sehr positiv.

    Very civilised indeed!

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  5. David

    Ai super, ein Mini-NSFW. 😉 Ich bin gespannt auf die ganzen zusammenfassenden Rants in ein paar Monaten.

    Was ich mir bei Tim immer frage – spricht er eigentlich deutsches Englisch oder britisches Englisch? 😀

    (Deutsches Englisch ist so schlimm nicht, aber ähnlich markant heraushörbar wie Indisches Englisch. 😉 )

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  6. ueshr

    Was den Tierimport angeht, so will man wohl eben gerade das Einschleppen der Tollwut verhindern, die dort ausgerottet ist.

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  7. Florian

    Vielen Dank für euer tolles Gespräch, war schön euch beide wieder zusammen zu hören!

    Tim spricht mir aus der Seele. Ich sitze seit einigen Jahren aus beruflichen Gründen auf der Insel fest und kämpfe momentan mit meiner sehnlichst gewünschten Wiedereinbürgerung (meinen Job gibt’s in Deutschland schlicht nicht).

    Die wenigen Sachen, die der Brite kann, lassen sich an einer Hand abzählen, dazu zählen tatsächlich das Englische Frühstück und zugegeben, der Kreisverkehr. Autofahren zählt allerdings nicht dazu, die Regel „rechts vor links“ gibt es hier durchaus, ist aber kaum jemandem bekannt. Auf der Autobahn nimmt sich auch jeder irgendeine Spur, ein Linksfahrgebot wird hier vollends ignoriert.

    Fahrradfahren kann man zumindest in dieser Gegend hier vergessen. Die Straßen sind viel zu eng, Fahrradwege oder -spuren existieren nicht.

    Brot importiere ich kiloweise. Hier gibt es die ein oder andere „echte“ Bäckerei, aber auch dort hat man noch nicht wirklich begriffen, wie man das Brot fest und lecker bekommt. Stattdessen trifft man auf viele Experimente mit diversen Früchten und anderem Schnickschnack im Teig. Außerdem ist es sehr teuer (250g einfaches Roggenbrot gerne mal 5 Euro).

    Tims Meinung zu den Ampeln kann ich nicht nachvollziehen. Hier in den Midlands ist an fast jeder Kreuzung die Ampel auf der gegenüberliegenden Straßenseite und oft zusätzlich auf der eigenen. Generell finde ich die Ampel- und Schilderanordnung hier äußerst unübersichtlich. Außerdem gibt es durchaus auch jede Menge dieser „Hier nur Parken zwischen x und y an MO-FR für n Stunden außer man hat Parkausweis z“.

    Ich wohne hier mittlerweile in der fünften Wohnung. In jeder traf ich auf Mängel, die mir aus Deutschland komplett unbekannt waren, die hier aber als normal bzw. „nicht so schlimm“ angesehen werden: Schimmel an Fenstern und Wänden, Teppich in Badezimmern, sogenannte „Power Showers“ – also Durchlauferhitzerduschen, aus denen das Wasser in Trinkgeschwindkeit tröpfelt, Elektroheizungen. Und dennoch zahlt man gut 1000 Euro warm für eine 1-2-Zimmer-Wohnung oder 700 Euro für ein WG-Zimmer.

    Das könnt ich noch ewig fortsetzen, aber gleich ist Mittagspause 😉
    Ja, ich bin verbittert 😛

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  8. Norbert

    Bezüglich „Vereinigtes Königreich ohne Schottland“ und EU-Mitgliedschaft:
    Genauso wie sich das „United Kingdom of Great Britain and Ireland“ nach der Unabhängigkeit Irlands umbenannt hat – weil der größte Teil Irlands wegfiel – hätte sich das „United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland“ nach einer Unabhängigkeit Schottlands umbennen müssen. Begründung: „Great Britain“ bezeichnet die Hauptinsel der britischen Inseln, und ohne Schottland wäre diese nicht mehr vereint („United Kingdom of Southern Great Britain and Northern Ireland“ oder so). Ob sich der Titel „United Kingdom“ mit nur einem Königreich in der Union noch rechtfertigen lässt, ist dann eine andere Diskussion.
    BTW: Wales ist ein Fürstentum mit Teilautonomie innerhalb des Königreichs England – und spielt daher bei der Namensgebung eines UK ohne Schottland keine Rolle.

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  9. Mike_060

    Bin halb in GB bei London aufgewachsen.
    Das was Tim erzählt kann ich echt nachvollziehen.

    Interessant dass er so sein Podcasterleben weiterlebt trotz Insel und Familie.

    Ich fand es schön so eine Art NSFW in klein mit beiden wieder zu hören. Allerdings merkt man, das beide einfach nicht mehr so harmonisieren wie das am Anfang von NSFW der Fall war. Irgendwie geht jeder halt so seine Wege, und das merkt man. Darum wars evt auch richtig, daß sie nicht mehr regelmäßig podcasten. Schade.

    Nach wie vor klasse: Tims interessante Schilderungen, und Holgis klasse Art Leute zum Reden zu bringen.

    Flattrn !!

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  10. Dirk Moebius

    Zum Roundabout/Kreisel:
    In meiner Kindheit gab es in der DDR noch Kreisverkehre (dort wurden sie erst 1977 abgeschafft, in der BRD schon 1969) – AFAIR war die Begründung für die Abschaffung, daß der Verkehr dadurch ‚behindert‘ würde.

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  11. letrok

    Wegen Kreisverkehr: Du bist doch manchmal in der Gegend Köln/Bonn/Rhein-Erft. Schon mal in Wesseling gewesen? Da quasi nur Kreisverkehre und das ist nur so mittelmäßig großartig. 😉

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    1. Thomas

      Und auch bei Kaisers für 3,29€ im Konservenregal. Und lecker sindse wirklich.

  12. Domenic

    Hey Holgi,
    ich höre seit Monaten deine Sendungen und bin so derart begeistert dass ich meine Zukunftspläne den Journalismus zu verfolgen jetzt endgültig als Ziel festgesetzt habe…
    Ich finde deine Shows genial und freue mich jedes mal über eine neue Sendung…
    leider bin ich Momentan selbst sehr stark am Sparen und kann dir nicht zu*flattern*lassen aber ich möchte dir trotzdem für deine großartige Leistung danken, immer weiter so…

    Grüße aus dem Südlichsten Zipfel Baden Württembergs
    Domenic

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    1. holgi Beitragsautor

      Dankeschön 🙂

      Wobei ich ja grundsätzlich davon abrate, Journalist werden zu wollen.

    2. Domenic

      Hey Holgi,
      Vielen Dank für die schnelle Antwort…
      Ich lasse ich ja in vielem von dir beeinflussen, Journalist werde ich dennoch… sagt dir der Sender NRJ etwas? Dort möchte ich gerne arbeiten… Da ich gerne rede und viel mit dem Radio zu tun habe…

      Grüße in den Hohen Norden
      Domenic

    3. Danny

      Du meinst Energy? Dann muss man aber wenig denken. Gerade wenn Du viel Holgi konsumierst, sollten Dir seine Storys vom Privatradio mit diktierter aufgesetzter guter Laune und einer Strategie, die Werbetreibende und nicht die Hörer als Kunden sieht, geläufig sein. Als denkender Mensch tut einem das ganz schnell im Kopf weh und mit Journalismus hat Dudelfunk nun fast gar nichts zu tun.

  13. Sebastian

    Das Problem bei den ganzen Autonomiebewegungen ist imho das es dazu führen kann das sich die „starken“ Teile eines Landes abspalten, da sie vom Rest nicht profitieren (siehe Katalonien in Spanien). Gelingt diese Abspaltung werden die Schwachen allein zurückgelassen, die dadurch wichtige Teile ihrer Leistungsfähigkeit verlieren. Aus diesem Gedanken heraus denke ich man sollte alles dafür tun Autonomisierungswellen zu unterbinden, sonst könnte man sich recht schnell den nächsten Pleitestaat heranzüchten.

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    1. Mr. Toast

      Das wäre tatsächlich auch bei mir der einzige Grund, bei dem ich denke, dass die „Kleinstaaterei“ problematisch werden könnte. Auch wenn ich’s den Katalanen „gönne“ bzw. ich sie verstehe. Man sieht ja schon bei den rechten italienischen Gruppen, die ihren Nordstaat gründen wollen, um den schwachen Süden nicht mehr unterstützen zu müssen. Könnte tatsächlich sein, dass diese Bewegungen stärker werden würden, wenn ein Land den Startpunkt setzen würde.

    2. sternburg

      Man müsste nur den Ausgleich der Lebensbedingungen von den Staaten auf die EU übertragen (bzw. komplett übertragen, dort ist er ja schon teilweise), dann wäre das Problem gelöst.

  14. Poppi

    Auch wenn es mit UK nix zu tun hat:
    Die Eselsbrücke für den kleinen Pfeil beim Park-/Halteverbot ist, das Schild gedanklich um 90 Grad parallel zur Straße zu drehen. Und zwar so rum, dass man es von der Straße noch sehen kann. Nun zeigt der Pfeil genau in die Richtung, in der das Verbot gilt. Der Pfeil nach rechts zeigt also das Ende des Verbots an, der Pfeil nach links dessen Beginn.

    Bezüglich Kreisverkehr: Da kann man die Briten nur beneiden. Mir ist es auch unverständlich, wieso wir uns hierzulande damit so schwer tun. Lieber stehen wir nachts an einer menschenleeren Kreuzung irgendwo in der Pampa und warten…

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    1. sternburg

      ..zu drehen …wie es in Berlin auch Vorschrift ist. Und selbst mit dem Brandenburger 45-Grad-Winkel ist das noch ziemlich selbst erklärend.

      Müsste man sich nur dran halten.

  15. sternburg

    Verkehrsführung durch Straßenbelagmarkierungen ist an sich eine feine Sache. Nur erkennt die keiner mehr wenn es auch nur ein wenig geschneit hat (übrigens der Grund, warum hierzulande die Behindertenparkplätze nicht mehr so markiert werden sondern jeder sein eigenes Schild erhält).

    Das mag für die britischen Inseln kein echtes Problem sein. Für Mitteleuropa geht das aber schlicht nicht.

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    1. Sven Rudloff

      Auch in UK geht das „eigentlich“ nicht. Ich bin auf der Insel auch schon häufiger eingeschneit, und bei Schnee benehmen sich die Briten ein wenig wie die Rheinländer: Komplett überrascht, dass es Winter ist. Auch die Straßenmeistereien sind davon immer wieder überfordert – ein weiteres Beispiel dafür, wie schlecht in weiten Teilen die britische Infrastruktur gepflegt wird.

  16. alex

    Kleine Korrektur: Das schottische Unabhängigkeitsreferendum ging 55,3% zu 44,7% aus; bei mehr als 10 Prozentpunkten Unterschied würde ich das nicht mehr knapp nennen. Bundestagswahlen gehen oft knapper aus.

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  17. Sven Rudloff

    Eine schöne Folge – mich hatte ja schon lange interessiert, wie Tim seine Heimat im Detail so sieht. Auch finde ich das Audio gar nicht so furchtbar „räudig“ – nur auf die längere Stille wurden oben ja schon hingewiesen.

    Ein paar Anmerkungen, mit jeweils ein paar Verweisen auf entsprechende Viva-Britannia-Folgen:

    Auf den „Poppy Day“ am 11.11., an dem allen Kriegstoten (nicht nur den britischen!) gedacht wird, bin ich in VB004 kurz eingegangen. Schon ein etwas seltsames Gefühl, da als Deutscher unterwegs zu sein, aber es ist nicht „gegen die Deutschen“ gerichtet. Überhaupt habe ich in meinen vier Jahren auf der Insel nie wirklich mit Anti-Deutschen Ressentiments kämpfen müssen.

    Im Deutschen Straßenverkehr vermisse ich erst recht die britischen Ampeln, die sehr wohl meistens auf der anderen Seite der Kreuzung stehen – da muss man sich nicht so den Nacken verrenken wie manchmal in Deutschland, wenn man als erster an der Kreuzung steht… (VB001)

    Was den britischen Stromstecker so genial macht, darüber spreche ich in VB044, das habe ich aber eigentlich von diesem YouTube-Video gelernt: Things you may not know. Der gleiche Herr hat auch ein lehrreiches Video darüber, warum die Briten zwei Wasserhähne haben (hatten) anstatt einer Mischbatterie.

    Ich freue mich auf einen weiteren Bericht von Tim von der Insel!

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  18. Claudia

    War schön, Euch mal wieder zu hören. Vermissen NSFW noch immer, aber das entschädigt ein bisschen. Das mit dem Kreisverkehr war mir gar nicht mehr so präsent aber es stimmt, früher galt noch die rechts vor links Regel. Kulinarisch haben die Engländer wirklich nicht allzu viel zu bieten außer breakfast, was ich noch ganz gut fand war Yorkshire Pudding, Devon cream und die hatten dort tolle Erdbeeren im Sommer. Das Loblied auf das deutsche Brot kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen, die Franzosen und Italiener machen tolles Brot und nicht nur Weißbrot – in Italien gibt es auch anderes dunkleresBrot. Vielleicht bei richtigen Vollkorn- oder sonstigen Körnerbroten, ansonsten finde ich dass das meiste Brot bei uns nicht gescheit durchgebacken ist und nicht mehr die Qualität von früher hat.

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