WR242 Russische Industriekatzen

 

wrint_realitaetsabgleich_200Diesmal mit Neuverschuldung, Thailand, Prokon, der CSU und dem Wetter.

Ohne Toby ginge es nicht. Hier sein Klingelbeutel.

Shownotes von daspearlpaiste

 

Sendungsstart verpasst — Nachrichten von Heute: — Holgi trinkt Indian Pale Ale Escalation — uhu: unter hundert kilo — "Ich fährt bei Regen sogar Fahrrad" (Holgi).

Neuverschuldung des Bundes geringer als veranlagt

00:04:07

Ulricke Herrmann "Der Sieg des Kapitals, wie der Reichtum in die Welt kam" — Feststellung: KindleBücher können nicht verschnekt werden, jedoch auf der Wunschliste gestellt werden — Sendung vom Saarländischen Rundfunk "Fragen an den Autor" auch als Podcast verfügbar — Toby überlegt sich, wie ein Deutschland ohne Schulden aussehen würde — Toby hat einen kleinen Android-Tablet gekauft — Holgi wünscht sich ein iPad mini mit 3G — Systemsprache beim Kindle nicht auf Deutsch umstellbar — Sinnieren übers bedingunslose Grundeinkommen — Holgi glaubt nicht an ein BGE, solange ein solches eingeführt wird in einem Gebiet mit Landesgrenzen — "Der Stammtisch wird dazu nicht bereit sein." (Holgi) — "BGE geht, machen sie aber nicht" (Toby) — "Der Kapitalismus ist übrigens durch teurere Arbeitskräfte entstanden, nicht durch billigere." (Toby) — "Rationalisierungsdruck durch zu hohe Stückkosten" (Holgi).

Regierung in Thailand hält an Wahltermin fest

00:26:49

"Immerhin keine Toten!" (Toby) — Holgi telefoniert mit Oliver aus Bankog — "Die außerparlametnarische Opposition will die Demokratie abschaffen" (Holgi) — "Sowas kann man sich hier nicht wirklich vorstellen." (Toby) — Toby hinterfragt den Nachrichtenwert, Holgi bejaht.

Prokon-Anleger ziehen 200 Millionen Euro Kapital ab

00:35:21

"Wer acht Prozent verspricht, ist unseriös" (Holgi) Kumpel von der Bank sagt: "Finger weg!" — Panikabkäufe werden postuliert (Toby) — "Es war gar nicht die Vermutung, dass das so ein windiger Unternehmer ist" (Toby) — Toby muss sein Haus streichen.

Migrantenorganisationen kritisieren CSU

00:40:11

Kommentare im Blog, wo hat Seehofer denn gegen Ausländer gehetzt?! (Frage Toby: "Warum ist das schade, dass es ein offener Brief war?" - Holgi: "Weil offene Briefe von Politikern in der Regel nicht ernst genommen werden.")  — Thema Freizügigkeit von Rumänen und Bulgaren — Dänsiche Minderheit in Deutschland — Tobys Mama hat ein neues Knie bekommen mit Komplikationen — Toby pendelt zu seiner Mama pro Fahrt ca. 1,5h — "Es folgt das Wetter" (Holgi).

Wetter: Leichte Niederschläge, zum Teil als Schnee, 0 bis 9 Grad

00:48:17

Sendungsende.

17 Gedanken zu „WR242 Russische Industriekatzen

  1. dmw

    Deswegen haben übrigens alle Staaten Schulden (Ausnahmen bestätigen die Regel): http://de.wikipedia.org/wiki/Saldenmechanik

    Staatsschulden sind nichts anders als private Finanzvermögen. Nimmt der Staat Schulden auf steigen die privaten Finanzvermögen (der Staat gibt mehr Geld an die Bürger aus als er von Ihnen einnimmt), baut der Staat Schulden ab (der Staat gibt weniger Geld an die Bürger aus als er von ihnen einnimmt) sinken die privaten Finanzvermögen wieder.

    „Private debt is debt, public debt is financial wealth to the private sector.“ (Autor ist mir unbekannt)

    Deshalb ist es übrigens auch Quatsch, wenn die Politiker mit „Wir leben auf den Kosten unserer Kinder“ kommen – unsere Kinder erben ja nicht nur die Schulden, sie erben auch die Finanzvermögen die diesen Schulden gegenüber stehen.
    Die Staatsschulden können übrigens auch jederzeit reduziert werden, man müsste sich dazu bloß mal darüber Unterhalten wessen Finanzvermögen dazu zu welchem Teil abgebaut werden sollen.

    Antworten
    1. flyingtoaster

      Die Aussage “Wir leben auf den Kosten unserer Kinder” als Quatsch zu bezeichnen ist ein wenig hart. Denn während die Folgen der öffentlichen Schulden (Zinsen und Tilgungszahlungen;-)) im Wesentlichen die Inländer zu tragen haben, liegt der private Reichtum auch zu einem Großteil im Ausland. Daher ist auch die Idee, der Staat könnte die Schuldenlast politisch auf der Gläubigerseite beeinflussen, unrealistisch.
      Im Grunde ist auch ein Staat nichts anderes als ein besonders solventer Schuldner, dessen Bonität allerdings nicht unbegrenzt ist. Das haben einige Länder in den letzten Jahren direkt zu spüren bekommen.
      Die Aussage “Private debt is debt, public debt is financial wealth to the private sector.” ist
      Augenwischerei, denn von der Wirkung unterscheiden sich Staatsschulden von privaten Schulden zumindest auf Gläubigerseite nicht. Auf Schuldnerseite ist ein Unterschied, dass ein Staat durch Abwertung seiner Währung ausländische Schulden reduzieren kann.

      Letztlich gilt, egal ob ich an privat oder an den Staat Geld verleihe, ich gebe einen Teil meiner eigenen Gestaltungsmacht (=Geld) an jemanden anderen ab und erwarte, dass mit diesem Geld sinnvoller umgegangen wird, als ich selber es tun könnte. Wenn das nicht passiert, gebe ich das Geld nicht her oder nur zu einem sehr hohen Preis.

    2. Dr. Azrael Tod

      zum Thema Neuverschuldung empfehle ich mal schamlos meinen eigenen Artikel von letztem Jahr

      Schlussfolgerungen:
      Währungen gibt es selten länger als 100 Jahre (die meisten eher so <50)
      Unser Finanzminister plante ab 2015 tatsächlich schon ca. 1mrd € jährlich zurück zu zahlen. Das würde bedeuten dass wir in ca. 2000 Jahren schuldenfrei wären.

      Dazu kommt noch der Punkt dass Geld aus Schulden besteht. Ein Euroschein ist ja ursprünglich nichts anderes als ein Schuldschein der europäischen Staaten. Damit irgendwer Geld haben kann, muss der Staat also schonmal Schulden haben. (Ausgenommen: Währungen die an Materialpreis des Geldes gebunden sind, aber wer schleppt heute schon Goldmünzen mit sich rum?)

    1. Dennis

      Ah, danke dir, dass du das nachgeliefert hast. Werde ich auch mal hingehen. Das Ratsherren Pale Ale ist ja auch schon super. Kann übrigens zum Kauf von Bier in Hamburg den Laden Bierland empfehlen. Dort kann man auch Tastings mit mehreren Leuten machen.

  2. flyingtoaster

    Es ist verständlich, dass man sich über die Art und Weise der Diskussion „Wer betrügt, der fliegt“ aufregt. Aber trifft der Zorn mit der CSU und Horst Seehofer in Person die Richtigen?
    Nachdem ich die Entstehung dieser Zuwanderungsdiskussion genauer verfolgt habe, mag die CSU mit dem besagten Satz den Stein des Anstoßes geliefert haben, doch die Verbindung mit Rumänen und Bulgaren, den aktuellen Regelungen zur Arbeitnehmerfreizügigkeit, sowie die Aktualität vor dem Hintergrund der Europawahlen sind allein von der Presse intoniert worden.
    Die Tagung in Wildbad-Kreuth findet regelmäßig statt, das Thema an sich wurde vom deutschen Städtetag auf die Tagesordnung gebracht und in dem rund 20 seitigen Positionspapier finde ich das Thema sogar relativ unspektakulär untergebracht. Sonst habe ich keine aktiven Handlungen der CSU gefunden, das Thema in den Vordergrund zu bringen.
    Wenn Medien Land auf, Land ab mit dem Bedienen von Ressentiments gegen Ausländer, gegen die CSU usw. Auflage machen, sich dabei selbst als Moralapostel aufspielen und dabei sowohl eine sachliche Diskussion verhindern, als auch dem Land an sich durch das Anzetteln der Zuwanderungsdebatte schaden, dann muss man das kritisieren, anstatt blind seinen Beißreflexen zu folgen.
    Eigentlich sollten uns doch die Haare zu Berge stehen, wenn wir bei Sachen, mit denen wir uns etwas beschäftigen, feststellen, wie sehr Journalisten ohne Rücksicht auf Schicksale die Wahrheit verfälschen.

    Naja, ich sollte das Thema jetzt langsam ad acta legen, mir fällt es halt schwer, dass wir uns so leicht von der Presse manipulieren lassen.

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    1. Timo Altfelde

      Ich hab mir mal die Seite der CSU angesehen und danach nochmal gelesen, was du geschrieben hast. Vielleicht solltest du nochmal eine Nacht über deine Worte nachdenken… nur so ein Tipp. 😉

      Ich hoffe es hilft der Erkenntnisgewinnung:
      http://www.csu.de/aktuell/meldungen/januar-2014/andreas-scheuer-wir-sind-die-vernunfteuropaeer/
      http://www.csu.de/aktuell/meldungen/januar-2014/scheuer-zu-eu-kommission-leichter-zugang-zu-sozialleitungen/
      http://www.csu.de/aktuell/meldungen/dezember-2013/seehofer-zur-diskussion-ueber-zuwanderung/
      http://www.csu.de/aktuell/meldungen/dezember-2013/armutszuwanderung-nach-deutschland/

      Dieser Dreh ist auch interessant:
      http://www.csu.de/aktuell/meldungen/oktober-2013/dobrindt-keine-falschen-schluesse-aus-lampedusa-unglueck-ziehen/

      btw: Der Anteil der CSU-eigenen Meldungen zum Thema war relativ zu den anderen Meldungen ziemlich hoch.

    2. BrEin

      @flyingtoaster
      Prinzipiell gebe ich Dir recht. Weder ist die Journaille fehlerfrei, noch absolut objektiv oder ohne eigene Agenda. Sich aufgrund von Berichterstattungen polarisieren zu lassen, wie es bei unserer Streitkultur üblich ist, sollte man meiden und sich eher auf die Hintergrundinformationen stützen.

      ABER:
      – Willst Du wirklich sagen, dass der Ausspruch „Wer betrügt, der fliegt!“ so nicht von der CSU stammt?
      – Willst Du wirklich sagen, dass das, was der Ausspruch sagt, samt der unverschämten Unterstellungen, nicht die Haltung der CSU wiederspiegelt? (Mal abgesehen davon, dass @Timo Altfelde schon nützliche Informationen beigetragen hat.)
      – Willst Du wirklich sagen, dass der Ausspruch auch nur in geringster Form legitim ist? Weshalb man sich nicht aufregen solle?

      Zu 3.)
      Was bitte unterscheidet diesen Punkt von einem ähnlich lautendem der AfD:
      http://ino.blogsport.de/images/AfD_Plakat_Einwanderung.JPG ?
      Die im übrigen zu Recht bei Schelte auf das Wahlprogramm der CSU verweißt.
      Und was die Inhaltsleere solcher Aussagen angeht, hat man Dir ja schon letztes Mal Links zum anschauen mitgegeben. Hier ist ein weiterer, aber zum anhören: http://detektor.fm/politik/streitthema-migranten-bereicherungn-statt-schmarotzen/ .

      @Holgi Vielen Dank nochmal mit dem Tipp zu DetektorFM. Das ist wirklich ein toller Kanal.

      Gruß
      BrEIn

  3. Tim

    In Sachen neues Knie: nach gelungener OP (wie Tobi schon sagte, absolute Routine) und absolvierter Reha hat man quasi ein voll belastbares neues Knie, das zwischen 10 und irgendwas um 20 Jahre hält. Danach schnippelt man also wieder – was dann im Laufe eines Lebens zu mehr als einer OP führen kann. Gute Nachrichten für Tobi und seine Mutter: Weil das so eine häufige OP ist, ist dir Reha danach meistens sehr gut und die Leute verlassen dir Klinik auf eigenen Beinen und in meiner 9 Monatigen Rehaerfahrung ( auf Pflege-Seite) beschwerdearm- bis frei.

    Antworten
  4. Christoph

    Auch wenn ich vermutlich als Klugscheisser betitelt werde: Stichwort Barley Wine, Barley = Gerste (Hopfen wäre hops)

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  5. Tanna

    @Toby: Meine Mutter hat in Neustadt eine neue Hüfte bekommen und da haben die Ärzte sehr gute Arbeit geleistet trotz gesetzlicher Versicherung.

    Schöne Grüße ein minderheitenbewusster Schleswig-Holsteiner

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  6. Alliser

    Der Moment, als @holgi „Ich hab‘ ja auch nur im Radio so eine große Fresse.“ gesagt hat, ist einer dieser ehrlichen Momente, wo ich extrem viel Sympathie für dich empfinde. Vergleichbar mit dem Realitätsabgleich, als du erzählt hast, dass du dich bei einem Moment von Übermaß an Vergeltungssucht oder Rachegelüsten erwischt hast, wo im Radio berichtet wurde, dass in Indien Vergewaltiger sich aufgehangen haben oder umgebracht worden sind oder sollten (habe das wortwörtlich nicht mehr ganz genau im Kopf) und bei dir dann der Motor angesprungen ist und du reflektiert hast:“Scheiße. So will ich doch gar nicht denken.“

    Danke dafür. 🙂

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  7. DocDblU

    Bei dem ersten Thema „Kapitalismus und Fortschritt“ musste ich sofort wieder an die Geschichte der Textilfabrik Cromford in Ratingen (bei Düsseldorf) aus dem 18. Jahrhundert denken (Übrigens ein sehr, sehr sehenswertes Industriemuseum heute): Diese war die allererste Fabrik auf dem europäischen Festland: Hier wurde die erste automatisierte Spinnmaschine betrieben, die ein Elberfelder Industrieller mit Hilfe von Industriespionage aus England sich beschaffte. Er beschaffte sich auch die Wissensträger: Engländer, die unter Lebensgefahr sich aus ihrem Heimatland in die Fremde aufmachten, um die für die Deutschen völlig unverständliche Maschine zusammenbauen, betreiben und warten konnten. (Heute noch findet man im Bergischen vereinzelt englische Familiennamen, die die Nachfahren dieser Pioniere sind). Und der Grund warum der Industrielle Brügelmann seine Fabrik nicht an der Wupper aufbaute, sondern im nahen Ratingen? Das Lohnniveau war in Ratingen niedriger als im heutigen Wuppertal mit seiner damals schon starken Garnproduktion.

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