WR231 Asisch weggespatelt

wrint_realitaetsabgleich_200Und so reden wir über die Ukraine, Malaria, Stromsperren, Mandela, den Griechen, die Österreicher, Cordoba und die Cordobar.

Ohne Toby ginge es nicht, sein Klingelbeutel hängt hier.

Shownotes von @PeaKant und @Quimoniz

63 Gedanken zu „WR231 Asisch weggespatelt

  1. Uta Koppenhagen

    Man, man, man, da will ich schon seit Monaten mal kommentieren, weil ich eigentlich voll des Lobes für die gesamte Podcastszene bin ( wohne in Südwestfrankreich und habe gern auch Kontakt zu meiner Muttersprache, daher über 100 Podcastabos), und tue es heute wirklich, weil mir ausnahmsweise mal die Hutschnur gerissen ist, so unsensibel kamt ihr rüber, insbesondere der Holgi, in Punkto Stromrechnung. Es geht doch da nicht um völlig solvente Wohlstandsbürger wie euch, denen der Strom nicht abgeklemmt werden darf, sondern um sozial schwache Familien, deren Grundbedürfnisse nicht so einfach missachtet werden dürfen. Wenn Babys sterben, weil keine Heizung mehr da ist (ist vorgekommen)! Also, bei uns gibt es nicht zuletzt wegen solch krasser Vorfälle Sonderregelungen, und so schnell kann Familien der Strom nicht abgestellt werden, und das ist völlig in Ordnung so. Holgi, bitte mal den Horizont erweitern!
    Bleibe trotzdem treue Hörerin.
    Gruß
    Uta

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    1. holgi Beitragsautor

      So schnell wie Du es für dein Argument bräuchtest, wird in Deutschland niemandem der Strom abgestellt. Ich wüsste wirklich gerne mal, woher dieser Mythos kommt. Hier gibt es Mahnverfahren und Schuldnerberatungen und wenn man nicht ausgerechnet psychisch krank ist, muss man schon hochgradig ignorant oder dumm sein, um sich überhaupt in die Lage zu bringen, dass der Zähler abgeklemmt wird.
      Mein Horizont ist überigens so weit, dass auch ich schonmal weder Miete, noch Telefon, noch Strom bezahlen konnte und die volle Breitseite mit Kontensperrung und Gerichtsvollzieher durchhabe. Wenn ich dich richtig verstehe, hätte ich in der von dir gewünschten Realität also nur Bedüftigkeit herbeiargumentieren müssen, um weiterhin ausschweifender konsumieren zu können, als im Rahmen meiner Möglichkeiten gelegen hat. Kann man machen, dann muss man den Strom aber an alle verschenken. Dafür argumentiert aber niemand – jedenfalls nicht explizit.

    2. Hüp

      „… und wenn man nicht ausgerechnet psychisch krank ist, muss man schon hochgradig ignorant oder dumm sein, um sich überhaupt in die Lage zu bringen, dass der Zähler abgeklemmt wird.“

      Schön, das du nicht psychisch krank bist, aber das sind vielleicht mehr als du glaubst. Dumm oder ignorant kann auch jeder Mensch in seinem Leben mal sein.

      Ich verstehe deinen Punkt, aber es sollte die allerletzte Option sein, solche Grundversorgung zu entziehen – insbesondere, weil sie die Situation für die Betroffenen noch viel schwieriger macht und weitere Probleme herstellt, anstatt eine Lösung herbeizuführen. Eine Gesellschaft muss alles dafür tun Menschen nicht zu verlieren.

    3. Stefan

      Holgi, du machst es dir find ich etwas einfach, wenn du keine Stromsperre ohne Gerichtsverfahren mit verschenken gleichsetzt. So simpel ist die Zahlungsmoral der meisten Menschen einfach nicht. Denn wenn das so wäre, würden diese Leute ja einfach ihre Miete nicht mehr zahlen und technische Geräte auf Raten “kaufen” ohne die Raten zu zahlen.

      Ich weiß nicht ob das augenblicklich mit dem Strom abdrehen zu hart ist oder nicht. Mein Punkt ist nur, dass 99% der Leute so oder so ihre Stromrechnung bezahlen.

    4. Paul

      @Holgi, es gibt ja noch diverse andere Fälle, wo man unfreiwillig und teilweise unwissend in Probleme gerät. Ich hatte mal folgende Situation:
      Ich bin ausgezogen aus einer WG. Der Strom lief auf meinen Namen. Der verbleibende Mitbewohner und ich haben einen gemeinsamen Brief an die Stadtwerke geschickt und unterschrieben, in dem drinstand, dass ich ausziehe und mein Ex-Mitbewohner nun Kunde ist und zahlt.
      Ich war für ein halbes Jahr im Ausland und kam zurück, suchte mir eine neue Wohnung, zog ein. Und meldete mich bei den Stadtwerken wegen Strom und Gas.
      Als ich nicht zu Hause war, kam ein von denen Beauftragter Elektriker und stellte mir den Strom ab. Das war kurz vor Weihnachten 2010.

      Hintergrund: Mein Brief bei den Stadtwerken ist angeblich nie angekommen. Mein Ex-Mitbewohner ist kurz nach mir ausgezogen und hat schriftlich angekündigt, dass er auszieht und nicht mehr weiterzahlt. Er hat sogar eine Adresse angegeben, wo er dann erreicht werden kann, wegen der Jahresabrechnung.
      Dieser Brief wurde ignoriert, weil er ja kein Kunde dort ist. Der Strom lief weiter, dem Vermieter war es entweder egal oder er hat es nicht gemerkt.
      Jedenfalls hatte ich dann nicht nur den Strom in der NEUEN Wohnung abgestellt bekommen. Wo ich auch schon pünktlich und fleißig die Abschlagszahlungen geleistet habe. Ich bekam da auch vorher nicht Post oder sonst irgendwas.
      Ich hatte dann innerhalb von 10 Tagen wieder Strom. Hätte ich nicht gute Freunde in der Stadt gehabt, bei denen ich in der Zeit leben konnte, wäre ich ziemlich am Arsch gewesen.

      Ob ich jetzt dann sagen würde, dass man prinzipiell nicht mehr abschalten kann, weiß ich nicht. Vielleicht könnte man aber besonders schützenswerte (Langzeitarbeitslose, psychisch Kranke, etc.) Leute vor der Abschaltung schützen oder es wenigstens schwerer machen.

  2. Rico

    Zum Stromstreit: Eine Abhilfe ist trotz Stromschulden die Weiterlieferung auf Prepaid Basis. Problem: die Einrichtung und Verwaltung kosten. So was soll wohl demnächst auch kommen http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-11/strom-prepaid-koalitionsverhandlungen Die aufgelaufenen Stromschulden muss man dann irgendwann nach einem Lottogewinn, neuem Job o.ä. zahlen.

    Problem ist natürlich, dass ich eine Woche auf mein Prepaid Handy verzichten kann, bis wieder Geld für eine neue Karte vorhanden ist und mich meine Freundin trotzdem noch anrufen kann. Eine Stromsperre ist per Prepaid auch noch möglich. Dauert halt nur eine Woche und nicht für immer.

    Schulden und auch eine mögliche Insolvenz gehören zu unserem Wirtschaftssystem dazu.

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    1. holgi Beitragsautor

      Schulden und Insolvenz fallen aber auch nicht plötzlich und unerwartet vom Himmel. Niemand wird von Stromschulden überrascht.

      Die Prepaid-Variante kenne ich aus England und sie scheint mir auch die einzige Möglichkeit zu sein, das Problem in den Griff zu bekommen, wenn wir nicht allen Strom an alle verschenken wollen. Ob der Aufwand gerechtfertigt ist, würde ich gerne mal anhand von Zahlen sehen. Möglicherweise geht es aber auch ums Prinzip, dann sind Kosten ja meist zweitrangig. Andererseits sind heute ja sowieso schon Leute unterwegs, um die Sperren zu vollstrecken, so dass der Aufwand sich vielleicht sogar in Grenzen hält.

  3. Rico

    @holgi Übrigens können nicht nur Mieter Strom- (und Gas-) Schulden ansammeln, sondern auch Vermieter. Das heisst du bezahlst brav deine Nebenkosten (manchmal läuft halt auch Gas, Wasser und Strom über den Vermieter), der sackt die Kohle ein (und geht vielleicht in die Insolvenz) und dir als Mieter wird dann aber der Strom oder das Gas abgestellt.

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    1. holgi Beitragsautor

      Dass der Mieter in einem solchen Fall ohne Versorgung dasteht, glaube ich nicht, denn er kann eigene Verträge mit den Versorgern abschließen.

      (einen solchen Mietvertrag habe ich auch noch nie gesehen oder davon gehört Oo)

    2. Anne

      Bei möblierten Wohnungen mit Pauschalmiete ist auch mal Strom mit drin. Das hatte ich mal, da musste ich die Miete aber nicht bezahlen, weil die Firma das gemacht hat. Ist aber ansonsten tatsächlich eher unüblich.

  4. Xaver

    Mandela, Bin Laden und Arafat sitzen in der Bar und schauen sich ein Video an:

    You came in like a wrecking ball. Freshly chopped tomatoes, put them in… put them in hot oil for around 15 minutes, fry them… fry them onions, put the onions in and caramelize the onions. Add some chicken and wait until it’s all cooked nicely through. Psycho killer, Cass Gousay. Fafafafaa, fafa. Fafa-faa-fa. And runrunrun, runrun, run away. Oh ho, oh ho ho ho. Eyyeyyeyyeyyeyyey. Cook the rice, put it on, on boiling water. Turn it off, and let it some put, put the lid on. Help, I need some body. Help, I need some body. Help, just any body, anybody!

    Am Ende schüttelt Arafat den Kopf, dreht sich zu Mandela und fragt : ‘Wat war dit denn?!’
    Mandela zuckt mit den Schultern: ‘Dit mit dem Tschänneln mussick noch üben, wa! Da hatte ick halt noch Kohldampf, aber schon keenen Körper mehr.’
    Bin Laden nickt verständnisvoll: ‘Haste ja nu Zeit für. Da hab ick Jahre für jebroocht, bis ick dit halbweechs konnte.’
    Arafat: ‘Ick hab dit bis heute nich jeschafft. Aber sacht ma Jungs, wat berlinan wir eijentlich alle?’
    Bin Laden zwinkert vielsagend und stimmt die Liedzeile an: ‘♫ Först wie teik Mänhättän ♫ Sen wie teik Börlin! ♫’
    Arafat: ‘Is dit ‘n Lied von dieser Tante da, dieser Hännä Monntänna? Mit dem Wräckingball?’
    Bin Laden rollt mit den Augen: ‘Seitde hier bist, kapierste jarnüscht mehr, oder?!’
    Arafat guckt betroffen, schweigt und starrt in seinen fast leeren Drink. Stille.
    Schließlich rückt der Barkeeper näher, räuspert sich. Keine Reaktion. ‘Mögen die Herren vielleicht noch etwas zu trinken haben?’
    Nichts. Der Mann fährt vorsichtig fort: ‘Wie ich Sie schon mal alle hier versammelt habe, würde ich gerne mal eine Frage loswerden. Wenn Sie gestatten.’
    Bin Laden, sarkastisch: ‘Wollense wissen, ob dit wirklich icke war mit diesen komischen Hochhäuser? Oder ob se den Arafat mit Polonium erledicht haben? Sehen Sie sich den Mann doch mal an!’
    ‘Nein, nein!’ Der Barmann hebt abwehrend die Hände. ‘Bei dem Video eben habe ich mich bloß gefragt, wieso wir hier wohl plötzlich so gutes Netz haben.’

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  5. Hans Holunder

    Zum Thema Strom gebe ich Holgi vollkommen recht. Ich bin der Meinung, dass der Prozess vorweg ausreichend ist, um den Kunden die Ernsthaftigkeit der Situation gewahr zu machen und die Möglichkeit zum reagieren zu geben.

    Außerdem sehe ich bei der Debatte ein ganz anderes Problem. In dem Moment in dem den Anbietern untersagt würde, Ihren säumigen Kunden die Leistung zu versagen, würden schwach situierte Personen wahrscheinlich große Probleme haben, einen Anbieter zu finden.

    Wer als Hartz4 Empfänger einmal versucht hat, eine Bank zu finden die einen als Kunden “aufnimmt” oder einen Mobilfunkvertrag abzuschließen wird verstehen was ich meine.

    Zum P-Konto: Das P-Konto schützt nicht generell vor Pfändungen. Gesichert ist die gesetzlich vorgeschriebene Pfändungsfreigrenze.

    Dies stellt für den Schuldner grundsätzlich eine erhebliche Erleichterung dar, da zu Zeiten vor dem P-Konto erst einmal alles von der Bank eingefroren wurde und der Schuldner der Bank seine Pfändungsfreigrenze nachweisen musste damit er diesen Betrag verwenden konnte. Bei einigen Banken jeden Monat solange die Pfändung lief.

    Außerdem nutzten viele Banken die Pfändung als Grund zur Kündigung des Kontos. Die Kündung ist meines Wissens seit Einführung des P-Kontos gesetzlich ausgeschlossen. Nun muss die Bank dem Kunden die Möglichkeit einräumen, das bestehende von der Pfändung betroffene Konto in ein P-Konto zu wandeln.

    Nachteil des P-Kontos ist, dass auf eine gesetzliche Regelung bezüglich der Kontoführungsgebühren verzichtet wurde. Es gibt zwar den Hinweis, dass ein Konto nicht mehr Kosten soll als ein übliches Girokonto aber viele Banken halten sich mangels Gesetz nicht an diesen Hinweis. So werden leicht Gebühren von 10-20€ im Monat aufgerufen. Für Menschen die Ihren Haushalt mit der Pfändungsfreigrenze bestreiten müssen, ein erheblicher Betrag.

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  6. Anne

    Während des Studiums in einer Kneipe in Bonn gejobbt und da gab es Alster und Radler und das eine war mit Fanta (bzw. Orangenlimonade) und das andere mit Sprite (bzw. Zitronenlimonade). Da ich mir aber nie merken konnte, was was war, hab ich halt immer nachgefragt, was sie denn genau meinten. Das scheint mir auch regional unterschiedlich zu sein.

    Wikipedia hat da selbstverständlich eine Liste: http://de.wikipedia.org/wiki/Biermischgetr%C3%A4nk

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  7. Anne

    Kleiner Nachtrag zur Biermischgetränksache: In Frankreich gibt es oft Picon Bière also helles Bier mit Picon, einem Orangenbitterlikör. Das ist RICHTIG lecker, wenn man prinzipiell nichts gegen Biermischgetränke hat. Hab ich zum ersten Mal in einem elsässischen Restaurant in Freiburg gehabt. Picon gibt es auch hier im gut sortierten Spirituosenhandel und da fällt mir wieder ein, dass ich mir schon länger mal eine Flasche zulegen wollte.

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    1. xtc123

      Stimmt – im Elsaß nennt man das Amer biere und das gibt es dort wohl schon seit den Fünzigern. Die Zusätze werden/wurden in kleinen Flaschen als Sirup verkauft und man konnte die Mischung damit selbst bestimmen. Wenn ein französicher Freund oder Kollege im Badischen zu Besuch war (ich rede jetzt von der Zeit bis etwa Ende 70er) und man konnte nicht mindestens eine Sorte Amer Sirup anbieten, erntete man den Spruch: “Schwob, Schlenzer in de Büch!” Das heißt auf Deutsch so viel wie: Deutscher, du kriegst gleich ein Messer in den Bauch. Das war natürlich ironisch gemeint…
      ..übrigens: der Elsäßer bezeichnet alle Deutschen (nicht nur die Badener ) als “Schwobe”, also Schwaben, also auch euch in Berlin..tja, mitgefangen – mitgehangen.

  8. Stefan

    Ich bin da ganz beim Toby. Eine Wohnung mit Strom, Wasser, Elektrizität (und ggf. Internet) sollte meiner Ansicht nach ein Grundrecht sein. Und natürlich ist es nicht konsequenzenlos wenn man seine Rechnungen nicht bezahlt. Wenn der Kuckuck kommt wirds eh immer teurer, dazu muss noch nichtmal ein Prozess gelaufen sein, da reicht meines Wissens nach schon ein unbeantworteter gerichtlicher Mahnbescheid. Und dem Vollzieher ist dann wahrscheinlich auch erstmal egal ob die Forderung gerechtfertigt ist oder nicht, das muss (oder darf?) der nämlich gar nicht prüfen.
    Natürlich ist es immer bescheiden wenn viele andere die Ausfälle einiger weniger mitbezahlen müssen. Leute in dann quasi unbewohnbaren Wohnungen “leben” zu lassen halte ich allerdings für die schlechtere Alternative.
    Holgi, was nervt Dich daran eigentlich so sehr, dass Dein Strom dann teuerer wird oder allgemein dass die Leute ihren Kram nicht auf die Reihe kriegen? Ich glaube ich hab den Kern Deiner Empörung noch nicht verstanden, “Dann bezahlt keiner mehr” ist ja an dieser Stelle kein Argument wg. o.g. Pfändung usw.

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    1. holgi Beitragsautor

      Der Kern meiner Empörung sind die immer wiederkehrenden, kindischen Forderung nach “Grundversorgung” mit Wasweissichwasallem ohne vorher wenigstens mal für fünf Pfennige darüber nachzudenken, wie sowas überhaupt geregelt werden könnte. Wer sowas fordert, sollte wenigstens auch eine Lösung für die Folgeprobleme bereithalten (und wissen, wie die aktuellen Bedingungen sind). Wenn ich mir die Kommentare hier so durchlese, sehe ich allerdings bis auf einen (Prepaid) nur irgendwelche Forderungen – und um deren Folgen dürfen sich dann Andere kümmern. Wie immer halt, wenn es darum geht, sich selbst auf eine vermeintlich richtige Seite zu stellen, ohne auch Konsequenzen ziehen zu müssen. Wenn ich dieses Verhalten zuende denke, fordern wir demnächst, Autos zu verbieten, weil die sehr großen Schaden anrichten.

      Darum frage ich: Wie wollen die “Keine Stromsperren”-Leute verhindern, dass ich aufhöre, meine Rechnungen zu bezahlen? Und warum weiten wir das nicht auf noch mehr Dinge aus? Essen ist beispielsweise auch ein Grundbedürfnis und die Menschen sollten auch ohne Geld im Laden Lebensmittel holen dürfen. Wasser sollte sowieso für lau sein und ein Dach über dem Kopf auch. Das kann man ja alles machen, aber das muss man sich ein neues Wirtschaftssystem überlegen und sich nicht bloß hinstellen und sich darüber beklagen, dass irgendwem der Strom abgestellt wird, nachdem er dreimal gemahnt und angesprochen und sonstwas wurde (ja, es gibt auch hier Ausnahmen. Wie überall. Wenn wir aber anfangen, Politik nach Ausnahmen zu gestalten, können wir mit Politik auch sofort aufhören).

    2. Stefan

      Da hast Du schon auch recht. Meine Idee wäre auch gar nicht keinesfalls jemandem den Strom zu sperren. Ich hab vor allem ein wenig Bedenken wenn den Unternehmen höchstrichterlich bescheinigt wird dass das ein probates Mittel ist und diese dann selbst entscheiden wie das im zeitlichen Verlauf des Zahlungsverzugs einzusetzen ist. Vielleicht würde schon eine kleine Klausel wie: “Der Strom darf abgestellt werden sobald das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet ist” ausreichen, die Zahlungsfähigen zahlen, die dauerhaft Unzahlungsfähigen kommen dann zumindest mal mit Strukturen in Kontakt die Ihnen helfen können aus der Situation wieder rauszukommen. Und den schlichtweg Unwilligen wird dann eben der Strom gesperrt, und das ist ja auch gut so. Da sprechen wir noch lange nicht von einem Zivilprozess, aber es wäre zumindest mal ein einheitlich definierter Zeitpunkt. (Das löst das Problem natürlich nicht vollständig, aber wäre mein erster Vorschlag in die Richtung)

  9. Hans

    Rotwein-Cola ist im Baskenland als Calimocho ein großes Ding. Hierzuland war das deshalb auch in linken Szeneschuppen mit ausgeprägter Baskenlandsolidarität beliebt.

    Fertich macht mich, dass Alster was anderes sein soll als Radler. Hier im Süden gibt es nur Radler. Fast zumindest. Nimmt man Weizen, dann wird das ein Russ.

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  10. Stan

    Zum Strom : In meiner Heimatstadt (Borken) ist folgendes Problem aufgetreten : Mehrere finanziell schwache Familien wurde im Winter der Strom abgedreht. Diese sind daraufhin(nach dem die Polizei mehrfach die Holzverbrennung zum Heizen unterbunden hat/mind. bei einer Familie) zu den Obdachlosennot -und Dauerunterkünften gegangen und haben dort mehr als 50% der Kapazitäten belegt. Aufgrund von kleinen Kindern scheuten die Träger diese ins “kalte Heim” zurückzuschicken. Und das Geld hat der Anbieter wohl auch nie gesehen. Es muss andere Strafen geben. Sicher wer nicht zahlt soll doppelt oder dreifach zahlen, aber speziell im Winter den Strom abstellen ?! Ich finde das unwürdig eines zivilisatorisch so weiten Kultur wie der Unseren.

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  11. Johannes

    Würde auch gerne nochmal was zum Thema “Strom” sagen wollen.
    Mir wurde der Strom schon einmal abgedreht. Das war wirklich sehr dramatisch, weil dies an einem Freitag passiert ist. Das ganze Wochenende hatte ich kein warmes Wasser und keinen Kühlschrank, Internet, Licht und so weiter. Das ist passiert, nachdem ich eine Rechnung nicht bezahlen konnte. Und zwar wurde das Geld nicht überwiesen, weil eine Bearbeiterin bei der Sparkasse mit mir sprechen wollte. Ich hatte ihrer Meinung nach nämlich ungewöhnliche Konto-Bewegungen.
    Daher finde ich, dass es zumindest geregelt werden sollte, dass eben eine solche sofortige Abstellung nicht statt finden dürfen sollte.

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    1. Toby

      Das kann nicht sein, das muss ein Einzelfall und eine Ausnahme gewesen sein, denn rechtlich ist doch alles bestens geregelt.

    2. holgi Beitragsautor

      So naiv, zu glauben, alles würde immer und für alle perfekt funktionieren, habe ich dich bisher gar nicht eingeschätzt. Oder willst du bloß trollen?

    3. Toby

      Äh, Holgi? Das war eigentlich eine Persiflage auf Dich 😉 Du bist doch der, der sagt, dass die bestehenden Gesetze ausreichen, den nicht psychisch gestörten oder dummen Bürger vor einer Stromabschaltung zu schützen.

      Ja, doof getrollt, tut mir leid.

  12. Stan

    Sitzen bin Laden, Arafat und Mandela in einer Bar…Fortführung:
    Sie reden über dies und das und schließlich über Abtreibungen. Der strenggläubige bin Laden : “Das Leben beginnt mit der Zeugung.” Arafat denkt ähnlich schränkt aber ein : “Wohl eher mit der Geburt”. Mandela schüttelt den Kopf und sagt : “Das Leben beginnt doch dann wenn die Kinder aus dem Haus sind” .

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  13. Christel3000

    Zum Thema Aussprache bei Fernsehmoderatoren ist mir 2010 aufgefallen, dass der Name des isländischen Vulkanes Eyjafjallajökull völlig unter den Tisch gefallen ist.
    Der Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas wurde eingestellt, was eine bis dahin beispiellose Beeinträchtigung des Luftverkehrs in Europa infolge eines Naturereignisses darstellte.
    Also viel Berichterrei, da ist die Gefahr hoch über diesen Namen zu stolpern.
    Es hieß immer nur ” der islänische Vulkan spukt weiter Asche”

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  14. Abkueko

    Ich weiß gar nicht wie lang die Unternehmen derzeit bis zur Sperre zögern.

    Im Bereich Kabel TV und Internet zögert man nicht lang. Da kommt keine Mahnung oder so – es gibt ein paar Tage Toleranz falls der Kunde nur einen Tag zu spät überwiesen hat und wenn nicht ist zumindest das Internet weniger als eine Woche später weg – ganz ohne Mahnung oder Ankündigung.

    Könnte mir gut vorstellen, dass das mit Strom nicht zwingend so viel anders ist.

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  15. Sokrates

    Hallo Tobi,
    Mixolydisch und phrygisch ist in der abendländischen Musik genauso gebräuchlich wie in den orientalischen Kulturen. Was du meinst ist die Tonleiter, die in der 5. Stufe von harmonisch Moll entsteht (in vielen Jazzlehrbücher auch als HM5 bezeichnet). Diese hat eine kleine Sekunde, die den phrygischen Charakter vermittelt, ist aber eine Dominante genauso wie mixolydisch. Der bekannteste Song mit dieser Tonleiter ist “Misirlou”, der, wenn ich mich nicht irre, im Original auch eine griechische Komposition ist…und jetzt is schon genug mit Klugscheißerei…macht weiter so, ich höre gerne zu!

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  16. gb

    Zu den Stromsperren:
    Wo hätten wir denn noch “Grundrechte”? Z.B. auf Essen, also muss mir der Bäcker das Brot geben auch wenn ich nicht bezahle?

    Ich würde da unterscheiden:
    1. Ich lebe normal, verdiene Geld, habe einen Job.
    2. Ich habe keinen Job obwohl ich mich drum bemühe und bekomme daher Geld von Staat.

    Bei 1. kann man natürlich verlangen dass ich Rechnungen bezahle. Wenn ich das nicht kann werde ich gemahnt und dann bin ich eben pleite und sollte vielleicht Geld von Staat nehmen.
    Bei 2. gibt mir der Staat genug Geld für die Grundbedürfnisse.

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  17. Electix

    Zum Strom:

    Wenn ich den Strom nicht bezahle, dann habe ich Schulden.
    Der Großteil der Leute will aber keine Schulden haben, weil sich das ja auch auf alle anderen Verträge (Score bei der Schufa) auswirkt.
    Dann kann man also keine Verträge mehr abschließen, was ein echtes Problem in der heutigen Zeit gleichkommt.
    So wird das Problem auf lebensunwichtigerere Bereiche verteilt, als auf Strom, den jeder für alles braucht.
    Selbst um Kontakt zum Stromversorger aufzunehmen.

    Das wäre doch ganz sinnvoll,
    dann kann sich derjenige halt kein Handy mehr auf Pump kaufen, hat aber weiter ne warme Wohnung.
    Vielleicht auch nur nen Grundbetrag an Strom liefern.

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  18. Juergen

    Erstmal zum Thema Radler. Ein richtiges Radler ist ein normales Helles, direkt gemischt mit ordinärer Zitronenlimonade. Nichts Sprite und erst recht keine Fanta. Wenn es richtig warm ist eine tolle Erfrischung.

    Nun zum Thema Strom. Ich hatte auch schon Phasen in denen es finanziell sehr eng war. Den Fehler den viele begehen ist das sie einfach warten bis es zu spät ist. Wird es knapp mit dem Versorger reden oder mit seiner Bank. Trotz schlechtem Image sind die meistens auch an einer Lösung interessiert.

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  19. Tatjana

    Zum Thema Rotweinmischen…

    In Kroatien ist der Rotwein mit Cola unter dem Namen Bambus und der Rotwein mit Fanta unter dem Namen Mischmasch bekannt. Der Mischmasch sieht durch die Trennung vorm Umrühren zwischen Fanta und Rotwein sehr nett aus.

    Morgan Freeman ist glaube ich schon tausende Male gestorben. Totgesagte leben länger!!

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  20. Ronald

    Das Problem bei Malaria ist vor allem, dass man nicht impfen kann – wir reden hier über einen Parasiten. Malariaprophlaxe ist eine Art vorauseilender Chemotherapie mit vielen Nebenwirkungen und eignet sich nicht zur dauerhaften Anwendung. “Standby” ist es dann eine Chemotherapie, die man sich halt leisten können muss. Bleibt die Vermeidung von Mückenstichen… hierzu gab es vor kurzem ein interessantes Crowdfundingprojekt: http://www.kitepatch.com

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  21. DocDblU

    Völlig nebensächlich, aber trotzdem: das ungewollte Abschalten des Motors bei Start-Stop-Automatiken wird mittlerweile durch etwas Logik vermieden: Z.B. bleibt beim Passat der Motor an, wenn der Rückwärtsgang eingelegt wird, die Räder nicht geradeaus stehen oder das Auto nicht waagerecht steht. Insbesondere im Zusammenspiel mit dem Automatikgetriebe habe ich die Start-Stop-Automatik als echte Bereicherung erlebt.

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    1. holgi Beitragsautor

      Wenn man das immer benutzt, geht es vermutlich auch viel leichter. Ich steige halt von meinem Schaltgetriebe sporadisch mal um in einen Smart mit Start-Stop und fühle mich jedesmal ein wenig wie Anton Hynkel, als er den Füller nicht aus dem Ständer auf seinem Schreibtisch bekommt 😀

    2. DocDblU

      Obschon, ich bin auch häufig in Mietwagen unterwegs; da klappt der Wechsel zwischen Schalt- und Automatikgetriebe erstaunlich reibungslos, “night on earth”-ähnliche Szenen sind mir noch nicht passiert. Aber schon oft habe ich um und im Auto laut fluchend sowohl die Tankklappe als auch deren Öffnungsmechanismus gesucht. 😉

  22. Yannick

    Die Aussage, dass Bier mit Orangenlimonade nicht schmeckt, möchte ich in dieser Form nicht stehen lassen. Im (Ost-)westfälischen (vielleicht auch nur im Kreis Gütersloh) trinkt man Pils mit roter Orangenbrause (Emsgold). Das heißt dann Flieger und ist – vielleicht abgesehen von Weizen mit Grapefruit – das süffigste Getränk auf Erden.

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  23. Florian

    Mein Lieblingsmischgetränk ist Fanta und Eierlikör. Hört sich furchtbar an, schmeckt aber ausgezeichnet. Nennt man Engelsbusen 😉

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    1. holgi Beitragsautor

      Das kann ich mir sogar ansatzweise vorstellen. Also Orange in Eierlikör. Aber ausgerechnet Fanta, so mit Kohlensäure, stelle ich mir wiederum eher fies vor.

  24. Poppi

    Das Problem bei Stromsperren ist doch, dass es sehr weitreichende Konsequenzen hat. Im Zweifelsfall geht in einer Wohnung mal eben die Heizung aus. Und das dann mitten im Winter. Und dann müssen wir uns als Gesellschaft schon überlegen, ob wir das so wollen. Natürlich, hier reden wir von extremen Einzelfällen. Aber das sollte man trotzdem vermeiden. Den Mitvierziger mit ordentlichem Einkommen, der sich einfach aus dem Staub machen will, den kann man dann immer noch empfindlich treffen. Jedenfalls so, dass er kein Interesse dran hat, es mal eben aus Jux und Dollerei zu machen. Mit Schufaeintrag lebt es sich bspw nicht mehr so komfortabel.
    Zwischen “Abstellen” und “gratis weil keiner mehr die Rechnung zahlt” gibt es immer noch eine Menge Gestaltungsspielraum. Und den können wir ruhig nutzen.
    Übrigens, für jemanden der stets und ständig auf den Konservatismus schimpft, ist das Argumentieren für eine Stromsperre eine bemerkenswerte Haltung 😉

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    1. flyingtoaster

      Wir müssen uns als Gesellschaft aber auch überlegen, ob wir nicht an denjenigen, die sich lieber das neuste Smartphone oder den großen LCD-Fernseher kaufen anstatt die Stromrechnung zu zahlen, zu viele Ressourcen verschwenden, die für diejenigen, die wirklich Hilfe benötigen, dann fehlen.
      Ohne das Druckmittel der Stromsperre müssten die Anbieter kostenintensive Verfahren anstreben, um an ihr Geld zu kommen und diese Kosten müssten dann alle zahlenden Kunden aufbringen.
      Auch die allein erziehende Mutter, die eh schon jeden Cent zweimal umdrehen muss.
      Bis wirklich der Strom gesperrt wird, muss viel passieren und man hat bis dahin genügend Möglichkeiten sich helfen zu lassen.
      Für viele Leute ist sowas wie die drohende Stromabschaltung der heilsame Schock, sich jetzt endlich mal um seine Angelegenheiten zu kümmern.
      Man muss nicht unbedingt psychisch krank sein, um Rechnungen und Mahnungen zu ignorieren und einfach mal abzuwarten was passiert.

  25. Poschi

    Hallo Holgi und Toby,

    das Abstellen des Stroms ist nicht das Problem, sondern das Symptom. Die Ursache dafür ist, dass Leute ihren Strom nicht bezahlen. Die Einen weil sie Idioten sind und nicht wollen (wie in dem Urteil), die Anderen weil sie nicht können. Die Idioten haben’s verdient. Die Anderen haben das meiner Meinung nach nicht verdient. Die Forderung, dass der Strom nicht mehr abgestellt werden darf, löst nur das Symptom aber nicht die Probleme. Wer seine Stromrechnung nicht bezahlen kann, hat vermutlich auch andere finanzielle Probleme. Die Forderung ist also nur Populismus und hilft niemandem.

    Das eigentliche Problem ist: Warum gibt es Leute deren Geld nicht für Strom reicht? Das muss man diskutieren und dafür muss man Lösungen suchen. Warum das so ist kann ich nicht seriös beantworten. Dazu kenne ich mich zu wenig aus und ich war noch nie in dieser Situation. Allerdings, wenn ich mich entscheiden müsste ob ich am Ende des Monats die Stromrechnung bezahle oder Heute was esse, würde ich mich vermutlich auch fürs Essen entscheiden.

    @Holgi: Ich hoffe ich hab für deinen Geschmack nicht zu viel differenziert 🙂

    Grüße
    Florian

    Antworten
  26. Christian

    Der 3l-Lupo war nicht der erste Wagen mit Start-Stop-Automatik.

    Mein erstes Auto war ein gebrauchter VW Polo 86c, welcher einen seltsamen Schalter mit der Bezeichnung “SSA” besaß, von dem niemand sagen konnte, wofür er da ist. Wenn man ihn im Stand betätigte, ging der Wagen einfach aus. Jahre später fand ich durch Zufall heraus, dass der Wagen sofort von alleine wieder ansprang, wenn man den Schaltknüppel nach links bewegte (zum Einlegen des ersten Gangs). “SSA” bedeutete Start-Stop-Automatik.
    Als ich den 8 Jahre alten Wagen kaufte (bzw. mein Vater mir) war ich der 8. Besitzer, da angeblich alle vor mir mit dem Wagen nicht zurecht kamen 😀 Ich habe ihn dann noch ca. 10 Jahre weiter gefahren.

    Laut Wikipedia war es ein recht seltener “Formel-E”.

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  27. Paul

    Was Putin in Wirklichkeit für Gründe hat, die Ukraine von der EU fernzuhalten, weiß natürlich nur er. Ich kann aber sagen, welche Gründe im Staatsfernsehen kommuniziert werden.
    Zunächst muss man sagen, dass die Russen immer ein ganz schlechtes Gefühl kriegen, wenn man Nato sagt. Die Nato ist ja damals im Grunde als Vereinigung gegen die Sowjetunion entstanden.
    Und wenn die EU Ukraine mit aufnimmt, kann die Nato ohne weiteres Truppen und andere Nettigkeiten in der Ukraine platzieren.
    Und das macht die Russen sehr, sehr nervös. Ukraine hat keine Bodenschätze oder Ähnliches. Aber es ist ein strategisch wichtiges Land. Wie auch die Türkei.
    Mir fällt auch kein Grund ein, was die EU mit der Ukraine oder der Türkei will. Außer eben das Territorium erweitern.
    So kann man den bösen Russen in Schach halten.
    Und dem Türken stellt man dann die EU in Aussicht, bis er merkt, dass er auch nur hingehalten wird. Aber so lange hat man dort eben auch strategisch einen wichtigen Punkt abgedeckt.
    Ansonsten bringt Putin auch noch einen wirtschaftlichen Grund mit ein. Er sagt, wenn die Ukraine frei mit der EU und Russland wirtschaftlich zusammenarbeitet, besteht die Gefahr, dass die EU die russische Wirtschaft durch Ukraine beeinflussen kann. Und das will man ja nicht. Russland hat ja auch die Krise gut überstanden, weil man nicht so enge Verbindungen mit der EU und den USA hat.

    Soweit jedenfalls das Standbild, das im russischen Fernsehen vermittelt wird.

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  28. Robert

    Ich laufe am Frankfurter Hbf. lang: Ihr sprecht über den Fake-Gebärdendolmetscher und im gleichen Moment laufen 2 Leute an mir vorbei die sich so unterhalten. Erster Gedanke: ‘die trollen mich doch’, zweiter Gedanke: ‘mist’.

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  29. Alliser

    Ich höre gerade ein paar Folgen nach und darf nach dieser Folge zum ersten mal seit langem wieder sagen, dass der Titel “Realitätsabgleich” bei eurem Thema Strom so richtig paßt, da hier wirklich zwei verschiedene Denke bzw. Realitäten aufeinander stoßen: Die gefühlt nicht falsche, aber irgendwie “einfache” Denke von Toby und die skeptische, weiterdenkende (latürnich auch nicht zwingend “richtige”) Denke von holgi, das fällt in dieser Ausgabe mal wieder so richtig auf.
    Im übrigen bin ich aber wirklich erstaunt von holgis empfundener Zahlungsmoral der dt. Stromkunden. Oder hast du da erfolgreich versucht die Allgemeinheit und Toby zu trollen?

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    1. holgi Beitragsautor

      Verträge sind einzuhalten, sonst können wir das mit dem Rechtsstaat vergessen. Dazu kommt, dass ich mich selbst schonmal in die Pleite manövriert habe und deshalb vermutlich auch entsprechend gnadenlos bin. Also keine Trollerei 🙂

  30. Herrschwarz

    Als Angestellter eines Energieversorgers kann ich nur hinzufügen das wir schon vor 10 Jahren PrePaid Zähler hatten. Sie waren sehr unbeliebt beim Versorger weil es sehr umständlich im Handling war. Der Kunde musste dann einen Dongle mit Bargeld im Büro des Versorgers “aufladen” . Ansonsten ist bei uns bei jedem Kunden der gesperrt werden sollte der Nachinkassokollege persönlich erschienen. Zum Sperren muss man die Sicherungen beim Kunden entfernen, das geht noch nicht aus der Ferne. Aber was die Smart-Zähler in der Zukunft können…..

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