WR120 Häkelschweinskeptizismus (Realitätsabgleich)

Heute mit Häkelschwein, Hamburg, Hitler und einigem mehr. (Danke @evitabley, @docretro und @Quimoniz!)

Ohne Toby ginge es nicht. Hier hängt sein Kligelbeutel.

35 Gedanken zu „WR120 Häkelschweinskeptizismus (Realitätsabgleich)

  1. tp1024

    Thema Impressum:

    Ist es eigentlich möglich, das Impressum einer Seite als jpg Datei auszuführen? Handgeschrieben und photographiert “human readable” und nicht Maschinenlesbar. Es sollte formal den Ansprüchen genügen, ohne den Suchmaschinen zu viel Futter zu liefern.

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    1. @kyllwalda

      Sicher ist das möglich. Entweder du schreibst den Text und “fotografierst”ihn und bindest ihn als Bild ein, oder du gestaltest die ganze Seite als Bild, wie bspw. die meinige. Info gerne nach Mailanschrift, ich halte nix von Spammereien….
      LG Grott’

    2. tp1024

      Besten Dank. Es ging mir hauptsächlich darum, ob es dort gesetzliche Vorschriften gibt, die dem widersprechen würden.

    1. Toby

      Hab ich mir gestern in Teilen angesehen. Aber ehrlich, so witzig das sein mag: ich will das einfach nicht sehen. Trotzdem Danke! 🙂

  2. Rene

    Oh ja, mir gehts wie Tobi mit der Religion. Gute und wahre Argumente für die Religion. Ich find ja Friedrich Weinreb ganz toll, der einem eine völlig andere Sicht der Bibel aufzeigt, als die des allgemeinen Verständnisses. Sein Grundlagenwerk: Schöpfung im Wort. Auch hat er drölfhundert Stunden Vorträge hinterlassen, allesamt hörenswert für den Interressierten.

    Naja und wie immer tolle Sendung, nur leider viel zu kurz 😉

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    1. hemathor

      toby erliegt leider auch dem irrtum, dass moral nur/vorrangig/hauptsaechlich/wasauchimmer durch religion vermittelt werden kann… (“das streben nach verbesserung in moralischen entscheidungen. das ist der grund fuer mich, religoes zu bleiben.”, min 57:59)

      ich halte es da eher mit christopher hitchens: “you can’t proof that anyone behaves any better if they refer that problem upward to a supreme dictator of a celestial kind”.
      und weiter hat er zwei ‘challenges’: “name for me an ethical/moral action or an ethical/moral statement made or undertaken by a believer that i couldn’t make or undertake”, sowie “if i asked you to think of a wicked act undertaken (or a wicked statement made) by someone in the name of god or because of their faith, you wouldn’t have that much difficulty to come up with examples right away (genital mutilation, suicide bombing, genocide, power over women, etc)”.

      und ja, ich bin mir absolut bewusst, dass jede diskussion ueber religion schon im ansatz sinnlos ist. jeder soll glauben was er/sie will, aber ich wehre mich dagegen, wenn menschen meinen, religion sei der einzige (oder von mir aus auch beste) weg zu moral.

    2. Toby

      Nur weil es für mich funktioniert und als Grund hilft, behaupte ich doch nicht, dass es für andere auch so sein muss. Oder hab ich das gesagt? Ich versuche vorrangig, für mich selbst zu erklären, was die Religion mir bringt. Dass das so für andere nicht läuft, sondern eher schadet, ist mir auch klar. Also unterstell mir hier keinen Missionarismus. Immerhin schicke ich nicht anderen Leuten ungefragt Bücher 😉

  3. Espe Bredesen

    Ich habe mich typisieren lassen und wurde auch als Spender angefragt. Der Aufforderung bin ich nachgekommen. Dies bedeutete 2 Tage medizinische Untersuchung in einer 200km entfernten Stadt, 5 Tage lang je 2 Spritzen und in meinem Fall 4h überraschend kräftezehrende Dialyse. Kurzum ein nennenswerter Aufwand, sowohl für mich, als auch aus medizinischer Sicht.
    Völlig erschöpft kam ich an nächsten Tag im Büro an. Ein Kollege holte mich schnell auf den Boden zurück.
    Was rechtfertigt den hohen medizinischen Aufwand in Industriestaaten, wenn man mit etwas Medizin auch ein Leben in einem Entwicklungsland retten kann?

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    1. holgi Beitragsautor

      Ich finde nicht, dass das ein nennenswerter Aufwand zur Rettung eines Menschenlebens ist.

      Und warum ich lebensrettende Hightech-Medizin in Industrieländern gegen einfache Medizin in Entwicklungsländern aufwiegen soll, ist mir auch icht klar. Das ist doch im Grunde nur eine Umkehrung der Frage: “Gibt es denn nichts wichtigeres?”, die im Endeffekt dazu führen würde, dass wir uns von Fortschritt verabschieden. Anstelle in einem Drittweltland jemandem mit einfacher Medizin zu heilen, reicht es nämlich möglicherweise auch, dessen Nachbarn Wasser zu geben.

    2. Nis

      Und warum steht “Einen Menschen in Deutschland mit Knochenmarktransplantation retten” im Gegensatz zu “Menschen in Entwicklungsländern mit Antibiotika versorgen”. Unsere Gesellschaft ist in der Lage einfach beides zu tun.

      Jeder Mensch sollte die Therapie erhalten, die ihm am besten helfen kann. Am besten sollten wir auch Transplantationszentren in allen Entwicklungsländern aufbauen, denn auch dort sind (vermutlich) Leute an Leukämie erkrankt und müssen daran (vermutlich) sterben.

    3. DerPoppe

      Dieser Dienstauswahl, die Anreisepauschalen, Hotel und auch der Rest wird von der DKMS getragen. Mir haben Sie sogar das Porto für die Briefmarke bezahlt, mit der ich meine Kosten eingereicht habe. Ich war danach noch eine Woche krankgeschrieben, weil ich die vollen Nebenwirkungen abbekommen hatte. Dennoch würde ich keine Sekunde zögern und es wieder tun. So wichtig können drei Arbeitstag im eigenen Leben nicht sein, wenn du damit sehr wahrscheinlich einem anderen Menschen viele Lebensjahre schenken kannst.

  4. Nis

    Zum Thema Organspende:
    Zunächst mal kurz der Ausweis zum Online ausfüllen:
    http://www.organspende-info.de/aktivitaeten/ausweis/erstellen/
    Und bei eigentlich jedem Arzt oder Apotheker gibt es so schöne Klappkärtchen wo hinten einer drin ist. Und wenn man nen Laminiergerät hat, kann man sich den auch noch schön einschweißen, damit der nicht so schnell kaputt geht.

    Holgi meinte er hat seinen Ausweis nie so richtig dabei. Dann gibt es eine ganz einfache Sache die man ansonsten machen sollte. Und zwar einfach mit den eigenen Angehörigen darüber sprechen. Also einmal Eltern/Partner/evtl. Kindern oder engsten Freunden sagen, wie man zur Organspende steht.
    Denn in dem Fall, dass man selber als hirntotes Gemüse im Krankenhaus rumliegt und kein Ausweis (oder sonstiges Dokument zu dem Thema) vorhanden ist, werden die Angehörigen gefragt. Und wenn man denen schonmal sagt, wie man dazu denkt kann man ihnen eine schwere Entscheidung abnehmen. Und weh tut es auch nicht.

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  5. Turtle

    Skyfall scheint mir einer dieser Filme die nicht nur Fans spalten.
    Bei den Filmfreunden wurde geklagt der Film wäre kein “echter” Bond sondern so ein Bourne-Abklatsch und nicht mal aus dieser Warte wirklich gut.
    Andere sagen, ist kein Bond aber ein guter Psychothriller/Actionfilm. Und Holgi sagt alles zusammen.
    Bin mal gespannt wie ich ihn finde, bin weder großer Bondfan noch habe ich bisher Daniel Craig als Bond gesehen (wobei ich Craig als Schauspieler ganz passabel finde).

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  6. Lijbosz Nek

    Bis vor zwei Jahren fand man in Hamburg auch noch Wohnungen in durchaus guter Lage für weniger als 1300€/qm. (Man darf halt nicht die Maklerbüros im Hamburger Westen nehmen – dort herrschen seit Jahr(zehnt)en andere Preise vor.)
    Das nächste Mal nicht bei ollen Ketten speisen, Holgi, sondern vernünftigen Pannfisch mit Senfsauce spachteln.

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  7. Nis

    Die Aeropress könnte man aus Glas, wie ein Kolbenprober aus dem Labor (http://www.catalogus.de/mydata/kunde/dialog2.php3?hacc=950878073), bauen. Kein Plastik, keine Gummidichtung, man braucht nur noch ne Möglichkeit den Kaffeefilter einzuschrauben und den Kaffee da rein zu tun.

    Nen kluger Glasbläser in nem Laborbedarf könnte so ein Teil bestimmt konstruieren. (Bei meinem Händle haben die schon ganz anderen Kram für mich gezaubert)

    Problematisch könnte dann nur die Temperatur sein, da der Kolben sich ja ausdehnt … hmm … Vielleicht kommt man an der Gummidichtnug nicht vorbei, aber das Gehäuse kann man auf jeden Fall aus Glas bauen.

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    1. Toby

      Hab jetzt geschnallt: die Dinger werden von Aerobie hergestellt. Die mit den Plastik-Wurfscheiben. Vielleicht erklärt es das?

  8. Alfred

    Organspende: Scheinbar gibt es noch nicht mal opt in: die TK ist ja eine der ersten Krankenkassen die das Gesetz umsetzt. Ich bin bei der TK und das ist passiert: anstelle des Organspendeausweises aus Pappe der regelmäßig dem Magazin der Krankenkasse beiliegt habe ich jetzt exakt den gleichen Ausweis gesendet bekommen nur diesmal aus Plastik und in einem seperaten Informationsheft wo erklärt steht warum man den Organspendeausweis ausfüllen und tragen soll. Von die krankenkasse informieren ob man Organspender ist oder nicht kann also scheinbar noch nichtmal die rede sein bisher wird man lediglich informiert dass es Oranspendeausweise gibt und wofür das gut ist…
    Das Heft war noch nichtmal in einem Briefumschlag sondern lag lose im Briefkasten also so wie Werbung mit meinem Namen drauf… der Wortlaut dort:
    “Mit der Neufassung des Transplantationsgesetzes sind die Krankenkassen unter anderem verpflichtet worden, jeden Versicherten ab 16 Jahren schriftlich und ergeb-nisoffen zu informieren – und gleichzeitig auch zu mo-tivieren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich eine Meinung zu bilden. Das tun wir mit diesem Sonderheft zur Organspende.”
    Auch online zu finden:
    http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/485572/Datei/60384/TK-aktuell-Organspende.pdf
    Genau das heft habe ich bekommen… tolles opt-in!!! 🙁 naja zumindest hab ich jetzt nen vernümpftigen Organspendeausweis aus Plastik…

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  9. toothroot

    @holgi: Wenn man die wachsende lateinamerikanische “Minderheit” in den USA betrachtet, dürfte sich in absehbarer Zeit das Calvinistenland USA bald in das Katholenland USA verwandeln.

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  10. BamChiBam

    Zum Thema Organspende:
    Ich finde das System, wie es hier in den USA gehandhabt wird, eigentlich ganz gut.
    Als ich meinen Ami-Fuehrerschein bzw. -Ausweis beantragt habe, wurde ich von der Mitarbeiterin im Department gefragt, ob ich meine Organe spenden will. Nun habe ich die kleine, rote Markierung “DONOR” in dem Fuehrerschein und Ausweis stehen.

    Vorteile:
    1. Jeder der einen Ausweis / Fuehrerschein in den USA hat, wurde gefragt, ob er/sie spenden moechte.
    (Jeder muss sich mit der Frage auseinander setzen)
    2. Man wird von einer realen Person gefragt. Da ist es viel schwieriger “nein” zu sagen, als wenn man nur schriftlich gefragt wird.
    3. Hier in den USA braucht man also keine Extrakarte fuer die Organspende. Den Fuehrerschein bzw. Ausweis haben die meisten (ausser Holgi) ja sowieso immer dabei. 🙂
    4. Es entstehen keine Extrakosten fuer die Ueberpruefung, ob jemand spenden will oder auch nicht.

    Ich sehe fuer mich sowieso keinen sinnvollen Grund Organe nicht zu spenden.
    Wenn ich tot bin, bin ich tot und wenn Teile meines Koerpers noch gebraucht werden und Leben retten koennten, dann hat der Tod sogar noch einen Sinn. Dies koennte evtl. auch den trauernden Angehoerigen / Freunden helfen.

    Achso…wie immer toller Podcast.
    Weitermachen….Danke!!!

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  11. Holgerbaer

    Während euren doch recht religionslastigen Diskussionen ist mir ständig das Buch “Gott Bewahre” von John Niven in den Sinn gekommen. Hoffe Toby hat es noch nicht, es dürfte nämlich morgen in seinem Briefkasten liegen.

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  12. bbenedikt

    Zum Thema Untergang:

    Holgi, ich empfehle Dir den Film anzuschauen. Es geht in dem Film nicht darum, Hitler menschlich darzustellen, sondern um die letzen Tage einer Diktatur, in der die ganze Unmenschlichkeit noch einmal sehr gut dargestellt wird. Insbesondere die dämliche Nibelungentreue der Offiziere, die bis zum Schluss mitmachen und einem Irren gehorchen, ist sehenswert.

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  13. Keen

    Katholiken müssen nur hin und wieder Regeln befolgen. Bei Protestanten ist der Zugriff auf das Individuum totalitär. Noch heute hab ich manchmal Probleme mit Kulturprotestanten in meinem Umfeld, in dem Religion eigentlich keine Rolle mehr spielt. Die Verzichtsethik, der Geiz, die übertriebene Selbstführung, die Hast, das Rationale, das Moralisierende…

    Schöner Artikel der taz über die kulturellen Auswirkungen der Konfessionen:
    http://www.taz.de/!52553/

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  14. mromang

    Mann, wenn ich euch über Preise reden hör, dann staune ich einfach nur. Preise hier in der Schweiz sind auch beim aktuellen Wechselkurs absolut unvergleichbar. Natürlich auch die Löhne etc. Aber solche Riesenunterschiede zwischen zwei so prinzipiell ähnlichen und benachbarten Ländern erstaunt mich schon

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  15. Alex

    Ah, nee, komm ey, auch Knochenmark-Handel gehört zum Kapitalismus. Es dürfte gar keine DKMS geben, die sich das gespendete Knochenmark teuer bezahlen lässt.

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  16. Michael

    @holgi
    Ich glaube, du hast das Problem mit dem opt-out beim Organspenden schon im Podcast angesprochen. Um eine ethisch einwandfreie Entscheidung zu treffen, muss eindeutig klar sein, dass sich eine Person zum opt-out entschieden hat. Das kann man nicht mehr mit einem Anti-Organspendeausweis machen, denn dieser kann vergessen werden. Schlussfolgerung ist, dass eine _gesicherte_, zentrale opt-out Datenbank betrieben werden muss und davor werden sie vermutlich kuschen.

    Meine Meinung zu dem Thema ist ja, wer nicht spendet sollte auch nichts erhalten dürfen!

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  17. TatKor

    Hallo zusammen,

    Ich bin auch aus persönlichen Gründen für ein Opt-Out-Verfahren bei der Organspende. Brauche wohl bald wieder eine Niere. Wegen der Lebertransplantation: Alkoholiker müssen ca 2 Jahre trocken sein, bevor sie auf die Liste kommen.

    Gruß

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